WAS IST DAS – LIEBE?

„What’s love got to do with it?“ fragte einst Tina Turner. Gefühlt 1000x habe ich mich das auch bereits gefragt: „Was ist das – Liebe?“

Mir begegnete Liebe, die kompromisslos forderte: „Ich liebe dich, solange du tust, was ich für gut befinde.“ Erwiderte Liebe, in dem ich alles tat, was verlangt wurde, mich bedingungslos anpasste, bis ich nicht mehr ich selbst war. In meiner Kindheit traf ich auf Liebe, die so tief unter Leid verschüttet war, das nichts mehr davon an die Oberfläche drang.

Kaum etwas wird derart inflationär kommuniziert und missinterpretiert wie Liebe.

Was ist das – Liebe?

Lausche ich meiner inneren Stimme, ist ihre Antwort diese:

„Zu lieben, bedeutet dich zu sehen, wie du bist. Dich anzunehmen, wie du bist, voll und ganz, bedingungslos, mit allem, was dazu gehört, dem strahlenden Licht ebenso wie den dunklen Schatten. Meine Liebe vermag weder deine seelischen Wunden zu heilen noch die Lücken in deinem Sein zu schließen oder als Krücke zu tragen, was das deine ist. Doch meine Liebe vermag jener Hafen der Geborgenheit zu sein, in dem du Zuflucht finden und deine Segel flicken kannst. Zu lieben bedeutet zu halten ohne zu binden, in Freiheit und voller Vertrauen. Zu lieben bedeutet, deine Grenzen ebenso zu achten wie meine – sie nicht als Zurückweisung zu verstehen, sondern als den Punkt, an dem zwei Welten einander respektvoll begegnen.“

Es gibt Stimmen die sagen, im Laufe der Menschheitsgeschichte hätte sich die Art zu lieben verändert. Ich glaube, was sich verändert hat, sind die Gründe, warum wir Beziehungen eingehen. Wahre Liebe ist und bleibt, was sie ist und war: Ein rares Geschenk, das nicht jedem zu finden vergönnt ist – wie ein vierblättriges Kleeblatt in einer Sommerwiese. Manchmal scheint eins dieser Kleeblätter aus vier Herzen zu bestehen, ganz so, als ob es uns auf seine Weise daran erinnern möchte, was Liebe ist:

„Dein Herz, mein Herz, unser gemeinsames Herz und ein Herz für das, was uns verbindet.“

Bild: pixabay ai-generiert

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