Zwei wie Hund und Katze …

… ein geflügeltes Wort aus der Umgangssprache für zwei, die nicht zusammen passen. Kennt jeder von uns. Manche verwenden es vielleicht sogar. Dennoch ist es eine bewiesene Lüge. Unzählige Bilder zeigen, dass es auch anders sein kann. Im Grunde kann alles anders sein.

Wie viele „Volksweisheiten“ oder Glaubenssätze übernehmen wir unreflektiert, hegen und pflegen sie unser Leben lang, geben sie an die nächste Generation weiter.  

Wie viele Wahrheiten glauben wir zu kennen, über andere und uns selbst.

Es gibt nur wenige verbriefte Wahrheiten, und selbst über die kann man philosophieren … was ich heute ausnahmsweise nicht vorhabe. Vielmehr geht es mir darum einen Denkanstoß zu geben, achtsam zu bleiben, zu hinterfragen und vorsichtig mit Vorurteilen und Zuschreibungen.

Hund und Katze müssen einander nicht zwangsläufig als Feinde begegnen.

Borderliner müssen nicht zwangsläufig beziehungsunfähig sein.

Nicht-Borderliner müssen nicht zwangsläufig die einfacheren Menschen sein.

In den vergangenen Tagen habe ich mich in einigen Foren bewegt und festgestellt, dass nach wie vor viele Menschen an den diversen Vorurteilen und Zuschreibungen leiden. Es scheint fast, als hätte das Leben (oder die Gesellschaft) ihnen einen Stempel verpasst, ein Etikett in der Art von: „Borderline – eh schon wissen …“

Tun wir das? Wissen wir? Was wissen wir?

Das jeder Mensch ein Individuum ist?

Das jede Persönlichkeit die Summe all ihrer Lebenserfahrungen ist?

Das keine zwei vollkommen gleich sind?

Das Hund und Katze beste Freunde sein können?

Bleib wachsam gegenüber Vorurteilen und Zuschreibungen. Mögen sie von außen kommen oder aus deinem Innersten, aus deiner Vergangenheit, aus dem, was andere dich einst lehrten, über dich und die Welt zu denken.

Bleib wachsam und erlaube dem Leben, dich jeden Tag aufs Neue zu überraschen; dir neue Ideen und Erkenntnisse zu bringen; deine Welt größer und bunter werden zu lassen.