Elefanten-Weisheit

Wieder einmal ein Beitrag, der aus jenen Eindrücken geboren wird, die ich in den vergangenen Wochen in diversen Chats und Selbsthilfegruppen gesammelt habe.

Thema: Realität verdrehen oder „Schönzeichnen“

Was meine ich damit? Nun, es geht darum, dass manche (oder viele) Menschen mitunter (oder auch sehr oft) den Standpunkt einnehmen, etwas ist so und nicht anders. Um das nachvollziehbar zu machen, hier ein abstraktes Beispiel:

Eine Banane schmeckt fad.

Dieser Aussage werden nicht zustimmen.

Anderes Beispiel:

Männer reden weniger als Frauen, und Frauen zicken mehr als Männer.

Stimmt natürlich so auch nicht.

Noch ein Beispiel:

Borderliner sind beziehungsunfähig.

Warum sollte diese Aussage stimmen? Sie ist ebenso pauschal und haltlos wie die beiden anderen zuvor. Dennoch neigen offenbar noch immer viele Menschen dazu, dieser einen Aussage zuzustimmen. Da ich ja meinen Mund nicht halten kann, schubse ich häufig Menschen an und sage: „Hey, es kann auch ganz anders sein.“ Daraufhin startet ein zumeist längerer Austausch, in dem manchmal auch die Aussage fällt: „Das ist ja Schönzeichnen der Realität“. Ist es natürlich nicht. Vielmehr ist es, was das Bild mit dem Elefanten so wunderbar darstellt. Ein Klassiker aus dem Kommunikationstraining.

Hier die Geschichte dazu: Mehrere blinde Menschen, die nie zuvor einem Elefanten begegnet sind, werden gebeten, diesen zu beschreiben anhand dessen, was sie ertasten können. Keiner von ihnen weiß, wie groß ein Elefant wirklich ist. So steht der erste vor dem Kopf des Elefanten, fühlt den Stoßzahn und meint voller Überzeugung: „Ein Elefant ist hart und spitz wie ein Horn“. Darauf erwidert ein anderer, der an der Seite des Elefanten steht: „Das stimmt nicht, er ist ledrig und breiter, als meine Arme erfassen können.“ Der Dritte, der hinter dem Elefanten steht, entgegnet: „Ihr irrt euch beide. Er hat einen Schwanz mit Borsten und stinkt fürchterlich.“ 

Wer von den dreien hat Recht? Natürlich alle drei. Für uns als Zuseher ist das sofort klar und einleuchtend, dass jeder der drei nur einen Teil des Gesamten wahrnehmen kann.

Nur – wenn diese Erkenntnis bei der Geschichte mit dem Elefanten so leichtfällt, warum beharren wir dann darauf, in anderen Bereichen des Lebens immer die gesamte Realität erkennen zu können?

Autsch!

Fakt ist, dass wir immer nur einen Bruchteil der Realität wahrnehmen können. Schon aufgrund der Tatsache, dass unsere Sinne eingeschränkt sind, bzw. unsere „Festplatte“ Gehirn selektive Informationen zu einem pixeligen Gesamtbild zusammensetzt, das deutlich von der Realität abweichen kann. Denkt mal nur an optische Täuschungen. Oder Songtexte, die wir ganz anders wahrnehmen als sie gesungen werden.

Wir bilden unsere individuelle Meinung zur Realität aufgrund einiger weniger Informationen.

Manche bilden auch ihre Meinung zu Borderline aufgrund einiger weniger Informationen und lassen diese ihr Schicksal bestimmen, anstatt herauszufinden, was es in ihrem individuellen Fall ist. Darauf angesprochen, wird die Neubewertung mit dem Vorurteil „Schönzeichnen“ abgeblockt.

Natürlich drängt sich jetzt die Aussage auf, das Verweigern einer Lösungsmöglichkeit sei typisch Borderline – ist es aber nicht. Das können auch andere recht gut. Es ist eher typisch menschliches Ego – und ein Exemplar davon besitzen wir alle.

Es liegt eine große Chance darin, den eigenen Standpunkt hin und wieder zu wechseln und weitere Standpunkte hinzuzufügen, um das Gesamtbild aus mehr Informationen zu generieren. Denn dann könnte es plötzlich sein, dass Borderline und Lebensfreude nicht mehr im Widerspruch zueinanderstehen, sondern in Summe eine Gesamtbild ála Elefant ergeben.

Denkt mal darüber nach 😉

#FeelTheEmbraceOfLife

5 Sätze, die deine Zukunft verändern können

„HIER und JETZT stellen sich die Weichen für die Zukunft und jeder entscheidet selbst, auf welchem Gleis er/sie die Reise fortsetzt.“

Diesen Satz schrieb ich gestern als ich ziemlich unter Dampf stand und er drückt ein sehr intensives Gefühl aus, das allerdings ein wenig „Kontext“ braucht, um verstanden zu werden.

In den letzten Tagen erlebte ich sowohl auf beruflicher Ebene als auch in diversen Selbsthilfegruppen vermehrt eine innere Haltung bei anderen Menschen, die ich als schwierig empfinde. Heute. Früher war das anders. Früher lebte ich selbst in dieser Haltung. Vielleicht fällt es mir genau deshalb heute schwer zu akzeptieren, wenn andere in ihr verharren, weil ich weiß, was daraus entsteht.

Symptomatisch für diese Haltung sind Aussagen, die mit „Ich kann nicht …“ oder „Das geht nicht …“ oder „Das ist nicht möglich …“ beginnen. Ich denke, jeder kennt Sätze dieser Art und kann sich vorstellen, wie sie weiter ausformuliert sein können. Ich denke auch, viele dieser Sätze entsprechen nicht der Wahrheit, sondern sind eher vorgeschoben um dahinter Unsicherheit, Angst, Bequemlichkeit, Unwissen oder anderes zu verbergen. Oder wie meine weise Lucy zu sagen pflegte:

„Ich kann nicht, heißt ich will nicht.“

Dieser Satz von Lucy war manchmal für mich echt schwer zu nehmen, denn er sagt gerade heraus, was die anderen verschleiern: Verweigerung. Oder auch: Festhalten am Problem.

Meistens bedenken die Menschen, die solche Sätze der Verweigerung verwenden, allerdings nicht, welche Auswirkungen diese Sätze haben. Einerseits an der Oberfläche des Alltäglichen, z.B. gegenüber anderen Menschen (oder Vorgesetzten), die darin eine Art von Problemfokussierung, mangelnde Motivation, Engagement etc. sehen könnten (und das auch häufig tun). Andererseits unter der Oberfläche, also auf das eigene Unterbewusstsein.

„Egal, was du sagst, einer hört dir immer zu: du selbst.“

Mit diesem im Mentaltraining häufig zitierten Satz ist gemeint, dass jedes – wirklich JEDES – Wort, das wir denken, sprechen, schreiben, lesen oder hören, von unserem Unterbewusstsein wahrgenommen wird und zur Programmierung unseres inneren Bildes beiträgt. Und das unser ganzes Leben lang! Unser inneres Bild wiederum beeinflusst unseren Selbstwert, Selbstvertrauen, Selbstliebe, Handlungskompetenz, Geschicklichkeit, Lernfähigkeit und vieles mehr … bis hin zu unserem Immunsystem und der Biochemie unseres Körpers. Unglaublich? Wer daran zweifelt, möge bitte zum Thema „Epigenetik“ recherchieren. Sehr zu empfehlen sind die Werke von Dr. Joe Dispenza, aber es gibt auch zahlreiche andere, die über dieses Thema schreiben, und überzeugende Beweise vorliegen, dass jeder – wirklich JEDER – Gedanke, der unserem Gehirn entspringt, auf uns mannigfaltig wirkt.

Unglücklicherweise können wir häufig nicht beeinflussen, was andere uns gegenüber äußern, aber zumindest können wir darauf achten, was wir freiwillig an „Berieselung“ konsumieren bzw. selbst an Gedankengut produzieren. Wobei hier auch die Wechselwirkung zwischen innerem Bild und unseren Gedanken und Gefühlen zu beachten ist. Da die meisten Gedanken unbewusst entstehen, spiegeln die daraus entspringenden Worte ihrerseits das innere Bild wider.

Oder wie Christian Friedrich Hebbel schon sagte: „Wer die Menschen kennen lernen will, der studiere ihre Entschuldigungsgründe.“

Wie auch immer. Vereinfacht gesagt gilt: Es braucht Zeit und Ausdauer, um ein über viele Jahre etabliertes inneres Bild zu verwandeln. Dennoch ist es möglich!

Zurück zu meinem Eingangssatz. Die Weichen für die Zukunft, also wo es mit jedem einzelnen von uns hingeht, stellen sich mit jedem einzelnen Wort, das wir ersinnen. Manche mögen glauben, dass es die großen Entscheidungen sind, die unser Leben verändern, aber die sind es nur ganz selten. Vielleicht bringen uns die großen Entscheidungen dazu, unseren Job oder den Wohnsitz zu wechseln, aber werden wir dadurch ein anderer Mensch? Überwinden wir dadurch tief in uns verwurzelte Ängste oder Sorgen? Verändert sich dadurch unser Selbstbild? Wohl kaum. Nicht umsonst heißt es, man kann vor sich selbst nicht davonlaufen. Probleme, die ihren Ursprung in uns haben, lassen sich nicht durch äußere Veränderungen lösen. Und manche werden vielleicht schon bemerkt haben, dass in neuer Umgebung nach einiger Zeit alte Problemstellungen wie von Zauberhand erneut auftauchen.

Die Kleinigkeiten im Leben machen den Unterschied, bringen die Veränderung. Jedes einzelne Wort entscheidet darüber, wie andere mich wahrnehmen (was auch einen Beitrag zu meiner beruflichen Karriere leisten kann) und wie ich mich selbst programmiere bzw. entwickle.

Oder wie ich es öfters formuliere: Es ist ähnlich wie mit der Erdanziehungskraft. Ganz egal, ob man sie versteht, oder daran glaubt, sie wirkt und hält uns mit den Füßen am Boden fest – und manchmal fallen wir ihretwegen auf den Allerwertesten. Jeder Gedanke, jedes einzelne Wort wirkt auf uns, ob man das versteht oder daran glaubt, ist unwichtig, es geschieht trotzdem.

Vor ein paar Tagen entsprang noch ein Satz meinem Denken, beiläufig in einem Gespräch, als ich gefragt wurde, wie ich seit Oktober 2017 neben meinem Fulltime Stress-Job stattliche vier Bücher mit insgesamt rund 1.800 Seiten veröffentlichen konnte und noch immer eine funktionierende Partnerschaft habe. Meine Antwort darauf war:

„Nachdem ich aufgehört hatte, krampfhaft ein Problem in mir selbst aufrecht zu erhalten, wurde plötzlich eine Menge Energie frei, um das zu tun, was mir Freude bereitet.“

Mein „Problem“ hieß Borderline. Indem ich jedoch aufhörte, es als „Problem“ zu betrachten und das nicht nur als einmalige, große Entscheidung postulierte, sondern seither täglich etliche Male auf verschiedene Weise artikulierte, das Potenzial von Borderline konstruktiv einzusetzen, stellte und stelle ich die Weichen für mich in eine neue Richtung, in die ich seither unterwegs bin.

Nur um nicht missverstanden zu werden: Ich behaupte NICHT, dass allein ein paar positive Affirmationen zu sich selbst Borderline heilen. ABER ich behaupte sehr wohl, dass eine Veränderung der inneren Haltung zu sich selbst, die über jedes – wirkliches JEDES – einzelne Wort beeinflusst wird, die Basis dafür ist, dass ein Heilungsprozess überhaupt erst erfolgreich stattfinden kann.

In diesem Sinne:

Die Zukunft jedes einzelnen von uns beginnt HIER und JETZT. Sie entspringt jedem einzelnen Wort und wird genährt von der Botschaft, die wir damit täglich in die Welt nach außen und gleichzeitig in das Universum in uns senden.

Achte auf dich – und deine Gedanken

Du bist, was du denkst!

Dieses Postulat stelle ich hier in den Raum, ohne mich in die beinahe endlose Liste jener einzureihen, die dafür Grundlagen, Erklärungen und Beweise vorlegen.

Wer davon nicht überzeugt ist, wird es vermutlich auch aufgrund meiner Worte nicht werden. Dies hier wird also nicht ein Bekehrungsversuch, sondern einfach nur eine kleine Erinnerung an das, was viele von euch längst wissen und für sich akzeptiert haben, aber – ebenso wie ich – im Trubel des Alltags zwischendurch auch schon mal vergessen.

Insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen wir von Bad News förmlich überrollt werden und an jeder (virtuellen) Ecke das böse C-Wort lauert.

Ja, es ist eine Zeit, wie die meisten von uns sie nie zuvor erlebt haben.

Ja, es ist eine Zeit, die von uns allen viel verlangt, direkt in unseren Alltag eingreift und unsere Handlungen beeinflusst.

Ja, es ist eine Zeit, die Dummheit und Ignoranz ebenso zum Vorschein bringt wie auch das Beste, das Menschen zu geben haben: Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, Rücksicht und Mitgefühl.

Ja, es ist eine Zeit, die als Krise gesehen werden kann – oder als Chance auf Veränderung, Weiterentwicklung und Wachstum – oder als beides.

Achte auf dich – und deine Gedanken!

Lass dich nicht von der Welle fortreißen in eine einseitige Wahrnehmung.

Schau nach draußen.

Die Sonne scheint. Das frische Grün der Triebspitzen an den Bäumen verdrängt das graubraun des Winters. Überall leuchten bunte Blüten, zwischen denen sich die ersten Schmetterlinge tänzelnd im Wind treiben lassen. Es ist Frühling! Das Natur erwacht – wie jedes Jahr – aufs Neue. Das Leben zeigt auf eindrucksvolle Weise, was wir Menschen mitunter vergessen: es geht weiter. Mit jedem neuen Tag. Veränderung ist ein Teil des Lebens. Etwas wächst, erblüht, gedeiht – um irgendwann wieder zu vergehen. Der ewige Kreislauf des Lebens.

Das Osterfest steht vor der Tür. Ein Fest, an dem die Auferstehung und damit das Leben an sich, gefeiert wird.

Ich bin nicht religiös. Ich bin spirituell. Ich blicke durch das Fenster hinaus in die Welt und sehe die Botschaft von Leben und Liebe auf vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht. Das gibt mir Kraft, Hoffnung und Vertrauen, Tag für Tag.

Ja, es ist eine Zeit, wie sich niemand von uns so gewünscht hat, doch sie ist nun einmal da, und es liegt an uns, einen Weg zu finden, damit umzugehen, zu bestehen und daraus zu lernen, zu wachsen, reifer und weiser zu werden. Oder einfach nur unser Vertrauen zu behalten. Oder unseren Humor. Was auch immer … richte deinen Blick auf das Schöne und die Lebendigkeit vor deinem Fenster. Das andere ist da, gewiss, aber wer sagt, dass es schneller verschwindet, wenn wir es ständig anstarren?

Das Coronavirus kann meine Bewegungsfreiheit einschränken, aber nicht meine Gedanken. Die sind frei, in jedem Augenblick. Und wie schon im Talmud geschrieben steht …

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal!“

In diesem Sinne wünsche ich dir ein lebendiges Osterfest mit deinen Lieben.

Achte auf dich – und deine Gedanken.

Ach ja, für den heutigen Beitrag habe ich ein Bild von Cherry Plum gewählt. Diese Blüte gilt als die Bachblüte für Gelassenheit und wird angewendet bei Gefühlschaos und unbeherrschbaren Gefühlen. Als Borderlinerin steh ich auf Cherry Plum 😉

Ein „hoffnungsloser“ Fall?

Das Leben schreibt die spannendsten Geschichten … dieser Spruch hat sich für mich in den vergangenen Tagen einmal mehr bewahrheitet.

Zu Beginn der Woche dachte ich darüber nach, einen Beitrag über „Hoffnung“ zu schreiben und hatte auch schon klare Vorstellungen dazu, bis ich in einer Borderline-Selbsthilfegruppe auf folgenden Satz traf:

 „Und manchmal haut die Realität der Hoffnung voll in die Fresse…“

Meine erste Reaktion war Ablehnung. Die Botschaft in der Aussage war für mich negativ und in dem Kontext unpassend bis destruktiv. Während ich mich also darüber ärgerte, warum man so einen Satz postet, begannen meine eigenen Gedanken zu kreisen. Ein Teil von mir will immer das „Warum“ verstehen. Ein anderer versucht herauszufinden, ob und was ich daraus für mich lernen kann.

Ehrlich gesagt, ich kann aus allem etwas lernen. Selbst aus diesem Satz, dem ich in keiner Weise zustimme.

Hoffnung hat per se immer etwas damit zu tun, dass etwas gleich gut bleiben oder besser werden soll.

Für mich bedeutet Realität die Welt rund um mich, andere Menschen, Ereignisse, alles da draußen. Natürlich hoffe ich wie vermutliche viele andere auch, dass alles besser wird, dass ich mit meinen Borderline-Thematiken weiterhin gut klar komme, wir das mit dem Klimawandel hinbekommen, dass uns kein Asteroid auf den Kopf fällt usw.  

Aber ich bin auch pragmatisch genug um zu akzeptieren, dass eine Verbesserung meines Lebens (oder meiner Lebensqualität, meiner psychischen Gesundheit und emotionalen Stabilität) nicht von diesen Faktoren im außen abhängig sein darf, denn ich habe so gut wie keinen Einfluss darauf, was außerhalb meiner Reichweite (und die ist sehr begrenzt) geschieht. Insofern macht es keinen Sinn, meine Hoffnung auf Verbesserung darauf aufzubauen. Ergo können auch die Ereignisse der Realität nicht meiner Hoffnung in die Fresse hauen (um bei diesem Wording zu bleiben).

Bin ich also ein „hoffnungsloser“ Fall? … im doppelten Wortsinn?

Bei weitem nicht. Meine Hoffnung (oder mein Glaube an das Mögliche) ist nur anderer Natur. Ich bin überzeugt davon, dass Verbesserung nur aus Veränderung resultieren kann. Ist auch logisch. Wenn sich nichts ändert, bleibt alles wie gehabt, und wenn das bisher nicht gepasst hat, wieso sollte es dann plötzlich anders sein? … nur weil ich hoffe? Das wäre illusorisch, um nicht zu sagen: naiv.

Im Außen sind unsere Möglichkeiten für Veränderung begrenzt, nicht so in unserem Inneren – unserem Denken. Das können (oder könnten) wir jederzeit verändern, in jedem Augenblick unseres Lebens, und damit einen anderen Blick auf die Realität richten, die nun mal so ist, wie sie ist. Klassisches Beispiel: ein Glas kann halb voll oder halb leer sein – oder zu 50% Wasser enthalten. Alles wahr, alles real – aber es löst unterschiedliche Reaktionen in unserem Unterbewusstsein aus. Denken und fühlen wir im Problem- oder im Lösungsrahmen? Oder haben wir beides im Blick, also eine „ganzheitliche“ Sicht? Vereinfacht gesagt: je nachdem, ob wir die Welt – oder + oder -/+ wahrnehmen, wirkt sich das auf unseren Körper, unsere Emotionen, unser Leben insgesamt aus. Dazu gibt es Dutzende Bücher (zumindest in meinem Bücherregal). Wir haben es also selbst in der Hand – oder besser: im Kopf – den Schlüssel für Veränderung und damit Verbesserung.

Unsere Sichtweise der Realität ist jederzeit veränderbar.

Auch das durfte ich in diese Woche wieder einmal erleben. In den letzten Monaten hatte ich aus der Distanz mit einer Kollegin zu tun, über die ich mir ziemlich schnell eine eindeutige Meinung gebildet hatte mit dem Fazit: wir passen nicht zusammen. Vor ein paar Tagen verbrachten wir mehrere Stunden gemeinsam in einem Meeting. Aus einer Intuition heraus blendete ich meine vorgefasste Meinung aus und konzentrierte mich auf das, was da war in diesem Augenblick – und ich begann, ganz andere Aspekte wahrzunehmen. Wo ich zuvor Unterschiede sah, erkannte ich Ähnlichkeiten. Zu dem, was uns trennte, kam jenes hinzu, dass uns verband. Wir unterhielten uns sogar noch einige Zeit privat.

Was das alles mit Hoffnung zu tun hat?

Nun, man kann lange Zeit auf ein Problem blicken und stets ein Problem erblicken. Doch wechselt man den Standpunkt ein wenig, entdeckt man vielleicht etwas ganz anderes – vielleicht ein Potenzial? Oder sogar eine Lösung?

Als ich meinen Standpunkt in Bezug auf mein Borderline verändert, durchbrach ich eine mentale Schallmauer (bildlich gesprochen). Ich hatte schon Jahre zuvor  die Tatsache akzeptiert, dass wir unser Erleben der Welt (und damit auch viele handfeste Aspekte unseres Lebens) durch unsere Gedanken beeinflussen können.  Doch nun erlebte ich es intensiv und mit systemischen Auswirkungen, sprich in alle meine Lebensbereiche.

Meine Hoffnung auf Verbesserung wurde erfüllt durch Veränderungen in mir. Nichts und niemand im außen musste sich dazu verändern, nur ich selbst – oder besser: meine Gedanken, mein Blickwinkel, meine Einstellung. Die Realität rundum hat damit nichts zu tun. Sie kann meiner Hoffnung deshalb auch niemals in die Fresse hauen, weil meine Hoffnung darauf beruht, dass …

… all das, was in meinem Kopf entstanden ist, auch in meinem Kopf verändert werden kann.

Im Grunde genommen ist es mehr als „nur“ Hoffnung. Es ist meine Überzeugung, von Erfahrung gefestigter Glaube und – wenn man so will – meine Realität.

Veränderung und Verbesserung sind möglich, aber sie geschehen nicht von allein oder von außen. Jeder von uns ist gefordert, selbst aktiv zu werden, zu tun, Tag für Tag. Große Entscheidungen stellen die Weichen, doch kleine Schritte bringen uns ans Ziel.

Vor einigen Monaten schrieb ich diesen Satz:

Veränderung geschieht zuerst im Geist, der plant … danach im Herzen, das entscheidet … und schließlich in der Welt, die folgt.

Hoffnung kann der Treibstoff sein, der dem Motor der Veränderung seine Kraft verleiht, doch solange die Bremsen angezogen bleiben, verweilen wir im Leerlauf. Es heißt nicht umsonst: Erfolg hat 3 Buchstaben –> TUN

Für Veränderung hin zum Positiven im Leben gibt es ein paar sehr einfache Übungen. Die absolut einfachste (aus meiner Sicht) ist jene: bring das Schöne und Positive bewusst in dein Unterbewusstsein. Nimm Dir täglich Zeit für etwas, dass dein Herz und deine Seele erfreut, dich zum Lächeln bringt. Bilder, Musik, Gedichte, Spaziergänge, Tiere, Freunde … was auch immer es ist: nimm dir täglich bewusst Zeit für das Schöne und Positive, genieße es, anerkenne es als einen Teil deines Lebens und deiner Person. Erwarte nichts bestimmtes. Es könnte sein, dass du mehr bekommst, als du dir je erträumen konntest.

Auch der größte Baum ist zu Beginn nur ein kleiner Trieb mit wenigen Blättern. Sorgsam gehegt und gepflegt, kann daraus ein Riese werden. Hege und pflege das Positive in dir und um dich in der Hoffnung – und der Gewissheit – es wird wachsen, Tag für Tag …

Loslassen …

… fällt manchmal nicht leicht, insbesondere wenn ich etwas mit Begeisterung und Freude gestartet habe. Dennoch – es gehört zum Leben dazu und nicht alles, was ich starte, entwickelt sich so, wie es gedacht war. Das ist Leben.

Deshalb teile ich heute diesen Beitrag auf meinem Blog um zu zeigen, wie ich in Echtzeit damit umgehe.

Ein Status Update

Was tut sich gerade bei Lesley? Wie immer: viel!

Aktuell arbeite ich an 4 Buchprojekten. Kein Scherz. Also, „JAN/A – eine [nicht] ganz alltägliche Liebesgeschichte geht weiter“ … mit Band 2, der gerade in der Korrekturphase angekommen ist und Anfang 2020 erscheinen wird. Weil ich meinen eigenen Cliffhanger nicht so einfach im Raum stehen lassen kann, schreibe ich bereits an Band 3 „JAN/A – Das Ende einer [nicht] ganz alltäglichen Liebesgeschichte?“ Wie gehabt, beides autobiographisch und hoch emotional, romantisch, sinnlich, humorvoll …

Projekt 3 ist mir irgendwie „passiert“ und bringt mich täglich zum Strahlen. Kurzgeschichten und Gedichte aus über 3 Jahrzehnten, alle mit dem Ziel, meine Leser und Leserinnen zurück in die gefühlte Umarmung des Lebens zu führen. Das wird ein Buch wie eine Kuscheldecke inklusive heißer Schokolade vor einem prasselnden Kaminfeuer. Einfach nur zum Wohlfühlen.

Und dann gibt es noch Projekt 4, dass den Titel „RE/CONNECTED – LEBEN und LIEBEN – Eine Lebensphilosophie #feeltheembraceoflife“ tragen wird. Die Fortsetzung meiner Autobiographie DIS/CONNECTED, eine neuerliche Reise in meine Gedanken- und Gefühlswelt seit meinem Outing 2018 mit vielen praktischen Tipps und Strategien für ein Leben mit #Borderline jenseits aller Klischees und Zuschreibungen.

Nebenbei blogge ich natürlich weiterhin.

Ach ja, meinen Vollzeitjob sollte ich nicht vergessen. Beziehung und Familie gibt es auch noch.

Wie ich  das alles schaffe? Ganz ehrlich? Keine Ahnung! Ich möchte auch gar nicht darüber nachdenken. Ich könnte nämlich draufkommen, dass es gar nicht funktionieren kann – und das wiederum will ich nicht wissen. Die Hummel weiß auch nicht, dass es für sie aerodynamisch unmöglich ist, zu fliegen – sie tut es einfach 😉

Allerdings habe ich schon einige andere Projekte auf Eis gelegt. Meine Facebook-Gruppen zum Beispiel. Aber – wiederum ehrlich gesagt – ich fühle mich mehr dazu berufen, andere Menschen mit meinen Erfahrungen im Umgang mit Borderline über meine Blogs oder in Selbsthilfe-Foren zu unterstützen als mich in der Admin-Tätigkeit einer Gruppe zu verwirklichen. Sorry. Aber das habe ich auch in den vergangenen Monaten für mich erkannt. Meine Zeit und Ressourcen sind begrenzt, und ich möchte sie bestmöglich für das einsetzen, was aus meiner Sicht am meisten Sinn macht.

Deshalb schränke ich auch die zeitfressenden Marketing-Aktivitäten in Facebook ein. Meine Bücher verkaufe ich über Lesungen, Vorträge oder einfach so, zwischendurch im Fitnessstudio oder beim Augenoptiker, wann immer ich auf Menschen treffe, mich mit ihnen unterhalte und sie erkennen, dass meine Worte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern ich tatsächlich lebe und bin, was ich schreibe. Das kann man mit keinem noch so gefinkelt verfassten Beitrag transportieren. Vielleicht schwimme ich damit gegen den Strom? Es wäre nicht das erste Mal 😉 

Ich bin ECHT. Ich bin ICH. Ich gehe MEINEN Weg.

Ich verändere die Bedeutung (#Borderline) meiner Jahre in Schmerz und Dunkelheit (#frompaintopassion) in dem ich sie nutze, um anderen die Hand zu reichen und zu sagen: „Ich hab es geschafft – und du kannst es auch schaffen“. Zurück in die Umarmung des Lebens (#feeltheembraceoflife).

4 Buchprojekte und ich liebe jedes einzelne davon, werde jedes davon Realität werden lassen. Wie viele davon verkauft werden? Ich überlasse es dem Leben, jene Menschen mit meinem Büchern in Berührung zu bringen, die von meinen Worten berührt werden.

Natürlich frage ich mich, ob ich – wie oben erwähnt – die Gruppen wirklich offline bzw. auflösen soll? Was entgeht mir eventuell durch diesen Schritt? Wäre es nicht besser, sie mit minimalen Ressourcen weiter zu betreiben? Also wieder das zu tun, was ich kenne und lange Zeit meines Lebens praktiziert habe?  Nur nichts aufgeben, weil es könnte ja noch irgendwann einmal …

Eine Entscheidung für das eine ist immer auch eine Entscheidung gegen vieles andere.

Vielleicht versäume oder verliere ich damit etwas, das ist ungewiss. Sicher ist nur, dass ich auf meinem Weg mehr erreiche, wenn ich meine Gedanken, Zeit und Ressourcen auf das fokussiere, was mir wichtig ist… und dafür mitunter so einiges loslasse.

Wieder einmal … Beziehungsstress

Weil es gerade aktuell ist und wer kennt das nicht: Stress mit dem Partner oder der Partnerin. Es begann ganz klassisch. Das falsche Wort zur falschen Zeit, einer triggert den anderen und schwuppdiwupp – so schnell konnte ich gar nicht schauen – herrschte Funkstille. Fass mich nicht an und wenn du es doch versuchst, dreh ich mich weg. Ablehnung und Zurückweisung. Das ist für niemanden leicht verdaulich. Für mich als Borderlinerin schon gar nicht. Diese Form von Stress öffnet bei mir Tür und Tor für alte Gedanken und Verhaltensmuster. Und es hilft wenig bis gar nichts, mir vor Augen zu halten, dass mein Partner gerade selbst in einem alten Verhaltensmuster feststeckt und nicht anders kann. Wie ich in meinem Beitrag am 15.10.2019 dargestellt habe, kann ich diese Gedanken bewusst denken, und mein Verstand schleudert mir ein handfestes Gegenargument nach dem anderen vor die Füße.

Nein, es braucht für mich andere Wege. Oder besser gesagt: einen anderen Weg, nämlich raus aus der Wohnung und ab in den Wald. Allein. Frische Luft. Bewegung. Einfach auf mich wirken lassen, was rundum ist. Natur. Farben. Raschelndes Laub. Plätscherndes Wasser und mitunter der unerkennbare Geruch von Pilzen, Moos und feuchter Erde … Wald eben.

Ich öffnete also meinen Geist für die Eindrücke rundum, bewegte mich vom Problem fort und hin auf einen erwünschten Zustand: Ruhe und Gelassenheit. Plötzlich war da ein völlig anderer Gedanke, eine Idee für eine Geschichte. Ich weiß noch, ich begann zu lachen und sagte (ziemlich laut): das ist echt gut! Naja, Selbstgespräche im Wald hören meistens nur die Bäume, aber wer weiß, vielleicht waren auch Wanderer in der Nähe.

Jedenfalls weitete sich die Idee aus und am selben Tag noch schrieb ich eine Geschichte, ein modernes Märchen, das ich demnächst hier posten werde, aber heute würde es den Rahmen sprengen. Heute geht es mir darum, etwas anderes bewusst zu machen.

Fast jedes Problem löst in irgendeiner Weise Stress aus. Sonst wäre es ja kein Problem. Viele von uns versuchen Probleme zu lösen, indem sie immer tiefer mit ihren Gedanken in das Problem eindringen. Das ist fatal, denn – vereinfacht und ohne umfangreiche theoretische Hintergrunddarstellung (bitte vertrau mir, dass ich weiß, wovon ich schreibe) – worauf wir unsere Gedanken richten, dass verstärken wir, davon ziehen wir mehr in unser Leben, das halten wir fest, daran klammern wir uns, das bestimmt uns. Dies gilt natürlich und insbesondere für Probleme. Solange unser Geist damit befasst ist, zu ergründen, was warum nicht funktioniert, blockieren wir uns selbst.

Bei meinem Spaziergang durch den Wald ging es mir nicht darum, vor dem Problem davonzulaufen, aber meinen Kopf freizubekommen und meine Gedanken in einen anderen Bereich zu lenken, um sie letztendlich gezielt auf das zu richten, was ich haben will: eine Lösung!

Man sagt mir nach, ich sei eine sehr gute Problemlöserin. Eine Kompetenz, die ich im Laufe vieler Jahre und vieler Katastrophen erworben habe. Probleme, auch Beziehungsprobleme (und damit verbunden Beziehungsstress), lassen sich nur schwer lösen, indem der Fokus auf das Problem gelenkt wird, sondern viel leichter durch eine 180-Grad-Wendung: durch die Fokussierung auf das, was sein soll! Daraus leite ich dann konstruktive Fragestellungen ab: was brauche ich dafür? Was kann ich dafür tun? Dies wiederum verändert meine innere Haltung, meine Ausstrahlung, meine Energie, meine Anziehungskraft, meine Wirklichkeit … welches Erklärungsmodell auch immer für dich akzeptabel erscheint.

Eine weise alte Nachbarin sagte einmal zu mir: Alles, was du beachtest, wird mehr!

Umkehrschluss: alles, das ich nicht beachte, wird weniger.

Das trifft jetzt vielleicht nicht unbedingt auf die Schale mit Kartoffelchips zu, die bei Beachtung definitiv an Fülle verliert, aber es trifft mit Sicherheit auf Gefühle und Gedanken zu; auf das, was uns durch dieses Leben führt.

Halte ich mir schmerzerfüllt vor Augen, wie grausam mein Partner sich gerade benommen hat, wo er doch besser als alle anderen wissen müsste, wie tief es mich verletzt … betrete ich mein persönliches Jammertal und bin in Gefahr, auf seinen verworrenen Wegen noch so einiges wieder zu entdecken, dass diesen Eindruck verstärkt. Ich würde mich in meinem eigenen destruktiven Gedanken-Labyrinth verlieren.

Halte ich mir vor Augen, dass es mir in diesem Augenblick gut geht, ich durch einen farbenprächtigen Herbstwald wandere und noch ein paar wärmende Sonnenstrahlen vor dem nahenden Winter genießen darf, dann wird es mir deutlich leichter fallen zu verstehen, dass wir alle nur Menschen sind und hin und wieder einfach das falsche Wort zur falschen Zeit sagen, ohne böse Absicht. Einfach nur ungeschickt. Menschlich. Und diese Verstimmung wird vorüber ziehen, so wie der Nebel, der eben noch oberhalb der Baumwipfel lag und sich über den Hang hinauf verzogen hat.

Wenn ich nach Hause zurückkehre, wird meine Ausstrahlung nicht von Sorgen und Schmerz, sondern von Lebensfreude und Gelassenheit künden. Und manchmal kann das hoch viral sein 😉

Das Buch, das mein Leben verändert hat …

… ist überraschenderweise keines von den unzähligen, die ich im Laufen von drei Jahrzehnten gelesen habe und die meine stattliche Bücherwand füllen. Es ist das Buch, das ich selbst geschrieben habe. Mein erstes „Buch-Baby“.

Es wurde gestern als Neuauflage zum zweiten Mal veröffentlicht. Bei Filmen gibt es den Director’s Cut. Keine Ahnung, wie man das bei einem Buch nennen soll. Writer’s Type? Wie auch immer. Ich zelebriere diese Neuauflage noch intensiver als die Erstauflage, denn rund ein Jahr danach ist mir mehr denn je bewusst, was JAN/A für mich verändert hat.

Kurzer Zeitsprung in die Zeit vor JAN/A und noch weiter zurück, in die späten 1980er Jahre. Damals konnte ich in den Armen eines Mannes liegen und … bleiben wir jugendfrei 😉 … ohne das Geringste dabei zu fühlen, weder körperlich noch emotional. Für mich war dieser Zustand Normalität, etwas anderes unvorstellbar. Über die Jahre lernte ich eine geistige Vorstellung von Emotionen zu kreieren, aber von echtem Fühlen war ich noch weit entfernt.

All die Bücher, die ich gelesen habe, waren zu 99% dem Thema Selbstfindung gewidmet in allen Facetten, die es gibt – und das sind viele! Seminare, Ausbildungen, Selbsterfahrung, Familienaufstellung, Therapie, Körperarbeit, Energetik… Ich habe so einiges gemacht im Bereich Kommunikation und Mentaltraining, als Lernende und Lehrende. Glaubenssätze umzuschreiben wurde irgendwann ein lustiges Hobby, aber ins Fühlen kam ich dennoch nicht. Zu stark und übermächtig werkte mein kontrollierender Verstand – bis ich 2017 kurz vor dem 3. Burnout stand. Ich brauchte ein Ventil und begann zu schreiben.

Ich lies mich zu Beginn zögerlich, schon bald hemmungslos in jene Welt fallen, die ich jahrzehntelang in mir unterdrückt und vor allen anderen verborgen hatte: die Welt meiner Fantasie – und meiner Emotionen.

JAN/A ist eine hochemotionale Geschichte. Sie beginnt in jenem Schmerz, den ich im Oktober 2017 empfunden habe, doch schon bald gesellen sich andere Gefühle dazu – wie Sonnenstrahlen, die nach dem großen Regen die Wolken vertreiben. Was die Emotionen und Gedanken betrifft, ist JAN/A 100% authentisch. Ich bin JAN/A.

Vielleicht liest sich das hier für jemanden, der nie entkoppelt von seinen Gefühlen gelebt hat, völlig irre und schlichtweg nicht nachvollziehbar. Deshalb ein Versuch, es zu verbildlichen: Stell dir vor, du lebst dein Leben lang im Halbschlaf in einem Nebel, der alles dämpft. Und plötzlich legt sich ein Schalter um, du stehst mitten im Licht und die Welt hat tausende von Farben. So ungefähr nehme ich es wahr.

Natürlich haben die Jahrzehnte des Lesens, der Selbsterfahrung etc. ihren Teil dazu beigetragen, jenes Fundament aufzubauen, auf dem JAN/A letztendlich loslegen konnte. Dennoch – mein dominanter Verstand, der zwar Glaubenssätze beliebig umprogrammieren konnte, aber nicht fühlen – stand mir all die Zeit im Weg, bis ich begann, meine Geschichte zu erzählen. Etwas in mir (mein Dämon?) trickste mich aus, denn aufgrund meiner Mental-Ausbildungen wusste ich, dass unser Unterbewusstsein nicht zwischen Realität und Fantasie unterscheidet und beides für bare Münze nimmt. Genauso funktionieren Autosuggestionen & Co. Genauso kann man lernen barfuß über glühende Kohlen zu laufen – was ich übrigens auch schon des Öfteren gemacht habe.

JAN/A ist für mich eine komplexe Autosuggestion, die mein inneres Bild auf der Ebene der inneren Werte (siehe Beitrag „Immer und immer wieder“) umgeschrieben hat. Nicht über den Verstand und Denken, sondern ausschließlich über Fühlen!

Aber nicht nur das. Durch den Austausch mit Therapeuten weiß ich mittlerweile auch, dass ich sehr effizient die Methode des inneren Dialogs bzw. eine Teilearbeit angewandt habe. Was ich hier so lapidar in wenigen Absätzen beschreibe wäre ausreichend inhaltlicher Stoff für ein dicht gepacktes Wochenendseminar. Wer weiß, vielleicht mache ich das auch irgendwann einmal. Oder ich schreibe ein Buch darüber. Für heute zelebriere ich einfach die Freude am Ereignis.

JAN/A, das Buch, das mein Leben verändert, ist ab sofort in der erweiterten Fassung, die meine Welt des Fühlens (fast) vollständig erlebbar macht, zu haben und jeder kann sich in diese Welt fallen lassen. Das „Fast“ bezieht sich übrigens darauf, dass in Band 2 noch ein paar neue Aspekte dazukommen, aber mehr wird noch nicht verraten. JAN/A war immer als Trilogie gedacht.

Der Buchtrailer verrät ein wenig vom Inhalt, aber viel mehr von der Stimmung, Dynamik, Emotionalität …

https://biteable.com/watch/book-trailer-jana-1-2347919

… jenes Buches, das mein Leben verändert hat – für immer.