Loslassen …

… fällt manchmal nicht leicht, insbesondere wenn ich etwas mit Begeisterung und Freude gestartet habe. Dennoch – es gehört zum Leben dazu und nicht alles, was ich starte, entwickelt sich so, wie es gedacht war. Das ist Leben.

Deshalb teile ich heute diesen Beitrag auf meinem Blog um zu zeigen, wie ich in Echtzeit damit umgehe.

Ein Status Update

Was tut sich gerade bei Lesley? Wie immer: viel!

Aktuell arbeite ich an 4 Buchprojekten. Kein Scherz. Also, „JAN/A – eine [nicht] ganz alltägliche Liebesgeschichte geht weiter“ … mit Band 2, der gerade in der Korrekturphase angekommen ist und Anfang 2020 erscheinen wird. Weil ich meinen eigenen Cliffhanger nicht so einfach im Raum stehen lassen kann, schreibe ich bereits an Band 3 „JAN/A – Das Ende einer [nicht] ganz alltäglichen Liebesgeschichte?“ Wie gehabt, beides autobiographisch und hoch emotional, romantisch, sinnlich, humorvoll …

Projekt 3 ist mir irgendwie „passiert“ und bringt mich täglich zum Strahlen. Kurzgeschichten und Gedichte aus über 3 Jahrzehnten, alle mit dem Ziel, meine Leser und Leserinnen zurück in die gefühlte Umarmung des Lebens zu führen. Das wird ein Buch wie eine Kuscheldecke inklusive heißer Schokolade vor einem prasselnden Kaminfeuer. Einfach nur zum Wohlfühlen.

Und dann gibt es noch Projekt 4, dass den Titel „RE/CONNECTED – LEBEN und LIEBEN – Eine Lebensphilosophie #feeltheembraceoflife“ tragen wird. Die Fortsetzung meiner Autobiographie DIS/CONNECTED, eine neuerliche Reise in meine Gedanken- und Gefühlswelt seit meinem Outing 2018 mit vielen praktischen Tipps und Strategien für ein Leben mit #Borderline jenseits aller Klischees und Zuschreibungen.

Nebenbei blogge ich natürlich weiterhin.

Ach ja, meinen Vollzeitjob sollte ich nicht vergessen. Beziehung und Familie gibt es auch noch.

Wie ich  das alles schaffe? Ganz ehrlich? Keine Ahnung! Ich möchte auch gar nicht darüber nachdenken. Ich könnte nämlich draufkommen, dass es gar nicht funktionieren kann – und das wiederum will ich nicht wissen. Die Hummel weiß auch nicht, dass es für sie aerodynamisch unmöglich ist, zu fliegen – sie tut es einfach 😉

Allerdings habe ich schon einige andere Projekte auf Eis gelegt. Meine Facebook-Gruppen zum Beispiel. Aber – wiederum ehrlich gesagt – ich fühle mich mehr dazu berufen, andere Menschen mit meinen Erfahrungen im Umgang mit Borderline über meine Blogs oder in Selbsthilfe-Foren zu unterstützen als mich in der Admin-Tätigkeit einer Gruppe zu verwirklichen. Sorry. Aber das habe ich auch in den vergangenen Monaten für mich erkannt. Meine Zeit und Ressourcen sind begrenzt, und ich möchte sie bestmöglich für das einsetzen, was aus meiner Sicht am meisten Sinn macht.

Deshalb schränke ich auch die zeitfressenden Marketing-Aktivitäten in Facebook ein. Meine Bücher verkaufe ich über Lesungen, Vorträge oder einfach so, zwischendurch im Fitnessstudio oder beim Augenoptiker, wann immer ich auf Menschen treffe, mich mit ihnen unterhalte und sie erkennen, dass meine Worte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern ich tatsächlich lebe und bin, was ich schreibe. Das kann man mit keinem noch so gefinkelt verfassten Beitrag transportieren. Vielleicht schwimme ich damit gegen den Strom? Es wäre nicht das erste Mal 😉 

Ich bin ECHT. Ich bin ICH. Ich gehe MEINEN Weg.

Ich verändere die Bedeutung (#Borderline) meiner Jahre in Schmerz und Dunkelheit (#frompaintopassion) in dem ich sie nutze, um anderen die Hand zu reichen und zu sagen: „Ich hab es geschafft – und du kannst es auch schaffen“. Zurück in die Umarmung des Lebens (#feeltheembraceoflife).

4 Buchprojekte und ich liebe jedes einzelne davon, werde jedes davon Realität werden lassen. Wie viele davon verkauft werden? Ich überlasse es dem Leben, jene Menschen mit meinem Büchern in Berührung zu bringen, die von meinen Worten berührt werden.

Natürlich frage ich mich, ob ich – wie oben erwähnt – die Gruppen wirklich offline bzw. auflösen soll? Was entgeht mir eventuell durch diesen Schritt? Wäre es nicht besser, sie mit minimalen Ressourcen weiter zu betreiben? Also wieder das zu tun, was ich kenne und lange Zeit meines Lebens praktiziert habe?  Nur nichts aufgeben, weil es könnte ja noch irgendwann einmal …

Eine Entscheidung für das eine ist immer auch eine Entscheidung gegen vieles andere.

Vielleicht versäume oder verliere ich damit etwas, das ist ungewiss. Sicher ist nur, dass ich auf meinem Weg mehr erreiche, wenn ich meine Gedanken, Zeit und Ressourcen auf das fokussiere, was mir wichtig ist… und dafür mitunter so einiges loslasse.