EINE UNTERWEISUNG DES LEBENS

Wenn ZWEI sich entscheiden, EINEN Platz im Leben zu teilen

… dies war mein erster Gedanke, als ich heute dieses ungewöhnliche Paar erblickte: eine Buche und eine Kiefer, beide stark und mächtig, beide in den Himmel strebend und doch so eng verbunden, das an manchen Stellen ihre Borke zusammengewachsen ist. Untrennbar. Fast scheinen sie sich zu umarmen.

Was für ein kraftvolles Symbol für das, was eine Beziehung zwischen zwei Menschen sein könnte, sollte, müsste …

VERÄNDERUNG JA oder NEIN?

Kann ein Mensch sich im Laufe seines Lebens verändern? Diese Frage habe ich mir bereits x-mal gestellt. Auch in den vergangenen Tagen.

Ich traf eine Bekannte, mit der ich zuletzt vor über 20 Jahren Kontakt hatte. Sie meinte, ich hätte mich überhaupt nicht verändert, wäre immer doch wie damals, mein Äußeres, meine positive Art. Sie erzählte mir, dass ich über alle die Jahre ein Satz von mir im Gedächtnis geblieben war: „Blick in den Spiegel und sag zu dir selbst, dies wird ein wunderbarer Tag.“ Das dieser Satz ihr durch schwere Zeiten in meinem Leben geholfen hat. Das wiederum hat mich sehr berührt.

Nach unserem Gespräch begann ich mich einiges zu fragen. Habe ich mich tatsächlich nicht verändert? Häufig fühle ich mich, als wäre ich immer noch Anfang 30. Das Datum auf meiner Geburtsurkunde wirkt immer noch befremdlich. 51? Im Denken und Fühlen bin ich allerhöchstens 35!

Auf der anderen Seite erhalte ich häufig die Rückmeldung, ich hätte mich so stark verändert, so toll entwickelt.

Also was jetzt? Veränderung JA oder NEIN?

Kann ein Mensch sich überhaupt verändern?

Ich denke: NEIN.

Wenn ich zurückblicke, war ich immer die, die ich heute bin. War stets ein feuriger Funken Lebensfreude, voller Neugier und Kreativität, mit einer starken Verbindung zur Natur und Mutter Erde, bereits früh in meinem Leben vielschichtig und reflektierend.

Ich war immer die, die ich bin.

Jedoch verbannte ich dieses „was ich bin“ sehr lange Zeit in meinem Leben. Frühe Ablehnung lehrte mich, zu verstecken, womit andere nicht klarkamen. Angst unterdrückte das Ausleben meiner Vielfalt, meiner Emotionalität, meines Selbst.

Insofern meine Schlussfolgerung: ein Mensch kann sich nicht verändern, aber er/sie kann werden, was er/sie im Innersten ist. Frei werden, ICH zu sein. Meiner Meinung nach, die wichtigste Freiheit überhaupt, denn was nützt jede andere Freiheit, wenn man nicht ICH sein kann.

Wer in seinem Innersten nicht neugierig und kreativ ist, wird das wohl auch nie werden. Ebenso wenig wie jemand, der kein Verständnis für Zahlen oder Strukturen hat, dies lernen kann.

Sich selbst verwirklichen – darum geht es im Leben. Zu werden, wer ich bin.

Das hat nicht zwangsläufig etwas damit zu tun, alles über den Haufen zu schmeißen und aus allen Rollen seines Lebens auszusteigen. Für mich geht es mehr darum, mich selbst kennen zu lernen und mit dem, was alles zu mir gehört, im Einvernehmen zu leben. Nicht darum, sich neu zu „erfinden“, sondern einfach nur „finden“.

Angeblich stand über dem Eingang zum Orakel von Delphi der Spruch: „Mensch, erkenne dich selbst“ … und über dem Ausgang soll zu lesen gewesen sein: „Und werde, wer du bist.“

Tja, wird wohl stimmen – zumindest stimmt mein Bauchgefühl zu.

Deshalb – Veränderung? Nein.

Entwicklung? JA!

Welches Symbol wäre wohl besser geeignet, um den Prozess der ICH-Werdung zu verdeutlichen als ein Schmetterling? Vielleicht taucht dieses Symbol auch genau deshalb immer wieder in meinen Geschichten und Gedichten auf …

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Gedanken zu Luxus und Verzicht

Warum 1 Tonne Metall, Kunststoff & Co mit Motorkraft durch die Gegend kutschieren, wenn wenige Kilogramm mit Muskelkraft ebenso zum Ziel führen?

Diese Frage habe ich mir heute bewusst gestellt und meine Gedanken auf eine Reise geschickt, die weit über den Umweltschutzaspekt hinaus gehen.

Ja, ich besitze ein Auto, doch ich lasse es immer öfter stehen. Vor allem dann, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Einbahnen, 30-km/h-Zonen und Kurzparkzonen sorgen dafür, das vieles per Rad schneller und unkomplizierter zu erledigen ist. Solange das Wetter mitspielt bzw. das Ladegut unterzubringen ist.

Apropos Ladegut: Wie die Bilder erkennen lassen, passt auf meinen Second-Hand-Drahtesel einiges drauf. Alles nur eine Frage der Logistik 😉 Wobei manchmal der Begriff „Dampfross“ treffender wäre, denn der „Motor“ schnauft mitunter ganz schön, mit derartiger Beladung eine Steigung zu nehmen – Fitnesstraining pur.

Apropos Wetter: Mit entsprechender Ausrüstung geht da mehr, als ich selbst für möglich gehalten hätte. Erst 10 cm Neuschnee stoppten mich.

Warum mache ich es mir nicht einfach und nutze mein Auto?

Weil ich mich bewusst dafür entscheide, auf etwas zu verzichten.

Verzichten will gelernt sein.

Verzichten ist etwas, das unsere Wohlstandsgesellschaft in den letzten Jahrzehnten verlernt hat. Überfluss jederzeit und überall für die meisten von uns haben ihre Spuren in unserem Denken und unseren Lebenseinstellungen hinterlassen. Wie schwer verzichten fällt, erleben viele gerade am eigenen Leib – auch oder weil dieser Verzicht nicht freiwillig geschieht, sondern von einem kleinen, unkontrollierbaren Virus erzwungen wird.

Verzicht macht mein Leben nicht ärmer. Ganz im Gegenteil. Durch den bewussten Verzicht (z.B. aufs Autofahren) erkenne ich erst, wie reich mein Leben ist, wie viele Möglichkeiten ich habe, dass ich in sehr vielen Bereichen wählen kann – nicht in allen, aber wir wollen es auch nicht übertreiben, oder?

Freiwilliger Verzicht ist für mich die höchste Form von Luxus.

AUFERSTEHUNG … WIEDERGEBURT … ICH

Ostern liefert den passenden Hintergrund für meine heutigen Gedanken – geht es doch um Auferstehung und Wiedergeburt. Ganz so dramatisch mache ich es dann doch nicht, aber vielleicht mit ein wenig mehr direktem Nutzen für das diesseitige Leben.

Wie oft habe ich mich in diesem Leben in meinen diversen Rollen verloren, die wir alle einnehmen, Tag für Tag. Partnerin, Mutter, Tochter, im Job … alles Rollen, in denen wir die einen Persönlichkeitsanteile von uns ausleben und die anderen unterdrücken. Wäre anders gar nicht möglich.

Dennoch … was für mich in diesem ganz normalen Rollenspiel des Lebens häufig (oder über Jahrzehnte durchgängig) auf der Strecke blieb, war die „Rolle der Rollen“ oder meine Nicht-Rolle, wenn nicht mehr das eine oder das andere im Vordergrund stand zu Lasten dessen, was unterdrückt wurde.

Die Rolle, in der ich ganz ICH sein konnte.

Intuitiv spürte ich stets, das da mehr war, als ich lebte, mehr, als ich zeigte, mehr, als ich selbst begreifen konnte. Doch es gab keinen Raum dafür in meinem Leben. Genauer gesagt: ich gab mir selbst keinen Raum in meinem Leben. Das tagtägliche Rollenspiel beanspruchte meine gesamte Aufmerksamkeit, so dass nichts blieb … für MICH.

Vor einigen Jahren entdeckte ich MICH durch JAN/A, erschuf einen Raum, an dem ich ganz und gar ICH sein konnte: meine Bubble 😉

Seit einigen Monaten gibt es diesen Raum auch im realen Leben: in meiner WG.

Ich darf sein, wer ICH bin, ohne kritisiert, verurteilt, mit schiefen Blicken, Ablehnung oder sonstigem entbehrlichen Formen der Rückmeldung bedacht zu werden.

Für mich fühlt es sich wie eine Auferstehung im realen Leben an, wie eine Wiedergeburt dessen, was ich immer war, nur vergessen, verdrängt, unterdrückt, verloren hatte.

Seltsamerweise wurde mir dieser Verlust erst bewusst, nachdem ich mich wiedergefunden hatte. Mittendrin spürte ich nur, dass ich „unrund“ war, ohne erklären zu können, was genau fehlte. Vieles probierte ich aus. Nichts brachte das Gefühl zurück, ICH zu sein… bis JAN/A mich fand. Theatralisch formuliert sage ich gerne, JAN/A hat mein Leben gerettet. Irgendwie stimmt das auch, denn ich fand MICH darin und in Folge auch das Vertrauen, ICH im realen Leben zu sein – zumindest für jene Zeit, in der keine Rolle einzunehmen ist.

Ich bin überzeugt, jeder von uns sollte diesen Raum in seinem Leben haben oder schaffen, in dem wir einfach nur sein können, wer wir sind. In dem wir so angenommen und geliebt werden, wie wir sind.

Einen Raum des Heilseins.

Einen Raum zum Durchatmen und Kraftschöpfen.

Einen Raum der kleinen täglichen Wiedergeburt im Hier und Jetzt.

Einen Raum der Auferstehung aus der verschlingenden Hektik des Alltags als ICH.

Einen Raum für das ICH.

Diesen Raum zu finden, wünsche ich dir von ganzem Herzen und ein lebensfrohes Osterfest 😊

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Gedanken zum Lockdown

Wenn ich die Nachrichten verfolge, gibt es kaum eine Stunde, in der mir nicht das Thema „Lockdown“ begegnet. Daher … heute ein paar [nicht] ganz alltägliche Gedanken vor mir dazu:

Nach mehr als einem Jahr Pandemie herrschen bei mir längst Routine und Pragmatismus vor.

Warum gegen etwas rebellieren, das ohnehin nicht veränderbar ist? Aus meiner Sicht pure Energieverschwendung.

Viel lieber konzentriere ich mich auf das, was möglich ist:

Das Besondere im Alltäglichen zu entdecken.

Mich meines Lebens und meiner Gesundheit zu erfreuen – auch wenn’s hin und wieder zwickt und zwackt. Alles harmlos und ein Zeichen, das ich noch lebe und mich spüre 😉

Rückbesinnung auf das Wichtige und Wesentliche im Leben.

Teilweise auch Rückzug (also freiwilliger Lockdown) von Energievampiren und Karma-Staubsaugern.

Fokus auf das, was mein Herz erfreut, meine Seele verwöhnt und mich zum Lächeln bringt.

… und ja, manchmal stelle ich mir vor, wie unser Leben verlaufen würde, wäre nicht das Corona-Virus aufgetaucht, sondern z.B. der Mega-Vulkan im Yellow Stone Nationalpark ausgebrochen (was in der Vergangenheit bereits geschehen ist und auch wieder geschehen wird). Dann würden wir heute in einer Art „nuklearer Winter“ leben. Also jene, die noch am Leben wären.

Keine Frage, Corona ist nicht lustig und bringt viele von uns an ihre (scheinbaren) existenziellen Grenzen, dennoch sind unsere Grundbedürfnisse immer noch reichlich gedeckt. Mehr noch. Es bietet sich die Gelegenheit, auf allen Ebenen auszumisten, die ungesunde Basis des „immer mehr“ zu hinterfragen und eine neue Basis „im Gleichgewicht“ zu schaffen – physisch ebenso wie psychisch.

Vielleicht sollten wir weniger auf das blicken, was aktuell nicht möglich ist – und aufhören die Unzufriedenheit weiter zu nähren.

Der verordnete Rückzug vom Außen wäre DIE Gelegenheit, nach innen zu blicken.

Hinter den Spiegel.

Unter die Oberfläche.

Sich selbst zu begegnen.

Den Kurs zu verändern, der unsere Spezies direkt in den Untergang führt, in dem wir unsere Lebensbasis rücksichtslos ausbeuten und zerstören, um künstlich erzeugte Bedürfnisse zu decken.

Aus meiner Sicht wäre ein wenig mehr Dankbarkeit eine gute Herangehensweise.

Wir sind noch am Leben.

Wir werden versorgt.

Wir haben die Chance, den Kurs (in uns und um uns) zu ändern.

Ach ja, Veränderung! Es wäre so einfach, gäbe es nicht die tiefsitzende Angst vor Veränderung. Wie sagt schon das alte Sprichwort: Es kommt nichts Besseres nach. Nun, wenn ich den Verlauf der Menschheitsgeschichte betrachte, wurde es mal besser, ein anderes mal schlechter – was viele nicht mehr sehen, denn sie haben verlernt, über den eigenen Tellerrand und die eigenen Lebensspanne hinauszudenken. Doch genau diese kollektive und langfristige Denkweise braucht es heute mehr denn je, um Corona in den Griff zu bekommen, diese Planeten und damit uns selbst zu retten.

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JENSEITS DER REALITÄT

Es gibt ein paar „Dinge“ in meinem Leben, über die ich nur selten und nur mit ganz wenigen Personen spreche. Doch ein Ereignis vor wenigen Tagen hat mich dazu bewogen, dies zu ändern, denn es könnte da draußen andere geben, denen es ähnlich ergeht und die ebenfalls nicht darüber sprechen, weil sie sich damit allein glauben.

Was geschehen ist, das meine Meinung geändert hat?

Nun, ich war mit meinem Sohn abends im Auto unterwegs. Wir waren im Freiland unterwegs. Ein anderer Wagen kam und entgegen und blickte zum Linksabbiegen. Beide Fahrzeuge waren sich bereits ziemlich nahe, als ich kurz aufschrie, obwohl der andere Wagen noch nicht eingeschlagen hatte, mein Sohn bremste und gerade noch eine Kollision verhindern konnte, weil der andere Wagen doch plötzlich abbog, obwohl er Nachrang hatte und wir sicher nicht zu übersehen waren.

Mein Sohn meinte danach, ob ich die Jedi-Gabe hätte, Ereignisse zu erkennen, bevor sie geschehen. Ganz so theatralisch würde ich es nicht bezeichnen, aber ja: ich habe eine Art von Gabe, manches zu „spüren“, bevor es geschieht. Zu wissen, wer anruft, ohne aufs Display zu blicken – und ich habe nur einen allgemeinen Klingelton, keine personenspezifische. Zu wissen, was jemand sagen wird, bevor die Person noch den Mund öffnet. Zu wissen, was in einem Meeting geschehen wird. Manches einfach zu wissen, woher auch immer.

Ich bin keine Hellseherin. Ganz und gar nicht. Aber ich nehme hin und wieder und ohne willentliches Zutun manches wahr, kurz bevor es sich in der sichtbaren Realität manifestiert. Wie eine Art sechster Sinn. Intuition. Gespür. Es ist einfach da. Diese Gabe habe ich schon mein ganzes Leben lang. Zu spüren, was hinter dem Spiegel ist. Manchmal auch in Menschen, ihre Schmerzen, Krankheiten, Leid … das auszuhalten war und ist eine Herausforderung, weshalb ich viele Jahre meines Lebens meine Gabe unterdrückte, bis ich irgendwann nichts mehr spürte …

Wie ich gerne sage: Borderline entsteht nicht über Nacht und nicht grundlos.

In meiner Jugend war ich anfällig für okkultistische Strömungen, Esoterik und alles, was mir versprach, Erklärungen zu liefern ohne mich zu verspotten oder schlimmeres. Es ist nicht einfach für ein heranwachsendes Kind, etwas wahrzunehmen, das anderen verborgen bleibt, darüber zu sprechen und von allen Menschen im Umfeld zu hören: „Du spinnst ja.“

Wie gesagt, ich bin keine Hellseherin. In meinem Verständnis existieren unzählige Varianten der Zukunft und unsere individuellen Entscheidungen sorgen dafür, welche davon sich realisiert. Wobei man nun darüber diskutieren kann, ob unsere Entscheidungen dem freien Willen oder universeller Bestimmung entspringen – oder beidem. Diesen Diskurs hebe ich mir für ein anderes Mal auf.

Meine „Gabe“ ist es, ab und zu diese Manifestation der Realität zu spüren, kurz bevor andere diese mit ihren Sinnen erfassen können. Für mich ist das absolut natürlich und keineswegs übernatürlich. Ich denke, alle in Freiheit lebenden Wesen, die sich noch als Teil des Organismus Erde wahrnehmen, haben dieses Gespür. Auch wir Menschen. Allerdings scheinen wir diesen „Sinn“ im Zuge der Domestizierung zu einem verstandesgesteuerten Teil der modernen Gesellschaft zu verlieren. Dann sehen und hören wir bevorzugt das, was wir selbst verursachen. Leider nicht mehr die feinen Nuancen dessen, was permanent rund um uns schwingt, denn die Verbindung zum großen Ganzen scheint durchtrennt.

Wer aus dem Fluss des Lebens fällt, landet jenseits der Realität.

Nun stellt sich die Frage: Was ist die „wirkliche“ Realität? Jene der Verstandesmenschen? Oder jene, die mehr wahrnimmt, als der Verstand erklären kann?

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Couchtime mit Lesley

In der vergangenen Woche habe ich ein experimentelles Format gestartet. Wie das klingt … voll professionell 😉

Scherz beiseite.

Seit Monaten habe ich den Eindruck, außer Arbeit nur noch Arbeit und sonst nichts am Hals zu haben. Covid sei Dank (Anmerkung: Sarkasmus), sind die Möglichkeiten an Freizeitaktivität mit Menschen drastisch eingeschränkt und werden es wohl noch einige Zeit bleiben. So richtig bewusst wurde mir das neulich beim Schifahren. Allein unterwegs zu sein, kenne ich auch von früher. Während der Liftfahrten ergaben sich aber stets nette Plaudereien. Diese fielen nun komplett weg, weil der Sessellift oder die Gondel nicht mehr mit „haushaltsfremden Personen“ geteilt wird.

Neue, andere Menschen treffen und sich austauschen – scheinbar unmöglich geworden in Zeiten wie diesen.

Schlimm für mich, denn ich entdecke gerne die Lebenswelten anderer, gewinne daraus Ideen und Inspiration für mich selbst. Dies ist nun deutlich eingeschränkt. Was also tun?

Nun, ich beschloss kurzerhand, einen Zoom-Raum unter dem Titel „Couchtime mit Lesley“ einzurichten. Ziel und Zweck: Plaudern über das Leben, ein wenig Philosophieren mit Gleichgesinnten, eine angenehme Zeit abseits des Alltags verbringen.

Da ich außer Arbeit nur Arbeit und sonst nichts am Hals hatte, blieb kaum Zeit, diesen Termin und damit das neue Format zu promoten.

Und ganz ehrlich: ich wollte es auch nicht. Diese Massenschreierei in den sozialen Medien, wer nicht was macht und das bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit überall kundtut … das ist nichts für mich.

Wer nicht wirbt, der stirbt … mit diesem Satz wurde ich schon während meiner kaufmännischen (auch so etwas gehört zu meinem Lebenslauf) Ausbildung konfrontiert. Mag sein, das dies auf viele Produkte zutrifft, aber ich bin kein Produkt. Ich bin ein Mensch. Ich erzähle meine Geschichte. Wer mich findet, bleibt vielleicht. Wer bleibt, erzählt vielleicht weiter. Und wenn nicht, ist das auch in Ordnung.

Ich wurde nicht Lesley, um irgendein Marketingziel damit zu erreichen, weder Reichweite noch Verkaufszahlen, Klicks oder wonach andere streben.

Ich wurde Lesley, um meine Borderline-Persönlichkeit auszubalancieren.

Ich bin Lesley, um einen Platz in meinem Leben zu haben, an dem ich uneingeschränkt ICH sein kann, ohne mich zu verdrehen, anzupassen oder dergleichen – was wiederum heilsame Effekte auf meine Borderline-Persönlichkeit hat.

Ich bin Lesley B. Strong – a fiery spark of joie de vivre

Wer mich findet, und Zeit mit mir oder meinen Büchern, Geschichten und Beiträgen verbringen möchte, ist jederzeit von ganzem Herzen willkommen. Die nächste Couch Time mit Lesley findet am Donnerstag, 22.04.2021 um 20:00 Uhr statt

Ach ja, die Premiere hat deutlich länger gedauert als geplant und wurde ein sehr netter Abend 😉

Ein philosophisches Mitbringsel vom Sonntagsspaziergang

Es beginnt mit einer winzigen Wurzel.

Ob eine mächtige Eiche daraus erwächst, wird die Zukunft zeigen. Den Bauplan, um über Jahrhunderte hinweg zu gedeihen, trägt sie bereits in sich.

Dies ist das Geschenk des Lebens an die Eiche.

Sie wurde an diesen Platz gestellt. Nun werden die Umstände entscheiden.

Auch uns stellt das Leben zu Beginn an einen Platz, gibt uns einen Bauplan für unsere Zukunft mit.

Doch anders als für die Eiche kommt für uns der Tag, an dem wir diesen Platz verlassen können. An dem wir unser Leben selbst gestalten können. An dem wir den Bauplan erweitern können.

Dies ist das Geschenk des Lebens an den Menschen: die Fähigkeit zur Selbstreflexion und Veränderung.

Zum Valentinstag: Ein Hauch von Magie

Passend zum Valentinstag poste ich hier ein Gedicht, das ich vor einiger Zeit geschrieben habe und in einem meiner nächsten Bücher veröffentlichen werde. Tiefsinnig fühlend spiegelt es die romantisch-sinnliche Facette meiner Borderline-Persönlichkeit:

Ein Hauch von Magie

Was ist es,
das mein Herz für dich schlagen lässt?
Das den Wunsch in mir entflammt,
dir nahe zu sein,
jeden Augenblick des Glücks
mit dir zu teilen,
ebenso wie die Stille,
in der sich verbirgt,
was die Welt nicht erblicken soll.

Was ist es,
das mein Herz auf eine Reise schickt,
einen noch unbekannten Weg zu erforschen
in der Bereitschaft,
gemeinsam zu tragen,
was auch immer kommen mag,
Tage der Freude, die viel zu schnell entschwinden im Lauf der Zeit,
ebenso wie jene, die in ihrer Schwere nie zu enden scheinen,
ganz gleich, wie sehr wir es auch ersehnen.

Was ist es,
das Wesen der Liebe,
die mein Herz höher in den Himmel emporsteigen lässt als jeder Adler es vermag,
die mir selbst in dunkelster Stunde noch Hoffnung schenkt,
die mir die Kraft verleiht, schier Unerträgliches zu ertragen,
und all dies vergessen macht
in einem einzigen Augenblick,
in dem dein Lächeln genügt,
eine Berührung,
ein Wort,
um tief in mir zu fühlen,
was uns verbindet,
so lebendig und unbeschreiblich,
das alle Worte nur wie Streiflichter durch jenen Nebel irren,
den mein Herz mit einem einzigen Gedanken an dich lichtet.

Was ist es,
das Wesen der Liebe?

Ein Hauch von Magie

© Lesley B. Strong 2020

Und hier noch mein diesjähriger Gruß zum Valentinstag als Video, das gerne geteilt werden darf 🙂