Find me …

Diese Aufforderung stelle ich an jede Leserin und jeden Leser, der meine Bücher zur Hand nimmt oder meinen Blog liest.

BETWEEN THE LINES …

Zwischen den unzähligen Worten verstecke ich eine Botschaft: Meine Antwort auf die Frage aller Fragen, nach dem Leben, der Liebe, Beziehungen, wie all das funktionieren kann, mit sich selbst und seinem Umfeld, als Borderliner im Besonderen oder einfach nur als Mensch.

BEHIND THE MIRROR …

Dort fand ich zahlreiche Antworten in den nunmehr über 30 Jahren, in denen ich mich mit Psychologie, Philosophie, NLP, diversen jahrtausendealten Weisheitslehren, alternativen Heilmethoden, unzähligen Selbsterfahrungsstunden, Reflexionen und dem Beobachten der Welt um mich intensiv befasst habe.

Auch die Antwort auf die Frage aller Fragen offenbarte sich mir in dieser Zeit. Ich teile diese Erkenntnis liebend gerne mit jedem Menschen auf dieser Welt, doch das Ganze ist nicht so einfach. Denn es geht nicht nur darum, diese Antwort rational zu verstehen. Wäre es so einfach, würde ich einen Ratgeber nach dem anderen schreiben, diese in die schier endlose Liste von Ratgebern einreihen und mein Werk wäre getan. Doch wie gesagt, es ist nicht so einfach. Der kognitive Verstand kann erkennen, doch was nutzt diese Erkenntnis, wenn das Herz sie nicht fühlen, voller Vertrauen und Überzeugung zustimmen kann?

BEYOND THE SURFACE …

Tief in jedem von uns verborgen ruht jener Teil, den ich mit meinen Geschichten anspreche. Inmitten einer unbewussten Welt aus Bildern und Emotionen vermischen sich Fantasie und Realität. In diesem für viele eher schwer zugänglich Reich liegt der Ursprung all dessen, was wir sind und was uns im Leben widerfährt. Bildlich gesprochen erschaffen wir sowohl unseren Himmel als auch unsere Hölle Tag für Tag selbst. Veränderung ist jederzeit möglich, doch der rationale Verstand ein eher unpassendes Werkzeug dafür.

Vor tausenden von Jahren saßen Menschen rund ums Lagerfeuer und erzählten sich Geschichten, die stets mehr waren als auf den ersten Blick erkennbar war. Sie vermittelten tiefgründiges, aus Erfahrungen gewonnenes Wissen um ihre Welt an die nächste und übernächste Generation, waren Hilfestellung und Orientierung zugleich in einer Welt, die ein einzelner Mensch nicht vollständig erfassen konnte. An dieser Komplexität der Welt hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil. Fast scheint es, als würden die Menschen in der Gegenwart wieder verstärkt Fragen stellen, die unsere moderne, auf Oberflächlichkeiten fokussierte Welt nicht beantworten kann.

Erzählen, ohne zu erklären und zu belehren.

Subtile Botschaften verbergen sich bis heute in Märchen, Mythen und Legenden. An diese Tradition schließe ich als Geschichtenerzählerin an und schreibe über meine Antwort, auf die Frage aller Fragen, transportiere meine Botschaft in Form von Bildern und Gefühlen.

Ich schreibe für alle Suchenden und erschaffe dabei ein Universum, in dem jeder für sich Antworten finden kann zwischen den Zeilen … hinter dem Spiegel … jenseits der Oberfläche …

FIND ME … 😉

Lesley B. Strong

Eine [nicht] ganz alltägliche Autorin, Bloggerin & Borderlinerin

A fiery spark of joie de vivre

Das (kleine) Universum von Lesley B. Strong …

*** autobiographisch *** authentisch *** achtsam ***

… stets mit einem wachsamen, humorvollen Blick auf die Kleinigkeiten im Leben, in denen verborgen das Wesentliche schlummert: Der Schlüssel zu Leichtigkeit und Lebensfreude

DIS/CONNECTED – LIEBEN oder LEIDEN? Eine Autobiographie #Borderline … keine Anklage, aber eine Anleitung zu einem tiefgehenden Verständnis. Kein Verharren im Schmerz, sondern ein Plädoyer für Selbstliebe und Lebensfreude.

Buchtrailer DIS/CONNECTED

JAN/A – Eine [nicht] ganz alltägliche Liebesgeschichte … die autobiographische Trilogie einer Reise zu sich selbst und der Aussöhnung mit einem Dämon namens #Borderline in Form einer Liebesgeschichte, die alle Höhen und Tiefen der emotionalen Achterbahn widerspiegelt.

Buchtrailer JAN/A Band 1

EMBRACE – Fühle die Umarmung des Lebens … Geschichten und Gedichte, die in wohlige Gefühle einhüllen wie eine Schmusedecke an einem eisigen Wintertag, heiße Schokolade inbegriffen; wie die Umarmung eines geliebten Menschen; ein Sonnenaufgang nach einer langen, kalten Nacht.  (Neuerscheinung März 2020).

Buchtrailer EMBRACE

JAN/A – Eine [nicht] ganz alltägliche Liebesgeschichte geht weiter … die Fortsetzung meines ungewöhnlichen Selbstfindungstrips und die nächste Runde einer feurigen Liebesgeschichte, die ihresgleichen sucht. Wie einfach wäre doch das Leben, gäbe es den Zweifel nicht.

Buchtrailern JAN/A Band 2

Hier geht’s zur aktuellen Bibliografie:

WIE ICH DEN KREISLAUF DER SELBSTVERLETZUNG DURCHBRACH …

Die Gedanken zu diesem Blog entspringen den Ereignissen der letzten beiden Wochen und einem langen nebligen November-Spaziergang.

Selbstverletzung kann auf vielfältige Weise geschehen. Allgemein bekannt sind selbst zugefügte Schnitte mit diversen Klingen, doch es ist so viel mehr. Für mich gehören jegliche Handlungen dazu, die aus enormen inneren Stress und Druck heraus entstehen, und die dazu führen, dass wir uns direkt oder indirekt körperlichen, emotionalen oder seelischen Schaden zufügen. Manchmal gehen wir dabei auch den Umweg der Einbindung anderer, indem wir Aktionen setzen, die zwangsläufig eine Reaktion nach sich ziehen, die uns wiederum Schmerz zufügt.

Die Verletzung bringt sowohl Erleichterung als auch Reue und Scham, es wieder getan zu haben. Hinter all dem verbirgt sich ein Bedürfnis nach … Ich stoppe hier bewusst den rationalen Erklärungsversuch. Warum, das erläutere ich später. Jetzt geht es mir darum, jenes innere Erleben nachvollziehbar zu machen, das mich frei werden ließ. Dazu greife ich tief in meine linguistische Trickkiste und erzähle eine Geschichte, die alles sagt, ohne etwas zu erklären:

Es war einmal ein kleines Mädchen, das sich verstoßen fühlte, allein gelassen und von anderen gemieden, unverstanden und ungeliebt. Dieses Mädchen unternahm alles nur Erdenkliche, um die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen der anderen zu erringen. Sie mühte sich so sehr ab den anderen zu gefallen, dass sie begann jene Wünsche zu unterdrücken, die nicht auf das Wohlwollen der anderen trafen. Es kam der Tag, an dem sie selbst nicht mehr wusste, was sie brauchte, um sich wohl zu fühlen, doch sie ignorierte es und arbeitete tagein tagaus daran, die ersehnte Anerkennung zu bekommen. Sie arbeitete viel und hart, unaufhörlich. Die Arbeit wurde immer mehr, mehr als sie noch schaffen konnte, doch sie machte weiter. Als sie es kaum noch ertragen konnte, erhob sich aus ihrem Schatten ein Drache, der sich schützend vor sie stellte und all das, was dem Mädchen längst zu viel war, auf seine starken Drachenschultern lud, damit sie weitermachen konnte, immer noch darauf hoffend, jenes zu finden, nachdem sich ihr Herz sehnte: Anerkennung und damit verbunden das Gefühl, geliebt zu werden.

Die Aufgaben wurden größer, ihre Anzahl wuchs. Immer mehr und mehr stürzte auf das kleine Mädchen ein, wie ein prasselnder Regen aus spitzen, harten Steinen. Unterhalb der mächtigen Flügel des Drachen fand sie Schutz, doch er litt, denn selbst die dicken Schuppen seines Panzers konnten dem, was auf die beiden einstürzte, nicht endlos standhalten. Der Drache begann zu wanken, er wand sich, spuckte Feuer und aus seiner Kehle drang ein Laut, der von unendlichem Schmerz kündete, trotzdem blieb er standhaft und nahm die Last auf sich, damit sich das kleine Mädchen weiterhin um die ersehnte Gunst der anderen bemühen konnte, noch mehr, noch schneller arbeiten, alles nur um den anderen zu gefallen.

Plötzlich ließ das kleine Mädchen all die Aufgaben, die sich eben noch in ihren Händen gehalten hatte, los. Sie ließ all das los, von dem sie hoffte, es würde ihr jenes Gefühl zurückbringen, das sie vor langer Zeit verloren hatte. Stattdessen wandte sie sich dem Drachen zu, der kaum noch zu tragen vermochte, was sie ihm aufgebürdet und er für sie übernommen hatte – aus Liebe, denn niemals würde der Drache ihr ein Leid zufügen. Sie legte ihre Arme um den schuppigen Körper, schloss ihre Augen, entfaltete ihre feurigen Schwingen und erhob sich gemeinsam mit dem Drachen aus all dem Schmerz. Sie ließ alles los, um jenen zu halten, der immer für sie da gewesen war. An diesem Tag war dem kleinen Mädchen bewusst geworden, dass das, was sie solange verzweifelt von anderen zu bekommen gesucht hatte, längst da gewesen war.

Der reale Hintergrund dieser Geschichten ist meine Form der Selbstverletzung: Überlastung bis hin zur Selbstausbeutung mit gravierenden Folgen auf körperlicher, emotionaler und seelischer Ebene um jene Droge „Anerkennung“ zu bekommen, welche das tief verwurzelte Defizit an Selbstwahrnehmung und damit verbunden an Selbstwert ausgleichen sollte.

Anders formuliert: Bis in den Ruin schuften, um Lob zu erhalten.

Der Tag, an dem ich meine Blickrichtung änderte und nicht länger rundum mich etwas zu finden suchte, das mir ein Gefühl von „ich bin liebenswert … wertvoll … erwünscht … gehöre dazu … (setze die Aufzählung beliebig fort)“ vermitteln sollte, sondern begann, in mich hinein zu blicken und mir damit selbst dieses Gefühl zu vermitteln, das war jener Tag, an dem ich den Kreislauf durchbrach. Anerkennung von anderen wurde nicht bedeutungslos für mich, aber sie war nicht länger wichtiger als alles andere – schon gar nicht wichtiger als meine Selbstsorge. Bekomme ich Anerkennung von anderen: schön. Bekomme ich sie nicht: nervt zwar, ist aber nicht zu ändern.

Ich mute meinem leistungsstarken Drachen nach wie vor einiges zu, gehe ab und an beinahe über meine (Belastungs-)Grenzen weil ich eben ein sehr leistungsorientier Mensch bin und niemand im Stich lassen will und mir meiner beruflichen Verantwortung bewusst bin, doch wie mein Spaziergang von heute mir zeigt, drehe ich um, bevor die Belastung zur Überlastung und damit zur Selbstverletzung wird. Denn ich habe – wie wir alle – vorrangig die Verantwortung mir selbst gegenüber und gut auf mich zu achten.

Zurück zu dem Bedürfnis nach … Anerkennung, Wertschätzung, Liebe. Finden wir das nicht alles in uns selbst, wenn wir gut auf uns achten? Dies ist eine rhetorische Frage 😉

An dieser Stelle wage ich eine Hypothese: Kann es sein, dass sich hinter vielen Fällen von Selbstverletzung der Wunsch nach Anerkennung, Nähe, Geborgenheit, in den Arm genommen werden, Liebe … verbirgt?

„Sieh doch, wie ich leide, nimm mir endlich etwas ab. Wieviel muss ich noch ertragen, damit ich deine Aufmerksamkeit und deine Liebe bekomme? Bin ich noch immer nicht gut genug? Was muss ich noch alles tun, um deine Liebe zu verdienen?“ Dies sind jene stummen Sätze, die ich vor Jahren dachte, aber nie aussprach, während ich am Boden lag und im seelischen Schmerz versank. Unverständlich für die Menschen rund um mich, denn sie gaben mir Liebe und Anerkennung, doch ich konnte beides nicht wahrnehmen. Ich fühlte mich unverstanden und ungeliebt, arbeitete weiter daran, ihre Wertschätzung zu bekommen, mehr und härter als zuvor … gefangen im Kreislauf.

Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich in mir die Frage: „Das ist alles völlig plausibel. Warum schaffen nicht mehr den Ausstieg aus dem Kreislauf?“

Gute Frage.

Meine Antwort darauf habe ich genau genommen bereits mit der Geschichte oberhalb gegeben. Oder besser gesagt: mit der Art und Weise, wie ich sie erzählt habe: mit jener bildhaften Sprache meines Unterbewusstseins, die auf Metaphern und Gefühle setzt anstatt auf rationale Erklärungen. Damit kann mein Verstand arbeiten, aber nicht mein verletztes inneres Kind, das vor langer Zeit jenen Drachen erschuf, der mich bis heute beschützt, in dem er scheinbar unerträgliches auf sich nimmt, damit ich weiterleben und lieben kann.

Ich denke, dass sich hinter vielen Fällen von Borderline ein verletztes inneres Kind verbirgt, das in den Arm genommen werden will, Geborgenheit und Liebe suchend. Beides können wir diesem Kind nur selbst geben, denn es lebt in einer Welt tief ins uns und damit getrennt von allen Menschen rund um uns. Deshalb ist es wichtig, dass wir lernen, mit diesem Kind zu kommunizieren und seine Bedürfnisse erfüllen.

Also, mein inneres Kind spricht nicht die kopflastige Sprache, mit der ich mich im Alltag bewege. Ganz im Gegenteil. Es spricht die Sprache des Herzens, voller Bilder und Gefühle, magischer Wesen wie Drachen und Phönix. Vielleicht bin ich damit die einzige, aber das glaube ich nicht. Betrachte ich die Rückmeldungen zu meinen Büchern und Geschichten, verstehen auch andere diese Sprache und sie bewirkt so einiges.

Ich hoffe aus ganzem Herzen, dass diese Sprache auch anderen jene Botschaft vermittelt, welche sie den Kreislauf der Selbstverletzung durchbrechen lässt:

Liebe dich selbst und achte gut auf dich. Freu dich, wenn andere es auch tun, aber lass ihnen die Freiheit, sich selbst zu entscheiden, denn wichtig ist, dass du dich selbst liebst, so wie du bist … und wenn ein Drache dazugehört, dann ist das auch OK 😉

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ES IST, WAS ES IST … ABER WAS IST ES?

Im Hollywood-Film „Avatar“ begrüßen sich die Bewohner einer außerirdischen Welt mit den Worten „Ich sehe dich“. Damit wir mehr als die rein visuelle Wahrnehmung gemeint. Die Bedeutung dieser drei Worte geht viel tiefer, denn sie unterscheidet Beobachtung von Interpretation … und trifft damit den Nagel auf den Kopf, wenn man auf zwischenmenschliche Probleme in der realen Welt blickt.

Seit mehr als einem Jahr bewege ich mich in diversen Borderline-Selbsthilfegruppen. Unzählige Male las ich Beiträge, in denen sowohl von Betroffenen als auch Angehörigen sehr umfassend das Verhalten anderer interpretiert wird, inklusive der Schilderung über die zugrunde liegenden Motive. Manche habe ich den Eindruck, sehr viele Telepathen, Gedankenleser und Wahrsager bewegen sich heute über diesen Planeten, welche die Frage nach dem „Warum tust du das?“ beantworten können ohne je die Frage an die betreffende Person gestellt zu haben. Aus meiner Sicht ist das fatal, denn es erfolgt eine Meinungsbildung aufgrund von … was eigentlich? Interpretationen? Mutmaßungen? Annahmen? Allesamt entsprungen den eigenen Erfahrungswerten und damit letztendlich nichts anders als ein Spiegelbild jener, die interpretieren. Oder werten. Bewerten.

Interpretation ist im Grunde einfach. Beobachtung, ohne zu werten dagegen stellt eine Herausforderung dar, denn wir müssen uns selbst dafür ein Stück weit zurücknehmen. Das Handlungsmotiv eines anderen können wir nicht kennen, außer die Person verrät es uns. Wir können die Handlung an sich wahrnehmen, einen Teil der zeitnahen Auswirkungen, doch viel mehr ist nicht drin. Für mehr sind wir auf Fragen angewiesen, auf Kommunikation und damit Informationsaustausch.

Es ist, was es ist … spielen wir ein Gedankenspiel. Während ich diese Zeilen über Beobachtung und Interpretation tippe, sitze ich in meinem Wohnzimmer auf einem alten Lehnstuhl aus Rattan. Mein Laptop ruht auf einem dicken Buch auf meinen Beinen. Ich trage mein Gamer-Headset, höre Musik von Enya und über den oberen Bildschirmrand blicke ich auf meine hellgrauen Socken. Alles das könnten Besucher wahrnehmen, aber welche Interpretationen leiten sie daraus ab? Beantwortet irgendetwas davon die Frage nach dem Motiv meiner Handlungen? Warum sitze ich auf diesem alten Stuhl oder höre genau diese Musik? Warum schreibe ich einen Beitrag über dieses Thema? Weil mir gerade nichts anderes einfällt? Oder weil ich vor kurzem interessante Erfahrungen dazu gemacht habe? Was ist überhaupt interessant – für mich? Verarbeite ich damit noch immer das Beziehungs-Aus im Sommer? Oder reflektiere ich Ereignisse einer Kennenlern-Phase? Hat es denn mit meinem Privatleben zu tun oder mit meinem Job? Oder ist mir einfach nur langweilig?

Die erkennbare Handlung ist das Schreiben des Beitrags in der geschilderten Umgebung. Alles andere ist Spekulation bzw. Interpretation, abgeleitet aus persönlichen Erfahrungswerten.

Ich vermute, allmählich wird klarer, worauf ich hinziele. Jede Aussage im Sinn von „der andere macht das, weil …“ und „so ist er/sie nun mal“, kann meilenweit neben der Realität liegen – und doch treffen wir Aussagen dieser Art täglich – und glauben auch noch daran.

Genau dort entstehen vieler unserer zwischenmenschlichen Probleme: In der Annahme, zu wissen, was ist es, ohne zu hinterfragen. Dafür gibt es auch ein einfaches Wort: Vorurteile. Oder Vorverurteilung. Wir beurteilen (bewerten) etwas, bevor wir alle relevanten Informationen dazu haben. Auch und insbesondere Menschen. Bilden uns eine Meinung, indem wir ihre Handlungen durch unsere eigenen Erfahrungsfilter bewerten.

Ich sehe dich?

Weit daneben. Allzu oft sehen wir nur das nach Außen projizierte Spiegelbild der eigenen inneren Gedanken- und Gefühlswelt. Das zeigt sich in den Selbsthilfegruppenbeiträgen sehr deutlich. Die tiefsitzende Selbstablehnung wird dem anderen untergeschoben als ablehnendes Verhalten. Nebensächlichkeiten erhalten existenzielle Bedeutung, um die latente Erwartung von Täuschung und Betrug zu erfüllen. Über Ausgrenzung und Vorurteile wird geklagt, und zeitgleich selbiges anderen gegenüber angewandt, basierend auf Mutmaßungen und ohne deren Handlungen zu hinterfragen. Interpretationen am laufenden Band.

Doch um einen anderen tatsächlich zu sehen, bedarf es Unvoreingenommenheit.

Und wir müssen die scheinbare Kontrolle über den anderen oder die Situation aufgeben, indem wir uns eingestehen, die dahinterliegende Motivation nicht zu kennen, solange wir sie nicht erfragt haben.

Kontrolle?

Ja, genau darum geht es häufig: um Kontrolle. Oder den Verlust derselben. Sich ein Bild von einem anderen zu erschaffen verleiht eine trügerische Kontrolle über die Unberechenbarkeit des anderen Menschen. Gerade in Beziehungen und wenn wir davon ausgehen, die Motive des anderen zu kennen. Doch damit berauben wir uns der Möglichkeit, den bzw. die andere tatsächlich „zu sehen“, als die Person, die er/sie ist. Wir verschließen das Tor, durch das hindurch blickend wir die Welt des anderen entdecken und tiefergehendes Verständnis aufbauen könnten.

In diesem Sinne bedeutet „ich sehe dich“ den anderen wahrzunehmen möglichst frei von eigenen Projektionen oder Wertungen.

Das klingt nach einer Herausforderung? Das ist es auch, aber es ist möglich.

Freiheit (im Denken und Wahrnehmen) ist zwar aus meiner Sicht unser Grundrecht als Menschen, aber sie wird uns nicht geschenkt. Wir dürfen uns diese Freiheit erarbeiten, in dem wir bewusst darauf verzichten, zu (be)werten oder zu interpretieren, und damit beginnen, beobachtend wahrzunehmen, was es ist und den anderen „zu sehen“.

Meine eigenen Erfahrungen mit wertungsfreier Beobachtung haben mir eine Welt offenbart, die vielfältiger ist als je zuvor, auch in Bezug auf Menschen. Immer öfter entdecke ich dabei, was es ist … und dass es um einiges wunderbarer sein kann, als ich mir hätte vorstellen können – dank der Befreiung von Projektionen und Vorurteilen, gebe ich dem Leben und den Menschen die Chance zu sein, was sie sind.

In diesem Sinne: es ist, was es ist.

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DAS GUTE AN 2020 – ZEIT, DEN BLICKWINKEL ZU ERWEITERN

Am 07. Jänner 2020 postete ich einen Beitrag mit dem Titel „Quo vadis“. Damals war dieses Jahr noch jung und unschuldig, noch frei von Krisen und Umbrüchen – zumindest für mich. Die letzten Zeilen des damaligen Beitrags waren folgende:

„Ich schreibe über mein Leben mit Borderline in all seinen Facetten. Manchmal schildere ich dabei schmerzhafte Emotionen und dunkle Momente, doch ich werde meine Geschichten niemals darin enden lassen und immer bis zu einem Happy End weiterschreiben. Schließlich geht’s um mein Leben (Achtung: doppeldeutig) und ich steh‘ nun mal auf ein Happy End

Ein Happy End? 2020? Die Liste der Ereignisse dieses Jahres (Corona, Beziehungs-Aus, Umzug, Unfall, Verlust, seit Sommer beruflich ständig am Limit der Überlastung, Terror …) scheint das mehr denn je ad absurdum zu führen. Für mich und viele andere Menschen auch. Und doch …

… gestern erhielt ich ein Bild von einer ganz besonderen Person in meinem Leben (siehe Titelbild), welches mich spontan zu einer Reflexion verleitete, die mit diesen Gedanken begann:

„Nähe hat nichts mit räumlicher Entfernung zu tun. Wie oft wird das missverstanden. Wie oft kleben wir auf anderen ohne echte Nähe … oder gar Verbundenheit.

Ich meine nicht Bindung, nicht die Fessel aus Bedingungen und deren Erfüllung.

Verbundenheit gleicht einem Schwarm Vögel, die perfekt synchron in den Himmel aufsteigen und in dem doch jeder für sich frei ist.

Verbundenheit ist immun gegen den Verschleiß, den Kilometer an Bindungen anrichten.

Nähe kann räumlich betrachtet werden – oder als eine Entscheidung des Herzens.

Es heißt: Gib frei, was du liebst. Kehrt es (sie/er) zu dir zurück, dann hat es (sie/er) sich entscheiden, bei dir zu bleiben.

Das Jahr 2020 hat vielen von uns einiges genommen, loslassen quasi von uns erzwungen. Es ist an der Zeit innezuhalten und wahrzunehmen, was blieb … oder neu zu uns kam.“

Die perfekte Einleitung für ein „Best of 2020“. Etwas verfrüht, zugegeben, immerhin haben wir erst November, aber nicht der Tag im Kalender bestimmt für mich den richtigen Zeitpunkt, sondern die Stimmung, in der ich mich befinde. Wenn die Belastungen rundum zu viel werden, hilft ein Blick auf die positiven Aspekte, um wieder zu spüren, dass mein Leben trotz all dem Irrsinn, der teilweise geschieht, dennoch in Ordnung ist.

Hier also mein Best of 2020. Die Reihung entspricht nicht einer Wertung, denn ich will nicht bewerten, was auf dieser Liste mehr und was weniger gut oder wichtig war. Alles auf dieser Liste war und ist wertvoll für mich, aber da ich kein Kreisformat erstellen kann, wird es eine Aufzählung 😉

  • 2020 ist mein Jahr der Freiheit, in dem ich mich aus zahlreichen Verstrickungen befreit habe und unabhängig wurde, im Denken, im Fühlen, im Sein.
  • 2020 ist mein Jahr der Leichtigkeit, in dem ich erkannte, wie einfach ich mein Leben halten und gleichzeitig dabei glücklich sein kann.
  • 2020 ist mein Jahr des Entdeckens, in dem ich vieles für mich (wieder)fand, dass ich zuvor kaum für möglich gehalten hatte.
  • 2020 ist mein Jahr des Neubeginns, in jeder Art und Weise: neuer Lebensraum, neue Lebensweise, neue Beziehungen … und ja, auch mein Herz fand einen neuen Hafen.
  • 2020 ist mein Jahr der Kraft, in dem mir bewusst wurde, das viel mehr Kraft in mir steckt, als ich bislang vermutet hatte. Mehr noch, dass Verletzlichkeit kein Zeichen von Schwäche darstellt, sondern eine Konsequenz von Berührbarkeit ist.
  • 2020 ist mein Jahr des positiven Feedbacks von vielen Seiten. Sei es als Autorin, die erleben durfte und darf, dass meine Geschichten nicht nur mein Leben in neue, lebensbejahende Bahnen lenken. Sei es als Coach, die manche auf neuen Wegen begleiten darf. Sei es als Mensch, geliebt und geschätzt um meiner selbst willen.

Es wäre einseitig zu behaupten, 2020 sei ein Jahr der Katastrophen und Krisen. Diese gab und gibt es, gewiss, aber es gab und gibt darüber hinaus noch mehr, und es ist enorm wichtig, sich das immer wieder bewusst zu machen, um in Ausgeglichenheit in der Gegenwart zu stehen und mit Zuversicht Richtung Zukunft zu blicken. Nicht ausblenden, was da ist. Ich halte wenig vom „Schönzeichnen“ der Ereignisse, doch die Realität ist divers. Es gibt viele Aspekte, negative UND positive. Erstere machen sich lautstark in den Medien breit, letztere sind oftmals stiller, weshalb sie nicht so leicht ins Auge springen, doch sie sind da!

2020 ist ein Jahr der Veränderung.

Das kann wohl niemand abstreiten. Vielleicht wird die Welt nach 2020 nie wieder so sein wie zuvor, aber war sie das je? Ist der Wandel nicht seit jeher das einzige Fixum in dieser Welt? Warum also fürchten wir ihn so sehr? Vielleicht weil so viel auf einmal und in kurzer Zeit geschieht? Vielleicht haben wir uns auch nur zu lange dagegen gewehrt, die Veränderung zu verhindern versucht, bis sie sich nun durchsetzt, gleich einem Dammbruch, der all die angestaute Energie (des Wandels) auf einmal freisetzt.

Ohne manche schmerzlichen Ereignisse von 2020 wären manche erfreulichen Ereignisse nicht möglich gewesen.

Manchmal hilft es, nicht auf ein singuläres Ereignis zu blicken, sondern es im größeren Zusammenhang zu sehen, räumlich und zeitlich.

Oder einen Standpunkt jenseits des subjektiven Gut-Schlecht-Denkens einzunehmen, also nicht Advokat der Menschheit zu spielen, sondern die Ereignisse zum globalen Zusammenhang des Organismus Planet Erde zu betrachten. Da gibt es eine Gruppe, genannt Menschen, die sich selbst sehr wichtig nimmt und alles nur erdenklich unternimmt, um von einem beinahe unsichtbaren Virus nicht in ihrer Zahl erheblich dezimiert zu werden, während diese Gruppe gleichzeitig viele anderen Gruppen von Lebensformen im gemeinsamen Lebensraum drastisch reduziert – bis hin zur völligen Ausrottung. Stellt man die Menschheit nicht in den Mittelpunkt der Betrachtung, verändert sich das Bild. Auch auf 2020. Selten zuvor habe ich den Himmel so strahlend blau erlebt wie im April 2020, mitten im Lockdown, als kaum ein Flugzeug seine Kondensstreifen im Azur hinterließ. Gewiss, die Auswirkungen auf die Wirtschaft waren und sind massiv, aber ist es nicht auch ein Zeichen, darüber nachzudenken, WIE wir leben? Oder wie wir in Zukunft leben wollen?

2020 ist ein Jahr des Umdenkens – für mich. Und ich halte an der Hoffnung fest, nicht die einzige zu sein, deren Leben sich neu ausrichtet, mit positiven Auswirkungen auf vieles rundum, auch auf jene Mutter Erde, die mich seit nunmehr 51 Jahren sicher trägt und mir alles gibt, was ich zum Leben brauche.

2020 ist ein Jahr, an das ich noch oft zurückdenken werde, mit einem Lächeln und voller Dankbarkeit.

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Reflexion einer Woche, die es in sich hatte

Die hinter mir liegende Woche gehört zu der Kategorie, die ich unter der Überschrift „Was noch?“ zusammenfasse. Terroranschlag in Wien, Corona-Infektionen … beides mit direkten Auswirkungen auf meinen Tätigkeitsbereich, in dem sich auch so ziemlich alles ansammelte, was für die nächsten Wochen und Monate zu erwarten war, nun aber früher in Erscheinung trat. Plus zwischenmenschliche Themen … Sorge um jene, die ich kenne und die an Covid-19 erkrankt sind … eine Sorge, die sich anders anfühlt als das Beobachten von Infektionszahlen in den Nachrichten …

Zusammengefasst: ich stellte mir des Öfteren die Frage „Was noch?“ Was kommt als nächstes? Wie viel halte ich noch aus? Wie lange halte ich das noch aus? Wie komme ich von dem Trip wieder runter?

Diese Fragen brachten mir zwei wichtige Erkenntnisse:

Mein Überlastungsthema hat sich zwar in die gewünschte Richtung verändert, aber wie sich zeigt, ist es noch immer präsent. Oder die Umstände sorgen dafür, dass ich mich erneut damit beschäftigen darf. Im Vergleich zu früher nehme ich meine Belastungsgrenze mittlerweile wahr, aber für meinen Geschmack leider immer noch etwas zu spät. Hohe Leistungsbereitschaft kann schon tricky sein. Sie lädt ein, ein paar Stunden mehr zu arbeiten, ein paar Aufgaben mehr auf die Agenda zu packen als erledigt werden können.

Meinen Perfektionsanspruch habe ich abgelegt. Nicht alles muss optimal erledigt werden. Ausreichend ist eine gangbare Option geworden. Benchmarking? Gesundheit ist wichtiger.

In der Überlastungsphase zeigt sich aber auch ein ambivalentes Verhaltensmuster: Der Wunsch, bei einem anderen Menschen (im Folgenden der Einfachheit halber Person X genannt) das zu finden, was mich aus dem Stress und der Überlastung zurück in die Balance und Entspannung führt. Grundsätzlich nichts verkehrtes, aber wenn nun Person X gerade anderweitig beschäftigt ist und somit nicht verfügbar, was dann? Insistieren im Sinne von „sieh doch, wie schlecht es mir geht und wie sehr ich dich brauche?“ Gefährlich, sehr gefährlich, weil … dazu später mehr. Zuerst die Erläuterungen.

Ich konnte beobachten, wie sich meine Bewertung von Handlungen veränderte. Kam die Antwort nicht rasch genug? Oder zeigte sie zu wenig Verständnis für meine Situation? Zu wenig Zuwendung für meine emotionalen Bedürfnisse? War ich nur ein Spielzeug, nicht wichtig für Person X? Mit Erschrecken durfte ich feststellen, dass sich eine leichte Form von Paranoia zeigte. Bei näherer Betrachtung völlig logisch. Überlastung kippte mich aus dem (Ur)vertrauen, damit kamen Unsicherheiten und Ängste an die Oberfläche, die sich wie ein paranoider Filter vor meine Wahrnehmungslinse legten und die Realität verzerrten. Plötzlich schien es, als würde niemand mich verstehen, sich niemand für mich interessieren und ich wäre ganz allein, unverstanden und im Stich gelassen.

In der Vergangenheit gab es ähnliche Situation. Damals, noch unreflektiert, öffneten sie Tür und Tor für eine Spirale der Eskalation bis hin zum finalen Zusammenbruch.

Diesmal atmete ich tief durch und begab mich auf eine lange Wanderung durch den lichtdurchfluteten Wald, der sich in herbstliches Gold gekleidet hatte, lauschte dem Wind, der durch Blätterhaufen huschte und spürte die vielleicht letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres auf meinem Gesicht. All das holte meine Wahrnehmung zurück in die reale Realität, ins Hier und Jetzt, und machte mir bewusst, welcher Grenze ich mich genähert hatte: jener, an der Selbstsorge zu Selbstaufgabe wurde.

Also änderte ich meine Marschrichtung. Auch in Bezug auf Person X.

Gewiss, es ist wunderbar, wenn wir Menschen um uns haben, die für uns da sind, wenn wir es brauchen – solange dies aus freien Stücken und in dem Ausmaß geschieht, wie diese Menschen es von selbst tun möchten. Jegliche Erwartungshaltungen oder gar Forderungen pervertieren diesen Akt der Nächstenliebe in eine Form von Abhängigkeit und zuweilen sogar Erpressung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verwandelt sich Liebe in Last, die irgendwann zur Belastung wird, unter der etwas oder jemand zusammenbricht.

Nein Danke, das brauche ich nicht mehr in meinen Leben.

Person X bin ich!

Ich ziehe mich selbst aus dem Schlamassel, sobald mir bewusst wird, dass ich wieder mal drin stecke. Es wäre schön, dies grundsätzlich vermeiden zu können, aber so weit bin ich offenbar noch nicht. Dennoch wächst meine Resilienz beständig.

Resilienz, eines der magischen Worte unserer Zeit. Damit ist die Fähigkeit gemeint, mit psychischen und emotionalen Belastungen auf eine Weise umgehen zu können, die keinen bleibenden Schaden anrichtet. Manchmal wird sie auch als Widerstandsfähigkeit gegen Traumatisierungen bezeichnet. Viele Begriffe aus der Psychologie und Philosophie werden im täglichen Sprachgebrauch verwendet, doch zumeist unterschiedlich interpretiert. Die Abklärung von Begrifflichkeiten ist … zeitraubend und wohl deshalb wenig verbreitet 😉

Wie auch immer … zurück zur Resilienz. Beim Frühstück las ich heute einen interessanten Artikel einer Psychologin (also Expertin), der auch das Thema „Resilienz“ streifte. Innerer Dialog als Methodik, um zu äußeren Ereignissen eine differenzierte Haltung einnehmen zu können und diese anders bewerten zu können. Also nicht nur eine Belastung wahrzunehmen, sondern auch die Vergänglichkeit derselben, weil alles im Leben auch dem Wandel unterworfen ist.

Vereinfacht gesagt: Die Expertin schilderte die Theorie zu dem, was ich mit JAN/A praktisch umgesetzt habe bzw. seither tägliche lebe. Wieder einmal lese ich die theoretischen Grundlagen NACH der praktischen Umsetzung. Das wiederum amüsiert mich zutiefst und bestätigt meine eigene Überzeugung:

Das Leben offenbart den Weg, wenn wir bereit dafür sind und uns dem Prozess öffnen – ganz gleich, ob wir die Theorie kennen oder nicht.

Hier nun schließe ich den Kreis zu „gefährlich, sehr gefährlich“: Wer die Verantwortung für seine innere Ausgeglichenheit einem anderen Menschen überträgt, erzeugt damit ein Gefälle innerhalb der Beziehung, eine Form von Hierarchie. Zwischen Eltern und Kindern, Lehrenden und Lernenden mag das völlig in Ordnung sein, doch niemals innerhalb einer Partnerschaft. Es sei denn, beide einigen sich auf eine hierarchische Beziehung. Wer jedoch eine Partnerschaft auf Augenhöhe führen möchte, sollte sich bewusst sein, für seine emotionale Ausgeglichenheit selbst verantwortlich zu sein, ebenso wie für die Einhaltung von Belastungsgrenzen.

Wieder einmal nehme ich mich also selbst an der Nase und anerkenne, (beinahe) einen Schritt zu weit gegangen zu sein und damit unnötigen Stress in einen Bereich (oder eine zwischenmenschliche Beziehung) gebracht zu haben, der (die) damit überhaupt nichts zu tun hat.

Und wieder einmal lehrt mich das Leben: auch eine absolute Sch***-Woche trägt in sich ein Potenzial, einen Samen, aus dem wachsen kann, das Früchte trägt.

Das heutige Bild entstand auf meiner Wanderung durch den Herbstwald am 07.11.2020. Es wurde nicht bearbeitet. 100% echt – wie das Leben 🙂

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SELBSTFINDUNG – DER SCHMALE GRAT ZWISCHEN SELBSTAUFGABE UND SELBSTBESTIMMUNG

Was ist besser geeignet, diesen Grat zu erkunden als zwischenmenschliche – insbesondere sehr nahe zwischenmenschliche – Beziehungen? Sich selbst zu finden, während man sprichwörtlich allein auf weiter Flur unterwegs ist, stellt zwar auch eine Herausforderung dar, aber eine weitaus überschaubarere als inmitten menschlichen Getümmels. Wenn ich nur mich selbst habe, fällt die Fokussierung auf die eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Vorstellungen usw. relativ leicht.

Schwieriger wird es im „Duett“. Und sei es noch im Anfangsstadium von etwas, das vielleicht mehr werden könnte.

Plötzlich tauchen sie wieder aus der Versenkung auf, die nächtlichen Grübeleien und Fragen: Habe ich für so manches wirklich Verständnis? Passt es zu meinen Werten, meiner Vorstellung von Leben? Oder passt sich meine Vorstellung den Erfordernissen an, um aus dem Anfangsstadium in die nächste Phase zu gelangen, egal, um welchen Preis? Bis wohin sind es gesunde Kompromisse und ab wann krankmachende Selbstaufgabe? Wofür Verständnis zeigen und wann Unverständnis? Wo abgrenzen und wann aufmachen? Empathie? Mitgefühl? Mitleid?

Durch all das bin ich schon einmal gegangen, aber anders, nachträglich, nachdem eine Beziehung über Jahrzehnte bestanden hatte und genau genommen bereits von Auflösungserscheinungen betroffen war. Niemals in meinen Leben habe ich diese Fragen VORHER gestellt, quasi an der Startlinie. So viele Variablen sind noch undefiniert, so vieles noch zu entdecken … viel zu wenig Informationen, um fundierte Antworten auf diese existenziellen Fragen zu finden.

Irgendwie ist es wie ein Tasten mit verbundenen Augen durch die Dunkelheit des Unbekannten. Wobei hier die „Augen“ symbolisch für unser visuelles Zeitalter und seine Dominanz des Verstandes stehen, daher aus meiner Sicht wenig geeignet, um meine Fragen zu beantworten. Für mich braucht es eine Rückbesinnung auf das, was ambivalent wie kaum etwas anders sein kann: mein Fühlen. Vertrauen auf einen unserer ältesten Instinkte, der die Menschheit durch Jahrhunderttausende brachte: Hineinspüren – was passt für mich oder was nicht?

Mich selbst spüren, im gegenwärtigen Augenblick, ohne diese Wahrnehmung von den Erfahrungen der Vergangenheit beeinflussen zu lassen. Nicht vergleichen mit Vergangenem, sondern auf das blicken, was da ist, hier und jetzt, während mein unermüdlich analysierender Verstand eine Menge „Zeichen“ entdeckt und daraus Schlussfolgerungen ableitet, wie sich die Angelegenheit entwickeln könnte. Kein einfaches Unterfangen. Gebranntes Kind scheut das Feuer. Doch wer sich von seiner Furcht beherrschen lässt, bleibt ein Gefangener.

Ich wandle auf einem schmalen Grat aus Fragen, die mich erneut so einiges über mich selbst erkennen lassen. In diesem Sinne: Selbstfindung.

Was bestimmt mein Denken, Handeln, Fühlen? Angst? Freude? Liebe? Hoffnung?

Wie frei bin ich wirklich, auf das zu blicken, was da ist? Frei von Erwartungshaltungen und Wertungen jeglicher Art?

Kann ich meine Grenzen wahren? Die bleiben, die ich bin, ohne die zu werden, von der ich vermute, der andere will sie vorfinden? Kann ich mir selbst treu bleiben? In der Selbstbestimmung?

Bin ich bereit, die zwischen Menschen stets auch notwendigen Kompromisse einzugehen? Ohne mich selbst aufzugeben?

Habe ich den Mut und die Kraft, zu zeigen, wer ich bin, was ich fühle – tief in mir, mein Bild dieser Welt zu teilen.

An der Startlinie einer möglichen Beziehung, am Punkt Null, scheinen diese Fragen verfrüht – und doch auch passend. Wenn, wann nicht dann sollten Antworten darauf gefunden werden? Wenn sich zwischenmenschliche Verhaltensmuster und Routinen erstmal etabliert haben? Ist es dann nicht längst zu spät?

Selbstaufgabe geschieht oft wie beiläufig, schleichend, unbewusst … und plötzlich wacht man auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel. (Dies war der Beginn meiner Reise zu mir selbst.)

Selbstbestimmung erfordert Entschlossenheit, Kraft, Mut und Vertrauen, kann sie doch auch zu Meinungsverschiedenheiten und damit Konflikten führen. (Dies führte zu Tag X.)

Selbstfindung ist und bleibt für mich der Königsweg, all die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Tag für Tag. Die Realität mit allen Sinnen bewusst wahrnehmen und das Leben mit allen Sinnen spürend leben. Jenseits von Routine das Besondere im Augenblick erkennen. Dankbarkeit für das Vorhandene empfinden. Freude am Sein.

Wir können vielleicht nicht die Zahl unserer Tage in diesem Leben wesentlich verändern, aber wir können die Qualität jedes einzelnen Tages bestimmen – wenn wir uns erstmal selbst gefunden haben auf dem schmalen Grat zwischen Selbstaufgabe und Selbstbestimmung.

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Manchmal sind klare (geometrische) Strukturen hilfreich, inmitten von unzähligen Fragen den Kern des Themas zu erkennen 😉

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MASTER OF EXPERIENCE – Lesley B. Strong

Egal, was du wann sagst, einer hört dir immer zu – nämlich du selbst.

Jedes gesprochene, gedachte, gelesene oder gehörte Wort dringt ins Bewusstsein ein, sickert hinab ins Unterbewusstsein und formt dort innere Bilder und Glaubenssätze – ganz langsam, ähnlich einem Tropfstein, der Äonen braucht, um zu wachsen.

Auch andere Sinneseindrücke wirken auf diese Weise, doch kaum etwas können wir so stark beeinflussen wie jene Worte, die wir selbst täglich verwenden.

Im Talmud steht geschrieben:

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal!“

Diese wenigen Zeilen bringen es auf den Punkt.

Unzählige Bücher wurden zu diesem Thema bereits geschrieben und viele werden noch folgen. Denn auch heute, im 21. Jahrhundert, ist die Anzahl derer, die fähig sind, ihr Leben mittels gezieltem Einsatz ihrer Sprache zu gestalten, deutlich geringer als die Zahl jener, die unachtsam und sorglos mit diesem mächtigen Instrument hantieren – und mitunter viele Hindernisse auf ihrem Lebensweg selbst erschaffen.

Entscheidend dafür, wie wir uns selbst, unsere Fähigkeiten und unsere Umwelt wahrnehmen, sind unsere Glaubenssätze. Die klassische Frage danach, ob ein Glas Wasser halb voll oder halb leer ist, kennen viele und beantworten sie gemäß der allgemeinen Erwartungshaltung. Doch in der unreflektierten Alltagssprache dominiert häufig die Botschaft „halb leer“, treten die tatsächlich bestimmenden Glaubenssätze eines Menschen ungeschönt zu Tage. Entsprechend dieser erlebt jeder von uns die Realität, die genau genommen für alle gleich ist. Dennoch erleben die einen die Welt als mühseligen Kampf gegen Windmühlen und die anderen als inspirierendes Spielfeld der Möglichkeiten.

Mit meinem Debütroman JAN/A erschuf ich als Autorin ein wortreiches „Reset-Programm“, welches nach vielen Jahren und Therapien der Schlüssel für die Auflösung meines Borderline-Syndroms wurde. Aus meinen Gedanken wurden Worte, Handlungen, Gewohnheiten (Routine) und letztendlich eine frei von traumatischen Altlasten oder Blockaden denkende und fühlende Persönlichkeit.

Lebendig – im wahrsten Sinne des Wortes.

Heute setze ich meine jahrelange Erfahrung als Trainerin & Coach in den Bereichen Kommunikation und Mentaltraining zur Entwicklung spezifischer Programme, aufbauend auf den individuellen Lebenserfahrungen, die dazu befähigen, achtsam des mächtige Instrument Sprache einzusetzen, um das persönliche Erleben der Realität selbst zu steuern.

In diesem Sinne: Denken erlaubt! … achtsam, denn Deine Gedanken werden zu Deinem Schicksal!

Lesley B. Strong – MAEX

Master of Experience / Meister des Erlebens

ERKENNE DICH SELBST – eine Reflexion zur Problemlösung

Gegen die Angst

Gegen den Schmerz

Jedes GEGEN ist ein Kampf.

Letztendlich gegen sich selbst.

Warum kämpfen wir so oft GEGEN etwas?

Und so selten FÜR etwas?

Für Vertrauen

Für Geborgenheit

Für Liebe

Weil wir ganz einfach nicht FÜR etwas kämpfen können, ohne gleichzeitig GEGEN etwas zu kämpfen.

Jeder Kampf erfordert einen Gegner… und wenn es nur wir selbst sind.

Jeder Kampf bringt immer auch einen Verlierer … und wenn es nur wir selbst sind.

Wer ohne Verlust gewinnen will, kann dies nur ohne Kampf erreichen, im Einvernehmen, durch Anerkennung, Integration und Kooperation.

Diese Zeilen poste ich vor wenigen Tagen in Facebook und Instagram. Sie entstanden – wieder einmal – inspiriert durch das, was mir unmittelbar zuvor im realen Leben begegnete: Menschen, die sich voller Enthusiasmus und durchaus im positiven Sinne dem Kampf oder zumindest der Arbeit GEGEN etwas verschrieben haben. Weil dem so ist und ihre Motive als „lösungsinteressiert“ eingestuft werden können, ist es umso wichtiger, auch die entsprechenden lösungsorientierten Arbeitsprogramme im Unterbewusstsein zu etablieren. Und das sind nun einmal nicht GEGEN-Programme.

Leider ist das nur wenigen bewusst.

Für mein Empfinden wird das neurolinguistische Potenzial der Sprache im Alltag viel zu selten genutzt. Ein simples Beispiel:

Es gibt Menschen, die SUCHEN nach Lösungen.

Und es gibt Menschen, die FINDEN Lösungen.

Zwei einfache Sätze, die sich gut im alltäglichen Sprachgebrauch beobachten lassen. Bringt man sie in Korrelation mit den Ereignissen auf dem Lebensweg der jeweiligen Personen, lassen sich zumeist rasch sich wiederholende Muster erkennen. Wem fällt es wohl leichter, Probleme zu lösen? Die Antwort liegt auf der Hand.

Manche werden nun ungläubig den Kopf schütteln und sich dagegen verwehren, dass es „so einfach sein kann“. Den Beweis für ihre Skepsis liefert das Leben (oder besser gesagt: Das entsprechende Programm in ihrem Unterbewusstsein) selbstredend umgehend.

Wieder einmal landen wir bei „Henne oder Ei?“

Bedingt das Programm im Unterbewusstsein das Erleben im Außen oder formt das Erleben im Außen das Programm im Unterbewusstsein?

Beides zutreffend.

Für eine Veränderung im Außen braucht es allerdings zuerst eine Veränderung im Innen.

Ein Zitat, das ich vor vielen Jahren für mich entdeckte, begleitet mich seither und hat mir schon oft gute Dienste erwiesen:

„Wer die Menschen kennen lernen will, der studiere ihre Entschuldigungsgründe.“

Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker (1813 – 1863)

Allerdings wende ich diese Weisheit nicht nur auf andere, sondern in erster Linie auf mich selbst an – indem ich meine eigenen Entschuldigungen und Ausreden betrachte und daraus Rückschlüsse auf das ziehe, was in mir wirkt. Auf diese Weise trickste ich quasi meinen „blinden Fleck“ aus. Jenen „blinden Fleck“, den wir alle in Bezug auf uns selbst haben. Bei anderen fällt uns so einiges auf, was wir an uns selbst nur allzu leicht übersehen.

Sei es nun der Kampf GEGEN etwas oder die SUCHE nach Lösungen … Diese Worte, aus denen unaufhaltsam unsere inneren Programme werden, die wiederum zuverlässiger als jedes von Menschen erdachte Betriebssystem funktionieren, erschaffen unser Erleben der Welt. Läuft es nicht rund im Leben, gilt es nach innen zu blicken. Doch wo anfangen? Der menschliche Geist ist komplex, häufig gut trainiert in Ablenkung und Verschleierung.

„Erkenne dich selbst“

… wie das Orakel von Delphi es einst forderte, kann der entscheidende Schlüssel sein.

Schon damals galt: Die Erkenntnis der Innenwelt sollte als Zugang zur Problemlösung in der Außenwelt dienen. All jene, die im Schulunterricht aufgepasst haben, wissen, dass dieses Orakel viele Jahrhunderte vor Christi Geburt in Griechenland existierte. Jahrtausende altes Knowhow, das seither in der Schatztruhe der menschlichen Weisheit verwahrt wird, und leider noch immer kein flächendeckendes Umsetzen im Alltag erlebt.

Ein Grund mehr für mich, immer wieder darüber zu erzählen.

Der Eingang zur Lösung unserer Probleme ist jene imaginäre Pforte in unserem Geist, über der in großen Lettern die Worte prangen:

Erkenne dich selbst

gnôthi seautón, γνῶθι σεαυτόν

Wir mögen heute Autos haben, Computer, Facebook und all die Errungenschaften der modernen Welt, doch bei der Lösung unserer Probleme sind wir nicht weiter als die Menschen vor über 2.500 Jahren. Vielleicht waren sie weiter als wir heute? Wer weiß? Immerhin erdachten sie Wege, die bis heute funktionieren – wenn wir sie denn beschreiten. Wir müssen nicht einmal etwas neu erfinden, sondern einfach nur das tun, was bereits seit Jahrtausenden unzählige Male getan wurde:

Blicke nach innen, erkenne, und verändere zuerst im Innen. Sei dir bewusst, das Außen wird folgen.

Jedes weitere Wort dient im Grunde genommen nur der Befriedung des Bedürfnisses nach Beweisen für einen weiterverbreiteten Glaubenssatz: „Es ist so schwer, also muss es auch kompliziert sein“… ist es aber nicht 😉

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DARF ICH DEINEN RUCKSACK TRAGEN?

… zusätzlich zu meinen eigenen – wohlgemerkt. Diese Frage habe ich in meinen Leben allzu oft mit JA beantwortet. Wobei es hier nicht um einen physischen Rucksack geht, sondern vielmehr um jenes Gepäck, das wir alle mit uns rumschleppen in Form von inneren Konflikten, Ängsten jeglicher Art, Frust, Schmerz, Enttäuschungen, ungelösten Lernaufgaben und unbearbeiteter Traumatisierungen … seelischer Ballast, zumeist tief in unserem Unterbewusstsein verborgen, und dennoch so real wie der Laptop, auf dem ich in diesem Augenblick tippe.

Wir alle schultern einen derartigen Rucksack. Manche sind leichter und handlicher, andere prall gefüllt und gefühlt zentnerschwer.

Manche von uns nehmen diesen Rucksack zur Hand, öffnen ihn und stellen sich dem, was sie darin vorfinden. Andere tun so, als würde er nicht existieren. Interessanterweise klagen viele von ihnen über Rückenschmerzen, ganz so, als würden sie tagein tagaus eine unsichtbare Last auf ihren Schultern tragen. Liebe Grüße aus dem Lager der Psychosomatik 😉

Und dann gibt es jene, die in schier bedingungsloser Liebe zu einem anderen sagen: „Darf ich deinen Rucksack tragen?“ Ein Teil von uns – wohlgemerkt in den meisten Fällen nicht unser kognitiver Verstand – kann diese Rucksäcke sehr wohl wahrnehmen. Dieser Teil weiß auch, das wir den Rucksack eines anderen auf unsere Schultern „duplizieren“ können, d.h. wir übernehmen ihn nicht wirklich, sondern laden uns nur dasselbe auf, was der andere bereits trägt. In diesem Sinne wird geteiltes Leid tatsächlich doppeltes Leid. Doch wir ermöglichen es dem anderen dadurch, nicht in seinen eigenen Rucksack zu schauen, sondern auf unser Duplikat – und manchmal führt das dazu, das wir all jene Kritik und Vorwürfe abbekommen, die der andere insgeheim gegen sich selbst richtet, doch da er/sie nicht in den eigenen Rucksack blickt, stehen wir quasi als Stellvertreter für die Ablehnung dessen, was nicht freiwillig bearbeitet wird, zur Verfügung.

Klingt schräg? Oh ja, das ist es in gewisser Weise, aber leider auch sehr weit verbreitet.

Familiensysteme und Beziehungsdynamiken – zwei hoch spannende Themen, die zu ergründen ich nur empfehlen kann. Innerhalb beider nehmen wir unterschiedliche Rollen ein, sind mal Kind, mal Partner*in, mal Elternteil, … doch es kann auch vorkommen, dass wir unsere Rolle wechseln und (zumindest unbewusst) uns so verhalten, als wären wir in einer anderen. Kinder benehmen sich nach dem Wegfall eines Elternteils dem Verbliebenen gegenüber wie ein Ersatzpartner. Söhne spielen gegenüber ihren Müttern den heroischen Beschützer, Töchter kämpfen gegen die vermeintlich „böse Schwiegermutter“. Auch innerhalb einer Partnerschaft kann es zu derartigen Rollenverschiebungen kommen, kann der eine Verhaltensmuster übernehmen und ausleben, die der anderen sich selbst verwehrt. Vielfalt ist hier mehr als ein Schlagwort. Systemische Verstrickungen häufig ein Resultat, das in unseren Alltag hinwirkt und Konsequenzen auslöst, die wir uns nicht oder nur sehr schwer erklären können.

Genug der Theorie. Das Leben verpasste mich auch in diesem Bereich eine interaktive Live-Lernsession. Hier die Kurzfassung davon:

Jahrelang schlug ich mich mit „morgendlichen Depressionen“ rum, mit Stimmungsschwankungen, diffusen körperlichen Schmerzen und surfte regelmäßig an der Grenze zur Überlastung. Zeitgleich schien mein Partner ein Ruhepol emotionaler Stabilität zu sein mit einer gut ausbalancierten Work-Life-Balance. Dann kam Tag X und damit unsere Trennung. Seit ich aus unserem gemeinsamen Umfeld ausgestiegen bin, sind alle oben genannten Symptome plötzlich verschwunden. Einfach so. Es wird noch spannender: Ich fühle mich seither leichter (verliere auch überschüssige Kilos einfach so), lebendiger, habe keine Verdauungsprobleme mehr, kann durchatmen, hartnäckige Verspannungen lösen sich (einfach so) auf. Kurz gesagt: Ich fühle mich wesentlich wohler als früher (in der Beziehung).

Puh, diese Beobachtung musste ich auch erstmal verdauen. Denn daraus ergab sich eine für mich anfangs erschreckende Schlussfolgerung: Konnte es sein, dass ich aus Liebe seinen Rucksack getragen hatte? Aus der Distanz heraus begann ich anders auf meinen Ex-Partner zu blicken, erkannte nun die unterdrückte Aggression in ihm, die aus ungelösten Konflikten seiner Vergangenheit herrührte. Plötzlich fiel ein anderes Licht auf manche meiner Handlungen. Unzählige Male hatte ich mich gefragt, warum ich immer wieder in Verhaltensmuster verfiel, die bei ihm negative Reaktionen mir gegenüber auslösten, obwohl ich über die Zusammenhänge Bescheid wusste. War ich tatsächlich so unfähig, mein Verhalten selbst zu steuern? Oder … tat ich genau das, was zu tun war, damit seine unterdrückte Wut sich auf jemand (mich) entladen konnte?

Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Jahrelang hatte ich bereitwillig seinen Rucksack getragen und ihm damit die Arbeit erspart, hineinzublicken und sich dem zu stellen, was er dort finden würde. Ich fungierte als Ventil, als Projektionsfläche, als Sündenbock – aus falsch verstandener Liebe heraus, wollte ihm den Schmerz der Aufarbeitung ersparen und nahm deshalb den Schmerz auf mich, es für ihn zu tragen. Bis zu dem Tag, an dem ich einfach nicht noch mehr (er)tragen konnte und ging. Ich legte seinen Rucksack ab, wurde frei von dieser Last und die oben beschriebenen Veränderungen setzten ein.

Spätestens hier stellt sich berechtigterweise die Frage: Was wäre gewesen, wenn ich früher gegangen wäre? Oder niemals seinen Rucksack übernommen hätte? Wären wir überhaupt so lange zusammengeblieben? Viele Fragen, auf die es nie eine schlüssige Antwort geben wird. Doch eines ist gewiss: Der Ausstieg aus dieser toxischen gewordenen Beziehungsdynamik war der finale Schritt meines Ausstieges aus der Borderline-Dynamik.

Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich behaupte nicht, mein Ex-Partner und sein Rucksack wären für mein Borderline-Syndrom verantwortlich. Ganz und gar nicht. Ich war schon Borderlinerin lange bevor ich ihn kennenlernte. Doch meine Borderline-bedingte Sucht nach Anerkennung, nach Bestätigung und dem anderen gefallen zu wollen, hat mit Sicherheit ihren Teil dazu beigetragen, das ich einen fremden Rucksack auf meine Schultern hievte, der dort nichts verloren hatte. Viele Jahre tat ich alles, um unsere Beziehung aufrecht zu erhalten – um jeden Preis – auch um den Preis meines eigenen Seelenheils.

Dies heute hier nieder zu schreiben, ist meine Art und Weise, es zu verarbeiten. Ohne Vorwürfe oder Schuldzuweisungen, ohne Bedauern oder Schmerz, mit einem möglichst objektiven Blick (sofern das überhaupt möglich ist) auf das, was geschehen ist, und das, was ich daraus gelernt habe. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit werde ich in der Zukunft einen neuen Partner finden, mich verlieben und eine Beziehung eingehen. Vermutlich wird dieser neue Partner auch einen Rucksack mit sich herumschleppen, wie wir alle es tun. Wie auch immer dieser Rucksack gestaltet sein wird, leicht oder schwer, klein oder groß, es wird sein Rucksack bleiben und ich werde mich hüten, ihn zu tragen, denn ich habe eines aus meiner Vergangenheit gelernt:

Furchtsame Liebe, der es an Vertrauen mangelt, neigt dazu, alles zu tun, um dem anderen zu gefallen, selbst seinen Schmerz zu übernehmen und sich selbst zur Zielscheibe unterdrückter Wut zu machen.

Bedingungslose Liebe, die nichts einfordert, die loslässt und sich über das freut, was zurückkommt, trägt in sich die Kraft, es dem anderen zu überlassen, seinen Rucksack zu tragen in der Gewissheit, dass der andere nur dann daran wachsen und sich weiterentwickeln kann, wenn er diesen Rucksack selbst öffnet und sich dem stellt, was darin verborgen auf ihn wartet. Dies bedeutet auch, den anderen voll und ganz zu respektieren, anstatt sich über ihn zu erheben, denn genau das geschieht, wenn wir ungefragt den Rucksack des anderen schultern. Wir sprechen dem anderen ab, es selbst tun zu können, betrachten uns als stärker, ausdauernder, besser … stellen uns über den anderen. Und so wird das vermeintliche Opfer zum Täter – aber das ist eine andere Geschichte, die ich hier zu gegebener Zeit erzählen werde.

Vereinfacht gesagt: Liebe ist … dem anderen seinen Rucksack selbst tragen zu lassen.

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GEDANKEN ZUM FÜHLEN

Eine liebe Freundin von mir bedenkt mich des Öfteren mit Ratschlägen in der Art von: „Zeig nicht so schnell, was du fühlst. Das macht dich verletzbar.“

Das tut es. In der Tat.

Dennoch – fast mein gesamtes Leben habe ich aus dem Kopf heraus gelebt. Stets hinterfragt, was und wie viel an Emotion ich wann zulassen oder zeigen darf, hab sogar Gefühle im Kopf konstruiert, weil ich irgendwann verlernt hatte, echte Gefühle zu empfinden. Hat mich das vor Verletzungen bewahrt? Leider nein.

Ganz im Gegenteil.

So wie ich das sehe, besteht ein großes Übel, mit dem sich viele von uns heute herumschlafen, oft in dem Mangel offenbarter, aufrichtiger Gefühle. Wir verstecken uns gerne hinter wohl überlegten Worten, die trotzdem missverständlich ankommen, da Begriffsklärungen verabsäumt und vieldeutige Floskeln verwendet werden oder ganz einfach viel um den heißen Brei herumgeredet wird, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Wie fühlt es sich an?

Gefühle sind nie falsch – sie sind stets der Ausdruck dessen, was tief in uns vorgeht. Vielleicht empfinden wir sie manchmal als unpassend oder überzogen, doch wer fällt dieses Urteil? Unser Verstand oder – schlimmer noch – fällen andere das Urteil über uns?

Als Borderlinerin gehöre ich zu jener Gruppe von Personen, die nahezu grenzenlos Fühlen können, quasi ohne Limit, intensiv und mitunter schier überwältigend. Ganz gleich, welche Art von Gefühlen, wobei Ängste in jeder nur erdenklichen Form dominierten. Gefolgt von Minderwertigkeit und einer Menge anderer bedrückender Emotionen. Zwischendurch gab es auch Ausbrüche in die andere, positive Richtung, denn auch das ist möglich. Ich habe diese Gefühlsintensität sehr lange Zeit in mir unterdrückt. Das hat mich krank gemacht, physisch und psychisch. Ein wichtiger Aspekt meiner Heilung war schlicht und einfach: zu dem stehen, was ich fühle und es in meinen Alltag integrieren. Einfach, aber nicht leicht 😉

Der menschliche Verstand ist ein mächtiges Instrument, erwachsen aus der Notwendigkeit des Überlebens heraus, bestimmt er uns heute fast ununterbrochen. Er befähigt uns zu enormen kognitiven Leistungen und erschuf unsere moderne Welt, doch manchmal ist er schlichtweg jener urtümliche Felsbrocken, der uns im Weg liegt und sich keinen Millimeter freiwillig bewegt.

Seit jeher wird der Verstand mit unserem Kopf assoziiert, mit unserem Denken. Unsere Gefühle jedoch reiht man seit langem dem Herzen zu, obwohl das Herz genaugenommen nur ein Muskel, eine Pumpe ist. Wir leben in einer kopflastigen Zeit, in der alles und jeder permanent unter Kontrolle von außen zu stehen scheint. Gefühle werden über die Medien in jede gewünschte Richtung manipuliert, entweder um Kauflüste zu wecken oder Ängste vor Krisen oder Aversionen gegen dies oder das …

Wer zeigt noch authentisch, was er/sie fühlt?

Besagte Freundin vertritt auch eine Ansicht, auf die öfters treffe: „Warte erstmal ab, was die andere Seite (Anm.: In Bezug auf Gefühle) preisgibt, bevor du selbst etwas sagst.“

Tja, und was, wenn beide Seiten so agieren?

Entstehen nicht vieler unserer Missverständnisse, Probleme und Konflikte erst aus diesem „Nicht-Preisgeben“ heraus? Was wäre, wenn wir nicht nur unsere vom Verstand formulierten Beweggründe kommunizieren, sondern auch unsere gefühlten? Die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg geht stark in diese Richtung. Leider ist sie nach meinem Erleben nicht ansatzweise im Alltag der Menschen angekommen. Vielleicht liegt das auch daran, dass es mehr als nur geschickt formulierte Worte braucht, um Gefühle zu offenbaren. Es braucht Vertrauen, Zuversicht, Mut …

Wer seine Gefühle zeigt, wird berührbar und damit verwundbar, legt jenen Schutzschild ab, den der Verstand geschaffen hat.

Wer seine Gefühle verbirgt, unterdrückt oder gar verleugnet, verliert seine Lebendigkeit. Gewiss, man kann aus dem Verstand heraus leben, aber nicht lebendig sein. Dafür braucht es das Herz. Der Verstand findet Gründe, warum jemand an unserer Seite sein sollte und welche Rahmenbedingungen erfüllt sein wollen. Das Herz liebt grundlos und bedingungslos.

Doch wer lebt schon aus dem Herzen heraus?

Vor einigen Jahren noch hätte ich mich wohl dazu gezählt, aber genau das Gegenteil war der Fall. Ich lebte voll und ganz aus dem Verstand heraus. Denken bestimmte meine Welt. Ich dachte, ich würde fühlen – bis zu dem Tag, an dem ich begann, mich ins Fühlen fallen zu lassen. Ein Tor öffnete sich, ich schritt hindurch und wurde wahrhaftig lebendig.

Und nun?

Zurückkehren auf vermeintlich sicheres Terrain? All das aufgeben für taktische Spielchen mit Gefühlen? Abwarten, bis der andere sich offenbart, nur um keine Schwäche zu zeigen? Um cool und überlegen zu wirken? Wie jene Menschen, die sich aus Angst vor Gefühlen hinter einer unsichtbaren Mauer, hinter einem Stacheldraht aus Zynismus und Sarkasmus verschanzen? Oder einen „Regler“ einbauen, der ein „Zuviel“ verhindert?

Danke, aber nein danke.

Ich fühle (ohne Limit) und bin verwundbar (und es kann verdammt weh tun), aber so bin ich nun einmal oder so ist es genau richtig. Vielleicht mache ich mich hin und wieder lächerlich, wenn ich über Gefühle spreche. Vielleicht halten mich manche für schwach. Vielleicht sogar für naiv – oder dumm. Ich für meinen Teil empfinde mich als sehr lebendig, ein denkendes UND fühlendes Wesen, das schlichtweg null Bock darauf hat, sich an die allgemeine „Norm“ in Bezug auf Gefühle anzupassen.

Ich bin, wer ich bin und ich fühle, wie ich fühle.

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GUT ODER SCHLECHT?

Wer von uns stellt sich nicht regelmäßig diese Frage angesichts dessen, was uns im Leben begegnet? Auf manche dieser Fragen finden wir Antworten, an denen wir jahrelang festhalten. Andere scheinen ewig unbeantwortet zu bleiben. Aber – können wir diese Fragen überhaupt beantworten?

Eine Reflexion

Der 11. Juli 2020 – mein persönlicher Tag X, an dem sich mein Leben drastisch verändert. In den ersten Stunden hätte ich die Frage nach „gut oder schlecht“ sicherlich mit „absolute Katastrophe, also schlecht!“ beantwortet. Nur wenige Tage später wäre es „es musste so kommen und ist in Ordnung, deshalb tendenziell gut“ gewesen. Und heute? Mittlerweile bin ich erleichtert über den Tag X, denn er zwang mich sprichwörtlich dazu, meine Augen zu öffnen für das, was ich schon seit längerem ignorierte.  In diesem Sinne: Gut und danke für diesen Tag!

Meine jeweilige Antwort steht also in direktem Zusammenhang mit dem Zeitpunkt, von dem aus ich auf das zugrunde liegende Ereignis blickte. Einfach gesagt: Die Zeit verändert so einiges.

Wer meine Beträge aus den Wochen nach dem Tag X gelesen hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich von Beginn an bewusst vermieden habe, eine Bewertung der Situation in der Art von „gut oder schlecht?“ vorzunehmen und mich mehr darauf konzentrierte, wie es mir dabei ging und welche Veränderungen ich wahrnehmen konnte. Ich wollte den Tag X nicht kategorisieren und ihm damit einen Stempel aufdrücken.

Tag X war ein Tag der Veränderung, aus dem heraus neues entstehen sollte.

Den Boden für dieses neue „Pflänzchen“ (ich amüsiere mich noch immer über die Tatsache, dass zeitgleich ein zuvor ausgesäter Grapefruit-Kern keimte und daraus nun ein Bäumchen bzw. Pflänzchen auf meiner Fensterbank erwächst, quasi als lebendiger Chronometer des Voranschreitens seit Tag X), wollte ich von Beginn an neutral halten. Natürlich hätte ich in Tag X eine Menge Negatives sehen können, mich in Vorwürfen, Schuldzuweisungen, Kränkungen usw. verlieren können – doch ganz ehrlich, was sollte auf diesem vergifteten Misthaufen (und das meine ich wörtlich!) den wachsen?

Stattdessen fokussierte ich mich darauf herauszufinden, wer ich bin, was ich übernommen hatte und wieder loslassen wollte. Nur wer sich selbst kennt und spürt, wird erkennen, wer zu einem passt und wer nicht. Hierbei geht es nicht um „gut oder schlecht?“, sondern einfach nur um „passend oder nicht passend“.

Eine Synthese

Rückblickend stelle ich nun fest, das meine damals angestrebte Neutralität in Bezug auf Tag X (selbstverständlich hat es mich emotional ein paar umgerissen, aber dennoch verlor ich mich weder im Klagen noch im Anklagen) wie eine Weichenstellung fungiert hat und neue, andere Menschen in mein Leben brachte. Was genau genommen auch nicht erstaunlich ist. Gesetz der Anziehung, Spiegelgesetz … mentale Fokussierung auf etwas holt dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in unser Leben – außer wir verweigern die Wahrnehmung dessen, aber das ist eine andere Geschichte.

Mein kognitiver Verstand weiß das alles. Dennoch – es (wieder) einmal zu erleben, noch dazu in diesem Ausmaß, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Es bestärkt mich im Vertrauen auf das Leben und die Wege, die es uns vorgibt. Scheinen sie manchmal unverständlich, sind sie dennoch für uns da. Nehmen wir sie an, werden uns diese Wege weiterbringen. Manchmal sogar weiter, als wir uns zuvor vorstellen konnten.

… und da wären wir wieder bei „gut oder schlecht?“ Die Einstellung, mit der wir uns auf den Weg machen, entscheidet viel darüber, wie wir den Weg erleben, ob als kräftezehrend oder beflügelnd. Mein persönliches Bestreben geht davon, Ereignisse oder Menschen weder als „gut oder schlecht?“ zu beurteilen (was per se eine Anmaßung, weil über den anderen stellen bedeutet), sondern schlicht und einfach in „darf ein Teil meines Lebens werden, sein und bleiben“ oder „darf sich aus meinem Leben verabschieden“. Ich öffne meine Wahrnehmung für möglichst viele Aspekte, versuche das Gesamtbild zu erkennen. Alles im Leben lässt sich auf „gut oder schlecht?“ reduzieren. Manchmal halten wir an diesem Urteil viele Jahre oder gar ein Leben lang fest, verwehren uns selbst die Chance, das verborgene Potenzial zu entdecken.

Krise als Chance – mehr als ein Slogan oder Kalenderblattspruch: Eine innere Haltung, die Wachstum fördert.

Noch so ein Spruch, den vermutlich fast jeder kennt: Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

Wer über diesen Spruch nachdenkt, wird möglicherweise – so wie ich – zu der Einsicht gelangen, dass es dabei nicht um das supertolle ultimative Erlebnis geht, das alles andere toppt. Der schönste Tag des Lebens muss nicht laut, bunt oder spektakulär sein. Es kann ganz einfach auch der Tag sein, an dem sich eine Weiche auftut und das Leben eine neue Richtung einschlägt, so wie es das bei mir tat am 11. Juli 2020 – mein Tag X.

Eine Hypothese

Vielleicht werde ich kurz vor meinem letztem Atemzug sagen, das dies der schönste Tag meines Lebens war, den er war das Tor in jene Zukunft, die ich mir erhofft und von der ich geträumt hatte, die ich aber für schlichtweg unmöglich hielt – bis das Leben mich eines besseren belehrte, auf seine eigene Art und Weise.

Wer bin ich, mir anzumaßen, die Wege des Lebens mit „gut oder schlecht?“ zu bewerten? Ich bin einfach nur dankbar für das, was das Leben mich auf meinem Weg entdecken lässt und überzeugt davon, dass in allem ein Geschenk für mich verborgen ist.

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