Aufstieg des Phönix

Der Mythos des Phönix beschäftigt mich seit meinen Teenager-Tagen … also schon ziemlich lange. Keine Ahnung, wieviele Feuervögel ich im Laufe meines Lebens gezeichnet habe – oder wie oft ich selbst durch die Flammen (der Zerstörung) ging um mich anschließend (neugeboren) daraus zu erheben.

Anfang der 2000er Jahre war ich freiberuflich tätig, unter anderem auch als Kommunikationstrainerin & Coach. In meinem Logo breitete damals der Phönix seine Schwingen aus. Später übernahm ich das Symbol in meinem CV. Auch in JAN/A spielt seine metaphorische Bedeutung eine zentrale Rolle.

Der Phönix ist für mich eine Art Totem geworden, welches die Erneuerung durch Loslassen und damit ein für mich essentielles Programm zur Versöhnung mit meiner Vergangenheit darstellt. Seine Flammen verbrennen den ganzen überflüssigen Ballast, unter dem zum Vorschein kommt, was Alltag und Existenzkämpfe zugedeckt hatten: die Essenz dessen, was ich bin.

Eine, die mit Worten spielt.

Eine, die Botschaften zwischen den Zeilen versteckt.

Eine, die in einen Roman schon mal 120.000 Worte hineinpackt, um die essentielle Botschaft zigfach über die Seiten zu streuen, ganz so wie ein Prisma einen Lichtstrahl in alle Farben des Regenbogens aufsplittet und anschließend aufgefächert in die Welt hinaussendet in seinem farbenprächtigen Lichtspiel.

Die Essenz? Die ließe sich auch einfach in diese 61 Worte fassen …

FÜHLE JETZT

Fühle
mit allen Sinnen
Lebe
im Augenblick
Liebe
von ganzem Herzen
Lächle
wenn’s mal nicht gelingen will

Bedenke
du bist nur ein Mensch
Erkenne
du bist nicht perfekt
Verstehe
genau so war es gedacht
Lächle
über dich selbst

Folge
deinem Herzen
Vertrau
auf dein Gefühl
Glaub
an dich selbst

Lächle
weil das Leben dich umarmt
in diesem Augenblick
JETZT

© Lesley B. Strong

… aber wer könnte sie so einfach annehmen?

Romantischer Drache am Montag Morgen

Ich habe ein intensives Schreibwochenende hinter mir. Das löst einerseits tolle Gefühle wie Zufriedenheit und Freude aus. Ein wenig Stolz ist auch dabei. Gleichzeitig verändert es auch den Blick auf die Vergangenheit. Interessanterweise wird dieser weniger kritisch, mehr versöhnlich. Ganz so, als würde ich mir selbst auf die Schulter klopfen und sagen: „Hey, schau mal, das alles hat es gebraucht, damit du heute tun kannst, was du tust. Gewiss, vieles davon war nicht einfach und manches hättest du dir lieber erspart, aber letztendlich bist du heute hier und es geht dir gut. Nur das zählt.“

Wenn ich dann zwischen nachdenklicher Sentimentalität und einem Hauch von Melancholie taumle, greife ich öfters in die (digitale) Schublade meines Schaffens und grabe etwas Altes aus. Meistens aus dem Jahr 1996. Damals war ich Single und schrieb Gedichte. Sehr romantische Gedichte. Damals war ich verliebt, aber nicht in einen Mann, wie ich mir angestrengt versuchte einzureden, sondern in das Leben. Und in gewisser Weise auch in mich selbst, denn ich war allein, musste mein Fühlen und Denken an niemanden anpassen. Dabei blitzte für einige Zeit durch, was seit Beginn an in mir schlummerte: mein romantischer Drache, wie ich diesen Teil von mir gerne nenne. Der Drache verschwand wieder in der Dunkelheit meines Unterbewusstseins, als ich nicht mehr allein war. Er kehrte erst zurück als ich bereit war, auch an der Seite eines anderen Menschen ich selbst zu sein und nicht länger der Versuch der Verkörperung meiner Annahme dessen, was der andere wohl von mir erwarten würde und akzeptieren könnte …

Mein romantischer Drache kehrte zurück als ich bereit war, ich selbst zu sein.

Hier eine kleine Kostprobe, wie romantisch mein Drache sein kann. Ich finde, das ist ein guter Start in die Woche. Ein wenig Romantik als Gegenpol zu stressigen Montagmorgen-Gedanken. Daran könnte ich mich gewöhnen …

Das Lächeln des Mondes

Hab ich dir je erzählt,
dass der Mond lächelt,
wenn eine Sternschnuppe über den Himmel zieht?

Hab ich dir je erzählt,
dass hinter jedem Spiegel
eine unbekannte Welt auf uns wartet?

Hab ich dir je erzählt,
dass du nur deine Augen schließen musst,
und vor dir liegt das Reich deiner Fantasie,
die Welt am Ende des Regenbogens?

Hab ich dir je erzählt,
dass Gedanken reisen können
wie Vögel im Wind, wie Sonnenstrahlen,
und jeder findet sein Ziel?

Hab ich dir je erzählt,
dass wir frei sind, wenn wir es wirklich wollen,
wenn wir uns über unsere eigenen Grenzen hinweg erheben
um zu sein, was wir schon immer sein wollten?

Hab ich dir je erzählt,
dass wir alle nur kleine Räder sind in der großen Maschine des Lebens,
Sandkörner im Glas der Ewigkeiten, und doch – gäbe es einen von uns nicht,
wäre diese Welt nicht so wie sie ist.

Hab ich dir je erzählt,
dass es einen großen Fluss, einen Strom gibt, der uns alle mit sich führt,
und irgendwann irgendwo an Land spült, für einen kurzen Augenblick,
um uns sofort wieder auf die Reise mitzunehmen,
und oft bleibt uns nur ein Moment,
um aufzusehen,
und zu erkennen,
wo wir sind,
und wer bei uns ist.

Hab ich dir je erzählt,
dass wir Gefährten sind auf der endlosen Reise des Lebens,
vom Anfang aller Dinge bis zum Ende allen Denkens –
und darüber hinaus – verbunden durch das Leben.

Hab ich dir je erzählt,
dass es Zauberei und Magie wirklich gibt,
dass manche sie ganz einfach Liebe nennen,
und genauso wenig erklären können?

Hab ich dir je erzählt,
dass ich dich liebe –
und dass der Mond lächelt,
wenn ich an dich denke?

© Lesley B. Strong

Auf und Ab

Gestern Abend lag ich im Freien und sah der Sonne bei ihrem langsamen Hinübergleiten in die Nacht zu. Meine Gedanken streiften über die Ereignisse dieser Woche. Da war alles dabei. Routine, Langweile, manchmal ein wenig Frust und einmal hat sogar der Drache seinem feurigen Potenzial Luft gemacht. Das mag manche überrascht haben, aber es haben alle überlebt.

Dazwischen unglaublich tolle Momente. Kreativität. Neue Menschen, die meinen Weg kreuzten und einige bleiben vielleicht länger – wer weiß? Überwiegend war das Leben einfach leicht, spielerisch und voller Geborgenheit. So wie in diesem Augenblick.

Auf und Ab? Gewiss. Eine Welle kennt nun einmal Höhen und Tiefen. Das eine gilt es zu durchtauchen, das andere zu genießen.

In dieser Woche begegnete mir einige Male das Thema der „Maske“ und damit verbunden, der Blick hinter selbige. Oder gar diese abzulegen. Ich arbeite daran. Hier so offen über mein Leben zu erzählen mag den Eindruck erwecken, ich hätte das alles bereits vollständig abgeschlossen. Habe ich nicht.

Ich trage noch eine Maske, die mich bedrückt, doch sie abzulegen scheint unendlich schwer. Gerade am Ende dieser Woche, in der das Leben mir ein Geschenk gemacht hat, dessen Bedeutung für mich nicht in Worte zu fassen ist. Ja, mir fehlen auch einmal die passenden Worte. Jene Worte, die beschreiben könnten, wie es sich für mich anfühlt, nach langen, schweren Jahren zu sehen, dass mein Sohn kraftvoller denn je seinen Weg geht in eine Zukunft, die er selbst gestaltet. Ich wünschte, ich könnte ihm das sagen oder zeigen, doch meine Worte ersticken unter der Maske, die mein Herz einsperrt. Hier kann ich davon erzählen, doch in seiner Gegenwart verstumme ich. Am Grund der Welle durchwandere ich dieses Tal nun schon sehr lange, doch ich weiß, bald wird dieses Tal sich öffnen und ich auch ihm sagen können, was ich wirklich fühle.

Zeit für Reflexionen

In den letzten Wochen haben mich äußere Ereignisse – meistens Fragen in Form von Beiträgen in Facebook – immer wieder dazu gebracht, spontan Gedanken in Worte zu gießen, die ich so zuvor nicht gedacht hatte. Jedes Mal lernte ich dabei eine neue Facette meiner Persönlichkeit kennen. Das ist insofern sehr interessant für mich, als ich Anfang des Jahres noch dachte: „Hey, das ist es. Ich hab mich gefunden. Ich weiß wer ich bin.“ Und nun erlebe ich fast täglich, dass ich noch mehr bin, ganz so, als würden dem unfertigen Puzzle meines Wesens laufend Teile hinzugefügt werden.

Hier ein paar dieser Gedanken:

Was bin ich durch meine Feinfühligkeit? Verletzbar. Was wäre ich ohne sie? Unberührbar. Jahrzehntelang wählte ich die schützende Mauer, bis ich sie einriss. Heute tanze ich in der blühenden Wiese, welche die Trümmer mehr und mehr überdeckt. Bald werden sie ganz verschwunden sein. Glück in Verbindung mit Zeit? Glück bedeuten für mich jene Minuten und Stunden im Leben, in denen ich uneingeschränkt ich selbst sein kann. Gleich, ob mit meinem Partner, Familie, Freunden, beim Schreiben …

Glück bedeuten alle jene Zeiten, in denen ich nicht die Maske tragen muss, ohne die der Großteil der Gesellschaft mit mir nicht klar kommen würde, weil nicht akzeptiert wird, was nicht verstanden wird. Jede Sekunde ohne diese Maske ist pures Glück.

Gestern Morgen traf ich beim Laufen über einen Feldweg eine alte Bekannte: die Wegwarte. Wer kennt sie nicht? Sie wächst an jedem Straßenrand, oder wie man bei uns sagt: in jeder Gstettn. Unter minimalistischen Bedingungen und ohne große Sorgfalt oder Pflege bringt sie ihre leuchtend blauen Blüten hervor. Eine Meisterin des „mach das Beste daraus“, robust und durchsetzungsstark. Doch wer sie pflückt wird feststellen, dass sie innerhalb von Minuten verwelkt. So vieles kann sie ertragen und dennoch blühen, doch eine Verletzung von fremder Hand weiht sie dem Untergang. Seit meiner Kindheit fasziniert mich die Wegwarte. Vielleicht weil ich ihr ähnlich bin?

Es heißt, wir befinden uns alle auf einer (spirituellen) Reise. Vielleicht stimmt das, aber wer sagt, dass uns diese Reise ein Ziel im außen hat. Lag das Ziel nicht viel mehr in uns? Was wird geschehen, wenn ich am Ziel angekommen bin? Wenn das Puzzle vollständig ist? Oder ist der Weg das Ziel? So viele Fragen, so viele Gedanken. Ich mach einfach mal Pause und genieße das Leben. #feeltheembraceoflife

Leben!

Die Sonne hat sich längst über den Horizont erhoben, aber die Dunkelheit will nicht weichen – nicht aus meinem Fühlen. Nicht aus meiner Seele? Die Welt rund um mich ist in Ordnung. Ich lege im Bett, werde von dem Mann im Arm gehalten, denn ich liebe und der mich liebt. Ich weiß, dass ich in Sicherheit bin, geborgen und dennoch – die Dunkelheit haftet wie ein Schatten auf mir, ein Schatten, den kein Sonnenlicht zu bannen vermag. Ist das die Wahrheit? Für mich? Oder gibt es eine andere Wahrheit? Was ist Wahrheit überhaupt? Die Tränen, die in meinen Augen brennen? Der Schmerz, der mein Herz zu verschlingen droht? Die Angst, die jedes Wort unterdrückt, das davon erzählen möchte. Die Gewissheit, dass niemand verstehen kann, was die Dunkelheit für mich bedeutet?

Die Dunkelheit. Sie ist eine Heimat, in die ich gestoßen wurde. Hätte ich sie für mich erwählt? Niemals! Und doch kann ich sie nicht loslassen, nicht vollständig ziehen lassen. Halte ich sie? Oder sie mich? Oder sind wir einfach untrennbar verbunden?

Sag mir, Dunkelheit, wer bist du? Was bist du? Was hält dich in meinem Leben? Warum ziehst du nicht weiter? Längst hast du den Schrecken für mich verloren, einzig der Schmerz blieb. Warum lässt du mich nicht zur Ruhe kommen? Was ist in dir? Wie lange habe ich gegen dich gekämpft – erfolglos. Fast magisch bindet es mich an dich, das Unbekannte – oder Vertraute? Vergessene? Was werde ich finden, wenn ich mich in dich fallen lasse?

In die tiefste Dunkelheit will eintauchen, auf den Grund jenes bodenlosen Sees hinabsinken, der meiner Seele gleicht.

Schwerelos im Nichts verweilen.

Fühlen ohne Grenzen, denn wir sind eins, der See und ich.

Verharren in der Ewigkeit des Augenblicks, einem Atemzug, einen Herzschlag.

Meine Gedanken aufgelöst in vollkommener Stille.

Die Augen schließen.

Sehen – was jedem Blick verborgen bleibt

Berühren – was keine Hand je berühren kann

Hören – jene Stimme, die in mir klingt und doch keine Worte kennt

Annehmen – was nicht zu verstehen ist

Fühlen – was du bist, immer warst und immer sein wirst

Meine Zuflucht, in der ich Schutz fand. Jene Heimat, in der das feurige Herz des Dämons leben durfte und bis heute lebt.

Kann ich dich ziehen lassen? Dich verlassen? Will ich es? Was würde ich verlieren? Dich? Mich selbst? Den Schmerz? Ist der Schmerz Teil von dir? Oder von mir? Oder nur eine Illusion, an die mein Geist sich klammert – aus Furcht vor dem, was du bist? Oder ich? Oder dem, was sein könnte?

Ich will nicht mehr kämpfen. Nicht gegen dich. Nicht gegen mich. Ich will leben!

Eine Schwingung durchzieht den See und mich. Musik. Verspielte Töne aus einer anderen Welt, voller Leichtigkeit. Farben gesellen sich zu dem Reigen. Bunt. Vielfältig. Mehr als ein Regenbogen zeigen kann, schillernd wie die Flügel eines Schmetterlings im Sonnenlicht, das mich von innen heraus durchstrahlt. Ein Gefühl, das mich erfasst, geboren in einem feurigen Herzen, das sich entfaltet in der grenzenlosen Freiheit und bedingungslose Umarmung der Dunkelheit.

Der Schmerz wird zu Nebel, der von jenem See emporsteigt, dessen Oberfläche nun wie blaugrüne Seide schimmert. Aus Nebel werden Wolken. Aus Gedanken wird Wind, der die Wolken vertreibt, bis da nur noch das Licht der Sonne am strahlendblauen Himmel ist, das dem See seine Farbe und Tiefe verleiht.

Was wäre das Licht ohne die Dunkelheit? Was die Oberfläche unter die Unendlichkeit darunter?

Kämpfen? Oder umarmen?

Leiden? Oder lieben?

Leben!

Diese „Eigen-Intervention“ habe ich heute Morgen in Echtzeit geschrieben. Ich wusste zu Beginn nur, dass am Ende alles gut sein würde, welchen Weg auch immer meine Worte (und damit mein Ich) wählen würde.

Vielleicht sollte ich aufgrund dessen, was ich weiß und kann, heute so weit sein, dass ich derartige Interventionen nicht brauche. Vielleicht sollte ich längst stabil im Zustand der Symptomfreiheit leben. Tu‘ ich aber nicht. Ich funktioniere weder auf Knopfdruck noch innerhalb der Standardnormen unserer Gesellschaft.

Eine Entscheidung für das eine ist immer auch eine Entscheidung gegen vieles andere. Ich habe mich entscheiden. Für mich – und damit gegen alles, was andere meinen, was und wie ich sein sollte, wie ich zu funktionieren habe oder was richtig und falsch für mich ist.

Ich bin ich!

Memories of Green

1996 war ein Jahr der Veränderungen für mich. Ich war schwanger, Single, und hatte keine Ahnung, wie mein Leben in Zukunft aussehen würde. Aber eines wusste ich mit Gewissheit: es würde weitergehen – irgendwie. Damals schrieb ich an einem Abend folgendes Gedicht, während ich den Song „Memories of Green“ hörte.

Rückblickend würde ich sagen, ich schrieb damals jene Worte, mit denen ich eines Tages auf mein Leben zurückblicken wollte. Ich schrieb nieder, was Jahre später tatsächlich geschehen sollte und auch geschah.
Damals wie heute haben diese Worte für mich eine ganz besondere Bedeutung.
#feeltheembraceoflife

MEMORIES OF GREEN

Ich erinnere mich an ein Lied,
eine Melodie,
eine Nacht.

Ich erinnere mich an einen Blick
ein Lachen
eine Berührung.

Ich erinnere mich an Wärme,
an Zärtlichkeit,
an Geborgenheit.

Ich erinnere mich an Licht,
an sanftes, warmes Licht
und an zwei Körper, zwei Seelen,
die in dieses Licht gingen
und fielen
und fielen
und immer tiefer fielen,
sich auflösten
verschmolzen.

Ich erinnere mich an ein Gefühl,
eine Empfindung,
intensiver, klarer und stärker
als alles andere davor.

Ich erinnere mich an Bilder
und Träume,
an Farben,
an Licht.

Ich erinnere mich an ein Wort
und einen Gedanken,
an Stille.

Ich erinnere mich an eine Bewegung
die zwei Körper, zwei Seelen erfasst
und mit sich fortträgt,
weit, weit weg –
in ein Land,
das keine Zeit kennt,
keinen Anfang und kein Ende.

Ich erinnere mich an Ruhe,
an Zufriedenheit
und Glück.

Ich erinnere mich an alles,
und nichts,
und an Dich.

Ich erinnere mich an Deine Stimme,
deine Augen
und deine Wärme.

Und ich erinnere mich an Liebe.

© Lesley B. Strong

Romantik zwischendurch …

Liebeserklärung der Einen (Borderline) an ihren Dämon (sich selbst)

Was war mein Leben ohne Dich?
… ein Sandkorn im Stundenglas der Ewigkeit, von Tag zu Tag getrieben durch die Ereignisse, ohne zu verweilen, ohne Halt.

Was ist mein Leben ohne Dich?
… eine endlose Suche nach dem, was ich bin.
… die Sehnsucht, unter den Myriaden von leuchtenden Punkten am nächtlichen Sternenhimmel endlich den Einen zu finden – mich.

Doch – war mein Leben je ohne Dich?
… warst Du nicht stets an meiner Seite als die Gewissheit, es gibt irgendwo die Antworten auf all meine Fragen?
… warst Du nicht jener Regentropfen, der in den ruhenden See tief in meiner Seele fiel und mich (an)erkennen ließ, wer ich bin?
… warst Du nicht schon immer jener feurige Funke in meinem Herzen, der bedingungslos liebt, was ich bin?


Könnte ich je lieben ohne Dich?
… das Leben?
… die Menschen?
… mich selbst?


Ich will nie wieder leben ohne Dich,
… will Dich in mir spüren,
… Dich im Licht der Liebe berühren,
… und Dich mit meinem letzten Atemzug in die Ewigkeit entführen.