Brav war gestern

Eine Aussage, die leicht missverstanden werden kann – und auch ein wenig provokativ ist. Was meine ich also damit? Mit „brav“ bezeichne ich den Anpassungsmodus an die Erwartungen meines Umfeldes oder der Gesellschaft allgemein. In diesem Sinne …

… nein, ich bin ganz und gar nicht „brav“.

Genau genommen bin ich das Gegenteil. Dank meiner Diagnose Borderline sollte ich – eigentlich – ein ganz anderes Leben führen und mich anders fühlen als ich es tue. Tue ich aber nicht. Es geht sogar noch schlimmer: ich spreche und schreibe öffentlich darüber, dass ich mich nicht an die „Spielregeln“ halte und den verbrieften Zuschreibungen widerspreche. Anders formuliert: Ich pfeif auf die Klischees.

Nein, ich versinke nicht im Selbstmitleid oder Drama, werfe weder mit Anklagen noch Schuldzuweisungen (immerhin fanden ein paar heftige Ereignisse in meiner Vergangenheit statt) um mich. Und Zuschreibungen, wie ich mich zu fühlen oder zu verhalten habe, weise ich konsequent zurück.

Mal ehrlich, was habe ich davon, wenn ich mich „brav“, also gemäß dem verhalte, was man von einer Borderlinerin erwarten würde? Verbessert sich irgendetwas dadurch? Aus jahrelanger Erfahrung kann sich sagen: NEIN. Sich an die Klischees zu halten, hat mich nicht weitergebracht. Erst der radikale Bruch damit und die Besinnung auf das, was in mir „steckte“, brachte mich auf meinen heutigen Kurs, der einem schwungvollen Tanz zwischen Lebensfreude und Selbstliebe vor der Kulisse eines romantischen Sonnenuntergangs gleicht.

Warum ich dieses Thema heute aufgreife, ist schnell erklärt. In den vergangenen beiden Wochen geisterte so einiges durch meinen Kopf, was ich hier erzählen wollte. Doch ein grippaler Infekt warf mich in die Untätigkeit und damit auch in eine „Meta-Position“, die Ereignisse jener Zeit nochmals aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dabei wurde mir rasch klar, dass es nicht um dies oder jenes ging, sondern ganz einfach um das, was es unter dem Strich für mich ist:

Eine Entscheidung, gegen den Strom der Erwartungshaltungen zu schwimmen und mich damit gleichzeitig in den Strom des Lebens zu fügen.

Seit Monaten beobachte ich intensiv, wie andere Borderliner ihr Leben gestalten. Dabei fällt mir auf, dass vor allem jene einen guten Kurs für sich finden, welche die Verantwortung für sich selbst übernehmen und aktiv nach Lösungen für die Herausforderungen suchen. Auch sie tanzen aus der Reihe, unterwerfen sich nicht dem Schicksal einer Diagnose, die stets nur eine Momentaufnahme sein kann, etwas Veränderliches im Lauf des Lebens.

Ich werde nicht müde zu erwähnen, dass Borderline nicht als Krankheit, sondern als Persönlichkeitsstörung eingestuft wird. Zur Persönlichkeit eines Menschen zählt neben Charakter und Eigenschaften auch das Verhalten. Der Charakter mag statisch sein und Eigenschaften widersprüchlich. Wer ist nicht gerne motiviert bei dem dabei, was Spaß macht, und drückt sich vor dem anderen, was keinen Spaß macht? Jeder von uns – Borderliner oder nicht – ist ein wandelnder Widerspruch. Vielleicht ist es ja doch mehr eine Verhaltungsstörung? Verhalten ist veränderbar. Nicht leicht, wie all jene wissen, die sich schon einmal eine unliebsame Angewohnheit abgewöhnen wollten, aber machbar.

Im Repertoire meiner Verhaltensmuster (oder Programme) sind einige, die alles andere als lebensbejahend und umgänglich sind. Löschen ist schwierig bis unmöglich. Dazu sind wir Menschen einfach zu komplex. Daher rührt wohl die Aussage, Borderline sei unheilbar. Aus diesem Blickwinkel betrachtet stimme ich zu. Was jedoch möglich ist, ist die Erweiterung des Repertoires. Neue Verhaltensmuster, Sub- und Unterprogramme, die davor schützen, in extreme Reaktionen auszubrechen.

Praktisch gesagt: auch ich wache manchmal in einer Depression auf, oder verfalle in Schwarz-Weiß-Denken. Explodiere aus dem Nichts heraus, wenn jemand einen Trigger aktiviert. Mitunter kehrt die Leere zurück, verliere ich den Bezug zu mir selbst.

Heute erkenne ich diese Symptome frühzeitig. Manchmal springen meine „Reboot-Programme“ automatisch an, manchmal starte ich sie bewusst. Die emotionale Achterbahn ist zwar kein Bummelzug geworden (wer will das schon?), aber die Abstürze sind deutlich schwächer und kürzer. Und ganz ehrlich: jeder Mensch hat Stimmungsschwankungen. Manchmal werden sie erst dann zu einem echten Problem, wenn man ein Problem darin sehen will – oder muss, weil es erwartet wird. Womit wir wieder bei den Zuschreibungen und Erwartungshaltungen wären.

Hätte mir jemand diese Aussagen, die ich heute hier tätige, vor einigen Jahren vor meine (Drachen-)Nase gehalten, ich hätte diese Person „gefressen“. Ich suchte nach Anerkennung für meinen Schmerz und mein (Selbstmit-)Leid. Jeder, der mir dies verweigerte, wurde von mir abgestempelt als jemand, der mich nicht verstehen wollte. Heute weiß ich, dass ich diejenige war, die nicht verstanden hat. Falls mich also jemand ob dieser Aussagen „fressen“ möchte, sage ich nur: Viel Spaß. Ich bin möglicherweise schwer verdaulich und unbequem, seit ich mich aus der Opferrolle verabschiedet habe und zur Gestalterin meines (Er-)Lebens wurde.

Ich bin alles andere als brav.

Manchmal falle ich hin (oder zurück in alte Muster), aber das macht nichts, weil ich ganz einfach wieder aufstehe, den Staub von den Klamotten klopfe, mein Krönchen zurechtrücke und weitermache. Wie ein kleines Kind, das gerade gehen lernt. Gewissermaßen lerne ich mit meinen neuen Verhaltensmustern erneut gehen. Und manchmal falle ich dabei hin. So ist das im Leben.

Nicht perfekt. Nicht den Erwartungshaltungen anderer folgend.

Nicht brav.

Brav war gestern.

Heute ist Selbstliebe und Lebensfreude.

Lesley und die Vielfalt

Heute darf ich hier die Jänner-Ausgabe des Magazins Mein Leben Live vorstellen. Ein Magazin zum Mitmachen. Leser/innen gestalten Beiträge für Leser/innen. Auch ich durfte etwas beitragen 🙂

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es geht um … Borderline – und was es noch sein kann.
… und es ist ein weiterer Schritt, um den Klischees in der öffentlichen Wahrnehmung eine Facette hinzuzufügen.

Mehr zu den Inhalten der aktuellen Ausgabe von Mein Leben Live

Buchtrailer

Das Thema mit den Grenzen …

… ist gar nicht so leicht eingrenzen, bzw. abzugrenzen von anderen Herausforderungen, die sich mir als Borderlinerin im Alltag stellen. Da es allerdings in den vergangenen Tagen auf unterschiedliche Weise in meinem Leben präsent war, hier nun der Versuch, das Thema einzugrenzen ohne etwas auszugrenzen.

Meine Grenzen noch außen können nahezu undurchdringlich wie eine Stahlbeton-Wand sein. Oder ein Hauch von nichts wie eine Seifenblase. Je nach Stimmungslage, Belastungs-Level, Setting, involvierten Personen, Tageszeit, Mondstand … variiert die „strukturelle Integrität“ meines unsichtbaren Schutzschildes. Anders formuliert: eine (tendenziell unerfreuliche) Aussage kann mich einmal kalt lassen, ein anderes Mal aufwühlen, verletzen, kränken, meinen Selbstwert untergraben …

Manchmal bewundere ich jene Menschen, die scheinbar nichts aus der Ruhe bringt. Oder verletzt. Oder berührt? Diese Frage stelle ich mir nämlich auch, komme aber stets zu der Erkenntnis, dass ich lieber berührbar (mit der Konsequenz der Verletzlichkeit) bin, als unverwundbar (und damit auch unberührbar).

Berührung – physisch, psychisch und emotional – ist für mich sehr wichtig. Sie ist ein Indikator für Nähe. Und ein Risiko für Verletzung. Zu unterscheiden, wem ich wie viel Nähe (und damit verbunden das Vertrauen, nicht verletzt zu werden) zugestehe, ist für mich häufig ein bewusster Prozess, der mit vielen Überlegungen verbunden ist. Anders gesagt: ich definiere meine Grenzen nach außen zuerst denken, und anschließend fühlend.

Aber es geht nicht nur darum, was ich an mich heranlasse, sondern auch darum, was ich aus mir hinauslasse. Welche Emotionen zeige  ich wann, wo und wem gegenüber? Welche Informationen teile ich mit der Welt da draußen? Ich bin ein ziemlich redseliger Mensch und trage mein Herz auf der Zunge. Welche Risiken birgt das in Zeiten eines „gläsernen, digitalen Menschen“? Und einmal davon abgesehen: was mute ich damit anderen zu? Kann mein Gegenüber aushalten, was ich von mir preisgebe an Informationen, Emotionen usw.? Oder ziehe ich damit den anderen vielleicht in etwas hinein, was diesen überfordert?

Apropos Überforderung. Auch hier gibt es eine Grenze, an der ich (leider viel zu oft) tanze: meine persönliche Belastbarkeitsgrenze. Ich bin zwar kein AKW, das bei einem Stresstest in die Luft fliegt, aber ich bin Borderlinerin. Eine Missachtung der Belastbarkeitsgrenze kann viel Schaden bei mir und anderen anrichten.

Jahrelang habe ich keinen Gedanken an das Thema „Grenzen“ verschwendet. Ich lebte einfach so dahin, stolperte von einer Katastrophe in den nächsten Super-Gau. Meistens fühlte ich mich als „Opfer“ der äußeren Umstände oder involvierten Personen, denen ich die Verantwortung für meinen leidenden Zustand zuschob. Doch im Nachhinein betrachtet, wäre vieles zu verhindern oder abzuschwächen gewesen, wenn ich mehr auf meine Grenzen geachtet hätte; wenn mir bewusst gewesen wäre, das es überhaupt ein Thema ist und nicht alles sich von alleine richtig fügt. Aber die Grenzverletzungen meiner Kindheit hatten meine Wahrnehmung dessen ausgeschalten und das Tor für schmerzhafte Erfahrungen geöffnet. Wie auch immer – das ist vorüber.

Heute widme ich meinen Grenzen viel Aufmerksamkeit und Reflexion. Manche sind nach wie vor gleich einer Stahlbeton-Wand, andere passen sich an die Menschen in meinem Umfeld und die Situationen an. Ich bin mir meiner Hyper-Sensibilität und schier grenzenlosen Emotionalität bewusst, die es achtsam zu schützen gilt, die aber auch eine Intensität an Lebensfreude und Lebendigkeit ermöglichen, die schier grenzenlos sein kann.

Da wären wir wieder beim Thema mit den Grenzen …

Fluch oder Segen? Die Positiven Seiten von Borderline

Vor wenigen Tagen begegnete mir im Netz eine Aussage in der Art von: „Jemand meinte, ich soll mir die positiven Seiten von Borderline anschauen, aber beim besten Willen kann ich nichts Positives an Borderline finden.“

Ich denke, dass viele Menschen – Betroffene oder Angehörige – das auch so sehen. Ich nicht. Ganz und gar nicht.

Zum einen hat für mich alles – wirklich alles – im Leben zwei Seiten, manchmal sogar mehr. Nichts ist nur gut, nichts ist nur schlecht. Zugegeben, manchmal gehört Hardcore-Philosophie dazu, in manchen Ereignissen oder Menschen etwas Positives zu entdecken, doch das liegt hauptsächlich am subjektiven Ego, das es ein wenig zu dämpfen gilt. Sobald mein Blick stärker Richtung Objektivität fokussiert, wird es wesentlich einfacher.

Zum anderen leben wir in einem dualen Universum. Eine Menge kluger Köpfe hat dazu Statements wie folgende postuliert: „Kein Problem kann getrennt von seiner Lösung existieren.“ „Die Bewertung, ob etwas gut oder schlecht für uns ist, wird häufig durch den Lauf der Zeit umgekehrt.“ „Yin und Yang gemeinsam ergeben ein Ganzes.“ „Pol und Gegenpol bedingen einander.“ „Ohne das eine (z.B. Dunkelheit, Nacht, kalt, …) können wir das anderen (z.B. Licht, Tag, warm …) nicht wahrnehmen. Erst anhand der Unterscheidung können wir erkennen.“ Übrigens ergibt sich aus dem Erkennen BEIDER Seiten fast automatisch der Ausstieg aus dem Drama (siehe Beitrag vom 14.01.2020).

Ein Teil von mir stimmte all dem schon vor langer Zeit zu. Ein anderer – mein rechthaberisches, leicht zu kränkendes Ego – fand 1001 Argumente, warum das für mich nicht zutreffen konnte.

Nach vielen Mühen gelang es mir schließlich, mein Ego an die Leine zu legen. Danke an dieser Stelle auch all jenen Menschen, die mich in die Geheimnisse von NLP einweihten. Eine der wichtigsten Fragen, die sie mich lehrten, war jene: Was ist das Gute daran? Oh ja, es gibt in ALLEM etwas Gutes. Es zu entdecken, erfordert mitunter viel Arbeit und die Bereitschaft, „nicht-Recht-haben-zu-wollen.“

Was das Gute an Borderline? Diese Frage habe ich mir aufrichtig gestellt und ehrlich beantwortet. Deshalb gibt es hier und heute eine Liste meiner Big 5 der positiven Seiten meines Borderline-Syndroms.

  1. Emotionalität zum Quadrat: intensives, fast grenzenloses Fühlen – für mich die absolute Nummer 1. Liebe, Geborgenheit, Sex … 😊😊
  2. Theatralik und Dramatik in Reinkultur: lässt sich wunderbar beim Schreiben von hochemotionalen Geschichten ausleben und verleiht den Stories das gewisse Etwas, Kopfkino pur 😊
  3. Bewusste Abgrenzung statt unbewusster Abschottung: durchlässig sein für das, was von anderen kommt. Eine besondere Art von Empathie, die bis in die körperliche Wahrnehmung des anderen reicht.
  4. Hyper-Sensibilität: kleinste Veränderung in Stimmungen anderer, in deren Wortstellungen in Sätzen oder Gesprächen wahrnehmen können. Manche meinen, ich könnte Gedanken lesen, was natürlich Blödsinn ist. Sind die Antennen ausgerichtet und der 6. Sinn aktiviert, werden die Menschen transparent.
  5. Rollenverständnis und Positionswechsel: da ich die Welt lange nicht von meinen eigenen (weil nicht vorhanden) Standpunkt aus wahrnehmen konnte, lernte ich, sie aus der Sicht der anderen zu sehen. Eine Fähigkeit, die insbesondere bei Konflikten sehr hilfreich ist, weil sie hilft, nachzuvollziehen, was andere zu ihren Handlungen motiviert. Ich kann verstehen, ohne zustimmen zu müssen.

Für mich ist meine Borderline-Persönlichkeit ein Potenzial, aber kein Problem. Und schon gar keine Krankheit. Sie befähigt mich zu einem Leben mit intensiven Wahrnehmungen und Gefühlen, voller Fantasie und Träume.

Natürlich liegt eine gewisse Herausforderung darin, mit solch einer Persönlichkeit inmitten einer Gesellschaft zu leben, die dafür wenig Verständnis aufbringt und „psychische Erkrankungen“ pauschal vorverurteilt. Intoleranz und Ignoranz sind wie Dornen, und manchmal brauche ich ein sehr dickes Fell, um nicht mein Gleichgewicht zu verlieren.

Aber hey, wer behauptet, das Leben sei ein Spaziergang? Für mich ist es mehr wie eine Wanderung über Berge und durch Täler bei jedem Wind und Wetter rund ums Jahr. Manchmal regnet es, ein anderes Mal scheint die Sonne. Man weiß nie, was hinter dem nächsten Hügel wartet. Nur eines ist gewiss: es hat auf jeden Fall mindestens zwei Seiten.

Fluch oder Segen?

Eigentlich egal, ich mach einfach das Beste draus 😉

Mach kein Drama draus …

… diese Aufforderung begegnete mir sehr oft in meinem Leben. Wie ich in den letzten Monaten feststellen durfte, gehört Drama wohl untrennbar zur Borderline-Thematik. Genauer gesagt: die Drama-Dynamik oder das Drama-Dreieck bestehend aus Täter, Opfer und Retter. Es gibt viel Literatur darüber, beginnend bei Stephen Karpman und der Transaktionsanalyse https://de.wikipedia.org/wiki/Dramadreieck und allen, die danach folgten.

Vor Jahren habe ich als Trainerin zweitätige Workshops dazu abgehalten, und dabei nur an der Oberfläche dessen gekratzt, was sich in der Tiefe der Drama-Dynamik verbergen kann. Ich denke, ich werde mein Wissen und meine Erfahrungen diesbezüglich ausführlich in einem meiner bereits geplanten künftigen Bücher (vermutlich in RE/CONNECTED) verarbeiten. Da jedoch das Thema derzeit in meinem Leben dauerpräsent ist, möchte ich heute eine Facette der Drama-Dynamik schildern, die nur wenigen bewusst ist.

Täter, Opfer und Retter … man sollte meinen, es braucht drei Personen für dieses „Spiel“, wie es gerne von Experten genannt wird. Wobei, dieses „Spiel“ macht selten Spaß, vielmehr ist es eine destruktive Abwärtsspirale, die Leid und Schmerz mit sich bringt. Dieses „Spiel“ können auch zwei miteinander spielen, auch Personengruppen, oder eine Person mit sich selbst. In diesem Fall intrapersonelle Drama-Dynamik genannt, fungieren einzelne Persönlichkeitsanteile wie Personen. Schieben wir die abstrakte Theorie beiseite, ergibt sich folgender beispielhafter innerer Monolog:

„Mein Leben ist sch… So sehr ich mich auch bemühe, die Krankheit (Anm.: Borderline) macht es unmöglich, dass es mir gut geht. Ich füge anderen und mir selbst Schmerz zu, daran ist nichts zu ändern“ … so klagte mein inneres Opfer.

„Aber ich gebe nicht auf, ich kämpfe weiter, ich will und werde es schaffen. Andere haben es auch geschafft. Es muss doch auch für mich möglich sein. Ich muss nur an mich glauben, das wird schon“ … ermutigte mich mein innerer Retter.

„Auch wenn es absolut nicht fair ist. Warum ich? Womit habe ich das verdient? Andere haben mir das angetan (Anm.: frühkindliche Traumatisierung) und kommen ungeschoren damit davon, während ich bis heute darunter leide. Ich wünschte, ich könnte sie in die Verantwortung holen, sie spüren lassen, was sie angerichtet haben“ … forderte mein innerer Täter mit wütender Stimme und einer gewissen Aggressionsbereitschaft den Ausgleich ein … „ihnen das zurückgeben, was sie auf mich abgeladen haben.“

„Doch es ist unmöglich, nicht zu ändern. Es liegt an mir, all dies zu ertragen, all dies auszuhalten, nicht zu verzweifeln angesichts der Aussichtslosigkeit“ … und wieder zurück in der leidvollen Opferrolle.

Dies ist nur eine Schleife durch die Drama-Dynamik. Ein innerer Monolog, durchlaufen in wenigen Minuten, der sich wieder und wieder holen kann. Vielleicht kommen dir Sätze wie diese bekannt vor? Ja, das ist der Einstieg ins Drama, wie es innerhalb einer Person ablaufen kann. Von Runde zu Runde verstärkt sich die Dynamik, werden die Argumente schärfer und die Emotionen schmerzhafter. Das Absurde daran: meistens entsprechen diese Gedanken und Worte nicht der Realität, sondern nur der subjektiven Wahrnehmung, verfälscht durch innere, von der Vergangenheit geprägt Bilder … oder anders gesagt: Das Drama hat keinen realen Hintergrund! Umso erschreckender sind die fatalen Auswirkungen, die auf drama-gesteuerte Handlungen folgen können.

Der Ausstieg aus der Abwärtsspirale ist schwierig, aber nicht unmöglich. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist aus meiner Sicht das Erkennen, was gerade läuft: Drama! Und die Ehrlichkeit, sich das auch einzugestehen. Drama ist im Grunde ziemlich einfach zu erkennen: sobald man für sich nur mehr eine Handlungsoption sieht, beginnt das Spiel. Wäre diese eine Handlungsoption mit erfreulichen Ereignissen oder Gefühlen verbunden, wäre es kein Drama. Es geht darum, einer Handlung ausgeliefert zu sein, sich nicht dagegen wehren zu können, fremdbestimmt zu sein und sich fremdgesteuert zu fühlen bei etwas, dass sich gegen die eigenen Vorstellungen richtet, von unerwünscht bis unangenehm und schmerzhaft wahrgenommen wird. Es geht darum, in einem Verhaltensmuster gefangen zu sein, sehenden Auges auf einen Abgrund zuzusteuern und nichts dagegen tun zu können.

„Man möchte ja gerne anders, aber es geht nicht, weil man keine Wahl hat.“

Genau darin liegt der Irrtum. Man – oder besser: jeder von uns – hat immer die Wahl, etwas zu tun, oder nicht. Oder etwas anderes zu tun. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten!

Der Ausstieg aus dem Drama oder die Umkehrung der Drama-Dynamik bedeutet, seine eigenen vielfältigen Handlungsoptionen erkennen und umsetzen zu können.

In diesem einen Satz steckt der Schlüssel zu einem Geheimnis, für das ich Jahre benötigte, um es nicht nur theoretisch zu lüften, sondern praktisch anwenden zu können. Die allgemeinen Grundlagen mögen dieselben sein, der individuelle Weg wird sich vermutlich auch bei der Drama-Dynamik unterscheiden. Was rein rational schnell nachvollziehbar und logisch erscheint, stellte für mich als Borderlinerin auf der emotionalen Ebene eine Herausforderung dar, die es zu meistern galt: das unbewusste Verlangen danach, Theatralik (und damit Drama) auszuleben!

Es war schon ein ganz besonderes Aha-Erlebnis, sehenden Auges zu beobachten, wie meine Drama-Energie sich in leidenschaftlich ausgefochtenen Diskussionen austobte, während mein Verstand längst über die Absurdität meiner Argumentation den Kopf schüttelte. Ja, Drama ist schon ein ganz spezielles Thema, das Stoff für dutzende Buchseiten (oder Bücher?) liefern kann.

Für heute nur so viel: die Drama-Dynamik ist definitiv umkehrbar, und dieser Prozess nimmt der Borderline-Thematik viel Wind aus den Segeln. Mein Leben und meine Emotionen wurden ausgeglichener, umso öfter ich das Ruder umlegte und kein Drama draus machte.

Quo vadis? … mein Status Quo Jänner 2020

Wer diesem Blog seit Juli 2019 folgt, kennt einen Teil meiner Geschichte und meine Vision, diese Welt ein klein wenig zu verändern. Ab und an frage ich mich selbst, ob das nur leere Worte meinerseits sind, mit denen ich mir selbst Mut zu spreche. Oder eine unrealistische Illusion? Ein Wunschtraum? Wo stehe ich damit?

Zeit für eine Zwischenbilanz. Wo starte ich also am Beginn von 2020?

Als Autorin finalisiere ich aktuell den 2. Teil von „JAN/A – Eine [nicht] ganz alltägliche Liebesgeschichte“, und mein Ist-mir-zwischen-durch-passiert-Buchprojekt „EMBRACE“. Zwar hinke ich ein klein wenig hinter meinem eigenen Zeitplan, aber hey – EMBRACE war eigentlich nicht geplant. Trotzdem – oder gerade deshalb – bereitet es mir sehr viel Freude, Geschichten, Gedichte und Texte zusammenzustellen, die in mir das Gefühl „vom Leben umarmt zu werden“ auslösen. Das wird ein Buch wie eine Schmusedecke inklusive heißer Schokolade an einem verregneten Sonntagnachmittag. Und es wird zeigen, welch vielfältige tiefen Emotionen ich trotz (oder aufgrund?) meines Borderline-Syndroms empfinden kann.

Zwischendurch ergeben hat sich auch eine intensive Zusammenarbeit mit dem Magazin „Mein Leben Live – Entdecke die Vielfalt“. In der Jänner-Ausgabe wird ein Artikel von mir zum Thema Borderline unter Titel „Mit Romantik aus der Krise?“ erscheinen, sowie eine Kurzgeschichte in der Wohlfühl-Oase des Magazins. Seit kurzem gehöre ich zum Team der Gastautoren von „Mein Leben Live“ und bin Administratorin der angeschlossenen Facebook-Gruppe, werde die Vielfalt mit meinem Input und meinem Borderline-Blickwinkel ergänzen.

Ebenfalls „passiert“, weil zufällig gefunden, ist mir www.story.one Kurzgeschichten mit maximal 2.500 Zeichen erzählen – welch eine Herausforderung! … für eine langatmige Erzählerin wie mich 😉 Es macht richtig Spaß, mich dieser Challenge zu stellen und auf das Wesentliche einer Story zu fokussieren. Hier kannst du mitlesen

Dann wäre da noch das „Geheimprojekt“, über das ich zu diesem Zeitpunkt leider noch nichts berichten darf, bzw. nur dann, wenn sich dieser Beitrag nach dem Lesen innerhalb von 5 Sekunden automatisch zerstört. Nein, dies lassen wir lieber bleiben. Geduld ist eine Tugend – leider nicht meine Stärke 😉

Ich bin also fleißig am Schreiben, und alles, was ich schreibe, kreist um ein zentrales Thema, beleuchtet es aus verschiedenen Blickwinkeln und verarbeitet es mit unterschiedlichen Methoden und Stilrichtungen: Borderline … und was es noch sein kann. Wie kann Leben mit etwas gelingen, dass so schwer zu erfassen, zu erklären, zu verstehen ist?

Dabei stelle ich mir selbst folgende Fragen:

  • Wie mit Emotionen zurechtkommen, die so heftig sind, dass es sich manchmal anfühlt, als würde ich von einer Dampfwalze überrollt, von einer Lokomotive mitgerissen und über eine Achterbahn gezerrt, scheinbar ohne Bremse und Steuer?
  • Wie jene Phasen aushalten, in denen mich eine grenzenlose innere Leere zu beherrschen scheint, meine eigene Lebendigkeit mir zwar im Verstand bewusst, jedoch im Fühlen abhanden gekommen ist?
  • Wie Verständnis für jene Instabilität aufbringen, die mein Umfeld mitunter verzweifeln lässt?
  • Wie auf die eigenen (Belastungs-)Grenzen achten und das dauerhafte eigene Wohlbefinden vor das kurzfristige Zuckerl „Anerkennung durch andere“ stellen?
  • Wie beim Blick auf die Welt dem Schwarz-Weiß-Denken entkommen und die bunte Vielfalt an Möglichkeiten – auch für mich selbst – sehen können?
  • Wie der unerklärlichen Sehnsucht nach Schmerz wiederstehen, in dem Wissen, dass dies nur ein Umweg zum eigentlichen Ziel ist: zu dem Wohlgefühl, das jene Botenstoffe im Gehirn auslösen, die nach großem Schmerz den Körper fluten? Wie also den direkten Weg zum Wohlgefühl einschlagen?
  • Wie den „Drachen“ und seine feurigen Ausbrüche im Zaum halten?
  • Wie jeden Morgen aufs Neue in den Spiegel blicken mit all den Erinnerungen an die Vergangenheit?
  • Wie im Hier und Jetzt bleiben?
  • Wie ich selbst bleiben?

Von allem, was ich in über 30 Jahren ausprobiert habe, funktioniert für mich Schreiben immer noch am besten. Es hat mich weitergebracht als alles andere, und scheint aus heutiger Sicht auch nachhaltig auf mich zu wirken. Schreiben hat mein Leben verändert. Ich erzähle meine Geschichte für andere und für mich selbst auf vielfältige Art und Weise. Manchmal auf diese …

Ich nutze bewusst zahlreiche Techniken aus dem Mentaltraining und NLP (z.B. Dissoziation, Reframing, VAKOG-Sprache, Milton Patterns, Umkehrung der Drama-Dynamik, Anker-Techniken, Modelling Prozesse …) und habe für mich selbst damit ein Programm geschrieben, dass Trigger im Alltag zum Teil neutralisiert hat, zum anderen Teil Verhaltensmuster kreiert hat, welche die durch Trigger aktivierten Borderline-Dynamiken ausgleichen.

… und manchmal auf eine andere. Eine Art und Weise, wie es auch das innere Kind in mir, das mit 3 ½ Jahren aus der Umarmung des Lebens gestoßen wurde, verstehen kann, in dem ich jene Sprache verwende, die auch ein kleines Kind versteht, abseits von Fachtermini und rationaler Logik: Die bildhafte Sprache von Märchen, voller Archetypen und Symbole …

Wenn sich die Dunkelheit über den Horizont erhebt, eisige Kälte und das Gefühl erdrückender Einsamkeit den Drachen (Jan) umfangen; wenn der Schmerz in seinem Herzen schier unerträglich wird, während er verzweifelt gegen die Sturz zurück in jenen Kerker der Dunkelheit ankämpft und sein eigenes Feuer ihn dabei zu verschlingen droht, dann eilt ihm ein Phönix (Jana) zu Hilfe. Schützend legt sie ihre Arme um seinen Körper, breitet ihre mächtigen Schwingen aus und steigt gemeinsam mit ihm aus den Flammen empor, nimmt den gefallenen Drachen und sein liebendes Herz mit sich zurück in ihre Welt aus Licht und Liebe. Verbunden durch bedingungslose Liebe und grenzenloses Vertrauen folgen sie ihrem gemeinsamen Weg. Er atmet ein, und sie aus. Ein Herzschlag, ein Sein – eins. Ich.

Manche mögen es romantischen Unfug nennen, aber für mich funktionieren diese Bilder innerhalb von Minuten und holen mich zurück auf meinen selbst gewählten Kurs.

Man kann darüber streiten, was Medizin ist und was nicht. Früher habe ich öfters gesagt: „Wenn es dir hilft, dass jemand mit einer Feder in der Hand um dich herumtanzt, dann ist das deine Medizin und sie hat ihre Berechtigung“.  Nun, es gibt heute fundierte Fachliteratur über die Wirkung von Placebos, die dies untermauern. Aus meiner Sicht verwende ich für mich – das muss ich jetzt mal so sagen – ein geniales Placebo. Es macht Spaß. Löst angenehme Gefühle aus. Kennt keinen Gewöhnungseffekt. Ist frei von (negativen) Nebenwirkungen – abgesehen davon, dass mich jemand eine Spinnerin nennen könnte. Das halte ich aus 😉

Ich schreibe über mein Leben mit Borderline in all seinen Facetten. Manchmal schildere ich dabei schmerzhafte Emotionen und dunkle Momente, doch ich werde meine Geschichten niemals darin enden lassen und immer bis zu einem Happy End weiterschreiben. Schließlich geht’s um mein Leben (Achtung: doppeldeutig) und ich steh‘ nun mal auf ein Happy End 😉

Wie Leben mit Borderline gelingen kann …

Es gibt nicht DEN EINEN Weg für alle, aber es gibt für alle EINEN (individuellen) Weg. Davon bin ich hundertprozentig überzeugt und darüber möchte ich heute berichten.

Um Missverständnisse zu vermeiden, zu Beginn dieses Beitrags ein paar eindeutige Worte: Im Folgenden schildere ich meine individuelle Meinung zum Thema Borderline sowie meine persönliche Erfahrung als Betroffene bzw. Angehörige eines Betroffenen.  Ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder berufe mich auf wissenschaftliche Studien. Ich erzähle einfach nur, was ich selbst erlebt habe: meine Geschichte #Borderline

In vielen Quellen wird Borderline nicht als organische Krankheit, sondern als Persönlichkeitsstörung bezeichnet. Also etwas, dass in meinem „Kopf“ existiert. Rückblickend betrachtet kann ich mich glücklich wähnen, dass mein Borderline-Syndrom erst erkannt wurde, als ich bereits über 40 Jahre alt war und einige sehr hilfreiche Erfahrungen gesammelt hatte. Zwar war mein Leben vor der Diagnose alles andere als einfach, glich einer emotionalen Achterbahnfahrt mit vielen Stationen der Zerstörung. Dennoch ging ich nie davon aus, ein „unheilbarer“ Fall zu sein (weil ich ja keine entsprechende Diagnose hatte), weshalb ich ständig auf der Suche nach Antworten und Lösungen für meine Probleme war. In mir lebte die Überzeugung, dass es für mich einen Weg zu einem harmonischen, erfolgreichen und glücklichen Leben gäbe.

Ich bin stur. Ich suchte konsequent, schlug etliche Umwege ein, steckte in manchen Sackgassen fast, aber ich gab nicht auf. Jeder meiner (Um-)Wege lehrte mich auch etwas und brachte mich ein Stück weiter. Die Reihenfolge war vielleicht etwas suboptimal, aber nachdem es letztendlich doch funktioniert hat, nehme ich es mit Humor, dass es vielleicht etwas schneller hätte funktionieren können, wenn …

Die Stationen auf meinem Weg waren vielfältig:

#Psychologie ließ mich hinter den Spiegel blicken.

#Philosophie half mir, die Dinge zu reflektieren und zu relativieren.

#Mentaltraining richtete meine Gedanken neu aus und war die Basis für jegliche Verhaltensveränderung.

#NLP lehrte mich Reframing, Modelling Prozesse, Change History, Sprachmuster erkennen und nutzen, den Einsatz von Trancen, Anker-Techniken und noch ein paar hilfreicher Tools

#Sport half beim Körpergefühl.

#Ernährung sorgte für Wohlbefinden.

#Energetik reaktivierte meine feine Sinneswahrnehmung.

All das in Kombination schuf die Basis für das, was im Oktober 2017 zu meiner „Transformation“ führte. Ich entfesselte mein (unterdrücktes) Potenzial (das sich in allen destruktiven Borderline-Symptomen zeigte) und schuf einen Bereich in meinen Leben, in dem es uneingeschränkt wirken konnten – konstruktiv und schöpferisch): JAN/A. Wie der Phönix aus der Asche entstieg ich als Autorin meinem selbstgeschaffenen (zur Erinnerung: Borderline sitzt im Kopf!) Fegefeuer aus Ablehnung, Angst, Zweifel, Wut, Zerstörung …

Lesley B. Strong betrat die Bühne dieser Welt. Oder besser gesagt: jenen Platz in dieser Welt, an dem meine schier grenzenlose Emotionalität und mein Hang zur Theatralik kein Hindernis, sondern ein Talent darstellen.

Heute bin ich 50 Jahre alt, lebe seit 23 Jahren in einer Patchwork-Familie. Die Beziehung zu meinem Partner ist harmonischer und liebevoller denn ja. Mein Sohn steht mit beiden Beinen (trotz Diagnose) im Leben. Beruflich schaukelte ich als Projektleiterin im Sozialbereich so manche Krisen, greife dafür auf meine Erfahrungen als NLP-Trainerin & Coach zurück. Meine große Leidenschaft gilt dem Erzählen von Geschichten. Als Autorin & Bloggerin lebe ich mein ganzes Potenzial uneingeschränkt aus. 2020 werde ich auch vermehrt wieder als Speaker auftreten.

Warum ich das alles erzähle?

Weil du vielleicht so bist wie ich. Wenn mir jemand erzählen will, wie es funktionieren könnte, dann hinterfrage ich zuerst, ob die Person überhaupt eine Ahnung davon hat oder nur theoretisiert. Bei Mathe mag Theorie ja wunderbar sein, bei Lebensstrategien finde ich praktische Erfahrung besser.

Wenn ich sage, dass ich überzeugt davon bin, dass es für jeden einen Weg gibt, dann entspringt das nicht einem „Think pink“-Denken; alles wird gut; jeder und jede kann Primaballerina werden, wenn nur der Wille da ist. Ganz und gar nicht. Ich betrachte positives Denken mit Vorsicht. Es kann nämlich auch ordentlich an der Realität vorbei schauen lassen.

Man kann sehr lange darüber debattieren, ob Borderline nun heilbar ist oder nicht. Oder ab wann es als geheilt eingestuft werden kann. Wann Verhaltensmuster der Norm entsprechen und damit als normal gelten, und wann als gestört. Noch viel länger kann man nach einem allgemeingültigen Weg forschen, der für alle Borderliner gangbar ist.

Für mich zählt der Nutzen in der Praxis. Was hilft mir, mit mir selbst und meinem Umfeld geht zurecht zu kommen, mich selbst als die anzunehmen und zu lieben, denn dann werde ich auch mit anderen Menschen gut zurecht kommen und daraus wird – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit – ein erfülltes, zufriedenes Lebens resultieren. Und darum geht es meiner Meinung.

Mein Weg war und ist kunterbunt und chaotisch, mitunter mehr dem Zufall geschuldet als geplant, aber er hat funktioniert. Vielleicht auch deshalb, weil ich nie aufgegeben habe und immer daran geglaubt habe, dass es möglich ist.

Und genau deshalb schreibe ich diese Zeilen: um anderen zu zeigen, dass es möglich ist und sie zu ermutigen, an sich selbst zu glauben, den eigenen Weg zu gehen, denn es gibt ihn, davon bin ich 100% überzeugt.