DAS GUTE AN 2020 – ZEIT, DEN BLICKWINKEL ZU ERWEITERN

Am 07. Jänner 2020 postete ich einen Beitrag mit dem Titel „Quo vadis“. Damals war dieses Jahr noch jung und unschuldig, noch frei von Krisen und Umbrüchen – zumindest für mich. Die letzten Zeilen des damaligen Beitrags waren folgende:

„Ich schreibe über mein Leben mit Borderline in all seinen Facetten. Manchmal schildere ich dabei schmerzhafte Emotionen und dunkle Momente, doch ich werde meine Geschichten niemals darin enden lassen und immer bis zu einem Happy End weiterschreiben. Schließlich geht’s um mein Leben (Achtung: doppeldeutig) und ich steh‘ nun mal auf ein Happy End

Ein Happy End? 2020? Die Liste der Ereignisse dieses Jahres (Corona, Beziehungs-Aus, Umzug, Unfall, Verlust, seit Sommer beruflich ständig am Limit der Überlastung, Terror …) scheint das mehr denn je ad absurdum zu führen. Für mich und viele andere Menschen auch. Und doch …

… gestern erhielt ich ein Bild von einer ganz besonderen Person in meinem Leben (siehe Titelbild), welches mich spontan zu einer Reflexion verleitete, die mit diesen Gedanken begann:

„Nähe hat nichts mit räumlicher Entfernung zu tun. Wie oft wird das missverstanden. Wie oft kleben wir auf anderen ohne echte Nähe … oder gar Verbundenheit.

Ich meine nicht Bindung, nicht die Fessel aus Bedingungen und deren Erfüllung.

Verbundenheit gleicht einem Schwarm Vögel, die perfekt synchron in den Himmel aufsteigen und in dem doch jeder für sich frei ist.

Verbundenheit ist immun gegen den Verschleiß, den Kilometer an Bindungen anrichten.

Nähe kann räumlich betrachtet werden – oder als eine Entscheidung des Herzens.

Es heißt: Gib frei, was du liebst. Kehrt es (sie/er) zu dir zurück, dann hat es (sie/er) sich entscheiden, bei dir zu bleiben.

Das Jahr 2020 hat vielen von uns einiges genommen, loslassen quasi von uns erzwungen. Es ist an der Zeit innezuhalten und wahrzunehmen, was blieb … oder neu zu uns kam.“

Die perfekte Einleitung für ein „Best of 2020“. Etwas verfrüht, zugegeben, immerhin haben wir erst November, aber nicht der Tag im Kalender bestimmt für mich den richtigen Zeitpunkt, sondern die Stimmung, in der ich mich befinde. Wenn die Belastungen rundum zu viel werden, hilft ein Blick auf die positiven Aspekte, um wieder zu spüren, dass mein Leben trotz all dem Irrsinn, der teilweise geschieht, dennoch in Ordnung ist.

Hier also mein Best of 2020. Die Reihung entspricht nicht einer Wertung, denn ich will nicht bewerten, was auf dieser Liste mehr und was weniger gut oder wichtig war. Alles auf dieser Liste war und ist wertvoll für mich, aber da ich kein Kreisformat erstellen kann, wird es eine Aufzählung 😉

  • 2020 ist mein Jahr der Freiheit, in dem ich mich aus zahlreichen Verstrickungen befreit habe und unabhängig wurde, im Denken, im Fühlen, im Sein.
  • 2020 ist mein Jahr der Leichtigkeit, in dem ich erkannte, wie einfach ich mein Leben halten und gleichzeitig dabei glücklich sein kann.
  • 2020 ist mein Jahr des Entdeckens, in dem ich vieles für mich (wieder)fand, dass ich zuvor kaum für möglich gehalten hatte.
  • 2020 ist mein Jahr des Neubeginns, in jeder Art und Weise: neuer Lebensraum, neue Lebensweise, neue Beziehungen … und ja, auch mein Herz fand einen neuen Hafen.
  • 2020 ist mein Jahr der Kraft, in dem mir bewusst wurde, das viel mehr Kraft in mir steckt, als ich bislang vermutet hatte. Mehr noch, dass Verletzlichkeit kein Zeichen von Schwäche darstellt, sondern eine Konsequenz von Berührbarkeit ist.
  • 2020 ist mein Jahr des positiven Feedbacks von vielen Seiten. Sei es als Autorin, die erleben durfte und darf, dass meine Geschichten nicht nur mein Leben in neue, lebensbejahende Bahnen lenken. Sei es als Coach, die manche auf neuen Wegen begleiten darf. Sei es als Mensch, geliebt und geschätzt um meiner selbst willen.

Es wäre einseitig zu behaupten, 2020 sei ein Jahr der Katastrophen und Krisen. Diese gab und gibt es, gewiss, aber es gab und gibt darüber hinaus noch mehr, und es ist enorm wichtig, sich das immer wieder bewusst zu machen, um in Ausgeglichenheit in der Gegenwart zu stehen und mit Zuversicht Richtung Zukunft zu blicken. Nicht ausblenden, was da ist. Ich halte wenig vom „Schönzeichnen“ der Ereignisse, doch die Realität ist divers. Es gibt viele Aspekte, negative UND positive. Erstere machen sich lautstark in den Medien breit, letztere sind oftmals stiller, weshalb sie nicht so leicht ins Auge springen, doch sie sind da!

2020 ist ein Jahr der Veränderung.

Das kann wohl niemand abstreiten. Vielleicht wird die Welt nach 2020 nie wieder so sein wie zuvor, aber war sie das je? Ist der Wandel nicht seit jeher das einzige Fixum in dieser Welt? Warum also fürchten wir ihn so sehr? Vielleicht weil so viel auf einmal und in kurzer Zeit geschieht? Vielleicht haben wir uns auch nur zu lange dagegen gewehrt, die Veränderung zu verhindern versucht, bis sie sich nun durchsetzt, gleich einem Dammbruch, der all die angestaute Energie (des Wandels) auf einmal freisetzt.

Ohne manche schmerzlichen Ereignisse von 2020 wären manche erfreulichen Ereignisse nicht möglich gewesen.

Manchmal hilft es, nicht auf ein singuläres Ereignis zu blicken, sondern es im größeren Zusammenhang zu sehen, räumlich und zeitlich.

Oder einen Standpunkt jenseits des subjektiven Gut-Schlecht-Denkens einzunehmen, also nicht Advokat der Menschheit zu spielen, sondern die Ereignisse zum globalen Zusammenhang des Organismus Planet Erde zu betrachten. Da gibt es eine Gruppe, genannt Menschen, die sich selbst sehr wichtig nimmt und alles nur erdenklich unternimmt, um von einem beinahe unsichtbaren Virus nicht in ihrer Zahl erheblich dezimiert zu werden, während diese Gruppe gleichzeitig viele anderen Gruppen von Lebensformen im gemeinsamen Lebensraum drastisch reduziert – bis hin zur völligen Ausrottung. Stellt man die Menschheit nicht in den Mittelpunkt der Betrachtung, verändert sich das Bild. Auch auf 2020. Selten zuvor habe ich den Himmel so strahlend blau erlebt wie im April 2020, mitten im Lockdown, als kaum ein Flugzeug seine Kondensstreifen im Azur hinterließ. Gewiss, die Auswirkungen auf die Wirtschaft waren und sind massiv, aber ist es nicht auch ein Zeichen, darüber nachzudenken, WIE wir leben? Oder wie wir in Zukunft leben wollen?

2020 ist ein Jahr des Umdenkens – für mich. Und ich halte an der Hoffnung fest, nicht die einzige zu sein, deren Leben sich neu ausrichtet, mit positiven Auswirkungen auf vieles rundum, auch auf jene Mutter Erde, die mich seit nunmehr 51 Jahren sicher trägt und mir alles gibt, was ich zum Leben brauche.

2020 ist ein Jahr, an das ich noch oft zurückdenken werde, mit einem Lächeln und voller Dankbarkeit.

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Achte auf dich – und deine Gedanken

Du bist, was du denkst!

Dieses Postulat stelle ich hier in den Raum, ohne mich in die beinahe endlose Liste jener einzureihen, die dafür Grundlagen, Erklärungen und Beweise vorlegen.

Wer davon nicht überzeugt ist, wird es vermutlich auch aufgrund meiner Worte nicht werden. Dies hier wird also nicht ein Bekehrungsversuch, sondern einfach nur eine kleine Erinnerung an das, was viele von euch längst wissen und für sich akzeptiert haben, aber – ebenso wie ich – im Trubel des Alltags zwischendurch auch schon mal vergessen.

Insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen wir von Bad News förmlich überrollt werden und an jeder (virtuellen) Ecke das böse C-Wort lauert.

Ja, es ist eine Zeit, wie die meisten von uns sie nie zuvor erlebt haben.

Ja, es ist eine Zeit, die von uns allen viel verlangt, direkt in unseren Alltag eingreift und unsere Handlungen beeinflusst.

Ja, es ist eine Zeit, die Dummheit und Ignoranz ebenso zum Vorschein bringt wie auch das Beste, das Menschen zu geben haben: Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, Rücksicht und Mitgefühl.

Ja, es ist eine Zeit, die als Krise gesehen werden kann – oder als Chance auf Veränderung, Weiterentwicklung und Wachstum – oder als beides.

Achte auf dich – und deine Gedanken!

Lass dich nicht von der Welle fortreißen in eine einseitige Wahrnehmung.

Schau nach draußen.

Die Sonne scheint. Das frische Grün der Triebspitzen an den Bäumen verdrängt das graubraun des Winters. Überall leuchten bunte Blüten, zwischen denen sich die ersten Schmetterlinge tänzelnd im Wind treiben lassen. Es ist Frühling! Das Natur erwacht – wie jedes Jahr – aufs Neue. Das Leben zeigt auf eindrucksvolle Weise, was wir Menschen mitunter vergessen: es geht weiter. Mit jedem neuen Tag. Veränderung ist ein Teil des Lebens. Etwas wächst, erblüht, gedeiht – um irgendwann wieder zu vergehen. Der ewige Kreislauf des Lebens.

Das Osterfest steht vor der Tür. Ein Fest, an dem die Auferstehung und damit das Leben an sich, gefeiert wird.

Ich bin nicht religiös. Ich bin spirituell. Ich blicke durch das Fenster hinaus in die Welt und sehe die Botschaft von Leben und Liebe auf vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht. Das gibt mir Kraft, Hoffnung und Vertrauen, Tag für Tag.

Ja, es ist eine Zeit, wie sich niemand von uns so gewünscht hat, doch sie ist nun einmal da, und es liegt an uns, einen Weg zu finden, damit umzugehen, zu bestehen und daraus zu lernen, zu wachsen, reifer und weiser zu werden. Oder einfach nur unser Vertrauen zu behalten. Oder unseren Humor. Was auch immer … richte deinen Blick auf das Schöne und die Lebendigkeit vor deinem Fenster. Das andere ist da, gewiss, aber wer sagt, dass es schneller verschwindet, wenn wir es ständig anstarren?

Das Coronavirus kann meine Bewegungsfreiheit einschränken, aber nicht meine Gedanken. Die sind frei, in jedem Augenblick. Und wie schon im Talmud geschrieben steht …

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal!“

In diesem Sinne wünsche ich dir ein lebendiges Osterfest mit deinen Lieben.

Achte auf dich – und deine Gedanken.

Ach ja, für den heutigen Beitrag habe ich ein Bild von Cherry Plum gewählt. Diese Blüte gilt als die Bachblüte für Gelassenheit und wird angewendet bei Gefühlschaos und unbeherrschbaren Gefühlen. Als Borderlinerin steh ich auf Cherry Plum 😉

Meine Tricks im Alltag: Nr. 2 – Die Macht der Gedanken

Seit etwas mehr als einer Woche kreuzt ein Thema laufend meinen Weg. Egal, wohin ich mich wende oder mit wem ich zu tun habe, obwohl das Thema für mich längst integrierter Bestandteil meines Lebens. Ein Zeichen? Wenn, ja – wofür? Vielleicht um darüber zu schreiben? Gute Idee 🙂

Es geht um einen Klassiker: Die Macht der eigenen Gedanken

Darüber wurden vermutlich bereits hunderte Bücher geschrieben, tausende Vorträge und Seminare gehalten … und jetzt schrieb ich auch noch etwas dazu. Beginnen wir dort, wo auch unsere Gedanken beginnen: in unserem Unterbewusstsein.

Aus unserem Unterbewusstsein kann so manches an Gedanken und Gefühlen die Oberfläche kommen, dass ordentlich Stress und Komplikationen in unserem Leben auslöst, ABER unser Unterbewusstsein kann auch etwas anderes. Oder kann es nicht – nämlich zwischen Realität und Fantasie unterscheiden. Das ist eine der Grundlagen für das Funktionieren von Autosuggestion, Autogenem Training, Mentaltraining und dergleichen (hierfür werden mit an Sicherheit grenzender Regelmäßigkeit neue Namen für allbekanntes kreiert).

Zurück zum Thema: Alles, was wir wahrnehmen – bewusst oder (sehr viel mehr) unbewusst – landet in unserem Unterbewusstsein. Ich werde hier jetzt nicht die Theorie dazu erläutern. Dafür gibt es wie schon erwähnt umfangreiche Literatur. Ein Zitat aus dem Talmud veranschaulicht diese Tatsache jedoch sehr treffend:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. 
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. 
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. 
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. 
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Unsere Gedanken entstehen aus dem Abgleich der Wahrnehmung mit den im Unterbewusstsein gespeicherten Erfahrungen und deren Bewertung (gut für mich / schlecht für mich). Tatsächlich denken wir rund 60.000 bis 80.000 Gedanken pro Tag, die meisten davon unbewusst. Unser Gehirn ist eine einzigartige Denkmaschine, die uns routinemäßig durch einen abwechslungsreichen Alltag steuert ohne dass wir großartig darüber nachdenken müssen. Wie grandios sie ist, stelle ich jedes Mal aufs Neue fest, wenn  ich in einer Doku einen Roboter unbeholfen durch die Gegend tapsen sehe. Ein Mensch läuft einfach durch die Gegend ohne über einen einzigen Schritt bewusst nachzudenken – sobald er es einmal als Kleinkind gelernt hat.

Die meisten unserer Gedanken entstehend unbewusst, oder besser formuliert: autonom aus dem, was wir zuvor in unserem Unterbewusstsein abgespeichert haben. Also aus allem, was wir sehen, hören, erleben, lesen usw.

Genial und fatal zugleich.

Genial, weil wesentlich mehr abgespeichert wird als die 40 Sinneseindrücke, die wir pro Sekunde bewusst erfassen können … von den 11.000.000 die wir pro Sekunde unbewusst wahrnehmen. Fatal, weil damit auch jeder „Schrott“ aus der Umwelt ungefiltert in unserem Unterbewusstsein landet. Jede negative Schlagzeile; jedes destruktive Gespräch in der U-Bahn, das wir subtil als Hintergrundgeräusch wahrnehmen; jedes Bild von Gewalt oder Zerstörung, dass von einer Plakatwand … all das landet in unserem Unterbewusstsein und kreiert dort unser inneres Bild von der Welt und uns selbst. Von unseren Möglichkeiten. Von realen (oder nicht realen) Gefahren.

Wir werden 24/7 extern programmiert, denn auch im Schlaf nehmen wir wahr. Subtil und anders, aber wir nehmen war, was um uns geschieht. Dieser Cocktail an Wahrnehmungen und Erfahrungen wird infolge zum der Ressource, aus der unsere Gedanken und Gefühle entstehen. Diese sind ein Spiegel unserer inneren Bilder. Es genügt, die Sprache eines Menschen aufmerksam zu beobachten um Rückschlüsse auf seine inneren Bilder zu ziehen.

Ein klassisches Beispiel: Das Glas ist halb leer / das Glas ist halb voll.

Kennt jeder. Hat jeder irgendwann mal gehört. Positives Denken. Alter Hut. Weit gefehlt. Nur weil es altbekannt ist, heißt es nicht, dass es überholt ist. Halb leer oder halb voll. Mangel- bzw. Problemdenken oder Überfluss- bzw. Lösungsdenken. Zwei diametrale Denkweisen, die sich im Alltag beobachten lassen. Und sie sind nur die Spitze eines Eisberges. Ich bin eine leidenschaftliche Beobachterin der Sprache. Sprache ist für mich das omnipotente Werkzeug schlechthin, weil damit so vielfältiges erreicht werden kann. Jemand nach ganz unten ziehen oder nach ganz oben hebeln. Sprache kann beides und ist per se neutral. Leider wird Sprache sehr oft achtlos verwendet und führt zu den unterschiedlichsten Problemen, von Kommunikationsproblemen in Beziehungen bis hin zur Beeinflussung der eigenen Fähigkeiten und der körperlichen Verfassung. Unsere Gedanken und Gefühlen können sowohl als Verursacher als auch als Problemlöser auftreten. Letzteres vor allem dann, wenn wir gelernt haben, sie bewusst für uns zu nutzen, um die erwünschten und unterstützenden inneren Bilder zu erschaffen. Der einfachste Weg dafür wiederum ist unsere Sprache. Unsere täglichen Worte.

Ganz pragmatisch gesprochen: mein einstmals sehr negatives Selbstbild von meiner Umwelt und mir selbst war das drastische Ergebnis einer entsprechenden, jahrzehntelangen Programmierung. Vor Jahren begann ich damit, diese Programmierung zu verändern. Heute achte ich darauf, die Zeitfenster der „Schrottprogrammierung“ möglichst kurz zu halten und auch meine Sprache bewusst zu verwenden, um das von mir gewünschte innere Bild weiter zu verstärken.

Dazu eine ganz praktische, einfache Übung, die mich schon seit langem begleitet und die für mich längst zur Routine geworden ist: Die „Guten Morgen & Guten Abend Fragen“. Davon gibt es unterschiedliche Varianten. Ich stelle dir hier meine bevorzugte vor:

Du brauchst nur einen Notizblock und einen Stift. Bevor du noch so richtig in den Tag startest, nimmst du dir ein paar Minuten Zeit, um für dich schriftlich folgende drei Fragen zu beantworten:

  1. Worauf freue ich mich heute?
  2. Was will ich heute lernen/erleben?
  3. Was werde ich mir heute Gutes tun?

Am Abend, bevor du dich schlafen legst, nimmst du wieder deinen Notizblock zur Hand und beantwortest für dich diese drei Fragen:

  1. Was hat mir heute gut gefallen oder ist mir gut gelungen?
  2. Was habe ich heute gelernt/erlebt?
  3. Wofür bin ich heute dankbar?

Die Antworten sind jeweils positiv zu formulieren, d.h. ohne „nicht“ (ich will nicht, dass …) oder „kein“ (ich will keinen Fehler machen …). Eventuell könnte das Weglassen der Negationen ungewohnt sein und zu Beginn eine Herausforderung darstellen. Das zeigt eigentlich (und auch tatsächlich) nur, wie weit die Automatismen im Problemdenken (was nicht sein soll) verankert sind. Mit Geduld und Ausdauer wird sich das ändern. Neue innere Bilder werden entstehen, die sich wiederum auf Gedanken und Gefühle, auf deine Ausstrahlung und dein Leben auswirken werden.

Dass es funktioniert, ist jetzt vielen Jahren bewiesen. Warum es nicht alle Menschen ständig praktizieren um ihre Lebensqualität zu verbessern? Das ist eines der großen Mysterien der Menschheit, die es noch zu enträtseln gilt 😉