DER SCHLÜSSEL ZUM IMMERWÄHRENDEN GLÜCK(LICHSEIN)


Es gibt sie noch, die inspirierenden Gespräche bei einer guten Tasse Tee, wenn der dicht getaktete Alltag für einige Zeit in den Hintergrund rückt und der Austausch von Gedanken im Hier und Jetzt den Raum in eine lebendige, mitunter vibrierende Atmosphäre hüllt. So geschehen am gestrigen Nachmittag im zauberhaften Ambiente von Anna Pichler’s „dieLeserei“ in Bad Gastein. Obwohl wir aus zwei unterschiedlichen Generationen stammen, verbinden uns doch so einige Bücher und Gedanken zum Leben, zu Geschichten … reichlich Inspiration, um all die „Gedankensplitter“, die seit einziger Zeit in meinem Kopf kreisen, hier zusammenzufassen:

Der Schlüssel zum immerwährenden Glück(lichsein)

Gibt’s den überhaupt? Kann ein Mensch IMMER glücklich sein? Was bedeutet Glück? Was verbirgt sich hinter diesem einen Wort, das wohl – wie so oft, aber in diesem Fall möglicherweise noch mehr als üblich – jede und jeder anders interpretiert? Ist es Glück, im Lotto zu gewinnen? Ja, aber macht es mich auch glücklich? Vielleicht im Augenblick, aber dauerhaft?

Immerwährendes Glück(lichsein)?

Könnten wir diesen Zustand erreichen, wären wir dann noch glücklich? Oder wären wir dieses Glücks bald überdrüssig? Jeden Tag die eigene Lieblingsspeise auf dem Tisch vorzufinden, lässt diese Speise ziemlich rasch im Beliebheitsranking nach unten rutschen. Was mich zu einem weiteren Gedanken führt: Glück, das von äußeren Faktoren abhängig ist. Gewiss, wir können es finden, aber ebenso wieder verlieren. Der EINE Mensch, der/die mich glücklich macht? Was für eine Bürde, die ich diesem Menschen auf die Schultern laste? Mich glücklich zu machen?

Wer das Glück nicht in sich findet, findet es nirgendwo.

Weder an einem Ort noch bei einem Menschen oder im Besitz von was auch immer. Nehmen wir an, ich hätte im Lotto gewonnen. Ein Grund zum Glücklichsein. Nehmen wir an, kurze Zeit später erfahre ich, dass mir nur noch ein Jahr zum Leben bleibt. Was nun? Wie gewonnen, so zerronnen?
Seit einiger Zeit geistert ein „Rezept zum Glücklichsein“ durch meinen Kopf, das noch nicht final ausformuliert ist – was es vermutlich/hoffentlich auch nie sein wird:

Eine große Portion (Selbst)Liebe im Herzen + umfassender Frieden in der Seele + auf (Selbst)vertrauen basierende Gelassenheit im Geist UND eine Prise Humor = Grundrezept für Zufriedenheit bzw. der Boden, auf dem das Glücklichsein sich gerne niederlässt.

Bitte in diesem Zusammenhang Gelassenheit nicht als Widerspruch zu Agilität verstehen. Beides ist zeitgleich möglich. Viel und schnell zu tun und dennoch dabei gelassen zu bleiben. Es geht um die innere Haltung, nicht um Quantität oder Tempo.

Zur Gelassenheit gehört auch, das anzunehmen, was es ist. Mein ursprünglicher Plan war, um diese Zeit unter strahlendblauem Himmel durch den Märzschnee zu carven. Dann kam die Realität: es schneit (intensiv), Sicht nahezu Zero, ergo sitze ich im Hotelzimmer, tippe diese Zeilen in mein Laptop und freue mich daran, meinen Gedanken mit dir zu teilen. Mein Glück(lichsein) hat sich von äußeren Umständen befreit. Das ich diesen Bewusstseinszustand erreichen konnte, dazu haben auch einige der zuvor erwähnten Bücher beigetragen.

Ehrlicherweise füge ich hinzu, dass mein Ego (das gerne an gefassten Plänen festhält) seit dem Aufwachen diverse Wetter-Apps und WebCams konsultiert hat, um vielleicht doch noch ein Fleckchen blauen Himmels zu erhaschen und damit verbunden ein handfestes Argument, dennoch auf den Berg raufzufahren. Zum Glück (Redewendung oder doch mehr?) nimmt meine humorvolle Seite das weniger ernst, was mich über mich selbst Schmunzeln lässt. So viel Entschlossenheit und (zum Glück) situationselastische Disziplin. Welch eine glückliche Kombination 😉die mich von grimmigen „Das-muss-aber-sein“-Aktionen Abstand nehmen und mich die „Wofür-ist-das-eine-Gelegenheit“-Brille aufsetzen lässt.

Humor – welch ein Geschenk des Lebens! Ähnlich dem magischen Feenstaub vermag Humor Leichtigkeit ins Leben zu zaubern – und zumindest gedanklich sind dabei auch Höhenflüge möglich.

Zurück zum immerwährenden Glück(lichsein). Möglich? Ich denke, das hängt davon ab, wie jede und jeder diesen Begriff für sich definiert. Meine persönliche Definition: in einem Zustand immanenter Lebensfreude und (Selbst)Liebe das Leben und alles, was es mit sich bringt, gelassen, vertrauensvoll, dankbar und humorvoll annehmen zu können. Wenn mir das gelingt, bin ich zufrieden und fühle mich glücklich. Der Schlüssel dafür bin ich selbst.