… untrennbar miteinander verbunden, denn jedes Ende ist ein neuer Anfang. Mehr als drei Monate habe ich mich nun mit meiner Vergangenheit beschäftigt, mit meinem „Mutter-Thema“, bin zurückgekehrt in jene bedrückende, von Angst dominierte Stimmungswelt, in der ich früher lebte, bin durch dunkle Phasen gegangen, habe alte Erinnerungen neuerlich emotional durchlebt, habe ich mich hineingelauscht um herauszufinden, welche übernommenen Altlasten ich noch mit mir rumschleppe, habe Verabschiedungs- und Loslassens-Rituale durchgeführt … ich hab‘ echt intensiv an mir gearbeitet, um letztendlich festzustellen:
Wer ständig in die Vergangenheit blickt, verliert die Gegenwart aus den Augen.
Ich könnte noch weitere Monate damit zubringen, mich mit dem zu befassen, was einmal war – es würde nichts daran ändern, was damals geschehen ist. Dennoch war es keine Zeitverschwendung. Ganz im Gegenteil. Für mich war es wichtig, all das nochmals zu fühlen um eine Entscheidung basierend auf Erfahrungen treffen zu können:
Lieben oder Leiden?
Letzteres dominierte mich Jahrzehnte meines Lebens, Ersteres wählte ich vor einigen Jahren, ohne genau zu wissen, was mich erwarten wird (Referenzerfahrungen fehlten). Für mehr als drei Monate kehrte ich zurück in die Welt des Leidens, des Schmerzes … oder anders gesagt: ich ließ zu, in diese Welt (meiner Mutter) zurückgezogen zu werden. Vielleicht weil es die einzige Welt ist, in der wir uns begegnen können, denn meine Welt der Lebensfreude ist ihr fremd.
Es ist an der Zeit für einen neuen Anfang in (m)einer Welt, die um neue Perspektiven, einiges an Erfahrung und eine Entscheidung reicher wurde.
„In dir ist ein Licht, das dich begleitet von dem Moment an, in dem du in dieses Leben gekommen bist, bis zu jenem Augenblick, da deine Seele weiterziehen wird. Dieses Licht heilt die Wunden deiner Seele, schenkt deinem Herzen Kraft, lässt dich spüren, was Liebe ist. Der kalte Wind versucht es auszulöschen, Schatten wollen es erdrücken, doch es geht nie aus, es leuchtet einfach weiter in dir drin. Nicht jeder kann dieses Licht in dir erkennen, das ist gut so. Nur wer selbst zum Licht wurde, erkennt sich selbst im andern.“