Es gibt sie noch, die inspirierenden Gespräche bei einer guten Tasse Tee, wenn der dicht getaktete Alltag für einige Zeit in den Hintergrund rückt und der Austausch von Gedanken im Hier und Jetzt den Raum in eine lebendige, mitunter vibrierende Atmosphäre hüllt. So geschehen am gestrigen Nachmittag im zauberhaften Ambiente von Anna Pichler’s „dieLeserei“ in Bad Gastein. Obwohl wir aus zwei unterschiedlichen Generationen stammen, verbinden uns doch so einige Bücher und Gedanken zum Leben, zu Geschichten … reichlich Inspiration, um all die „Gedankensplitter“, die seit einziger Zeit in meinem Kopf kreisen, hier zusammenzufassen:
Der Schlüssel zum immerwährenden Glück(lichsein)
Gibt’s den überhaupt? Kann ein Mensch IMMER glücklich sein? Was bedeutet Glück? Was verbirgt sich hinter diesem einen Wort, das wohl – wie so oft, aber in diesem Fall möglicherweise noch mehr als üblich – jede und jeder anders interpretiert? Ist es Glück, im Lotto zu gewinnen? Ja, aber macht es mich auch glücklich? Vielleicht im Augenblick, aber dauerhaft?
Immerwährendes Glück(lichsein)?
Könnten wir diesen Zustand erreichen, wären wir dann noch glücklich? Oder wären wir dieses Glücks bald überdrüssig? Jeden Tag die eigene Lieblingsspeise auf dem Tisch vorzufinden, lässt diese Speise ziemlich rasch im Beliebheitsranking nach unten rutschen. Was mich zu einem weiteren Gedanken führt: Glück, das von äußeren Faktoren abhängig ist. Gewiss, wir können es finden, aber ebenso wieder verlieren. Der EINE Mensch, der/die mich glücklich macht? Was für eine Bürde, die ich diesem Menschen auf die Schultern laste? Mich glücklich zu machen?
Wer das Glück nicht in sich findet, findet es nirgendwo.
Weder an einem Ort noch bei einem Menschen oder im Besitz von was auch immer. Nehmen wir an, ich hätte im Lotto gewonnen. Ein Grund zum Glücklichsein. Nehmen wir an, kurze Zeit später erfahre ich, dass mir nur noch ein Jahr zum Leben bleibt. Was nun? Wie gewonnen, so zerronnen?
Seit einiger Zeit geistert ein „Rezept zum Glücklichsein“ durch meinen Kopf, das noch nicht final ausformuliert ist – was es vermutlich/hoffentlich auch nie sein wird:
Eine große Portion (Selbst)Liebe im Herzen + umfassender Frieden in der Seele + auf (Selbst)vertrauen basierende Gelassenheit im Geist UND eine Prise Humor = Grundrezept für Zufriedenheit bzw. der Boden, auf dem das Glücklichsein sich gerne niederlässt.
Bitte in diesem Zusammenhang Gelassenheit nicht als Widerspruch zu Agilität verstehen. Beides ist zeitgleich möglich. Viel und schnell zu tun und dennoch dabei gelassen zu bleiben. Es geht um die innere Haltung, nicht um Quantität oder Tempo.
Zur Gelassenheit gehört auch, das anzunehmen, was es ist. Mein ursprünglicher Plan war, um diese Zeit unter strahlendblauem Himmel durch den Märzschnee zu carven. Dann kam die Realität: es schneit (intensiv), Sicht nahezu Zero, ergo sitze ich im Hotelzimmer, tippe diese Zeilen in mein Laptop und freue mich daran, meinen Gedanken mit dir zu teilen. Mein Glück(lichsein) hat sich von äußeren Umständen befreit. Das ich diesen Bewusstseinszustand erreichen konnte, dazu haben auch einige der zuvor erwähnten Bücher beigetragen.
Ehrlicherweise füge ich hinzu, dass mein Ego (das gerne an gefassten Plänen festhält) seit dem Aufwachen diverse Wetter-Apps und WebCams konsultiert hat, um vielleicht doch noch ein Fleckchen blauen Himmels zu erhaschen und damit verbunden ein handfestes Argument, dennoch auf den Berg raufzufahren. Zum Glück (Redewendung oder doch mehr?) nimmt meine humorvolle Seite das weniger ernst, was mich über mich selbst Schmunzeln lässt. So viel Entschlossenheit und (zum Glück) situationselastische Disziplin. Welch eine glückliche Kombination 😉die mich von grimmigen „Das-muss-aber-sein“-Aktionen Abstand nehmen und mich die „Wofür-ist-das-eine-Gelegenheit“-Brille aufsetzen lässt.
Humor – welch ein Geschenk des Lebens! Ähnlich dem magischen Feenstaub vermag Humor Leichtigkeit ins Leben zu zaubern – und zumindest gedanklich sind dabei auch Höhenflüge möglich.
Zurück zum immerwährenden Glück(lichsein). Möglich? Ich denke, das hängt davon ab, wie jede und jeder diesen Begriff für sich definiert. Meine persönliche Definition: in einem Zustand immanenter Lebensfreude und (Selbst)Liebe das Leben und alles, was es mit sich bringt, gelassen, vertrauensvoll, dankbar und humorvoll annehmen zu können. Wenn mir das gelingt, bin ich zufrieden und fühle mich glücklich. Der Schlüssel dafür bin ich selbst.
Kategorie: Allgemein
VERÄNDERUNGEN? JETZT MAL KLARTEXT
Seit einiger Zeit schleiche ich sprichwörtlich wie die Katze um den heißen Brei. Veränderungen und wie leicht es mir fällt, damit umzugehen. Jeder von uns hat sein eigenes Bild zu „Veränderungen“ im Kopf. Meine aktuelle Realität sieht so aus:
In den kommenden Monaten wird kaum etwas in meinem Leben so bleiben, wie es heute ist. Punkt. Würde dies nur mich betreffen, wäre es zwar weniger umwälzend, aber leichter zu nehmen. Doch einiges wird auch andere betreffen. Menschen, denen ich mich freundschaftlich verbunden fühle und die ich wertschätze. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen: kaum eine dieser Veränderungen geschieht, weil es mein Ansinnen war/ist. Die Entscheidungen haben andere getroffen. Ich/wird sind „nur“ betroffen.
Wo verbirgt sich da der Sinn? Auf den ersten Blick ist er jedenfalls nicht zu finden, ABER …
Lieben oder Leiden? Der Untertitel meiner Autobiographie. Eine Grundsatzentscheidung für mein Leben. In die Praxis transferiert bedeutet sie: ich kann nicht ändern, was entschieden wurde, auch nicht, wenn ich daran leide, bis ich zugrunde gehe. Ich kann annehmen, was es ist (und anderer Meinung sein) und gleichzeitig in (Selbst)Liebe verharren. Das bringt eine gewisse Gelassenheit, mit der diese Veränderungen leichter zu vollziehen sind. Nicht aus Schmerz und Leid heraus, sondern kraftvoll, gestaltend.
Love it, change it or leave it. Noch so ein Motto, das mich seit langem begleitet und in der aktuellen Situation dabei hilft, mir meine Optionen bewusst zu machen. Wer für sich Möglichkeiten erkennen kann, hat eine Alternative zur Einbahnstraße der Drama-Dynamik.
Dem schließt sich auch das Gelassenheitsgebet an: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Obwohl ich kein religiöser Mensch bin, der zugrunde liegenden Botschaft stimme ich voll und ganz zu. Keine (Lebens)Energie verschwenden, um gegen Unabänderliches anzukämpfen. Kraft und Mut dort einsetzen, wo auch etwas bewegt werden kann. Die Weisheit zu unterscheiden …
Weisheit hat wenig mit Intelligenz zu tun. Weisheit ist eine Qualität, die ich mehr und mehr vermisse in unserer Welt. Weisheit erfordert Reflexion, Einfühlungsvermögen in Situationen und Menschen, den Blick auf das große Ganze zu richten, mehr zu sehen als nur die Oberfläche, Gelassenheit und Geduld wenn’s nicht so läuft wie das Ego es sich vorgestellt hat. Ich glaube nicht daran, dass mir jemand (wer auch immer) Weisheit geben kann, dass wäre zu einfach, zu schön, um wahr zu sein, würde uns jeglicher Eigenverantwortung berauben und wäre gleichzeitig eine geniale Ausrede – sowie ein Machtinstrument in den Händen derer, die es versprechen. Für mich trägt jeder Mensch das Potenzial der Weisheit in sich. Ob es entfaltet wird oder nicht, hängt vermutlich von unterschiedlichen Einflüssen ab. Einer davon ist der Mensch selbst.
Für mich ist das gesamte Universum von einer Art „Matrix des Lebens“ durchdrungen, die bewirkt, dass geschieht, was geschieht. Mit der Vorstellung eines einzelnen, omnipotenten Wesens (das obendrein auf eines von zwei Geschlechter festgelegt ist, was doch ziemlich diskriminierend anmutet) kann ich wenig anfangen. So ein Wesen wäre für alles, ich meine wirklich ALLES zuständig, vom Universum selbst angefangen bis hin zu kleinsten Lebewesen wie Viren und Bakterien. DAS alles im Blick zu behalten, übersteigt jegliche menschliche Vorstellungskraft. Eine Matrix, die einerseits aus sich selbst heraus agiert und andererseits auf das reagiert, womit sie „gefüttert“ wird – DAS kann ich mir gut vorstellen. Darin finden sich stimmige Erklärungen für so einiges, dass unter der Oberfläche des Offensichtlichen geschieht. Füttere ich meine Matrix reichlich mit Negativität, erlebe ich entsprechendes in meinem Alltag. Umgekehrt detto. Positives Denken ist nur ein winziges Zahnrad in dieser Matrix. Es geht um sehr viel mehr! Um eine Art kollektives (Unter)Bewusstsein, kollektive Emotionalität. Das, was ein Individuum mit sich rumschleppt, belastet auch die gesamte Menschheit – und trägt seinen Teil dazu bei, entsprechende Ereignisse zu kreieren.
Furcht, Neid, Gier, Missgunst, Ablehnung, Hass, Gewalt … je mehr Menschen die Matrix damit füttern, desto mehr entsprechende Ereignisse geschehen, was wiederum dazu führt, dass Furcht, Neid, Ablehnung etc. mehr werden in dieser Welt … eine Spirale, die sich dreht und dreht …
Ich mag dabei nicht mehr mitspielen.
Die Welt ist, wie sie ist. Die kommenden Veränderungen in meinem Leben sind, was sie sind – Großteils von anderen bestimmt, nicht durch mich zu verändern. Punkt. WIE ich allerdings damit umgehen, das ist zu 100% meine Entscheidung. Ich kann mich darüber aufregen, jammern, klagen, leiden … oder ich verharre im Zustand des Urvertrauens, der (Selbst)Liebe und Lebensfreude. In diesem Augenblick ändert es nichts an dem, was ist. Aber wer weiß, was morgen sein wird? Wir ernten, was wir säen. In diesem Sinne füttere ich meine Matrix mit Lebensfreude und Liebe.
Vor ein paar Tagen fuhr ich morgens in der U-Bahn in Wien. Eine Menge freudloser Gesichter rund um mich, während ich – kaum übersehbar für die, die es sehen wollten – mich in den lebendigen Rhythmus dieses Songs fallen ließ, was natürlich niemand außer mir hören konnte. Ein feuriger Funken Lebensfreude schert sich – ehrlich gesagt – nicht mehr darum, was andere sich vielleicht denken könnten. Immerhin veränderte sich nach einigen Minuten das Gesicht einer Frau, sie begann zu lächeln – und tat dies auch noch, als sie ausstieg.
Wer weiß, vielleicht hat mein Lebensfreude-Virus sie an diesem Morgen infiziert?
Dafür übernehme ich gerne die Verantwortung und füttere meine Matrix weiterhin mit dem, was ich selbst bestimmen kann – unabhängig davon, wer welche Entscheidung trifft: in einem Zustand von Lebensfreude und Liebe sowie im Urvertrauen zu verharren. DAS ist meine Entscheidung.
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DIE ENERGIE DES PHÖNIX
Seit Tagen beschäftigt mich die Frage (auf eine spezifische Situation bezogen, die ich hier nicht schildern werde, weil es für das weitere Verständnis unerheblich ist), warum mir Veränderung so leichtfällt und anderen nicht. Was unterscheidet mich von den anderen? Was unterscheidet mich von meinem Vergangenheits-Ich, welches auch nicht gerade Veränderungs-affin war?
Heute schnappte ich in einem Radio-Interview eine Aussage auf, die genau jene Antwort liefert, die ich suchte. Sinngemäß lautet diese
„Ich bin bei mir selbst angekommen. Gleichzeitig bin ich in einem permanenten Lern- und Entwicklungsprozess.“
Veränderung, Wandel, Transformation … die Energie des Phönix. Loslassen und etwas Neues beginnen. Das Vergangene wertschätzen, aber nicht daran anhaften. Dort bin ich angekommen, an einem Punkt, der sich konstant vorwärts bewegt. Ein stabiler Kern in einer dynamischen Matrix. Jede Erfahrung macht mich reicher – auch an Möglichkeiten. Dem Drama (es kann nur diese eine Lösung geben oder keine) entwachsen, die Vielfalt an Wegen umarmend.
Ja, ich bin hoch adaptiv, passe mich an, um gut durch die Stürme des Lebens zu kommen. Lerne, weil es mir Freude bereitet, das was ich tue, jeden Tag ein wenig besser zu machen. Nicht, weil ich glaube, es war vorher nicht gut genug, sondern weil ich mich an der Schönheit erfreue, die in einem komplizierten Strickmuster, einer tiefgründigen Formulierung oder einem elegant angesetzten Schwung auf einem Steilhang erkennbar wird – für mich. Für manche Menschen sind Excel-Tabellen das pure Grauen, für mich sind sie ein Instrument, um ein komplexes Gefüge zu erschaffen, das auf effiziente Weise wichtiges mit harmonischem verbindet.
Ja, ich bin anders – und mir wird mehr und mehr bewusst, WIE anders ich bin. Mein Anders-sein ist für mich derart normal geworden, dass ich darüber vergesse, dass „meine Normalität“ nicht ganz alltäglich (im Sinne von durchschnittlich) und für andere mitunter nur schwer nachzuvollziehen ist. Menschen neigen dazu, dass, was sie nicht verstehen, abzulehnen. Eine Erfahrung, die mir sehr vertraut ist, und die sich auch in der Gegenwart wiederholt.
Früher konnte ich diese Form der Ablehnung nur ganz schlecht aushalten, begann stattdessen damit, das zu unterdrücken, was für andere „schwierig“ war. In der Schule hoch ich nicht den Arm, auch wenn ich die Antwort kannte, denn sie nannten mich „Streberin“. Also verbarg ich mein Wissen und mein Können, weit über die Schule hinaus.
Heute lebe ich mein Potenzial voll aus, mit spielerischer Leichtigkeit und grenzenloser Neugier mich laufend neuen Herausforderungen zu stellen. Es macht einfach Spaß! Manchmal werde ich deswegen „angefeindet“, treffe auf Ablehnung, hinter der sich alles verbergen kann, von Unsicherheit über Neid bis hin zu Angst. Kann ich daran etwas ändern? Ist es überhaupt meine Aufgabe, daran etwas zu ändern? Oder ist es meine Aufgabe, die bestmögliche Version meiner selbst zu werden – unabhängig davon, ob andere damit klarkommen.
Vielleicht prüft das Leben auch nur gerade, ob es mir tatsächlich ernst damit ist, mich voll und ganz anzunehmen, jeden Hauch von Ablehnung in mir zu eliminieren. Ist das Außen ein Spiegel der Gegenwart? Oder ein Echo aus der Vergangenheit, das mir bewusst machen will, wo ich einst stand und wo ich heute bin, welche Veränderung ich vollzogen habe. Ein weiterer Meilenstein auf meiner Reise mit der Energie des Phönix.
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GEDANKEN ZUM WELTFRAUENTAG
Heute, am 08.03.2025, ist Weltfrauentag. Zahllose Bildchen, Gifs & Co mit Blümchen und ärmelhochkrempelnden Frauenikonen werden geteilt.
Heute, am 08.03.2025, denke ich an jene Frauen, die vor gar nicht allzu langer Zeit – und mancherorts noch immer – dafür aufgestanden sind und es immer noch tun – teils unter Einsatz des eigenen Lebens – jenes zu erlangen, was die natürlichste Sache der Welt sein sollte:
Dass jede Frau ein selbstbestimmtes Leben führen kann!
Selbstbestimmung bedeutet Unabhängigkeit.
Unabhängigkeit – die stets auch einen finanziellen Aspekt hat, denn eigenes Einkommen erlaubt eigene Entscheidungen.
Eigene Entscheidungen bedingen aber auch eigene Verantwortung für die aus dieser Freiheit entstehenden Konsequenzen.
Freiheit ist kein sicherer Hafen. Freiheit gleicht einem Schiff auf den Weiten des Ozeans. Alle Wege stehen offen. Es gilt die Winde zu nutzen, den Stürmen zu trotzen und die Flauten zu überstehen.
Freiheit und Selbstbestimmung sind wichtige Säulen einer harmonischen, ausgeglichenen Gemeinschaft. Vielfalt ein Schatz, der wesentlich zum Gelingen beiträgt. Authentizität unerlässlich. Vertrauen essenziell.
Heute, am 08.03.2025, scheinen mir jene Frauen aus der Vergangenheit zuzuflüstern:
„Niemand kann dir geben, was du dir selbst verweigerst. Selbstbestimmung beginnt damit, dein Leben selbst zu bestimmen … inklusive aller Konsequenzen.“
Eine mahnende Stimme, nicht der Selbsttäuschung zu verfallen und aus einer Abhängigkeit in die nächste, aus einer Fremdbestimmung in eine andere zu stolpern.
Anker los und auf geht’s, hinaus in die Weiten jenes Ozeans genannt „Leben“, der vielleicht keinen sicheren Hafen auf Dauer bietet, doch mit jeder gemeisterten Herausforderung wächst das Vertrauen, werde ich geschickter, erfahrener, stärker … sagt am 08.03.2025 jene Frau, die deren Namen auch ihr Programm ist: B. Strong 😉
Nachtrag: wie in den vergangenen Wochen auch, fügte ich diesen Text in WordPress ein und ließ ein Bild dazu generieren. Eigentlich hätte ich es mir denken können, aber dennoch war ich ein wenig überrascht, was dabei herauskam: eine heroische Frauengestalt mit wehenden Haaren und perfektem Make-up, tadellose Figur in einem sexy Kleidchen, mit einer Harpune in der Hand sich aus den Wogen des Ozeans erhebend … welch ein Klischee! Welch ein (Selbst)Bild wird in unsere Köpfe projiziert, wie eine selbstbestimmte unabhängige Frau auszusehen hat? Lichtjahre von der Realität entfernt! Dennoch der perfekte Beweis dafür, wie wichtig es ist, achtsam auf Fremdbestimmung (durch Klischees) zu blicken und in der Selbstbestimmung zu bleiben. Mein (Selbst)Bild einer starken, unabhängigen Frau hat absolut nichts mit Bildbearbeitung oder kosmetischer Chirurgie zu tun, noch nicht einmal mit Make-Up oder Haarspray, dafür umso mehr mit Charakter und ganz viel Humor.
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FRIENDLY REMINDER
Ab und zu bekommst du vom Leben einen „friendly reminder“ verpasst. Du triffst einen Menschen und dieser sagt dir etwas direkt auf den Kopf zu, dass du längst tief in dir spürst, dass du intuitiv weißt, aber vehement verdrängst. Genau das ist mir vor einigen Tagen passiert.
Bang.
Keine Chance mehr, es zu ignorieren. Zumindest gehöre ich nicht mehr zu denen, die trotz eines solchen „Winks mit dem Zaunpfahl“ weiter machen, als wäre nichts geschehen.
Also ließ ich los.
Loslassen fällt manchmal leicht, aber meistens nicht.
Besonders schwer fällt es (mir), wenn das (oder der Mensch), den ich loslassen soll, mir am Herzen liegt.
Noch schwerer ist es, wenn dieser Mensch in seinem eigenen Sumpf feststeckt und zu ertrinken droht. Allzu gerne übernehme ich die Rolle des Rettungsrings. Doch wie lange kann ich für zwei schwimmen, wenn einer von beiden sich beharrlich weigert, seine Betonschuhe auszuziehen?
Loslassen gleich manchmal einem „im Stich lassen“, doch manchmal ist es auch ein „ich gebe dir die Verantwortung für dein Leben zurück“.
Niemand konnte mir die Entwicklungsschritte abnehmen, durch die ich hindurch musste, um zu werden, wer ich heute bin. Oft genug war ich nahe am Ertrinken, doch ich lernte mich selbst über Wasser zu halten. Irgendwann konnte ich schwimmen. Auch daran erinnerte mich diese Begegnung vor einigen Tagen: ich habe nicht das Recht, anderen ihre Lernerfahrungen vorzuenthalten, indem ich sie dauerhaft über Wasser halte. Kurzzeitig zu helfen, ist wichtig und wertvoll. Doch es darf kein Dauerzustand werden. Zu lieben bedeutet, dem anderen die Chance zu geben, selbst schwimmen zu lernen.
Ein „friendly reminder“ für all jene, die aus Liebe das tragen, was nicht für sie bestimmt ist.
Bild: KI-generiert
SENDEPAUSE
Es gibt Phasen in meinem Leben, in denen mein System eine Sendepause einlegt. Entweder geschieht zu dieser Zeit sehr viel im Umfeld, oder es gibt gravierende Veränderungen, oder beinahe Vergessenes meldet sich zu Wort, oder irgendetwas anderes beschäftigt mich. Oder alles zusammen. In diesen Zeiten pausiert meine sonst überbordende Kreativität. Ich nehme wahr, verarbeite, reflektiere. So wie an diesem Wochenende. Ich wollte an meinem aktuellen Buchprojekt weiterarbeiten. Stattdessen habe ich die Bergluft genossen und bin frei von Gedanken über Skipisten geflitzt, meine Aufmerksamkeit völlig auf das fokussiert, was ich gerade tat. Manchmal ist es wichtig, dem Denken eine Sendepause zu gönnen. Einfach nur zu leben. In ein paar Tagen gibt es sicherlich inspirierende Gedanken zu teilen, die heute bereits in mir schlummern und sich zum richtigen Zeitpunkt zeigen werden.
Bis dahin, genießt euer Leben, taucht ab und zu vielleicht in eine Sendepause ab und vertraut darauf, dass die Welt sich weiterdreht, weil sie das schon seit langem tut und noch lange tun wird.
Zur Abwechslung gibt’s diesmal wieder ein echtes Bild, aufgenommen von mir, frei von jeglicher Nachbearbeitung.
DAS MACHT ETWAS MIT MIR
Blicke ich in die Welt hinaus, schaudert mir. Öffne ich meinen Webbrowser, poppen Schlagzeilen voller Gewalt auf; Katastrophen und Unheil. Manche nennen die Social Media Plattformen die Müllhalden des guten Benehmens. Menschen in machtvollen Positionen postulieren Aussagen voller Intoleranz, Geringschätzung, Ablehnung bis hin zu Hass, bei gleichzeitiger Selbstüberschätzung, Anmaßung und Hybris. Lausche ich in den Öffis auf die Worte außerhalb meiner Ohrstöpsel nehme ich Oberflächlichkeit wahr, beobachte egoistische (um nicht das Wort „rücksichtlose“ zu verwenden) Handlungen. Eine Einstellung im Sinne von „Ich zuerst, danach lange nichts“. Gesunde Lebensweise wird gepredigt, gesunde Lebensmittel werden ständig teurer, die günstigen immer mehr „Junk“, hochverarbeitete Industrieprodukte aus billigsten Rohstoffen. Rauchverbot klingt vordergründig gut, aber den Verkauf von Tabak will niemand einschränken, zu verlockend sind die daraus generierten Steuereinnahmen. Selbiges gilt für Treibstoff. Es gibt x Studien, die aufzeigen, was Menschen krank macht – doch außer temporäre Empörung geschieht nicht viel. Eintagsfliegen. Fatalismus. Die Menschheit steuert sehenden Auges auf ihre Selbstauslöschung zu.
„Das macht etwas mit mir.“
Diese Aussage höre ich häufig leise geflüstert, begleitet von einem Gefühl der Verzweiflung – mitunter sogar Resignation. Selten spreche ich die folgenden Worte laut aus, denn …
Das macht auch etwas mir mit. Es macht genau das mit mir, was ich zulasse, dass es tut. Lasse ich mich von all dem in eine dystopische Stimmung ziehen? Macht es mich depressiv? Fühle ich mich dem ausgeliefert – ein Opfer? Oder anerkenne ich, was es ist, ohne all dem die Macht über mich, mein Fühlen und mein Denken zu geben?
Es ist MEINE Entscheidung!
All das, was „falsch läuft“ kann ich nicht verändern – aber ich kann verändern, wie es auf mich wirkt. Lasse ich mich reinziehen in die destruktive, lebensfeindliche Energie? Oder bleibe ich meinem konstruktiven, lebensbejahenden Weg treu?
Meine Entscheidung!
Das macht etwas mit mir – das kann es nur, wenn ich die „Macht“ abgeben, an andere Menschen, Umstände, Medien …
Will ich das – die Macht über mich, mein Denken und mein Fühlen, an andere abgeben?
Es geschieht subtil. Ein unachtsamer Moment, und ich werde in den Strudel hineingezogen, tiefer und tiefer in jenes „schwarze Loch“, das andere erschaffen haben, auf dessen Boden sie sitzen und – so scheint es – keinen Weg herausfinden. Vielleicht auch gar nicht realisieren, wo sie gestrandet sind.
Dem Strudel zu widerstehen, erfordert Energie, aktiv anderes zu denken und zu fühlen, trotz jener „Realität“, die manchmal unveränderbar scheint, es aber nicht ist. Realität ist genau genommen frei von Wertung. Ereignisse sind. Punkt. Jeder Mensch entscheidet für sich selbst, ob positiv oder negativ. Abhängig von dieser Entscheidung, wirkt ein und dieselbe Realität unterschiedlich auf Menschen. Es geht nicht um Schönzeichen. Gewalt und Zerstörung können durch nichts geschönt werden. Es geht darum, kein Teil davon zu werden, sich nicht anstecken zu lassen von der Negativität, die sich übers Fühlen und Denken in die Seele schleicht und diese zerfrisst.
Wenn alles rundum nach unten zieht, ist es umso wichtiger, oben zu bleiben.
Wenn manche lauthals verkünden, wie schlecht alles ist, gilt es den Blick auf all das Gute zu richten, dankbar zu sein, für das eigene Leben und jeden Augenblick, jede Erfahrung, die mich als Mensch weiterbringt. Es gilt, kein Nährboden für die Saat jener zu werden, die in sich Konflikte tragen und Kriege im außen führen. Frieden kann nicht erzwungen werden. Frieden ist die Entscheidung, den Krieg (und den Konflikt in sich) zu beenden und Verantwortung für sich selbst, das eigenen Denken und Fühlen zu übernehmen.
Was auch immer da draußen geschieht, es macht etwas mit mir – es macht das, was ich entscheide, dass es tun darf.
Ich sehe die Ereignisse, höre die Aussagen, dennoch glaube ich an das Gute im Menschen, bin dankbar für eine Blume am Wegesrand, zufrieden mit meinem Leben, neugierig auf das Morgen, entscheide mich zu vertrauen.
Wer die Welt verändern will, muss bei sich selbst anfangen.
Andere mögen schwarze Löcher graben, ich baue Brücken aus Licht zu den Seelen der Menschen. Auch das tut etwas mit mir – und vielleicht auch mit anderen?
Bild: KI-generiert
GEFALLENE ENGEL
Diese Zeilen widme ich jenen, die sich darin wiederfinden – und einem „ziemlich erwachsenen Menschenkind“, welches mich heute zu diesen Zeilen inspiriert hat.
In deinem Leben ist so einiges schiefgelaufen. Du wurdest verletzt, hast Scheiße gebaut, bist tief gefallen, warst ganz unten – und hast doch deinen Weg zurück gefunden in dein Leben. Du musst nicht mehr laut werden, um deiner Stimme Kraft zu verleihen. Deine Worte sprechen für sich. Kämpfe hast du einst unzählige gefochten. Heute entspringt deine Stärke der Sanftheit deines Herzens, denn nur wer Frieden in sich gefunden hat und die eigene Dunkelheit umarmt, hat den Kampf gewonnen. Du blickst auf die Menschen, siehst sie durch jene Sümpfe und Wüsten ziehen, durch die du einst selbst geirrt bist, siehst sie blind vorbei laufen an all den Wegweisern, die du einst selbst ignoriert hast – doch auch sie müssen ihren Weg auf ihre Weise finden. An manchen Tagen wirst du zur Zielscheibe dessen, was andere in sich zu lösen haben – das schmerzt. Bei allem Verständnis, aller Liebe, fällt es manchmal doch schwer, dem zuzustimmen.
Manche meinen einen Engel in dir zu erkennen, ein magisches Leuchten wahrzunehmen, eine unbändige Energie zu spüren, und die Gelassenheit, die jene ausstrahlen, die nichts zu verlieren haben, weil sie nichts besitzen müssen. Selbst ihr Leben betrachten sie als Geschenk, einzigartig, wertvoll und unwiederbringlich – wie jeder einzelne Augenblick davon.
Ich weiß nicht, ob du ein Engel bist, aber ich weiß dieses:
Du verleihst dem kollektiven Bewusstsein der Menschheit Tiefgang, denn deine Gedanken bleiben selten an der Oberfläche.
Du bringst das Liebevolle ins kollektive Fühlen der Menschheit, denn nur wer seiner Bedürftigkeit entwachsen ist, vermag wahrhaft und frei zu lieben.
Du trägst ein Licht in dir, das tagsüber ebenso hell erstrahlt, wie es nachts am Sternenhimmel leuchtet, doch nur jene, die mit dem Herzen blicken, vermögen es zu sehen, mitsamt seinem dunklen Kern, der stets daran erinnert, wo du einst warst und das sich nur erheben kann, wer zuerst gefallen ist.
Durch dich wird diese Welt ein Ort der Hoffnung.
Danke, dass es dich gibt.
Bild: KI generiert
DIE KRAFT DER STILLE
Das neue Jahr hat gleich zu Beginn eine äußerst interessante Lektion für mich: Kehlkopfentzündung samt viralem und bakteriellen Infekt = out of Order. Oder anders gesagt: eine Woche des Schweigens, die nun hinter mir liegt – und eine spannende Erfahrung.
Nie zuvor habe ich so lange geschwiegen, weder freiwillig noch unfreiwillig. Geschätzt habe ich in der vergangenen Woche in Summe 100-150 Wörter in der Arztpraxis sowie der Apotheke gekrächzt. Nur das absolut Notwendigste. Darüber hinaus … Stille.
Eine Stille, die sich allmählich auch in meinem Denken ausbreitete – und meinem Körper. Puls 51 – das nenn ich mal Gelassenheit 😉
Kommunikation ist wichtig, aber wie viel Worte braucht es wirklich? Und welche sind es?
Aus meiner „silent bubble“ auf die Welt blickend, fällt mir auf, dass Kommunikation häufig so abläuft: jemand sagt etwas, wirft quasi einen Stein in einen ruhenden See zwischen sich selbst und den anderen. Dieser Stein plumpst ins Wasser, löst dabei Wellen aus, die sich konzentrisch ausbreiteten und alle erreichen rund um den See. Doch bevor noch diese ersten Wellen abgeflaut sind, wird der nächste Stein ins Wasser geworfen, und der nächste … dieser Prozess setzt sich laufend fort, während die ersten Wellen die Ufer erreichen und zurückgeworfen werden, auf die nächsten herannahenden Wellen treffen … alles wird mit allem verwirbelt. Jede Botschaft (bzw. Welle) für sich transportiert eine Botschaft, ein Gefühl, eine Stimmung, die im Wirbel untergeht.
Ein Teil von mir nimmt bereits seit längerem eine Art von „Reizüberflutung“ in der Umwelt wahr, doch erst diese Woche der Stille, meines Schweigens, ließ jenes Bild entstehen. Wir können vielleicht noch die oberflächliche Botschaft hören, aber all das, was die Wellen noch mit sich tragen, bleibt der Wahrnehmung verborgen – dennoch wirkt es auf uns. Unsere Umwelt ist im wahrsten Sinne des Wortes überflutet. Selektiv picken wir für uns heraus was uns wichtig erscheint, während alles andere ungefiltert über uns hinweg rollt.
Eine dramatische Schilderung?
Vielleicht – vielleicht auch nur realistisch.
Unsere Sinne sind so viel feiner, als unser Bewusstsein uns glauben machen will. Seit Jahren steige ich in die U-Bahn nur noch mit Stöpsel in den Ohren und für mich positiver Musik ein, dennoch fühle ich mich selten wohl darin, spüre Anspannung, etwas, das mich bedrückt … die Wellen der anderen branden gegen mein Ufer, ob ich will oder nicht.
Was ich hier bildlich-naiv beschreibe, lässt sich wissenschaftlich-fundiert belegen. Doch auch ohne harte Fakten, die meisten von uns kennen das Gefühl, inmitten von Menschen zu sein, die uns runterziehen, ohne dass sie direkt etwas gegen uns tun. Oder das gegenteilige Gefühl, durch eine Gruppe getragen, inspiriert und motiviert zu werden. Keiner von uns ist immun gegen das, was die Wellen mit sich transportieren.
Durch meine Woche des Schweigens bin ich (hoffentlich langanhaltend) noch achtsamer geworden für das, was ich aussende, in Worten ebenso wie in Gedanken. Letztere können wir zwar nicht hören (und wer’s dennoch glaubt, sollte vielleicht ein paar ernsthafte Gespräche führen), aber wir können die Stimmung dahinter spüren – bewusst oder unbewusst.
Braucht es tatsächlich die Sintflut an Worten und Botschaften? Oder ist weniger mehr? Abseits vom Highway der Kommunikation liegt die Oase der Stille, ein Ort der Kraft, den zu entdecken sich lohnt.
Das heutige Beitragsbild wurde von der WP-KI generiert … sehr stimmig, wie ich finde, und sehr ruhig.
ERFOLGREICHER START INS NEUE JAHR
Das Jahr 2025 zählt erst wenige Tage, doch ich darf für mich bereits mein erstes Ziel als erfolgreich abgeschlossen verbuchen: die Ausbildung zur zertifizierten Resilienz-Trainerin. Aus diesem Anlass habe ich den dicken blauen Ordner (den mit dem 8-cm-Rücken) zur Hand genommen und darin geblättert. In diesem Ordner liegen (fast) alle Urkunden, Diplome und Zertifikate, die ich mir nach meinem Schulabschluss erarbeitet habe. Dazu gehören:
• Systemische Trainerin und Coach
• Trainerin für Sozialkompetenz
• European Communication Certificate ® (Trainerin, Beurteilerin und Auditorin)
• Train the Trainer für erlebnisorientiertes Lernen
• Gender Mainstreaming und Diversity Management (mehrfach)
• ECDL, EBCL A+B, IPMA-Zertifikate
Das ist nur ein Teil, der sich in diesem Ordner findet. „Kleinigkeiten“ wie Seminare oder Workshops ergänzen das Portofolio. Ebenso ein paar hundert (keine Übertreibung) Bücher und tausende Stunden an Gesprächen, Reflexionen, Supervision, Therapie … und nun eben auch Resilienz-Training.
Wozu erzähle ich das heute? Um mein Ego zu streicheln? Nein, mir geht’s um drei Punkte.
Erstens stamme ich aus einem bildungsfernen Umfeld. Meine Eltern hatten Pflichtschulabschluss. Fachbücher gab es bei uns nicht. Weiterbildung war kein Thema. Das ich immerhin 11 (statt der 9 verpflichtenden) Jahre Schulbildung absolvieren durfte, war schon eher die Ausnahme in jener Zeit und meinem familiären Umfeld. Doch mein Wissensdurst war stärker als die Hürden, die mir (ohne böse Absicht) in den Weg gelegt wurden. Ich wurde zu einer, für die „lebenslanges Lernen“ kein hohler Slogan bleibt, sondern die das auch lebt, und zwar in unterschiedlichen Themenbereichen. Ob es nun (wie oberhalb ersichtlich) um Persönlichkeitsentwicklung geht, oder um Digitalisierung, Leadership, Projektmanagement, Qualitätssicherung, Gesundheitsförderung … meine Themen sind vielfältig und führen in gewisser Weise zum zweiten Punkt. Aber zuerst noch meine Botschaft an alle da draußen:
Lernen hat kein Ablaufdatum. Die Neuroplastizität des menschlichen Gehirns ermöglicht Lernen de facto bis zum letzten Atemzug. Vielleicht hattest du (so wie ich) nicht die optimalen Startbedingungen, aber das ist kein Grund, dich zu einem späteren Zeitpunkt davon abhalten zu lassen, dich in jenen Bereichen zu bilden, die dich interessieren und für dich wichtig sind. Heute ist es wesentlich leichter geworden als noch vor 30 Jahren. Dank Internet & Co stehen die Lernwelten heute allen offen. Zwar ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt, eher Mist, aber das Eine vom Anderen zu unterscheiden ist letztendlich auch ein Lernprozess.
Mein zweiter Punkt schmunzelt darüber, dass eine Menge von dem, dass ich bereits gelernt und verinnerlicht hatte, sich im Resilienz-Training wiederfand. Vielleicht etwas anders strukturiert und mit einem neuen Fokus, dennoch durfte ich einiges (wieder)entdecken und manches erstmals entdecken. Eine Lektion, für die ich zutiefst dankbar bin, wirkt sie doch jener Hybris (ich weiß eh schon alles) entgegen, vor der kein Mensch gefeit ist. Eine Portion Erdung ab und an hilft gegen „abgehobene Ansichten“. Ich weiß einiges und kann so manches, aber es gibt noch so viel zu lernen … und das ist gut so. Wie langweilig wäre mein Leben, gäbe es nichts mehr zu entdecken.
Apropos entdecken: Im Zuge der Ausbildung gewann ich neue Einsichten zu JAN/A und warum diese Geschichte (oder der Schreibprozess) mich von der emotionalen Achterbahn holen und nachhaltig stabil in meinem Leben verankern konnte. Dazu werde ich in den kommenden Monaten – parallel zu meinem neuen Buchprojekt – mehr berichten.
Damit komme ich zum dritten Punkt: mein neues Buchprojekt. Es wird … alles andere als alltäglich. Die Aufgabe, der ich mich dabei stelle, zieht mich magnetisch an. Gleichzeitig habe ich eine gehörige Portion Respekt davor und frage bin, ob ich dem gewachsen bin. Es ist eine Frage des Kopfes, das Bauchgefühl hat längst geantwortet. Deshalb gilt es meinem Kopf nochmals bewusst zu machen, was ich bereits alles geschafft habe (siehe Auflistung oberhalb). Mehr noch. Ich habe 8 [nicht] ganz alltägliche Bücher veröffentlich. Jedes einzelne davon 100% Lesley, unverwechselbar, einzigartig wie ich selbst (und jeder Mensch generell). Zwei dieser Bücher haben bis dato mehr als 3.300 Euro an Reinerlös (=Spende) für die Bergrettung eingebracht. Ich bin Marathon gelaufen und barfuß über glühende Kohlen gewandelt. Herausforderungen, denen ich mich gestellt habe und an denen ich gewachsen bin.
Nun stelle ich mich der Herausforderung, ein Buch zu schreiben, das – wie kein anderes von mir – das Ziel hat, seinen Leserinnen und Lesern Impulse zu geben, vielleicht sogar … Leben zu retten?
Ein hochgestecktes Ziel, eine enorme Herausforderung, eine Aufgabe, der ich mich nicht entziehen kann und will, denn es macht Sinn. All das, was ich in meiner Vergangenheit er- und durchleben durfte/musste, wird transzendiert. Bildlich gesprochen: aus dem Misthaufen wird jener Dünger, der die Rose prächtig erblühen lässt … und genau darum geht es in meinem neuen Buchprojekt. Mehr dazu demnächst.
Ach ja, da ist auch noch ein vierter Punkt (oder besser: ein Neujahrsvorsatz). Erfolge feiern! Da darf ich noch dazulernen 😉









