(M)EINE WEIHNACHTS-CHALLENGE

Zugegeben, ich bin jetzt keine aus dem Lager jener, für die das Weihnachtsfest den Mittelpunkt des Jahreszyklus darstellt, aber diesmal hat es sich ergeben, dass mich einige Ereignisse der vergangenen Wochen an den Punkt gebracht haben, mich einem 24-Tage-Experiment zu stellen: (m)eine ganz persönliche Weihnachts-Challenge.

Vielleicht möchtest du mitmachen?

Die Idee entstand aus der (nicht gerade neuen) Erkenntnis, dass unsere innere Haltung wesentlich Einfluss darauf hat, ob man müde oder energiegeladen durchs Leben wandelt. In Kombination mit dem Wunsch, etwas verändern zu wollen – in erster Linie mich selbst, aber gerne auch die Welt 😉 – wurde daraus eine Achtsamkeitsübung, die mich durch den Advent begleiten wird. Es geht um … Dankbarkeit – absolut passend in der vorweihnachtlichen Zeit.

Es gibt innere Haltungen, die uns Energie rauben: Ablehnung, Zweifel, Widerstände, Eifersucht, Neid, Missgunst, Mangeldenken … allesamt hoch-dramatische Energievampire.

Es gibt aber auch innere Haltungen, die uns sprichwörtlich energetisieren und aufladen: Liebe, Freude, Dankbarkeit.

Meine Entscheidung fiel auf Dankbarkeit. Meine Challenge lautet: 24 Tage für alles, was mir in dieser Zeit begegnet, Dankbarkeit zu empfinden.

Dankbarsein für das wunderbare, liebevolle, die Geschenke des Lebens, die schönen Momente.

Dankbarsein für die Prüfungen, die sich auf meinem Weg zeigen werden.

Dankbarsein für Erfolge ebenso wie fürs Scheitern.

Frei von Wertung, voller Dankbarkeit dafür, erleben zu dürfen, was ich erleben werde, weil alles davon seinen Teil dazu beträgt, dass ich bin, wer ich bin.

Ein Experiment, eine Challenge – eine Erwartungshaltung? Natürlich kenne ich die Theorien zu Dankbarkeit, habe eine gewisse Vorstellung, was dadurch im Unterbewusstsein ausgelöst wird, wie das Gesetz der Anziehung wirkt … dennoch möchte ich es genau jetzt ERLEBEN … weil einiges in meinem Leben geschehen ist und gerade geschieht, für das ich auf nie zuvor gekannte Weise dankbar bin.

Vielleicht möchte ich auch einfach nur eine Idee in diese Welt hinausschicken, die vielleicht Nachahmer findet? Wer weiß? Meine innere Stimme flüstert mir zu: tue es – jetzt! … erwarte nichts, sei einfach dankbar.

In diesem Sinne: danke für deine Zeit, die du dir genommen hast, meine Worte zu lesen.

Bild: pixabay.com

ENGEL OHNE FLÜGEL

„Da Engel nicht überall sein können, gibt es Menschen wie dich.“ … über diesen Satz bin ich vor wenigen Tagen gestolpert. Er brachte mich zum Nachdenken.

Spontan rief dieser Satz die Erinnerung an Menschen wach, die ich meine „Engel“ nenne, weil sie ganz einfach für mich da waren, als ich sie brauchte. Im Privatleben, im Job, bei einer Panne …

Engel haben nicht immer Flügel. Manchmal laufen sie sogar eine Zeitlang auf Krücken – wie einer meiner aktuellen Engel. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würden sie eher Hilfe brauchen als anderen helfen können, doch dieser erste Blick täuscht. Ich gehe davon, dass besagter Engel diese Zeilen lesen wird. Möglicherweise schleicht sich ein kleines Tränchen im Augenwinkel an, wenn ich meinen heutigen Blog ihr sowie all jenen anderen Engeln widme, die mir auf meinem Lebensweg begegnet sind.

An dieser Stelle ein riesengroßes, von Herzen kommendes DANKE an alle meine Engel.

DANKE, dass es euch gibt.

Meine Engel waren nie ganz nah an mir dran, weder mit mir verwandt noch Lebenspartner. Zumeist waren sie mehr Bekannte als enge Freunde, doch das hielt sie nicht davon ab, für mich da zu sein.

Es gab eine Menge Engel auf meinem Lebensweg.

In der Adventzeit, kurz vor Weihnachten, neige ich zum Reflektieren über Vergangenes. Manch einer mag sich vielleicht denken, dass ich ein wenig sentimental bin. Unterstützung von anderen Menschen zu erfahren, ist an sich nichts Außergewöhnliches in einer funktionierenden Gesellschaft. Das mag auch stimmen, dennoch – für mich hat diese Reflexion etwas ganz Besonderes, denn sie erinnert mich daran, dass ich nie wirklich allein war.

Egal, wie be**** die Situation auch war, wie frustrierend, aussichtslos, hoffnungslos, erdrückend, belastend, schmerzhaft und endlos es sich anfühlte, es gab stets Menschen um mich, die mir ihre Hand reichten.

Mir diese Tatsache bewusst zu machen, verändert nachträglich den Blickwinkel auf vieles in meinem Leben. Zu spüren, dass andere da waren und sind, wenn ich mal eine Schulter zum Anlehnen, jemand um Reden oder einfach nur zum Lachen brauche, schafft ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit in mir.

Es geht nicht darum, dass mich diese Engel immer verstehen. Vermutlich haben das die wenigsten, aber sie waren und sind da. Das zählt. Dem Irrtum des „Alleinseins“ in mir eine Erfahrung das „Dazugehörens“ gegenüberzustellen.

Ich chatte häufig mit anderen Borderlinern. Viele von ihnen berichten davon, sich allein zu fühlen, unverstanden, abgelehnt – Gefühle, die mir vertraut sind, die meine Wirklichkeit über viele Jahrzehnte geprägt haben. Doch der Rückblick offenbart die (Selbst)Täuschung. Es gab stets auch das, was ich damals nicht wahrnehmen konnte, weil mein inneres Bild permanent auf das, was fehlte fokussierte und dabei übersah, was längst da wahr. Mangeldenken in Reinkultur.

Die Engel waren und sie stets da. Häufig sind es nicht jene Menschen, die wir gerne in diese Rolle stecken würden, sondern ganz andere. Vielleicht übersieht man sie deshalb manchmal? Sie sind auch keine überirdischen Wesen, geistig verklärt oder mystisch angehaucht. Meine Engel sind Menschen durch und durch, mit allem, was dazugehört. Stärken ebenso wie die eine oder andere Schwäche. Absolut nicht perfekt, doch wann immer sie helfen können, packen sie zu. Ein Herz aus Gold schlägt in ihrer Brust, das vielleicht die eine oder andere Narbe abbekommen hat, doch nichts von seiner Güte eingebüßt hat. Sie brauchen keine Flügel, um Engel zu sein.

Wenn ich mir in dieser Adventzeit etwas wünsche, dann ist es dies: Mögen viele Menschen die Engel in ihren Leben erkennen und beginnen, selbst auf den Pfaden der Engel zu wandeln und für andere da zu sein. Ein kühner Gedanke, eine wundervolle Vision. Was könnte daraus alles entstehen?

Bild: pixabay.com

WEECKIE (WEEkend QuiCKIE)

Aus den vergangenen Tagen nehme ich ins Wochenende mit … meine Kommentare auf die Fragen, warum dies ein schöner Tag ist. Weil …

… weil ich heute Morgen einen Freund mit meinen Witzen zum Lachen brachte 🙂
… weil ich einen selbst-ironischen Blogbeitrag geschrieben habe, der Morgen gepostet wird 🙂
… weil ich aufwachen durfte in der Umarmung des Mannes, den ich liebe 🙂
… weil es keinen einzigen dieser Gründe braucht, damit es mir gut geht, und dennoch bin ich unendlich dankbar für jeden einzelnen 🙂

Was braucht es mehr?

Ach ja, ein schönes Bild dazu. Danke an https://pixabay.com/de/users/realworkhard-23566/

#feeltheembraceoflife