ME-TIME … SO WICHTIG

In den vergangenen Wochen gab es wenig von mir zu lesen. Das hat damit zu tun, dass ich meine derzeit eher spärliche Freizeit dafür verwendet habe, all das, was in mir an (neuen) Gedanken und Gefühlen war, zu sichten, sortieren, reflektieren … ein Prozess, der aktuell noch andauert. In meiner Post-Depressionsphase erscheint manches plötzlich in anderem Licht, mit mehr Klarheit, neuen Perspektiven. Wieder einmal ein lebendiges Zeugnis dafür, dass jede Krise, jedes Tief, auch eine hormongesteuerte Depression, in sich auch eine Chance birgt. Was bei erster oberflächlicher Betrachtung nur schmerzhaft und anstrengend erscheint, offenbart beim zweiten (tiefergehenden) Blick sein Potenzial.

Me-Time, ein neumodisches Wort für die altbewährten Stunden der Muse, des voll und ganz auf sich selbst Fokussierens. Was brauche ich jetzt? Was tut mir gut? Ob Muse oder Me-Time, seit Jahresanfang habe ich mir davon definitiv zu wenig gegönnt. Mal nicht dicht getaktet funktionieren, sondern ein wenig zerstreut-chaotisch den Tag seinen Weg finden lassen, ganz dem eigenen Rhythmus folgend. Ein Wochenende mal „verschlafen“. Die Welt dreht sich auch ohne mein Zutun weiter. Ebenso wie meine Gedanken. Erkenntnisse tauchen an der Oberfläche meines Bewusstseins auf, treiben wie Blätter auf dem stillen See. Manche passen wie Puzzleteile zusammen, ergeben gemeinsam ein neues Bild, erweitertes Verständnis dessen, was sich unter der Oberfläche befindet.

Mitten in diesem Prozess habe ich mein neues Buchprojekt gestartet – quasi eine Tür geöffnet für all meine Gedanken und Gefühle, die sich bislang noch nicht in Worten manifestiert haben. Eine wahre Flut, die allmählich Struktur annimmt. Das ist nichts, was sich beliebig beschleunigen lässt. Es braucht seine Zeit. Muse eben. Oder Me-Time. Gelassenheit gefällt mir auch sehr gut. Gelassenheit ist für mich die Kombination aus bewusst gewählter Ruhe und kraftvoller (Selbst)Sicherheit, den Entwicklungen ihren Lauf zu lassen, ohne sie zu pushen. Frei nach dem Motto: Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.

Veränderung ist ein häufig strapaziertes Wort. Meiner Erfahrung nach realisieren wir Veränderung erst, wenn sie bereits geschehen ist. Zumeist an veränderten Reaktionen aus dem Umfeld, aber auch daran, dass wir manches anders tun als zuvor. Derzeit stelle ich zahlreiche Veränderungen an mir fest. Kleinigkeiten, Nuancen, die nicht das große Ganze an sich verändern, dennoch einen Unterschied machen – wie die richtige Dosis Salz in der Suppe. Ich bleibe, wer ich bin, gleichzeitig werden die Facetten dessen, was ich bin, intensiver, teils harmonischer aufeinander abgestimmt. Eine äußerst spannende Phase meines Lebens, die ich mit gebührend Muse und Me-Time bewusst erlebe.

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ERLEUCHTET … ODER AUCH NICHT

Vor vielen Jahren las ich eine Geschichte über einen Mönch, der sich in eine Höhle auf einen Berg zurückzog, um so lange zu meditieren, bis die Erleuchtung über ihn käme. Jahre vergingen. Eines Tages hatte er es geschafft: er hatte den Zustand der Erleuchtung erreicht. Voller Tatendrang kehrte er zurück in die Stadt, aus der er einst gekommen war. Inmitten zahlreicher Menschen und des alltäglichen Trubels auf dem Marktplatz, fiel er rasch aus wieder aus seinem erleuchteten Zustand. Erst gab er den Menschen rundum die Schuld für sein Scheitern, danach suchte er den Fehler bei sich, fand jedoch keine zufriedenstellende Antwort. Verwirrt wandte er sich an seinen ehemaligen Lehrer. Dieser meinte, dass der Rückzug in die Stille der Höhle am Berg zwar dabei hilfreich wäre, sich zu fokussieren und ruhig zu werden, doch tatsächliche Erleuchtung ist ein Teil des Lebens – nicht die Flucht davor.

Manchmal geht es mir ähnlich wie diesem Mönch. In der Stille der Berge tanke ich Kraft, finde in meine Mitte, sehe vieles klarer und umfassender als inmitten des täglichen Trubels. Sprichwörtlich schwebend verlasse ich den Berg, kehre zurück und ZACK … bin ich wieder da, wo ich zuvor war. Kein bisschen mehr erleuchtet als zuvor … oder vielleicht doch? Immerhin ist mir inzwischen bewusst, dass die Herausforderung (oder Aufgabe) nicht darin liegt, oben auf dem Berg Ruhe und Gelassenheit zu finden, sondern diese im Alltag zu bewahren.

Vielleicht falle ich aber auch (un)absichtlich nach meiner Rückkehr in alte Muster zurück, um wieder einen Grund zu haben, auf den Berg zu steigen. Wer weiß? Vielleicht ist das Bewusstsein der Nicht-Erleuchtung auch ein klein wenig Beinahe-Erleuchtung. Auf jeden Fall verschafft es mir Pausen zum Durchatmen in luftiger Höhe.

NEUE (GEDANKEN)WEGE

Es verblüfft mich nach wie vor, welch immensen Einfluss die Körperchemie auf mein Denken hat(te). Der Mangel an Vitaminen und Hormonen warf mich in eine düstere Gedanken- und Gefühlswelt wie selten zuvor. Kaum fülle ich meine Speicher im Körper mit den fehlenden Mikronährstoffen wieder auf, erhebt sich mein eigentliches Ich aus der Versenkungen … im wahrsten Sinne des Wortes 😉

Mein Blick dringt wieder tief unter die Oberfläche des Offensichtlichen. Möglichst viel Zeit in der freien Natur zu verbringen, tut das ihre dazu. Noch dazu wandle ich vermehrt auf mir bis dato unbekannten Wegen, was den Effekt der „neuen Wege“ verstärkt und mich zudem jedes Mal ein kleines Abenteuer im Alltag erleben lässt. Vor einigen Tage schnappte ich während einer Doku über die Entwicklung der Menschheit sinngemäß folgendes Satz auf:

„Uns Menschen eigen ist der Entdeckergeist, über den Horizont hinaus zu blicken und erkunden zu wollen, was sich dort verbirgt.“

Dem kann ich voll und ganz zustimmen und ergänzen:

„Auch über den (eigenen) geistigen Horizont hinauszublicken und in sich hinein um zu erkunden, was in uns schlummert und darauf wartet, entdeckt und gelebt zu werden.“

Ein Plädoyer für die Reise zu sich selbst. Das größte Abenteuer, dem sich ein Mensch stellen kann, den kein Abgrund ist so tief wie jener der eigenen Seele, kein Schrecken größer als die Furcht im eigenen Herzen. Nichts erfordert mehr Mut, als sich seinen eigenen Ängsten zu stellen. Nichts bringt einen weiter, als die eigenen inneren Konflikte zu lösen und die Wunden in der Seele zu heilen.

Das klingt doch schon wieder ganz nach der gewohnt lebensphilosophischen Lesley 😉 … und doch auch anders. Jede Krise trägt in sich das Potenzial von Veränderung und damit Entwicklung. Meine „Körperchemie-Krise“ ließ mich einiges überdenken, titelgebenden neue (Gedanken-)Wege einschlagen.

Es scheint sogar, als hätten sich meine empathischen Fähigkeiten verstärkt – zumindest habe ich das Gefühl, als würde ich Menschen noch intensiver wahrnehmen als zuvor (oder zuletzt). Vor ein paar Tagen hat das einiges an „innerer Gleichgewichtsstörung“ bei mir ausgelöst, aber mittlerweile – in der Ruhe der Bergwelt angekommen – pendelt sich das wieder ein und ich kann gelassen mit dem umgehen, was meine empathischen Antennen auffangen, wenn ich sie auf eine Person richte. Mir ist natürlich klar, dass ich – was auch immer ich auffangen – nur das verstehen und interpretieren kann, was auch in mir selbst vorhanden ist, sprich: wo ich in Resonanz gehen. Insofern wird das Außen zum bewusst erlebten Spiegel meines Innenlebens. Bewusst erlebt deshalb, weil es eigentlich bei jedem Menschen so ist, aber viele realisieren nicht, das sie im Leben stets auf sich selbst treffen 😉

However, kurz nach Sonnenaufgang waren meine Antennen ausgerichtet und fingen etwas auf, das mich auch etwas über mich selbst erkennen ließ:

„Um Liebe geben zu können, muss zuerst der eigene Schmerz geheilt sein. Jemand zu lieben bedeutet nicht gleichzeitig auch Liebe zu geben. Diesen Unterschied zu verstehen hat bei mir lange gedauert, aber es gibt ihn. Es ist der Schritt aus dem „Ich“ heraus ins „Du“. Jener Schritt, nicht nur zu fühlen, sondern dieses Gefühl (der Liebe) auch zu schenken. Dein Denken mag sich jetzt vielleicht die Stirn runzeln über diese scheinbare Wortklauberei, aber wenn du deine Augen schließt und in dein Herz hineinhorchst, wird sich dir der Unterschied allmählich offenbaren.

Das Leben legt dir all das auf deinen Weg, was deine Seele braucht um heil zu werden. Woher das Leben weiß, was du brauchst? Es fragt deine Seele.

Du musst nicht perfekt sein, um Liebe zu bekommen. Du musst auch nichts im Gegenzug erbringen. Du darfst sie einfach annehmen und damit den ersten Schritt der Heilung tun. Das macht dich weder größer noch kleiner, weder stärker noch schwächer, sondern schlichtweg lebendiger, denn du umarmst das Leben.“

Was bleibt noch hinzuzufügen?

Von meiner Seite aus ein Hauch dessen, was sich vor meinem Fenster zeigt, während ich diese Zeilen tippe: ein weit entfernter Horizont, hinter dem zu Entdeckendes auf mich wartet – ein Spiegel dessen, was in mir ist.

ABGRUND ODER WENDEPUNKT?

„Ganz gleich, wie tief und düster jener Abgrund erscheint, in den wir stürzen, er ist stets auch ein Teil von uns und somit innerhalb unserer eigenen Grenzen, niemals grenzenlos. In diesem Abgrund können wir finden, was mit uns dorthin stürzte, oder was wir in die Dunkelheit verbannten – was auch immer es ist, es ist ein Teil von uns und wird dies stets bleiben, ob wir dem zustimmen oder nicht, ob wir uns daran erinnern (wollen) oder nicht. Wir können etwas aus der Dunkelheit zurückholen, es im Licht der Gegenwart neu betrachten, vielleicht etwas erkennen, verstehen, lernen, uns weiterentwickeln … alles, absolut alles auf unserem Lebensweg trägt in sich das Potenzial uns im Leben weiterzubringen … in welche Richtung, das entscheiden wir selbst.“

Der Tiefpunkt meiner Depression liegt hinter mir. Leichtigkeit und Lebensfreude beginnen mich wieder zu bestimmen. Meinen Gedanken stranden nicht länger in der problemfokussierten Sackgasse, sondern entdecken Chancen, Möglichkeiten, Lösungen … ich fühle mich überwiegend wieder wie ich selbst. Noch ein wenig müde, Energielevel deutlich unter 100%, aber der Kurs stimmt und mich ein wenig in Geduld zu üben kann auch nicht verkehrt sein. Wer jetzt achtsam liest, erkennt selbstredend meinen Programmfehler (… kann nicht …), der ich gleich mal umschreibe: mich ein wenig in Geduld zu üben bringt zusätzlichen Benefit.

Spielerische Selbstironie 😉

Faszinierend, wie rasch dieser Wandel sich entstellt. Beruhigend, dass all die hochdosierten Vitamine & Co auch Wirkung zeigen. Meine Bereitschaft, diesen Prozess anzunehmen und bewusst zu durchleben, hat vermutlich auch einen Beitrag dazu geleistet. Ebenso wie mein Streben nach Struktur und Klarheit, wenn das Chaos mich zu verschlingen droht – und die Kommunikation aufrecht zu erhalten, auch wenn’s nicht leichtfällt. Reden hilft. In den vergangenen Tagen habe ich einige Feedbacks bekommen, die mich zwar im ersten Ansatz zum Schlucken gebracht haben, aber bei näherer Betrachtung durchaus nachvollziehbar waren.

Selbstfürsorge – ein Konzept, das mir von mehreren Menschen unabhängig voneinander nahegelegt wurde. Wohl nicht ganz zu Unrecht. Es besteht Optimierungspotenzial. Ab und zu bin – zugegeben – ziemlich selbstausbeuterisch unterwegs. Mitunter bin ich auch viel zu gutmütig, lasse zu, von anderen auf eine Weise behandelt zu werden, die nichts mit Wertschätzung zu tun hat. Ich halte es aus und die anderen – naja, sie wissen und können es halt nicht anders… spätestens hier leuchtet ab sofort ein Stoppschild auf. Schluss mit Gutmütigkeit. Wer sich daneben benimmt, bekommt das zu hören. Heiligenschein und endloser Geduldsfaden passen nicht zu mir.

Wie achtsam gehe ich mit mir selbst um, wenn ich zulasse, von anderen schlecht behandelt zu werden? Abgesehen davon, tut es auch den anderen nicht gut. Werden keine Grenzen aufgezeigt, setzen sie ihr Verhalten munter weiter fort. Warum sollte es auch verändert werden?  

Nur um eines klarzustellen: es geht dabei nicht um zufällige Begegnungen in den Öffis, um Zusammenarbeit im beruflichen Kontext oder dergleichen. Dort ist das alles kein Problem. Meine Mehr an Selbstfürsorge bezieht sich auf den engsten familiären Kreis, auf jenes Umfeld, in dem es meiner Erfahrung nach am schwierigsten fällt, sich selbst treu zu bleiben, gut auf sich selbst zu achten und sich abzugrenzen.

Nun ja, ich nahm einiges mit aus der Dunkelheit, das nun im Licht des Alltags auf meiner Agenda ganz oben steht. Vor mir liegt eine interessante Zeit, auf die ich mit einer gewissen Unruhe blicke. Diese Unruhe lässt sich weder in positiv noch negativ unterscheiden. Sie ist durchwachsen. Über ihr prangt in großen Lettern: Wenn du es nicht tust, weißt du nur eines mit Gewissheit – nichts wird sich ändern.

Will ich das? Soll alles bleiben, wie es war? Auch wenn es Hormone waren, die mich in den Abgrund in mir stürzen ließen, was ich dort vorfand, waren Gedanken, Verhaltensmuster, Erinnerungen, Unzufriedenheiten, Frustration, Enttäuschungen … einiges, das künftig anders werden darf und soll. Also gilt es, etwas zu verändern. Etwas anders zu tun. Von nichts kommt nichts. Oder anders gesagt: soll es anders werden, tu etwas anderes.

Apropos anderes tun: ich wandle auch seit kurzem auch auf anderen Wegen, entdecke mein Umland neu – und so manch wunderschöne Aussicht. Wie jene im Beitragsbild, nur rund 5.000 Schritte von meiner Wohnung entfernt: Wald, so weit das Blick reicht. Balsam für die Seele 😊

IM WÜRGEGRIFF DER DEPRESSION

Der Titel mag dramatisch klingen und auf düstere Schilderungen vorbereiten, doch tatsächlich geht es um Verständnis und Auswege.

Vor wenigen Tagen kam ich an einen Punkt, der dem Titel in jeder Weise gerecht wird: erschöpft, ständig müde, gleichzeitig keine Ruhe findend. Schlaf brachte keine Erholung mehr, ausgeruht fühlte ich mich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr. Antriebslos, lustlos, nichts hat noch Freude bereitet, weder im Job, noch Hobbies, auch nicht mehr kreativen Projekten, die seit Wochen mehr oder weniger im Dornröschenschlaf vor sich dahindämmern. Selbst meine Playlists funktionierten nicht mehr. Alles war nur noch dumpf – gleichzeitig fühlte ich mich häufig gereizt, angespannt, erdrückt, im Stich gelassen, allein. Im Job funktionierte ich wie gewohnt, allerdings auch bereits deutlich leistungseingeschränkt. Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnislücken. Zunehmend begann ich mich zurückzuziehen aus dem Alltag und vor allem von anderen Menschen. Das Verlassen der Wohnung wurde schwieriger, nicht nur morgens, auch für Spaziergänge am Wochenende. Ich begann mich in einem Schneckenhaus zu verschanzen.

Monatelang schob ich meinen Zustand auf die aktuellen familiären Herausforderungen in der Familie, auf die „Verpflichtung“ mich um meine Mutter zu kümmern, auf die schmerzhaften Erlebnisse meiner Kindheit. All dies reflektierte ich ausgiebig, holte mir therapeutische Begleitung, arbeitete intensiv daran … aber es veränderte NICHTS an meinem Zustand. Auf kurzzeitige Phasen voll positiver Aufbruchsstimmung folgte das nächste Tief.

Gefangen im Würgegriff der Depression.

Und dann geschah etwas unerwartetes. Für eine Vorsorgeuntersuchung ließ ich ein Blutbild machen. Der Befund sprach Bände, was meinen depressiven Zustand betraf: Mangel an Vitamin D3 und B12, Mangel an – oder besser gesagt: nahezu nicht mehr nachweisbar – Östrogen.

Ja, ich bin eine Frau in der Lebensmitte und durchlebe die damit verbundenen körperlichen Umstellungen.

Nein, ich verliere damit weder meine Weiblichkeit noch höre ich auf, Frau zu sein, nur weil mein Hormonhaushalt in eine andere Phase wechselt… nur falls jemand diesbezüglich noch veraltete Vorurteile im Kopf hat.

D3, B12 und Östrogen … jedes davon kann bei Mangelzuständen Auswirkungen auf die Psyche haben und u.a. Depressionen auslösen bzw. fördern. Was eine Kombination daraus bedeutet, durchlebe ich gerade. Es erklärt mir auch, warum alle meine mentalen Skills und über Jahre optimierten Tools nicht mehr nachhaltig greifen, sondern nur kurzzeitig wirken, warum meine intrinsische Lebensfreude wie erloschen scheint. Mentale Stärke produziert nun mal keine Hormone oder Vitamine (jedenfalls bin ich noch nicht auf dieser Entwicklungsstufe angelegt – sollte es sie überhaupt geben).

Oder anders gesagt: mit positivem Denken und mentaler Stärke habe ich mich (vermutlich) bereits seit Wochen „über Wasser gehalten“, während mein hormonelles Gleichgewicht sich weiter verschlechterte und der Vitaminmangel konstant wuchs. Bis zu dem Punkt, an dem gefühlt nichts mehr ging und ich unterging.

Die erste Reaktion meines Arztes nach der Diagnose Depression war – wie hätte es anders sein können – die Empfehlung von Antidepressiva, die ich dankend ablehnte. Ich setze auf die Einnahme von jenen Stoffen, die in meinem Körper fehlen, um die Depots wieder zu füllen bzw. das Gleichgewicht herzustellen. Mir ist bewusst, dass dies nicht über Nacht geschehen wird, da ich punkto Hormone auf die pflanzlichen Varianten setze. Vermutlich liegen einige Wochen vor mir, in denen ich mich nur langsam aus dem Würgegriff der Depression befreien werde, aber ich werde diesen Prozess bewusst durchlaufen und die Veränderung wahrnehmen. Meine Stimmung künstlich hochzufahren, nur um „normal“ zu wirken, gleichzeitig nicht wirklich zu spüren, ob mein Hormonhaushalt wieder in Balance kommt, ist für mich persönlich keine Option. Es geht um meinen Körper, meine Psyche. Wenn meine Stimmung im Keller ist, dann ist sie das. Punkt. Ich bin ausreichend reflektiert, um zu wissen, dass das, was derzeit an Gedanken und Gefühlen in mir auftaucht, massiv von meinem hormonellen Ungleichgewicht eingefärbt ist. Manchmal, wenn sich so ein „schwarzes Loch“ vor mir auftut und düstere Gedanken und Gefühle versuchen mich in seinen Schlund zu treiben, dissoziiere ich, blicke auf mich selbst und das, was in mir brodelt, nehme die „hormonelle Fremdsteuerung“ wahr. Allmählich gewinne ich daraus sogar den Eindruck, dass diese „hormonelle Fremdsteuerung“ meine Gedanken und Gefühle in eine bestimmte Richtung manipuliert, nämlich die Ereignisse in der Umwelt so zu interpretieren, dass sie meiner depressiven Stimmung entsprechen. Während der Therapie fiel mir auf, dass ich begann, längst aufgelöstes neu als Problem zu konstruieren, nur um etwas zu haben, an dem ich arbeiten kann, weil mein emotionaler Zustand anders nicht mehr erklärbar war.

Vereinfacht gesagt: alles im außen erscheint belastend und gegen mich gerichtet, weil ein Teil von mir offenbar sicht- und greifbare Auslöser braucht, die als Ursache für die Depression herhalten können. Echt tricky… und umso wichtiger, all das mit (halbwegs) klarem Kopf wahrzunehmen.

Depressionen sind kein Zeichen von Schwäche.

Depressionen können jede und jeden treffen – und müssen noch nicht einmal mit realen Ereignissen in Zusammenhang stehen.

Wer mich kennt, weiß: ich bin eine starke Frau, reflektiert, selbstbestimmt, unabhängig … all dem zum Trotz (noch) im Würgegriff einer Depression. Doch ich werde mich daraus befreien, das ist gewiss, umso mehr ich nun die Ursache kenne.

Meine Empfehlung an alle Menschen mit Depressionen, speziell an Frauen in der Lebensmitte: lasst ein umfangreiches Blutbild machen! Darin können sich Erklärungen finden.  

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ANFANG UND ENDE

… untrennbar miteinander verbunden, denn jedes Ende ist ein neuer Anfang. Mehr als drei Monate habe ich mich nun mit meiner Vergangenheit beschäftigt, mit meinem „Mutter-Thema“, bin zurückgekehrt in jene bedrückende, von Angst dominierte Stimmungswelt, in der ich früher lebte, bin durch dunkle Phasen gegangen, habe alte Erinnerungen neuerlich emotional durchlebt, habe ich mich hineingelauscht um herauszufinden, welche übernommenen Altlasten ich noch mit mir rumschleppe, habe Verabschiedungs- und Loslassens-Rituale durchgeführt … ich hab‘ echt intensiv an mir gearbeitet, um letztendlich festzustellen:

Wer ständig in die Vergangenheit blickt, verliert die Gegenwart aus den Augen.

Ich könnte noch weitere Monate damit zubringen, mich mit dem zu befassen, was einmal war – es würde nichts daran ändern, was damals geschehen ist. Dennoch war es keine Zeitverschwendung. Ganz im Gegenteil. Für mich war es wichtig, all das nochmals zu fühlen um eine Entscheidung basierend auf Erfahrungen treffen zu können:

Lieben oder Leiden?

Letzteres dominierte mich Jahrzehnte meines Lebens, Ersteres wählte ich vor einigen Jahren, ohne genau zu wissen, was mich erwarten wird (Referenzerfahrungen fehlten). Für mehr als drei Monate kehrte ich zurück in die Welt des Leidens, des Schmerzes … oder anders gesagt: ich ließ zu, in diese Welt (meiner Mutter) zurückgezogen zu werden. Vielleicht weil es die einzige Welt ist, in der wir uns begegnen können, denn meine Welt der Lebensfreude ist ihr fremd.

Es ist an der Zeit für einen neuen Anfang in (m)einer Welt, die um neue Perspektiven, einiges an Erfahrung und eine Entscheidung reicher wurde.  

„In dir ist ein Licht, das dich begleitet von dem Moment an, in dem du in dieses Leben gekommen bist, bis zu jenem Augenblick, da deine Seele weiterziehen wird. Dieses Licht heilt die Wunden deiner Seele, schenkt deinem Herzen Kraft, lässt dich spüren, was Liebe ist. Der kalte Wind versucht es auszulöschen, Schatten wollen es erdrücken, doch es geht nie aus, es leuchtet einfach weiter in dir drin. Nicht jeder kann dieses Licht in dir erkennen, das ist gut so. Nur wer selbst zum Licht wurde, erkennt sich selbst im andern.“

GEDANKEN ZUM NEIN-SAGEN

Rund um Ostern dreht sich alles um Wiedergeburt, Auferstehung, Neubeginn, das Leben „danach“. Ein passender Zeitpunkt für ein paar Gedanken zum Leben nach dem Nein-Tabu. Du fragst dich vielleicht, was das Nein-Tabu sein soll? So nenne ich jenes Verhaltensmuster, das mir als Kleinkind eingebläut wurde: ich darf nicht Nein sagen. Ein Muster, das ich vermutlich mit vielen Borderlinern (und auch Nicht-Betroffenen) teile, und das unmittelbar für eine Menge schmerzhafter Erfahrungen in meinem Leben verantwortlich ist.

Wenn das Nein-Tabu am Steuer sitzt, ist es nahezu unmöglich, Nein zu sagen – ganz gleich, was geschieht. Jemand kommt dir näher als du willst, aber du wehrst dich nicht, setzt keine Grenze, obwohl du dich ekelst vor dem, was dabei ist zu geschehen, obwohl es sich falsch anfühlt und alles in dir aufbegehrt, losschreien und weglaufen möchte, tust du nichts, lässt es einfach geschehen, weil Nein-sagen nicht erlaubt ist. Schlimmer noch, ein Nein würde noch schrecklichere Konsequenzen mit sich bringen. Jenes Nein, das dich schützen sollte, wird zur Bedrohung. Also erduldest du. Stumm. In dich zurückgezogen, in dem Versuch, möglichst nichts zu fühlen – oder das, was du fühlst, möglichst tief in die Dunkelheit des Verdrängens abzuschieben.

Ab und an treffe ich (vor allem) Frauen, die Übergriffe und Missbrauch erleben. Zu viele von ihnen bleiben, zu wenige befreien sich. Häufig treffen sie auf Unverständnis, auf Aussagen in der Art von „Warum wehrst du dich nicht?“ Grundsätzlich eine angebrachte Frage, aber wenn das Nein-Tabu seine Finger im Spiel hat, wirken Fragen dieser Art nicht wie zugeworfene Rettungsringe, sondern wie umgeschnallte Senkbleie. Natürlich weißt du, dass du dich wehren solltest, aber du schaffst es nicht, was das Gefühl des Versagens verstärkt.

Jahrzehntelang lebte ich unter der Fuchtel des Nein-Tabus, ließ Übergriffe zu, von Nahestehenden und völlig Fremden. Rückblickend der völlige Irrsinn. Eine starke, taffe Frau, die Leistungssport betrieb und im Job so einiges weitergebracht hat, erstarrte und verstummte, wenn jemand mehr wollte als ich zu geben bereit war.

Es ist mehr als an der Zeit, das Nein-Tabu den Flammen des Osterfeuers zu übergeben.

Möge das Tabu in den Flammen zu Asche verbrennen.

Möge sich aus der Asche etwas Neues erheben, ein Nein-Schild.

Möge dieses Nein-Schild mit Bedacht geführt seine schützende Macht entfalten.

Möge der kommende Sonnenaufgang ein neues Leben(sgefühl) mit sich bringen, die Kraft UND das Vertrauen, im Nein einen starken Beschützer und Verbündeten zu haben.  

Die Zeit ist gekommen, Nein zu sagen, wenn du Nein fühlst.

Zu viele Borderliner erleben die (Übergriffs- & Missbrauchs)Hölle auf Erden, weil sie nie gelernt haben, sich zu wehren, weil sie nie darin bestärkt wurden, sich zu wehren, weil ihnen nie jemand das Recht zugestanden hat, sich zu wehren … mögen sie „wiedergeboren“ werden in den Osterfeuern und sich vom Nein-Tabu befreien.

Gewidmet all jenen, die zu lange zu viel ertragen und erduldet haben.

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AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Seit Monaten beschäftigt mich mein „Mutter-Thema“. Es begann mit der Diagnose der Krebserkrankung, die mich aus meiner sicheren emotionalen Distanz zurück in das Umfeld meiner Mutter zog. Seither habe ich zahlreiche Stunden mit Reflexionen verbracht, um letztendlich immer und immer wieder festzustellen:

Es wühlt mich auf, bringt meine emotionale Balance ins Wanken, triggert schmerzhafte Erinnerungen, lässt Wut hochkochen, weckt Fluchttendenzen, gleichzeitig den Wunsch sie möge am eigenen Leib spüren, wie es mir ergangen ist, wie im Stich gelassen, überfordert, eingeschüchtert, gedemütigt, verängstigt, erdrückt, bedroht, missbraucht und einsam ich mich gefühlt habe. Keine netten Gedanken, das ist mir bewusst, aber ich bin nur ein Mensch, keine Heilige. Was ich durch meine Mutter erleben durfte, könnte ein paar lehrreiche Kapitel in einem Fachbuch für angehende Psychotherapeuten und Psychologinnen füllen. Wenn ich an meine Kindheit zurückdenken, waren die prägenden Gefühle Angst in unterschiedlichsten Facetten sowie Scham. Ich kann mich nicht erinnern, mich je geborgen oder geliebt gefühlt zu haben, dafür stand ich ständig unter Anspannung, nur ja nichts falsches zu machen oder zu sagen.

Das ich nun, nachdem ich all das überstanden und mir mein eigenes Leben aufgebaut habe, für sie da sein und mich um sie kümmern soll, wirkt auf mich wie eine Ironie des Schicksals. Das Opfer soll sich um die Täterin kümmern. Ich habe alle nur erdenklichen Facetten rund um mein „Mutter-Thema“ wieder und wieder reflektiert, mich mit meiner dunkelsten Seite auseinandergesetzt, in den Abgrund geblickt, meine Kraft und Lebensfreude schwinden gefühlt.

Letztendlich ist all das unwichtig.

Es geht weder darum, in die Vergangenheit zu starren noch auf meine Mutter und das, was sie tut oder nicht tut.

Das, worum es wirklich geht, ist Selbstsorge.

Mich selbst zu fragen, was ich brauche, was mir gut tut und was nicht. Wo die Grenze verläuft zwischen dem, was ich tun/geben kann, und dem, was mir selbst schaden würde. Anzuerkennen, dass ich nicht übermenschliches leisten muss, sondern einfach nur Mensch sein darf. Das ich mich davor schützen darf, von anderen Menschen ausgenutzt, gedemütigt, manipuliert, missbraucht oder mit negativen Gedanken/Gefühlen erdrückt zu werden – dies inkludiert auch meine eigene Mutter.

Auf den Punkt gebracht: Selbstsorge und Selbstschutz anstelle von Selbstaufopferung und Selbstverletzung.

Gut für mich selbst zu sorgen ist das, was ich als Kind hätte lernen sollen. Damals wurde es verabsäumt, deshalb hole ich es im Heute nach. Die vergangenen Monate haben mir gezeigt, dass ich offenbar ein paar Kapitel noch nicht ausreichend verinnerlicht habe. Unter anderem das Kapitel „Nein-Sagen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben“.

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EIN WORT ZUM WELTFRAUENTAG

Vor wenigen Tagen saß ich in einem Video-Meeting mit einer Runde Frauen, keine Männer. Worüber gesprochen wurde ist nebensächlich. Was mich schwer irritiert hat und immer noch nachwirkt: Sprachen diese Frauen über sich, verwendeten sie ausschließlich (und ich habe genau aufgepasst) männliche Bezeichnungen.

Die Autorin wurde zum Autor – auch wenn die Person eindeutig weiblich war.

Wer sich dazu berufen fühlt, mag darüber diskutieren, was gegenderte Schreibweisen (AutorInnen, Autor_innen, Autor/innen, Autor*innen…) bewirken oder nicht. Ich für meinen Teil fühle mich nicht zu dieser Diskussion berufen.

Aber ich frage mich, wie können mich andere als das respektieren, was ich bin, wenn ich mich selbst nicht als das respektiere, was ich bin?

Ich bin kein Autor, ich bin eine Autorin.

Ich bin kein Trainer, ich bin eine Trainerin.

Ich bin kein Projektleiter, ich bin eine Projektleiterin.

Ich bin eine Frau – und wenn ich über mich selbst spreche, bringe ich dies in meiner Sprache zum Ausdruck, damit ich gesehen werde als die, die ich bin.

Frauenpower beginnt (für mich) damit, zum eigenen FRAU-sein zu stehen.

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UNERWÜNSCHTE NEBENWIRKUNGEN

Wer meine Beiträge in den letzten Wochen verfolgt hat weiß, dass die aktuelle Situation erforderlich macht, mehr Zeit als bisher mit meiner Mutter zu verbringen und mich um einige ihrer Belange zu kümmern. Wie ich gerade feststelle, zeigen sich erste „unerwünschte Nebenwirkungen“. Um diese besser nachvollziehen zu können, werde ich ein Bild skizzieren, was ich derzeit sehr intensiv erlebe.

Unabhängig von den tatsächlichen Ereignissen, es ist alles negativ, mühsam, schwer … in den Worten meiner Mutter. Kein einziger Satz von ihr befasst sich mit positiven Aspekten, guten Nachrichten, hoffnungsvollen Aussichten. Entweder ich bekomme ihre Leidensgeschichte zu hören, oder die Katastrophen, Krankheiten und dergleichen meiner Familie, oder – wenn ich die ersten beiden Themen abgestoppt habe – die nicht hinterfragten schrecklichen Nachrichten aus dem Nachmittagsfernsehen und wenig anspruchsvollen Printmedien.

In einen Satz gebracht: Alles ist schlecht.

Entsprechend belastet ist auch die Stimmung, die ich (leider) mehr aufnehme als ich möchte. Das bemerke ich daran, dass ich plötzlich anfange, „Anzeichen“ von Lüge, Betrug und dergleichen verstärkt zu interpretieren, anstatt auf das zu achten, was es ist. Es ist, als würde ich durch eine Brille blicken, die alles in negativem Licht erscheinen lässt. Wie könnte auch etwas gut sein in dieser Welt?

Offenbar übernehme ich die negative Grundhaltung meiner Mutter – eine absolut unerwünschte Nebenwirkung. Es hat mich Jahre und viel Arbeit an mir gekostet, diese Grundhaltung abzulegen, denn ich hatte sie früher auch drauf. Und wie! Ich wuchs in einem von negativem Weltbild geprägten Familiensystem auf. Wir waren stets die Opfer. Das Erbe einer Generation, die im Krieg aufwuchs und deren innere Bilder konditioniert wurde in einer Zeit von Gewalt, Not und Überlebensangst. Meine Mutter blieb in diesem Zustand stecken, ich wollte raus und habe es auch geschafft. Aber nun zieht es mich offenbar zumindest punktuell wieder zurück.

Warum fällt es mir so schwer, mich gegen meine Mutter abzugrenzen?

Normalerweise prallt die Negativität von Menschen an mir ab. Ich nehme sie wahr, aber übernehme sie nicht. Meine Firewall hält – nur nicht bei meiner Mutter. Es gelingt mir nicht, ihre Negativität vollständig auszusperren. Vielleicht ist das auch gar nicht möglich, da ich als Kind eine Überdosis davon abbekommen habe und nun die mit diesen Erinnerungen verbundenen Emotionen getriggert werden.

Es gab keine Freude, die nicht durch irgendetwas anderes getrübt wurde. Es gab keine Anerkennung, die nicht dadurch geschmälert wurde, das zuvor nicht geglaubt wurde, es könnte gelingen (mangelndes Vertrauen). Es war nicht möglich, die Blumen im Garten zu genießen, ohne daran erinnert zu werden, wie viel Arbeit damit verbunden war. Es wurden keine Geschichten über Erfolge erzählt, keine guten Nachrichten verbreitet, stattdessen jede Menge News über Krankheiten, Streitereien, Todesfälle, Ausbeutung der Menschen durch Arbeitgeber, Politiker, Marsianer …

Wie habe ich all das überlebt?

Manchmal frage ich mich das wirklich. Etwas in mir scheint so stark zu sein, dass es mich jeglichen Widrigkeiten zum Trotz meinen Weg zurück zur Liebe, als dem mich bestimmende Gefühl finden ließ. Ich wandelte in der Finsternis mit nichts mehr als einem winzigen Funken Lebensfreude in mir.

Fürchte ich, in die Finsternis zurückzufallen?

Das wäre eine Erklärung, warum es mich derart beschäftigt, mich hier nicht besser abgrenzen zu können. Was wir fürchten, wird uns treffen – unausweichlich – denn es ist bereits in unserem Leben angekommen in dem Augenblick, in dem wir furchterfüllt auf das blicken, was geschehen könnte. Angst wirkt wie ein Magnet. Liebe übrigens auch. Beide ziehen unterschiedliches an.

Vielleicht ist die unerwünschte Nebenwirkung auch eine durchaus sinnvolle Gelegenheit, das Thema Urvertrauen aufzugreifen. Vielleicht kann mich die Negativität meiner Mutter deshalb triggern, weil irgendwo in mir noch die Furcht wohnt, der Schrecken könnte zurückkehren. Vielleicht will ich auch diesen letzten Rest an Verbindung nicht kappen, weil sonst nichts gemeinsames mehr bleiben würde. Vielleicht ist alles aber auch ganz anders.

Auf jeden Fall ist es eine Gelegenheit, in mich zu blicken und tieferes Verständnis für mich selbst zu entwickeln.

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