Endstation Hoffnungslosigkeit oder Ausgangspunkt Abenteuer?

Es war einmal … ein kleines Mädchen, in dessen Leben geschah, was nie geschehen sollte. Menschen taten, was sie niemals tun sollten. Die Zeit verging, und irgendwann war dieses Mädchen zu einer jungen Frau herangewachsen, die nicht so funktionierte, wie sie sollte. Sie erkannte, dass sie anders war, anders dachte, anders fühlte, doch sie versuchte, all dies vor der Welt zu verbergen. Tief in ihrem Innersten war sie einsam, egal wie viele Menschen rund um sie waren. Sie begann zu leiden, leise und im Verborgenen.

Gewiss, es gab auch schöne Momente in ihrem Leben, aber wenn sich der Vorhang gesenkt hatte, blieb sie allein mit der Leere, allein in der Dunkelheit, die nie ganz von ihrer Seite wich. Jene Dunkelheit, die zu ihrem bestimmenden Lebensgefühl geworden war: nie gut genug, nie angekommen, nirgendwo zuhause, Niemandem wirklich nahe, immer suchend und nie findend …

Würde meine Geschichte hier enden, wäre der Titel „Endstation Hoffnungslosigkeit“ wohl perfekt gewählt, doch meine Geschichte endet nicht hier. Genau genommen beginnt sie genau hier, an diesem Punkt. Der „Zufall“ spielte im Oktober 2017 eine Karte aus und ließ mich einen Weg einschlagen, den ich in meinen Träumen seit Kindheit an ersehnt hatte, doch nie wagte, ihn tatsächlich zu beschreiten: ich begann zu schreiben!

Dies löste eine 180 Grad Wende in meinem Leben aus, die ich in meiner Autobiographie DIS/CONNECTED dokumentiert habe.

Hier die Kurzfassung: es brauchte den spekulativen Gedanken „Was, wenn alles anders wäre …?“ und eine 600-seitige Liebesgeschichte, um mich selbst so anzunehmen wie ich nun mal bin und jene Dunkelheit in mir in das zu verwandeln, was sie seither ist. Aus meinem bisherigen Zustand der Entkoppelung (oder disconnected) von Teilen meiner Persönlichkeit und meines Gefühlslebens wechselte ich eine innige Verbundenheit mit mir selbst (reconnected). Aus einem destruktiven Problem wurde für mich ein konstruktives Potenzial. Ich erkannte, dass „Borderline“ für mich eine Münze mit zwei Seiten war: LEIDEN – bedingungslos und grenzenlos – oder LIEBEN. Ich hatte die Wahl – und ich entschied mich zu lieben!

All das, was ich jahrzehntelang erfolglos im Außen gesucht hatte (Liebe, Geborgenheit, Anerkennung), fand ich in dem einzigen Menschen, der immer für mich da war und sein wird: in mir selbst! Ich lernte, mich selbst zu lieben und zu halten – und erkannte, dass vieles längst schon rundum mich vorhanden war, ich hatte es einfach nur nicht wahrnehmen können.

Damit beginnt meine eigentliche Geschichte, die nun den Titel „Ausgangspunkt Abenteuer: ein feuriger Funken Lebensfreude“ trägt und die ich hier in diesem Blog mit dir teilen werde.

ACHTUNG: *spoiler alert* Happy End inklusive

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