DIE UMARMUNG DES LEBENS

Der heutige Beitrag begann mit einem Song, der nebenbei beim Autofahren lief: „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel aus dem Jahr 1966, also uralt, sogar älter als ich 😉 https://music.amazon.de/albums/B00PIRPOII?trackAsin=B00PIRPPLE&ref=dm_sh_e004-51fb-dmcp-4c98-e8c85&musicTerritory=DE&marketplaceId=A1PA6795UKMFR9

Meine Gedanken begannen zu kreisen.

Einer der Vorteile am Älterwerden ist jener, dass man irgendwann den Punkt erreicht, an dem man „alles irgendwie schon einmal erlebt hat“. Nehmen wir den Song. Wer sich mit dem Text von „The Sound of Silence“ befasst hat, wird feststellen, dass die Aussagen heute aktueller denn je sind. Vereinsamung und Depressionen, die sich ausbreiten wie ein Krebsgeschwür, leise und scheinbar unbemerkt… Menschen, die einfach nur reden ohne wirklich etwas zu sagen, die zuhören ohne zu verstehen … Zu den Neon-Göttern können wir getrost unsere synthetischen Idole und unerreichbaren Ideale hinzurechnen. Und es gibt – damals wie heute – jene, die sich nicht als Teil von dieser Gesellschaft angenommen fühlen und deren Hilferufe heute vielleicht weniger in U-Bahnstationen und Hauskorridoren, dafür mehr auf den Plattformen der sozialen Medien zu finden sind.

Seit der Entstehung des Songs ist also mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen, aber wie viel sind wir weitergekommen? Grüblerische Gedanken, düstere Stimmung … wer meine Texte aufmerksam liest, wird mittlerweile erkannt haben, dass ich mich zwar immer wieder in die „Dunkelheit“ fallen lasse, nach meinem Besuch jedoch wieder ins „Licht“ zurückkehre. Ich spiele mit dem Prinzip der Dualität: alles im Leben hat zwei Seiten (mindestens). Diese Überzeugung hilft mir, meinen Kurs zu korrigieren, wenn ich drohe, mich in der Dunkelheit meine Gedanken und Gefühle zu verlaufen.

Meine Gedanken kreisten also weiter: Die schöne neue virtuelle Welt. Sie macht es so viel einfacher andere auszugrenzen – oder sich ausgegrenzt zu fühlen. Jede Minute am Bildschirm verringert die Zeit zwischenmenschlicher Begegnung quantitativ und qualitativ. Anonymität macht unberührbar. Alternative Fakten zaubern eine maßgeschneiderte Realität, die manchmal kaum mehr etwas mit der echten Realität zu tun hat. Eine Welt, die ein Fluch sein kann.

Die schöne neue virtuelle Welt. Sie ermöglicht Begegnungen von Menschen, die in der physischen Realität nur mit erheblichem Aufwand möglich wären, über riesige Entfernungen und zeitliche Distanzen hinweg. Jenseits vom kulturellen Korsett bietet sie die Freiheit zu leben, was sonst verborgen bleiben muss. Aus der Vielfalt heraus kann entstehen, was ein einzelner kaum zu denken vermag. Eine Welt, die ein Segen sein kann.

Das verstehe ich unter Dualität: Etwas betrachten, und beide (oder sogar mehrere) Facetten wahrnehmen, beide Seiten einer Münze. Nichts in diesem Universum hat nur eine Seite, davon bin ich überzeugt. Leider erlebe auch ich, dass sich die unangenehmen Seiten tiefer in mein Gedächtnis einbrennen und auch schneller als Erinnerung wieder zurückkehren. Das liegt an den intensiven Emotionen, die damit verbunden sind und mitunter unter dem Hashtag „existenzbedrohend“ abgelegt wurden.

Unsere Gegenwart mag mit synthetischen Idolen und realitätsfernen Idealen, mit mehr Schein als Sein, Oberflächlichkeit, Ignoranz, Rücksichtlosigkeit und hemmungsloser Selbstüberschätzung der Spezies Mensch zu bewerten sein – auf der einen Seite.

Auf der anderen Seite ist da so viel mehr. So viel Gutes und Schönes, das in der Flut der Belanglosigkeiten zu versinken scheint, wenn wir übersehen, unsere Aufmerksamkeit darauf zu richten. Ein Mensch kann heute aus einem kleinen Kämmerlein heraus mit ein paar Mausklicks eine lebensfrohe Botschaft an Millionen von anderen Menschen richten. Nie zuvor war dies möglich. Welch eine Zeit!

Und dann war sie plötzlich da: meine Idee! Oder besser: Meine Frage „Kann ich das auch?“ Reizvoll, sehr reizvoll, es zu versuchen… [Wer JAN/A gelesen hat, weiß, wer diese Zeile schreibt 😉] … unwiderstehlich. Hier nun meine Idee im Detail:

Ich will eine Botschaft in diese Welt hinaussenden, jene Antwort – oder besser – jenes Gefühl, dass ich solange vermisst hatte, weil ich verlernt hatte, es wahrzunehmen: Die Umarmung des Lebens. Jeder von uns kennt es. Egal, wie mies dein Leben verlaufen ist oder vielleicht noch läuft, irgendwann gab es auch in deinem Leben Momente, vielleicht nur Minuten oder Sekunden, in denen du völlig im Hier und Jetzt warst, in denen alles absolut in Ordnung war und du dich mit allem verbunden gefühlt hast – für Augenblicke nur. Vielleicht hast du einen Fluss beobachtet und Blätter, die tänzelnd auf dem Wasser treiben? Vielleicht einen Baukran als dunklen Scherenschnitt vor einem in leuchtenden Farben glühenden Abendhimmel? Vielleicht hast du ein Kind im Arm gehalten? Vielleicht die Liebe deines Lebens? Was auch immer es war – es gab diese Momente, gleich ob viele oder nur wenige, es gab sie. Auch in meinem Leben. So wie jetzt, während ich diese Zeilen tippe und das Gefühl habe, dass alles genau richtig ist: mein Leben, ich selbst, alles, hier und jetzt. Keine Sorgen, keine Ängste, einfach nur leben im Augenblick, in einem Atemzug, einem Herzschlag, eins mit allem sein und die Umarmung des Lebens fühlen. Egal, was morgen sein wird, Probleme, Ärger, Stress … die andere Seite des Lebens, die mich manchmal wie der Schlund eines Ungeheuers zu verschlingen droht, bis ich mich wieder daran erinnern, dass da noch etwas anderes ist, und sie fühle: die Umarmung des Lebens.

Diese Botschaft will ich in die Welt hinaussenden unter dem #feeltheembraceoflife (Feel the embrace of life – fühle die Umarmung des Lebens) und damit zum Ausdruck bringen: ja, ich kann sie fühlen, die Umarmung des Lebens, denn sie ist es, die uns alle miteinander verbindet.

Ich will so viele Menschen wie möglich dazu auffordern, es mir gleich zu tun. So wie dich, hier und jetzt. Deshalb lade ich dich ein: richte deinen Blick nach innen, zurück zu diesem einen besonderen Moment, du weißt, welche ich meine. Vertrau mir, du kannst es fühlen, tief in dir – die Umarmung des Lebens. Folge einfach deinem Gefühl. Es wird dich leiten, vielleicht auf Umwegen, vielleicht direkt, doch dann beginnst du dich zu erinnern, wo du warst, was rund um dich war, was du getan hast. Vielleicht war es still um dich, vielleicht hast du auch etwas gehört. Was war es? Vielleicht warst du allein, vielleicht waren Menschen um dich? Wer waren sie? Vielleicht hast du in Ruhe verharrt, vielleicht warst du mit etwas beschäftigt? Womit? Was hast du gefühlt? Welche Bilder erinnerst du, welche Farben? Vielleicht duftet deine Umarmung des Lebens nach Erdbeeren? Oder Kaffee? Vielleicht schmeckt sie nach Schokolade? Oder nach einem Kuss? Vielleicht war da Musik? Oder nur ein Herzschlag? Deiner? Lass dich in deine Erinnerung fallen, zurück in die Umarmung des Lebens. Vielleicht beginnst du zu lächeln? Verweile und genieße die Umarmung des Lebens mit allen Sinnen, solange du willst – und sei dir bewusst, du kannst jederzeit in dieses Gefühl zurückkehren und in die Umarmung des Lebens.

Vielleicht willst du sie sogar mit mir und anderen teilen? Vielleicht willst du diesem besonderen Augenblick ein Manifest geben? Worte, Bilder, Töne … was auch immer es für dich ist. Poste dein Manifest der Umarmung des Lebens in den sozialen Medien unter #feeltheembraceoflife

Lass uns gemeinsam ein Feuer entfachen, das überall auf dieser Welt in den Herzen der Menschen die Erinnerung an den besonderen Moment der Umarmung des Lebens aufleuchten lässt. Und vielleicht wird es für manche das Licht sein, dass sie aus der Dunkelheit zurück zu sich selbst finden lässt.

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