ERKENNE DICH SELBST – eine Reflexion zur Problemlösung

Gegen die Angst

Gegen den Schmerz

Jedes GEGEN ist ein Kampf.

Letztendlich gegen sich selbst.

Warum kämpfen wir so oft GEGEN etwas?

Und so selten FÜR etwas?

Für Vertrauen

Für Geborgenheit

Für Liebe

Weil wir ganz einfach nicht FÜR etwas kämpfen können, ohne gleichzeitig GEGEN etwas zu kämpfen.

Jeder Kampf erfordert einen Gegner… und wenn es nur wir selbst sind.

Jeder Kampf bringt immer auch einen Verlierer … und wenn es nur wir selbst sind.

Wer ohne Verlust gewinnen will, kann dies nur ohne Kampf erreichen, im Einvernehmen, durch Anerkennung, Integration und Kooperation.

Diese Zeilen poste ich vor wenigen Tagen in Facebook und Instagram. Sie entstanden – wieder einmal – inspiriert durch das, was mir unmittelbar zuvor im realen Leben begegnete: Menschen, die sich voller Enthusiasmus und durchaus im positiven Sinne dem Kampf oder zumindest der Arbeit GEGEN etwas verschrieben haben. Weil dem so ist und ihre Motive als „lösungsinteressiert“ eingestuft werden können, ist es umso wichtiger, auch die entsprechenden lösungsorientierten Arbeitsprogramme im Unterbewusstsein zu etablieren. Und das sind nun einmal nicht GEGEN-Programme.

Leider ist das nur wenigen bewusst.

Für mein Empfinden wird das neurolinguistische Potenzial der Sprache im Alltag viel zu selten genutzt. Ein simples Beispiel:

Es gibt Menschen, die SUCHEN nach Lösungen.

Und es gibt Menschen, die FINDEN Lösungen.

Zwei einfache Sätze, die sich gut im alltäglichen Sprachgebrauch beobachten lassen. Bringt man sie in Korrelation mit den Ereignissen auf dem Lebensweg der jeweiligen Personen, lassen sich zumeist rasch sich wiederholende Muster erkennen. Wem fällt es wohl leichter, Probleme zu lösen? Die Antwort liegt auf der Hand.

Manche werden nun ungläubig den Kopf schütteln und sich dagegen verwehren, dass es „so einfach sein kann“. Den Beweis für ihre Skepsis liefert das Leben (oder besser gesagt: Das entsprechende Programm in ihrem Unterbewusstsein) selbstredend umgehend.

Wieder einmal landen wir bei „Henne oder Ei?“

Bedingt das Programm im Unterbewusstsein das Erleben im Außen oder formt das Erleben im Außen das Programm im Unterbewusstsein?

Beides zutreffend.

Für eine Veränderung im Außen braucht es allerdings zuerst eine Veränderung im Innen.

Ein Zitat, das ich vor vielen Jahren für mich entdeckte, begleitet mich seither und hat mir schon oft gute Dienste erwiesen:

„Wer die Menschen kennen lernen will, der studiere ihre Entschuldigungsgründe.“

Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker (1813 – 1863)

Allerdings wende ich diese Weisheit nicht nur auf andere, sondern in erster Linie auf mich selbst an – indem ich meine eigenen Entschuldigungen und Ausreden betrachte und daraus Rückschlüsse auf das ziehe, was in mir wirkt. Auf diese Weise trickste ich quasi meinen „blinden Fleck“ aus. Jenen „blinden Fleck“, den wir alle in Bezug auf uns selbst haben. Bei anderen fällt uns so einiges auf, was wir an uns selbst nur allzu leicht übersehen.

Sei es nun der Kampf GEGEN etwas oder die SUCHE nach Lösungen … Diese Worte, aus denen unaufhaltsam unsere inneren Programme werden, die wiederum zuverlässiger als jedes von Menschen erdachte Betriebssystem funktionieren, erschaffen unser Erleben der Welt. Läuft es nicht rund im Leben, gilt es nach innen zu blicken. Doch wo anfangen? Der menschliche Geist ist komplex, häufig gut trainiert in Ablenkung und Verschleierung.

„Erkenne dich selbst“

… wie das Orakel von Delphi es einst forderte, kann der entscheidende Schlüssel sein.

Schon damals galt: Die Erkenntnis der Innenwelt sollte als Zugang zur Problemlösung in der Außenwelt dienen. All jene, die im Schulunterricht aufgepasst haben, wissen, dass dieses Orakel viele Jahrhunderte vor Christi Geburt in Griechenland existierte. Jahrtausende altes Knowhow, das seither in der Schatztruhe der menschlichen Weisheit verwahrt wird, und leider noch immer kein flächendeckendes Umsetzen im Alltag erlebt.

Ein Grund mehr für mich, immer wieder darüber zu erzählen.

Der Eingang zur Lösung unserer Probleme ist jene imaginäre Pforte in unserem Geist, über der in großen Lettern die Worte prangen:

Erkenne dich selbst

gnôthi seautón, γνῶθι σεαυτόν

Wir mögen heute Autos haben, Computer, Facebook und all die Errungenschaften der modernen Welt, doch bei der Lösung unserer Probleme sind wir nicht weiter als die Menschen vor über 2.500 Jahren. Vielleicht waren sie weiter als wir heute? Wer weiß? Immerhin erdachten sie Wege, die bis heute funktionieren – wenn wir sie denn beschreiten. Wir müssen nicht einmal etwas neu erfinden, sondern einfach nur das tun, was bereits seit Jahrtausenden unzählige Male getan wurde:

Blicke nach innen, erkenne, und verändere zuerst im Innen. Sei dir bewusst, das Außen wird folgen.

Jedes weitere Wort dient im Grunde genommen nur der Befriedung des Bedürfnisses nach Beweisen für einen weiterverbreiteten Glaubenssatz: „Es ist so schwer, also muss es auch kompliziert sein“… ist es aber nicht 😉

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