EINE ETWAS ANDERE FACETTE VON LEBENSFREUDE

Vor einigen Tagen spielte mir Facebook ein Video auf den Bildschirm. Es ging um die 3 Hauptursachen von Krebs. Keine leichte Kost – und was hat das mit Lebensfreude zu tun? Dazu komme ich gleich. Vorher noch ein paar Worte zu meiner Motivation, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Seit meiner frühestens Kindheit erlebe ich, dass Menschen in meinem Umfeld (hauptsächlich meine biologische Familie) an Krebs erkranken und die meisten auch daran sterben. Ich habe also bereits früh eine gewisse „Furcht“ entwickelt, die Nächste zu sein und daraus wiederum mich dafür interessiert, was ich tun kann, um „aus der Reihe zu tanzen“. Wenn es das Thema Krankheiten betrifft, bin ich liebend gerne das schwarze Schaf meiner Familie und gesund.

Ich teile hier den Link zu dem Video für alle, die es gerne selbst sehen möchten.

Manches in dem Video kannte ich bereits, doch eine Schilderung war für mich diesem Zusammenhang neu: Wie die Wechselwirkung von Sympathikus und Parasympathikus das Risiko an Krebs zu erkranken beeinflusst.

Hier ein kleiner Exkurs, was Google zu Sympathikus und Parasympathikus dazu findet:

Sympathikus und Parasympathikus sind Teil des vegetativen Nervensystems. Sie sind funktionell gesehen meist Gegenspieler: Während der Sympathikus den Organismus auf eine Aktivitätssteigerung („fight or flight“) einstellt, überwiegt der Parasympathikus in Ruhe- und Regenerationsphasen („rest and digest“).

Zurück zum Video und um es auf den Punkt zu bringen: sehr lange Sympathikus-gesteuerte Phasen und zu wenig Regenerationsphasen tragen ihren Teil dazu bei, Krebserkrankungen zu fördern. Außer dem üblichen Alltagsstress gehören auch Traumatisierungen und deren Nachwirkungen zum Team Sympathikus. Auf der anderen Seite versammeln sich im Team Parasympathikus neben erholsamem Schlaf, Ruhephasen, Meditation etc. auch Lebensfreude und Lachen. Irgendwie logisch. Wer Lebensfreude empfindet, ist selten zeitgleich gestresst. Zumindest erlebe ich es auf diese Weise.

Lebensfreude als Gesundheitsvorsorge?

Wenn ich auf meine Familie blicke, nehme ich ganz selten Lebensfreude wahr. Eher das Gegenteil. Insofern bestätigen sich die Aussagen des Videos. Aber wer nun denkt: Hey, ich beuge vor und empfinde Lebensfreude, damit ich nicht krank werde … wird feststellen, dass das so nicht funktioniert. Aus einer Angstmotivation heraus Freude zu empfinden ist der falsche Ansatz per se. Lebensfreude kann vielleicht bewusst gestärkt werden, aber sicherlich nicht erzwungen oder vorgetäuscht.

Wochentags verbringe ich täglich rund zwei Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei begegnen mir hunderte Menschen, immer häufiger unmaskiert. Ich blicke in viele hübsche Gesichter, teilweise perfekt in Szene gesetzt, doch ich erblicke nur ganz selten Lebensfreude. Leblose Augen, versteinerte Mimik, die sich mitunter fratzenartig verzerrt, sobald die Person ins Handy spricht. Ohne die Worte zu verstehen, zeigen sich die dahinterliegenden Emotionen – definitiv keine Lebensfreude. Es erschüttert mich jedes Mal aufs Neue zu erleben, wie hässlich an sich schöne Menschen werden, wenn sie den Mund aufmachen und ihre Gedanken in die gesprochene Realität drängen. Kein Makeup der Welt kann das übertünchen.

Natürlich kann man auf dem Standpunkt stehen, dass es in der derzeitigen Situation keinen Grund für Lebensfreude gibt. Probleme rundum, Krisen, Teuerungen …

ABER nichts davon ändert sich, ob ich mich nun innerlich von negativen Gefühlen, Ängsten, Frust, Stress etc. zerfressen lassen, oder ob ich der Realität mit einer großen Portion Gelassenheit und Lebensfreude begegne. Die Umstände mögen nicht so sein, wie ich sie gerne hätte, ABER ich kann mich entscheiden die zu sein, die ich gerne sein möchte. Will ich meinen Frust mit dieser Welt teilen, oder meine Lebensfreude? Was soll mich bestimmen?

Aus meiner Erfahrung bei Feuerlauf-Seminaren weiß ich, dass es meine eigene Vorstellungskraft ist, die mich dazu befähigt, barfuß über glühende Kohlen zu laufen. Da ist kein Trick dabei. Nur meine Gedanken, meine Gefühle, fokussiert auf das Ziel, machen das scheinbar Unmögliche möglich.

Jeder Gedanke, jedes Gefühl, bewusst oder unbewusst, wirkt 24/7 auf jede Zelle meines Körpers.

Lebensfreude als Grundhaltung im Leben … welch ein Potenzial!

Vor einigen Jahren entschied ich mich, die zu sein, die ich innen drin immer war und immer sein werde: ein feuriger Funken Lebensfreude – die vermutlich beste Entscheidung meines Lebens 😉

Bild: pixabay.com

AB INS RAMPENLICHT !?!?!?

Ehrlich gesagt, bis heute Morgen wusste ich nicht, was ich diese Woche mit der Welt teilen möchte. Geschehen ist eine Menge, aber irgendwie auch nichts „Neues“.  Nichts, was ich als teilenswert im Sinne von inspirierend eingestuft hätte. Bis ich heute während meiner Morgengymnastik nebenbei in Ö3 (österreichischer Radiosender mit der größten Reichweite im Land) in der Sendung „Frühstück bei mir“ etwas aufgeschnappt habe …

Zu Gast war heute eine Frau (ich nenne hier bewusst nicht ihren Namen) mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Als 10-jährige entführt, verbrachte sie 3.096 Tage in einem Kellerverlies, bis ihr im Alter von 18 Jahren die Flucht gelang. Über ihre Erlebnisse in dieser Zeit und ihre Strategien, all dies zu überleben, schreibt sie Bücher und tritt in der Öffentlichkeit auf.

Hier sind wir auch schon beim Punkt angekommen.

Öffentlichkeit = Rampenlicht.

Im Laufe der Sendung gab es etliche positive Rückmeldungen, aber auch Stimmen, die meinten, sie würde sich zu sehr ins Rampenlicht drängen. Eine Frage, die ich mir auch hin und wieder stelle: Dränge ich mich mit meiner Geschichte ins Rampenlicht?

Für mich persönlich waren Menschen, die außergewöhnliches erlebt haben, stets eine Inspiration. Ich weiß noch, dass ich 2x in meinem Leben einen (denselben) Menschen getroffen haben, der mich stark beeindruckt hat. Es lagen Jahre dazwischen, der Kontext war völlig unterschiedlich, doch der Mensch war derselbe: geboren als sogenanntes „Contergan-Baby“, also mit extrem verkürzten, verstümmelten Gliedmaßen, war dieser Mensch für nahezu alles (Essen, Trinken, Körperhygiene, Kleidung) auf fremde Hilfe angewiesen … und strahlte eine unglaubliche positive Energie aus, hatte einen Job (PC-Arbeit mittels eines Stiftes, den er im Mund hielt), Freunde und ging gerne aus. Wir waren gemeinsam auf einem Konzert. Keine Spur von Opfer, Anklage, Selbstmitleid …

Jahre später traf ich auf einen, dessen Heimfahrt von der Disco im Krankenhaus endete: Querschnittlähmung. 18 Jahre, kaum noch gelebt, und der nach einer schweren Zeit sich selbst wieder aufgebaut hat und danach mehrfacher Olympiasieger wurde. Mit so einem Menschen von Angesicht zu Angesicht zu sprechen, ließ mich spüren: der braucht keine Selbstdarstellung. Der war ganz unten und hat sich selbst wieder raufgearbeitet. Der will weder protzen noch was verstecken. Der lebt, was er ist und will als das, was er ist, wahrgenommen werden.

Genauso geht es mir heute. Ich mag nicht so bekannt sein, wie die Frau im Radio (zumindest hat der Rundfunk bei mir noch nicht angefragt 😉) oder der Olympiasieger, aber ich bin, wer ich bin. Erzähle meine Geschichte ungeschminkt, ungeschönt; will weder protzen noch was verstecken. Will gesehen werden als die, die ich bin.

Rampenlicht ist tückisch. Stehst du mittendrin, blicken dich alle an. Erlischt es, sieht dich meistens niemand mehr.

Meine Reichweite mag überschaubar sein, dennoch gelingt es mir hin und wieder, Menschen zu inspirieren, zu motivieren. Manche begleite ich eine Zeit lang, andere kreuzen einmalig meinen Weg und ich erfahre nie, was daraus wurde, aber ich bin überzeugt, dass nichts ohne Wirkung bleibt in diesem Universum. Jeder „Impact“ löst etwas aus. Jede Begegnung bringt etwas in Bewegung, früher oder später, mehr oder weniger, in diese oder jene Richtung. Keine zwei Teilchen können im Universum aufeinandertreffen, ohne sich wechselseitig zu beeinflussen – warum sollten es zwei Menschen können? – Rampenlicht hin oder her.

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WORUM ES IM LEBEN WIRKLICH GEHT (2)

… das ist meiner bescheidenen Meinung nach die Grundhaltung. Egal, was rundum ist, ob absolutes Chaos oder Friede-Freude-Eierkuchen, ob die Menschen mich mögen oder nicht, ich mache mir eines stets aufs Neue bewusst:

Ich lebe! Ich atme, fühle, kommuniziere … auf welche Weise auch immer, ich bin mit der Außenwelt in Interaktion und kann mich entscheiden, was ich in diese Welt und zu den Menschen hinaussende.

Jammere ich anderen die Ohren voll über (für mich) Unveränderliches? Finde ich Schuldige und übernehme die Rolle von Ankläger-Henker-Richter in Personalunion? Trage ich meines dazu bei, den Haufen menschlicher Negativität ein Stückchen wachsen zu lassen? Nutze ich die öffentliche Bühne um mich als Opfer zu zelebrieren?

Oder (und an dieser Stelle bremse ich meinen Drang zur Theatralik ein, um die Aufzählung in einem überschaubaren Bereich zu halten, denn … ganz ehrlich, mir würde noch so einiges einfallen 😉) entscheide ich mich, Botschaften nach außen zu senden, die Hoffnung schenken, die inspirieren, die das Herz berühren, die Kraft verleihen und das Vertrauen stärken in das Leben, die Menschen, mich selbst.

Paul Watzlawick sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Dem stimme ich voll und ganz zu.

Die sozialen Medien verleihen jeder einzelnen Stimme eine schier grenzenlose Reichweite. Meine Worte können 24/7 rund um den Globus von jedem vernommen werden, der über Internetzugang verfügt.

Welch eine Macht!

Welch eine Verantwortung! … mehr denn je!

Wirklich jede und jeder von uns trägt zu dem Bild bei, das in diesem Augenblick entsteht, dass sich in den Köpfen unzähliger Menschen manifestiert, dabei ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen beeinflusst.

Stell dir vor, was geschehen würde, wenn ab sofort nur noch lebensbejahende Botschaften geteilt würden?

Die Menschheit steht vermutlich vor ihrer bislang größten Herausforderungen, diesen Planeten als Lebensraum für sich zu erhalten, das längst überholte Konzept von Krieg abzuschaffen, um mittels Kommunikation und Kooperation zu einem friedvollen Miteinander zu finden, in kulturellen Unterschieden nicht die Grenzen, sondern verbindende Vielfalt zu erkennen. Dazu noch all die „kleinen“ persönlichen Herausforderungen.

Wir haben echt viel vor uns.

Wäre es da nicht angebracht, Mut zu machen? Worte und Bilder zu teilen, die uns darin bestärken, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten?

Es ist ähnlich wie mit der Schwerkraft. Ganz gleich, ob du daran glaubst oder verstehst, wie sie funktioniert, sie wirkt und hält dich am Boden (der Realität). Ob du nun daran glaubst oder verstehst, wie es funktioniert, jedes deiner Worte wirkt in dieser Welt, deshalb … wähle deine Worte mit Bedacht. Sie sind der Samen, den du in der Gegenwart auf die Reise schickst und aus dem die Zukunft erwächst.

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