JAHRESTAG

Am 13.07.2020 endete mein „altes“ Leben. Mein „Neues“ erreicht in Kürze seinen ersten Jahrestag. Mein Jahr danach.

Auf der Zielgeraden kommen noch so einige Fragen an die Oberfläche, die ich längst beantwortet glaubte. Zu meiner Entscheidung von damals stehe ich nach wie vor. Wenngleich schmerzhaft, war sie mein Schritt in die Freiheit und mein eigenes Leben. Was mich beschäftigt ist vielmehr die Frage nach dem „Was will ich?“

Wenn erneut alles möglich scheint, tauchen plötzlich auch altbekannte Widersprüchlichkeiten auf.

Beziehung? Ja.

Freiheit? Unbedingt!

Gemeinsamkeit? Immer gut.

Individualität? Must have

Rückzug? Brauche ich.

Kommunikation? Ohne die geht gar nichts.

Kompromisse? Werden wohl notwendig werden, aber faule keinesfalls.

Um ehrlich zu sein habe ich in fast allen Bereichen meines Lebens die angepeilte Klarheit erreicht – nur nicht in Bezug auf „Beziehung“. Ich wünsche mir einen Partner auf Augenhöhe, der mich versteht. Spätestens hier fängt es an, schwierig zu werden. MICH verstehen?

Eine Kombination aus hochgradig emotional und unterkühlt rational, romantisch-naiv und pragmatisch-logisch … ich könnte noch so einige Widersprüche aufzählen, es würde nichts an meiner Frage ändern: WER hält das aus?

Eine Persönlichkeit, die derart komplex ist, dass man gut und gerne glauben möchte, es mit mehreren zu tun zu haben.

Eine Persönlichkeit, die dazu neigt, sich an ihr Umfeld anzupassen um der Harmonie willen, und die theatralisch ausbricht, wenn es zu viel der Anpassung wird und zu wenig Eigenes bleibt.

Eine Persönlichkeit, die ihresgleichen sucht … vermutlich im wahrsten Sinne des Wortes.

Welch geniale Metapher erschuf ich für mich mit dem „Dämon und der Einen“. Das Geschlecht lässt sich beliebig austauschen. Die Dämonin und der Eine. Wird mich dieser Eine finden? Wird er hinter den Spiegel blicken und das feurige, liebende Herz der Dämonin erkennen? Zweifel am großen Plan des Lebens? Da hilft nur eines: sich in die Umarmung eben jenes Lebens fallen zu lassen in der tiefen Überzeugung, dass alles genau so ist, wie es sein soll – weil es gar nicht anders sein kann. Auch wenn das Ego dabei ein wenig quietscht. Diese Reise folgt ihren eigenen Stationen. Manchmal gilt es einfach sich zurückzulehnen und abzuwarten, was als nächstes geschehen wird.

Womit sich (wieder einmal) eine meiner großen Lernaufgaben bemerkbar macht: GEDULD 😊

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FREIHEIT – UND WAS DANN?

Frei zu werden von den „Altlasten“ der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart wirken und so manch hinderliche Verhaltensmuster aktiv halten.

Frei zu werden von den Verstrickungen, die mich mitunter zurück auf die emotionale Achterbahn werfen.

Frei zu werden, MEIN eigenes Leben zu leben.

Frei zu werden, einfach nur ich zu sein und dies auch der Welt zeigen zu können – nicht aus dem stillen Kämmerlein, über Texte, sondern im realen Leben da draußen.

Frei zu werden, voll und ganz lebendig zu sein.

Nichts wünsche ich mir mehr als diese Form von Freiheit. Dennoch – ich zögere die (möglicherweise) letzten dafür erforderlichen Schritt hinaus. Seit rund einem Jahr.

Warum?

Hier meine Analyse dazu:

Im Oktober 2017 entstand scheinbar aus dem Nichts heraus die Idee jener Geschichte, die in Folge zu JAN/A wurde. Im März 2018, am Ende von Band 1 angekommen, offenbarten sich (wiederum wie aus dem Nichts) die Handlungsstränge von Band 2 und 3. Gleichzeitig spürte ich in mir die unerschütterliche Gewissheit, am Ende von Band 3 auch jene oben geschilderte Freiheit erlangt zu haben.

Wie ging’s weiter?

Im Juni 2020 erschien Band 2 und ich arbeitete bereits an Band 3, als im Juli 2020 meine langjährige Beziehung zerbrach. Ein wichtiger Schritt Richtung Freiheit, aus einer (wie ich aus heute sehe) toxischen Beziehung. Trotzdem stagniert seither die Arbeit an Band 3. Ich schrieb nur ein paar Szenen. Eine der Hauptfiguren schmort nach wie vor im selbstgeschürten emotionalen Fegefeuer. Ebenso wie ich? Berechtigte Frage. Verweigere ich unbewusst die letzten Arbeitsschritte, um länger leiden zu können? Der Gedanke daran mag unangenehm sein, doch er ist nicht so abwegig.

Eine nie zuvor gekannte Freiheit bringt auch nie zuvor gekannte Chancen und Risiken mit sich.

Was könnte nicht alles schiefgehen?

Welchen Gefahren setze ich mich aus, wenn ich endlich das tue, was ich mir seit Jahrzehnten versage? Wovon ich träume, aber es nie umzusetzen wagte aus Angst vor dem, wie andere darauf reagieren? Negatives Feedback schmerzt immer noch.

Im Altbekannten liegt Sicherheit. Veränderungen sind stets ambivalent.

„Wasch mich, aber mach mich nicht nass!“ … diesen Satz habe ich vor Jahren in einer Ausbildung aufgeschnappt. Derzeit geistert er häufig durch meinen Kopf und wird auch vermehrt ausgesprochen, weil mir rundum an einzelnen Menschen und ganzen Organisationen eben jenes Verhalten auffällt.

Veränderung – ja! Möglichst alles soll besser werden.

Was anderes tun – nein! Etwas anders machen wollen wir nicht.

Das funktioniert leider in der Praxis nicht. Andere Ergebnisse erfordern andere Handlungen. Wer mehr von dem macht, was er/sie bisher getan hat, bekommt mehr von dem, was er/sie schon hat. Wie oft habe ich diese Weisheit anderen vorgepredigt. Bin ich darüber hinaus blind geworden, sie in meinem eigenen Handeln zu erkennen?

 Naja, immerhin hält mir das Leben einen überdimensionalen Spiegel vor Augen: mein gesamtes Umfeld. Wenn es mir rundum auffällt, dann bedeutet das, eben jenes Thema ist zeitglich in mir aktiv – sonst würde ich es nicht wahrnehmen. ALLE Themen des Menschseins sind stets um uns präsent. Doch unsere Wahrnehmung filtert genau jene heraus, die uns (unbewusst) beschäftigen.

Das ist genau so wie in einer vollen Wartehalle am Flughafen. Unzählige Gespräche in etlichen Sprachen werden geführt. Wir hören fokussiert genau Gespräche in den Sprachen, die wir auch verstehen. Der Rest ist „Hintergrundrauschen“.

Ergo: auch wenn mein Verstand anderer Meinung ist, ein Teil von mir blockiert jenen (finalen) Entwicklungsschritt in die Freiheit.

Ein Teil, der Angst hat vor dem Unbekannten, das sich am Ende dieses Weges – und damit am Beginn eines neuen Weges – finden wird.

Ein Teil, der in den Arm genommen werden will, dem es Vertrauen entgegenzubringen und Geborgenheit zu vermitteln gilt, denn dieser Teil wird darüber entscheiden, ob ich meine ersehnte Freiheit erlangen werde oder nicht.

Ein Teil, der in der nächsten Zeit viel Aufmerksamkeit von mir bekommen wird.

… und ich weiß auch schon, welchen Weg ich beschreiten werde, um diesem Teil all dies zu geben. Schließlich schmort dieser Teil von mir noch im emotionalen Fegefeuer.

Es ist an der Zeit, dass der Adler erneut seine Schwingen ausbreitet.

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WIE GEHT ES DIR?

… eine dieser Fragen, die wir unzählige Male stellen. ABER wer will eine wahrheitsgemäße Antwort darauf hören? Wer kann mit solch einer Antwort umgehen? „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“ postulierte Ingeborg Bachmann – doch meine persönliche Erfahrung sieht anders aus. Die Wahrheit verschreckt zahlreiche Menschen, denn sie erinnert an das, was sie vergessen möchten.

Ich habe mir (leider) den Reflex angewöhnt – wie viele andere auch – Fragen nach meinem Befinden auf eine Weise zu beantworten, die den gesellschaftlichen Konventionen entspricht, vom Gegenüber akzeptiert werden kann – und viel zu oft nicht der Realität entspricht. Im Laufe der Jahre verlor ich mich mehr und mehr in dieser Halbwahrheit. Es war gar nicht so einfach, wieder wahrnehmen zu lernen, wie es mir tatsächlich ging. Deshalb stelle ich mir häufig selbst diese Frage.

Wie geht es mir?

Gut. Es geht mir gut.

Was bedeutet das?

Keine aktuellen körperlichen Schmerzen. Keine Drama-Energie. Keine Depression… wenn ich meinen Zustand mit der „Problem-Brille“ betrachte und mich auf das Fehlende fokussiere.

Oder: Körperliches Wohlbefinden, Gelassenheit, Lebensfreude … wenn ich auf das sehe, was da ist.

Rhetorische Spielchen 😉 Dennoch lande ich wieder bei Begrifflichkeiten, die unterschiedlich verstanden werden können und damit bei einer unklaren Aussage.

Ich gestehe: Ich bin ein klein wenig kompliziert 😉

Scherz beiseite: Ich traue manchmal dem Frieden in mir nicht, weil ich mich in der Vergangenheit allzu oft in der Selbsttäuschung verloren habe.

Um herauszufinden, wie es mir wirklich geht, schreibe ich die Gedanken und Gefühle auf, die in mir aufsteigen, die mich durch den Tag begleiten. Sie vermitteln mir ein Bild, was gerade in mir los ist, das wesentlich präziser ist als abstrakte Begrifflichkeiten. Während meines morgendlichen Laufs durch den Wald waren es folgende Worte:

Der Tod begleitet uns vom Moment unserer Geburt an, ist stets an unserer Seite. Eines Tages wird er jeden von uns an der Hand nehmen und sagen: „Komm mit mir.“

Niemand von uns weiß, wann es so weit sein wird.

Genau aus diesem Grund sollten wir jeden Tag, jede einzelne Stunde dafür verwenden, das zu teilen, was über unseren Tod hinaus von uns in den Herzen anderer weiterleben soll: unsere Liebe, unser Lachen, unsere Lebensfreude…

Was sagen mir diese wenigen Zeilen über meinen Zustand?

Zum einen, dass ich rund um mich etliche Menschen wahrnehme, die nicht im Augenblick verweilen. Ihre Verstrickungen halten sie gefangen, bestimmen ihr Fühlen und Denken, rauben ihre Lebensenergie, gaukeln ihnen Probleme vor, die längst nicht mehr existieren, und doch halten sie an jenen „Fesseln“ fest und versagen sich, das Hier und Jetzt voll und ganz zu erleben … oder anders formuliert: lebendig zu sein.

Zum anderen, dass in mir aktuell kein ungelöstes Problem besteht. Positiv formuliert: in mir herrschen Klarheit und Gelassenheit. Das Leben ist, wie es ist. Mal so, mal anders. Aus mir heraus sprudelt ungezähmte Lebensfreude, für die es genau genommen keinen Grund gibt. Es ist nichts Außergewöhnliches geschehen, wodurch sich meine gute Laune erklären lässt.

Ich bin grundlos glücklich.

Wird jemand diese Antwort verstehen?

Warum darüber überhaupt nachdenken? Das Leben ist viel zu kurz für künstlich geschaffene Sorgen 😉

Teile, was dich glücklich macht, was dein Leben bereichert, deinen Tag verschönert.

Trage die Sonne im Herzen und ein Lächeln auf deinen Lippen.

Sei der Funke, der ein Feuerwerk aus Lebensfreude entzündet.

Für meinen heutigen Beitrag habe ich zwei Symbole gewählt, die sich in vielen meiner Geschichten wiederfinden: Rose & Schmetterling… beide haben für mich eine tiefe Bedeutung. Schönheit, die sich zu wehren weiß und Leichtigkeit, die selbst Stürmen trotzt.

Bild: pixabay.com

7 DAYS LATER …

Ein mystischer Zeitraum. Wurde nicht angeblich die Welt in 7 Tagen erschaffen? Meine eigene Welt (oder Bubble) wurde definitiv in den vergangenen 7 Tagen (neu) erschaffen.

7 Tage allein an einem Ort, an dem ich zu zweit über viele Jahre glückliche Urlaube verbracht habe – wenngleich auch nicht als die Vollversion von mir.

7 Tage allein auf vertrauten Pfaden.

7 Tage kontinuierlich auf mich selbst zurückgeworfen. Wer bin ich? Was will ich? Was tut mir gut? … in diesem Augenblick und grundsätzlich im Leben.

7 Tage der Begegnung mit mir selbst in chilliger Spa-Atmosphäre und auf steilen Bergpfaden.

Was hat sich getan?

Enorm viel. Genug, um ein Buch darüber zu schreiben. Oder es in die wenigen Zeilen von zwei Gedichten zu packen, die während dieser Begegnungen entstanden sind. Hier nun – in einer für mich eher unüblichen Sprache – eine Stimme, die ich in mir höre, wenn ich mir allein da draußen begegne:

Da ob’n

Da ob’n am Berg,
da merkst’s erst, wie klan das’d bist,
siechst vülles plötzlich anders
ois drunten im Tal.
San’d Probleme riesengroß,
druck’n di de Surg’n,
wiargt di de Ongst,
oda wüsst oafach wos loslass’n,
pack’s eini in an Rucksock
und geh auffi.
Wirst seh’n, mit jed’m Schritt wird’s leichta,
und aufamoal waßt wieda, worauf’s aukummt im Leb’n:
Zeig, was‘d fühlst,
all denen, di da wichtig san,
verschenk dei Herz heit,
woard net auf’s Murg’n.
Host Ongst zu leb’n?
Schau auf den kloan Schmetterling,
der da ob‘n um a Dottablum’n tonzt,
glei neban wülden Wossa,
kloan und zerbrechlich inmitt’n ana Wölt,
fü di a ned gschoffn scheint,
oba sei Herz is stoark,
und so spüld a mit’n Wind.
Host valernt zu leb’n?
Donn geh so loang, bis dei Kopf leer is,
koan Denken mehr,
bis di wieda gspiarst,
bei dia selba ankummst in Rua.

Bei mia

Wohin’st a gehst im Leb’n,
Du begegnst da imma söwa.
Was siagst, wannst zu mia kummst?
Brida im Sein, de di stumm begleit‘n?
Tausend Bliah in ana buntn Summawiesn?
A wüds Wossa rauscht toalwärts wi dei Bluad.
Herst mei Stimm – oda des Echo von deina?
Schloagt frei dei Herz noch longa Zeit?
Gspiarst dei Söhl, di längst scho schreit
noch an Moment des Innehoiltens,
noch Luft zum Otmen,
noch Leb’n zum Gspiarn,
Triffst di söwa
hia bei mia
in da Stüll,
wei i sog net vüll.
I umorm di oafach mit all’m was i hob,
weust zu mia zruckkehrst wi a Kind
des sein Weg valurn
und jetzt hamgfunden hot
bei mia.

Endlos könnte ich rational theoretisieren, doch die ganze Tragweite dieser Worte wird nur verstehen, wer sie mit dem Herzen liest.

7 days later … für jeden einzelnen davon bin ich dankbar, für jede Tränen, jedes Lachen, jeden Augenblick des Staunens, für alles, denn es brachte mich alles näher zu mir.

Am 7. Tage beschenkte mich das Leben mit einem unvergesslichen Moment an diesem traumhaft schönen (und eiskalten) Bergsee. Ein Geschenk, das mit einem mehr als 3-stündigen sehr steilen Aufstieg verdient werden wollte, doch das war es wert… wie diese 7 Tage nur mit mir selbst.

Bild & Text: © Lesley B. Strong

WELCOME TO STOCKHOLM

Heute ist Vatertag in Österreich – passend für das Thema, das mich seit ein paar Tagen beschäftigt, auch wenn es kein einfacher Seelenstrip wird.

Mein Vater starb, als ich 14 war. Verloren habe ich ihn allerdings schon Jahre zuvor … an einen Feind, gegen den ich in meiner naiv-kindlichen Hilfsbereitschaft nichts ausrichten konnte: Alkohol. Mir blieben nicht mehr als ein paar verschwommene Erinnerungen an das, was er einmal war – und eine unstillbare Sehnsucht nach seiner Rückkehr, denn verabschieden konnte ich mich nicht. Zu sehr stand ich unter Schock.

Vermutlich war das der Grund für das, was Jahre später folgen sollte.

Als ich den Mann kennenlernte, mit dem ich fast 25 Jahre meines Lebens verbringen sollte, befand ich mich in einer schwierigen Lebenssituation. Zu Beginn war er ein guter Freund, später ein fürsorglicher Partner, oder besser: ein Ersatzvater. Rückwirkend betrachtet gab ich viel meiner Eigenständigkeit auf, verhielt mich oft wie ein Kind, blickte zu ihm auf, empfand mich als klein und nicht gleichwertig. Mitunter, wenn ich kurz zu ihm blickte, sah ich zuerst das Gesicht meines Vaters, das sich in seines wandelte.

Ich konnte meinen Vater (der an Krebs starb) nicht retten, nicht bei ihm bleiben. Umso mehr bemühte ich mich, bei dem Mann zu bleiben, der für mich in die Ersatzrolle geschlüpft war, der zu meinem Beschützer, Versorger, phasenweise Ernährer wurde. Blendete all das aus, was eigentlich nicht in Ordnung war. Deutete seine Schattenseiten um, verteidigte ihn als Opfer seiner Vergangenheit, ignorierte seine oft feindselige Einstellung gegenüber Frauen. Er verletzte mich unzählige Male emotional und psychisch – und ich nahm die Schuld dafür auf mich.

Stockholm-Syndrom

Entstanden aus dem Verlust des Vaters, nahm ich alles in Kauf, was die Lücke schließen konnte.

Wenn ich heute Freunden erzähle, was in diesen 25 Jahren alles geschehen ist, was ich „runtergeschluckt“ habe, starren sie mich an und fragen mich:

Warum?

Warum bin ich nicht früher gegangen?

Warum hab ich mich nicht gewehrt und den Mann in die Schranken gewiesen? … ich bin normalerweise alles andere als ein hilfloses Opfer.

Warum?

Diese Frage stelle ich mir gerade auch häufig. Ich verbringe meinen ersten Urlaub seit unserer Trennung im Juli 2020 just an dem Ort, an dem wir zuletzt gemeinsam unseren Urlaub verbringen wollten. Es kam anders. Wenige Tage davor brach die Beziehung wie von einem Blitz getroffen von heute auf morgen (keine Metapher) auseinander.

Es ist meine Art, mich aus den letzten Fesseln des Stockholm-Syndroms zu befreien. Meistens kann ich meinen Ex so sehen, wie er ist. Aber manchmal falle ich in alte Muster zurück, nehme ihn in Schutz und die alleinige Verantwortung auf meine Schulter. Das will ich ablegen, weshalb ich an einen Ort zurückgekehrt bin, an dem wir öfters gemeinsam waren. Ich weiß, wie ich mich damals verhalten und angepasst habe. Auch jetzt merke ich, dass ich manches so tun möchte, wie mein Ex es haben wollte. Dann halte ich inne, spüre in mich hinein und folge meinem Gefühl, handle nach meinem eigenen Willen.

Eine tränenreiche Angelegenheit. Emotional aufwühlend – und doch befreiend.

Ich weiß, ich muss allein da durch. Ohne Ablenkung. Mich auf mich selbst fokussieren können um wieder ganz ich zu werden. Denn ich mag diesen Ort, möchte auch in Zukunft hier wieder glückliche Urlaube verbringen. Diesen Platz von meiner Liste zu streichen nur weil eine Beziehung endete, wäre falsch. Das Leben geht weiter. Mein Leben geht weiter. MEIN Leben!

Die Hälfte meines bisherigen Lebens gefangen im Stockholm-Syndrom, weil ich meinen Vater zu früh verlor, mich nicht verabschieden oder den Verlust verarbeiten konnte.

Ein weiterer Blick in den Spiegel, für den ich – auch wenn er derzeit noch schmerzhaft ist – dankbar bin.

… und weil dieses Thema mich derart intensiv aufwühlt, braucht es ein starkes Symbol der Freiheit: einen Adler, den gemäß dem Maya-Kalender bin ICH ein Blauer Adler.

Bild: Pixabay.com

EINLADUNG zu BUCHLESUNG mit GEWINNSPIEL

Anlässlich der Neuerscheinung meines 5. Buches lade ich dich zu meiner Online-Buchlesung ein

EMBRACE 2 – Fühle die Umarmung des Lebens

Neue Geschichten und Gedichte, die in wohlige Gefühle einhüllen wie das leise Flüstern wogender Baumkronen in einer sonnendurchfluteten Sommerbrise; wie das sanfte Flackern einer Kerze in der Stille eines Abends; der Kuss eines geliebten Menschen; ein Lächeln, das von Herzen kommt.

Buchtrailer

Verbringe mit mir eine Stunde in der Umarmung des Lebens.

Einfach zurücklehnen und wohlfühlen.

Vielleicht noch ein wenig träumen. 

GEWINNSPIEL

Pro 10 Teilnehmenden wird je 1 Taschenbuch verlost. Je mehr teilnehmen, desto größer wird der Gewinn.

Ich freue mich ganz besonders auf DICH 🙂

Herzlichst,
Lesley B. Strong

GRATWANDERUNG

Ein „banales“ Ereignis der vergangenen Woche: Ich fahre mit dem Auto morgens Richtung Wien und Job, als es im Radio „Großvater“ von STS spielt. Ein uralter Song, mit dem ich quasi großgewordenen bin, den ich unzählige Male gehört habe, aber seit meiner „Wiedergeburt“ (oder ultimativen Entscheidung, mich selbst voll und ganz anzunehmen) im Jahr 2017, löst dieser Song (und ein paar andere) etwas in mir aus, was er nie zuvor hat: Tränen!

Einen Großvater wie im Song beschrieben, hatte ich nie. Insofern triggert der Sohn per se keine Erinnerungen, doch die intensive Emotionalität erfasst mich wie eine Welle und reißt mich mit. Ein absolut unpassender Zeitpunkt dafür, weshalb ich mich mit starrem Blick darum bemühe, mit jedem Atemzug die Emotionen in mir weiter runterzuschrauben. Berührbarkeit in dieser Form kann ich in meinem Job nicht gebrauchen. Sie würde mich schlichtweg entscheidungs- und handlungsunfähig machen. Ein Teil in mir wehrt sich gegen dieses „Abschalten“ meiner Emotionalität, weil es sich wie das Zwängen in ein viel zu enges Korsett anfühlt, dennoch ist es notwendig.

Grenzenlos emotional – Fluch und Segen zugleich

Jahrzehnte hatte ich meine Emotionalität abgelehnt, tief in mir verborgen, mir nur im dunklen Kinosaal ab und an erlaubt, sie auszuleben, wenn niemand meine Tränen sehen konnte. Es kostete mich unglaublich viel Kraft, diese Unterdrückung in mir aufrecht zu erhalten – und allzu öfter entlud sich der aufgestaute Druck in zerstörerischer Weise.

Typisch Borderline?

Mag sein.

Früher geschah diese Unterdrückung aus Unwissenheit und Angst. Heute vollziehe ich das „Abschalten“ bewusst aus der Notwendigkeit heraus, meinen Job ausüben zu können, der dies erforderlich macht. Schließlich muss auch ich Rechnungen bezahlen. Gewiss, ich könnte mir einen anderen Job suchen, der ohne Abschalten möglich ist, aber ich bin nun einmal ziemlich gut in dem, was ich tue. Manchmal denke ich, dass genau dieses Runterfahren der Emotionalität für meinen Erfolg verantwortlich ist – weil ich auch im ärgsten Stress einen klaren Kopf bewahren und rationale Entscheidungen treffen kann. Aber um welchen Preis?

Selbstbeschränkung auf Zeit.

Solange ich ausreichend Freiraum habe, ich selbst zu sein, funktioniert das recht gut. Schwierig wird es, wenn die Beschränkungszeiten zu lange andauern. Irgendwann stecke ich dann im Modus gedämpfter Emotionalität fest und komme dort nur mit ein wenig „Starthilfe“ wieder aus. Also mit etwas, das meine Gefühlsleben wieder pusht. Auch das ist mir mittlerweile bewusst und lebbar.

Dennoch bleibt bei all dem ein bitterer Beigeschmack: Je nach Bedarf knipste ich meine emotionale Seite aus oder an. Manchmal denke ich dabei an eine Filmszene aus „Star Trek: First Contact“, als der Androide Data mit einer Kopfbewegung seinen Emotionschip deaktiviert, um angesichts der Bedrohung durch das Borg-Kollektiv ungestört funktionieren zu können. Irgendwie habe ich das Gefühl, genau dasselbe zu machen. Was für mich lebensphilosophischen Frage aufwirft: Gehört es zum Menschsein dazu, sich hin und wieder emotional auszuschalten? Oder entwickelt sich diese Form des Menschseins in Richtung Maschine? Ist eine Gesellschaft noch gesund, die Arbeitsbereiche entwickelt hat, in denen Gefühle (und damit verbunden Berührbarkeit) stören?

Vor meinem zweiten Burnout beschäftigte mich die Frage, was einen Frontsoldaten auf Heimaturlaub dazu bringt, wieder an die Front zurückzukehren? Eine sehr plakative Metapher. Zurück in die innere Unterdrückung der eigenen Emotionen, um weiter „arbeitsfähig“ zu bleiben. Damals entzog ich mich auf drastische Weise der Beantwortung der Frage bzw. der Auflösung meines inneren Konfliktes. Heute bewege ich mich (leider) regelmäßig an der Grenze der Überlastung, jongliere ein hochexplosives Potenzial durch einen mit Herausforderungen gespickten Arbeitsalltag. Auf der einen Seite würde ich gerne dauerhaft vollständig ICH sein, ohne meine Emotionen aus- und anzuschalten. Auf der anderen Seite übt mein Job auch eine nicht zu leugnende Faszination auf mich aus. Den Reiz, das hinzubekommen, woran andere sich die Zähne ausbeißen. Das scheinbar unmögliche möglich zu machen. Mein Kick … und auf das Adrenalin-High folgt unausweichlich Frustration, über den Preis (Selbstbeschränkung), den ich dafür zu entrichten habe.

Süchtig nach dem Kick?

Dieser Vergleich drängt sich auf. Warum sonst nehme ich in Kauf, etwas zu tun, das mir dauerhaft nicht guttut, aber sich für kurze Zeit ungemein lebendig anfühlt, bevor es dann zur Belastung wird.

Schwarz-weiß. Das Pendeln zwischen den Extremen. Einst ein Fluch, heute ein überwiegend bewusstes „Spiel“ für mich… und mit Sicherheit eine Gratwanderung, ein Absturz jederzeit möglich, das Wissen um die Zusammenhänge und Achtsamkeit meine Sicherungsleinen.

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Vorsicht, Falle!

Was hat mich die vergangene Woche gelehrt? Neuerlich eine Lektion darüber, wie tricky zwischenmenschliche Kommunikation sein kann. Wie leicht tappt man in die Kommunikationsfalle Missverständnis.

Beispiel: ein Chat über einen Messenger.

Ich schrieb einige Gedanken meinerseits, die ich mir über mich selbst und mein Verhalten machte, welche Schlüsse ich daraus zog etc. Als Antwort (symbolischer Käse) kam „ist ja gut“. Mein erstes Gefühl daraufhin war Unwohlsein, mein erster Gedanke: ich gehe da jemand auf den Nerv und bekomme einen Hinweis darauf, zum Ende zu kommen, also eine Interpretation im Sinne von „Ist ja gut, hab’s kapiert, lass es gut sein“.

Aber war es wirklich so gemeint?

Die Falle wartete darauf, zuzuschnappen.

Im Chatverlauf, ohne Stimmlage, Mimik und Gestik des anderen wahrnehmen zu können, kann eine Aussage unterschiedlich und vielfältig interpretiert werden. Ähnlich dem universalen Wort aus dem Wienerischen: Oida … so ziemlich für JEDE Lebenslage passend. Die tatsächliche Bedeutung offenbart sich durch die Tonlage, Mimik und Gestik.

Für alle, die nicht Wienerisch sprechen, hier ein informativer Einblick in die Verwendung des Wortes „Oida“ https://www.youtube.com/watch?v=iuXR53ex4iI

Zurück zu meiner Lektion.

Nachdem ersten unangenehmen Gefühl schaltete ich mein bewusstes Denken ein, schob die negative Erwartungshaltung beiseite und hinterfragte aktiv, wie die Aussage „ist ja gut“ gemeint war. Wie sich zeigte, lag ich mit meiner ersten Interpretation völlig daneben. Aber in dieser Fehlinterpretation spiegeln sich alte Erfahrungswerte von mir wider. Insbesondere die Annahme, ohnehin nur auf Ablehnung zu treffen. Lange Jahre bestimmte mich diese innere Haltung, doch zwischenzeitlich habe ich die Programme umgeschrieben. Dennoch – manchmal, wenn ich müde und unachtsam bin, poppt so ein „alter Schrott“ (wie ich es gerne nenne) auf und versucht, mir in die Suppe zu spucken. Es wäre ein Leichtes, nun in die Spirale aus Selbstvorwürfen zu fallen, es nicht längst besser zu machen, aber auch das ist „alter Schrott“, weshalb ich mich selbst mit einer großen Portion Humor auf die Schaufel nehme. Oida.

Gewiss, in dieser scheinbar harmlosen Situation versteckte sich explosives Potenzial. Ein kleines Missverständnis, geschuldet dem Mangel an nonverbaler Kommunikation in einem so eindimensionalen Medium wie einem Chat. Ein fatales Missverständnis, das schnell eine Kettenreaktion aus Vorwürfen, Rechtfertigungen, Angepisst-sein etc. nach sich hätte ziehen können.

Achtsamkeit hat mich davor bewahrt und mir neuerlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, achtsam durchs Leben zu gehen. Wie rasch man über ein Wort oder ein Satzzeichen stolpern kann. Hier ein einprägsames Beispiel:

Er will, sie nicht.

Er will sie nicht.

Ein winziges Komma (oder Beistrich) verändert die Bedeutung des Satzes erheblich. Angesichts der grassierenden, befremdlichen Simplifizierung der Orthografie in Chatverläufen sträuben sich mir die Nackenhaare, was dabei alles missverstanden werden kann – und auch wird.

Unklare Aussagen führen beinahe zwangsläufig zu Interpretationen. Diese wiederum sind in erster Linie nur ein Spiegel dessen, was die interpretierende Person in sich trägt, und haben häufig wenig mit der anderen Person zu tun, der jedoch die Interpretation quasi in den Mund gelegt wird.

Kompliziert? Kommunikation ist kompliziert – und besser gesagt: wir machen sie kompliziert. Doch irreführenden Gebrauch von Wörtern, schlampige Satzstellungen und fehlende Satzzeichen, durch Nicht-Aussagen … Achtlosigkeit in vielfältiger Form.

Dagegen hilft Achtsamkeit – und hinterfragen. Wertschätzendes Hinterfragen, wohlgemerkt. Frei von Vorwürfen mit dem aufrichtigen Wunsch, zu verstehen.

Auch jemand wie ich, die gerne mit Worten spielt, ist nicht davor gefeit, etwas misszuverstehen. Mein wiedergefundener Seelenfrieden und meine innere Balance sind zwar stark, doch an manchen Tagen überwiegt die Müdigkeit, führt zu Unachtsamkeit … und schon ist es passiert. Dann verschränkte ich meine Finger (damit ich nicht eine voreilige Antwort tippen kann), atme einmal tief durch, spüre in mir nach, woher das Gefühl kommt (aus der Gegenwart oder meiner Vergangenheit), und stelle dann eine Frage, die mir hilft, die Aussage korrekt einzuordnen.

Meine weise Lehrmeisterin Lucy pflegte zu sagen: „Die Menschheit hat genau drei Probleme. 1. Mangelnde Kommunikation. 2. Mangelnde Kommunikation und 3. (welche Überraschung) mangelnde Kommunikation.“

Kommunikation besteht aus Sender und Empfänger. Der Sender ist verantwortlich für das, was ausgesandt wird. Der Empfänger für das, wie es empfangen wird. Keiner von beiden kann sich völlig aus der Verantwortung nehmen und sagen, der andere hat etwas falsch gemacht. Beide haben die Möglichkeit, einzugreifen und Missverständnisse zu vermeiden. Ganz gleich, ob live, im Chat oder wo auch immer.

Diese Lektion hat mir das Leben bereits öfters erteilt. Auch dieses Mal bin ich dankbar dafür, daran erinnert worden zu sein, achtsam zu bleiben. Und so schließe ich meinen heutigen Blog mit einem erleichterten „Oida“ und lasse den Käse in der Falle.

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AUF EIN NEUES …

Wieder ein Jahr älter. Auch ein Jahr weiser? Besser nicht darüber nachdenken 😉 Auf jeden Fall ein Jahr an Erfahrungen (und was für welche) reicher 😊

Aber so ganz glaube ich meiner Geburtsurkunde noch immer nicht. 52? Echt jetzt? Wo sind die Jahre geblieben? Gefühlte 35 … immer noch … wenn überhaupt. Und im Denken erst … manchmal 16 forever.

Vor einige Tagen postete ich diesen Gedanken:

„Wer im Herzen jung bleibt, wird auch im Kopf nie alt.“

Dieser Gedanke entstand – wieder einmal – wie aus dem Nichts in mir. Über die Bedeutung sinnierte ich Tage später.

Wie bleibt man im Herzen jung?

Meine Antwort darauf: lebendig bleiben. Fühlen, was das Zeug hält. Leben im hier und jetzt. Dabei den Kopf ausschalten und ignorieren, was andere sich denken.

Praktisches Beispiel: ich spaziere durch den Wald und höre dabei Musik – solange ich mich auf Wegen bewege, auf denen auch andere unterwegs sind. Manche Gespräche will ich partout nicht mithören, also schalte ich mich weg. Bei manchen Songs singe ich schon mal mit, und es ist mir piepschnurzegal, was andere sich dabei denken. Ich empfinde Lebensfreude und bringe sie zum Ausdruck. Basta!

Hin und wieder bleibe ich stehe und drehe einen Käfer um, der auf dem Rücken liegend mit seinen Beinchen strampelt. Ich bestaune, was du Natur Unglaubliches hervorbringt – wie ein kleines Kind, das all dies zum ersten Mal erblickt. Neugierde – oder besser: Wissbegierde – ist mein zweiter Vorname. 😉

Vor meinem Wohnzimmerfenster offenbaren sich (nicht täglich, aber häufig) farbenprächtige Sonnenuntergänge, die mich stets aufs Neue begeistern. Gewohnheit? Weit gefällt. An das Wunderbare gewöhne ich mich nie. Ich genieße es, wann immer es mir begegnet.

All das ist für mich Lebendigkeit.

All das lasse ich zu, auch wenn meine Geburtsurkunde indizieren würde, für manches doch bereits zu „reif“ zu sein. Ich bin doch kein Apfel, der irgendwann überreif ist und zu faulen beginnt. Wobei, irgendwann … nein, meinen schwarzen Humor packe ich gleich wieder in die Schublade.

Wenn ich es recht bedenke, passt der Gedanke an den Tod vielleicht doch, denn lebendig können wir nur sein, solange wir noch nicht tot sind. Das Leben umarmen, damit es uns umarmt und seine Wunder offenbart, die da draußen sind, in jedem Augenblick; die eine Quelle von Lebensfreude sein können. Letztere wiederum ist nach meiner eigenen Erfahrung das ultimative Anti-Aging-Mittel. Vielleicht verhindert Lebensfreude keine Falten oder graue Haare, aber sie schenkt ein Gefühl, das sich nicht mit Worten beschreiben lässt, das man gefühlt haben muss, um es sich vorstellen zu können.

Lebensfreude geht für mich Hand in Hand mit Liebe.

Es gibt so viel Liebenswertes rund um mich und in mir. Es gibt auch anderes, aber so ist das nun einmal in der Dualität unserer Realität. Die Nebeltage lehren uns, den Sonnenschein zu schätzen. Wenn die Sonne scheint, erfreue ich mich an der Blütenpracht des Wonnemonats Mai. Heute regnet es, und dieser Regen bringt das junge Grün zum Leuchten. Auch wunderschön.

Es ist, was es ist.

Vielleicht bleibe ich im Herzen jung, weil in mir drin noch ein kleines Kind ist, voller Träume und Fantasie. Wo die Große in mir rational die Welt erklärt, bestaunt die Kleine das magische Wirken höherer Mächte. Wer von beiden Recht hat? Ich denke: Beide!

2018 schrieb ich in JAN/A Band 1 folgendes „Mantra der Lebendigkeit“ für mich selbst:

Leben um des Lebens Willen. Lieben um der Liebe Willen. Mit jedem Atemzug tiefer ins Gefühl, mit jedem Herzschlag näher und näher, mit allen Sinnen ins Feuer der Ekstase – fallen, schweben, tanzen, leben, lieben, hier und jetzt. Ein Sturz in die Dunkelheit und durch sie hindurch ins Licht, in die Liebe, in die Leidenschaft, ins Leben.

In diesem Sinne: auf in ein neues magisches Lebensjahr!

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EINE UNTERWEISUNG DES LEBENS

Wenn ZWEI sich entscheiden, EINEN Platz im Leben zu teilen

… dies war mein erster Gedanke, als ich heute dieses ungewöhnliche Paar erblickte: eine Buche und eine Kiefer, beide stark und mächtig, beide in den Himmel strebend und doch so eng verbunden, das an manchen Stellen ihre Borke zusammengewachsen ist. Untrennbar. Fast scheinen sie sich zu umarmen.

Was für ein kraftvolles Symbol für das, was eine Beziehung zwischen zwei Menschen sein könnte, sollte, müsste …