DER WEG DES VERTRAUENS

Wie kann ich je wieder vertrauen, wenn mein Vertrauen derart missbraucht wurde, ich verletzt, hintergangen, betrogen, ausgenutzt … wurde?

Diese Frage erblicke ich häufig in den Augen von Menschen. Ausgesprochen wird sie deutlich seltener, dennoch schwebt sie immanent im Raum. Kein Wunder. Wer von uns ist schon frei von dieser Erfahrung? Und dieser Frage?

Was ist das überhaupt – Vertrauen? Manchmal habe ich den Eindruck, Vertrauen wird mit Gutgläubigkeit, Blauäugigkeit oder Naivität gleichgesetzt. Vertrau mir – ja, aber wie?

In meinem Buch „Berggeflüster – aus’m Herzn lebn“ bringe ich mein Verständnis von Vertrauen in einen Satz, der alles umfasst:

„Vertrauen ist, wenn du deine Angst umarmst, dich für ihre Sorge um dich bedankst, und dich entscheidest, deinem Herzen zu folgen, in der Gewissheit, dass – was auch immer kommen wird, es vom Leben für DICH auf DEINEN Weg platziert wurde, damit du ein Stückchen weiterkommst.“

Klingt doch gut. Eine stimmige Theorie, die schnell auf Zustimmung trifft. Die Herausforderung liegt nicht im Verstehen oder Akzeptieren, sondern in der Umsetzung im täglichen Leben. Angst heißt der Gegenspieler von Vertrauen. Angst entsteht zumeist aus schmerzhaften Erfahrungen heraus, verbindet uns unmittelbar und intensiv mit unserer Vergangenheit, verschleiert den Blick auf die Gegenwart, das Hier und Jetzt, baut Hürden auf dem Weg in die Zukunft. Noch mehr Theorie, die du vermutlich bereits am eigenen Leib zu spüren bekommen hast.

Einerseits ist es wichtig, sich der Vergangenheit bewusst zu sein, um daraus zu lernen – andererseits führt eine Fokussierung auf das Vergangene dazu, dass es sich in der Gegenwart wiederholt. Worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, das verstärken wir. In etwas andere Worte gekleidet: Konzentration führt zum Erfolg – in diesem Fall dazu, das Vergangene neuerlich (vielleicht in leicht abgewandelter Form) zu durchleben. Einer der Gründe, warum manche Menschen immer und immer wieder ihre Täglich-grüßt-das-Murmeltier-Tage, Jobs oder Beziehungen haben. Die Angst vor einer Wiederholung führt zur Wiederholung. Verdrängung ins Dunkel des Vergessens öffnet ebenso Tür und Tor für Wiederholung, weil ja nichts daraus gelernt wurde.

Es ist … kompliziert.

Auf den ersten Blick. Tatsächlich ist es erstaunlich einfach. Arbeit Ja, aber keine, die sich nicht mit konsequentem Training zu einer gelebten Routine entwickeln lässt. Simpel und einfach: es geht um Abgrenzung und selbstbesteuerten Perspektivenwechsel.

Ein Beispiel: ein Mensch betritt die Bühne meines Lebens (egal, in welcher Rolle: Kollegen am Arbeitsplatz, Freundin in der Freizeit, potenzieller Partner …). Gebranntes Kind scheut das Feuer. Will ich Nähe zulassen? Noch hinter den Mauern meiner emotionalen Firewall abwartend öffne ich die Schubladen meiner Vergangenheit, vergleiche das Vergangene mit dem Gegenwärtigen, spekuliere über das Kommende, durchlebe alten Schmerz, höre die besorgte/mahnende Stimme meiner Angst, frage mich, ob es wieder so sein wird … worauf richtet sich mein Fokus? Auf das Wunderbare, das möglich sein kann – oder auf das Schmerzhafte, das hinter mir liegt? Was verstärke ich? Was strahle ich auch? Was ziehe ich an? Stichwort: Self fullfilling prophecy, Law of Attraction …

Dem Weg des Vertrauens zu folgen, bedeutet die Kunst der Abgrenzung zu erlernen.

Zurück zum Beispiel: ich blicke BEWUSST zurück, als würde ich in einem alten Fotoalbum blättern, höre die Gespräche von damals, erinnere mich an meine Gefühle, mache mir BEWUSST, dass all das weit in der Vergangenheit liegt, ich meinen Weg weitergegangen bin, mich weiterentwickelt habe, heute eine andere Person bin. Ich erschaffe eine imaginäre, dennoch gültige Grenze, die es mir erlaubt, wahrzunehmen, ohne mich hineinziehen zu lassen. Solange es keine Zeitreisemaschinen gibt (vermutlich also nie), kann niemand von uns in die Vergangenheit zurückkehren, ABER wir können in unserem Denken und Fühlen das Vergangene in unsere Gegenwart holen – zumeist tun wir das unbewusst. Erstes Symptom: Angst vor Wiederholung. In gewisser Weise eine irrationale Angst, denn das Leben ist viel zu komplex, die Menschen allzu unterschiedlich, als das eine exakte Wiederholung überhaupt möglich wäre. Kein Tag gleicht präzise dem anderen. Mitunter sind es nur Nuancen, die abweichen, dennoch existiert ein Unterschied. Ich könnte jeden Tag den selben Song singen, aber keine zwei Aufzeichnungen würden sich gleich anhören. Wie kann ich mit Mensch A dasselbe durchleben wie mit Mensch B? Faktisch unmöglich. Aber wir sind nun einmal nicht nur faktisch denkende, sondern auch irrational fühlende Wesen. Werden wir von Angst bestimmt, erheben sich unsere individuellen Horrorszenarien aus den Tiefen unseres Unterbewusstseins und wir erschaffen, was wir nie wieder durchleben wollten.

Meine Strategie: der bewusste Blick auf das Vergangene, aber nicht nur auf das, was im Außen war, sondern ganz besonders auf das, was in mir war. Was hat mich bestimmt? Welche Erwartungen, Glaubenssätze, Ängste? Was habe ich damals beigetragen? Selbstreflexion! … und bewusste Integration von dem, was ich aus der Vergangenheit als Lernerfahrung mitnehmen will. Hierfür öffne ich temporär in der imaginären, dennoch gültigen Grenze einen Durchgang für meinen „Erfahrungsschatz“.

„Lernen aus dem, was war, um das, was ist, als das, was es ist, anzunehmen und mitzugestalten, was es werden kann.

Ein Satz, der alles sagt – und der zu Kontemplation einlädt😉

Die Kunst der Abgrenzung geht Hand in Hand mit Achtsamkeit, Akzeptanz, selbstbestimmten Entscheidungen – und Lösungsorientierung. Anstatt den Fokus auf das, was ich vermeiden will (das Problem) zu lenken, richte ich ihn auf das, was ich in mein Leben ziehen möchte (die Lösung).

Sollte sich an dieser Stelle bei dir der kritische Verstand melden im Sinne von „Ja, alles gut und schön und stimmt vermutlich auch, aber in meinem Fall und in dieser speziellen Situation ist das ganz anders und …“ diesen und ähnliche Sätze habe ich einst katapultartig jenen Menschen entgegengeschleudert, die mir meinen Einfluss auf mein eigenes (Er)Leben vor Augen führten. Heute sage ich: Ja, sie hatten recht – wie ich im Laufe der Jahre erkennen durfte. Zu jener Zeit war ich noch nicht so weit, auf dem Weg des Vertrauens zu wandeln, beherrschte die Kunst der Abgrenzung noch nicht, klammerte mich an meine Vergangenheit aus der Angst heraus, ohne diese nichts mehr zu sein – und verbaute mir selbst den Weg, im Hier und Jetzt ICH zu sein.

Heute besteht mein „Schutzschild“ aus Lebensfreude und der Liebe (zum Leben, zu Menschen, zu mir selbst) die ich ausstrahle, und die so manche fluchtartig das Weite suchen lässt, wie Knoblauch (Energie)Vampire vertreibt. Achtsam wandle ich bewusst auf dem Weg des Vertrauens, anerkenne und reflektiere meine Vergangenheit (und alles, wirklich alles, was dazugehört) voller Dankbarkeit, in dem Wissen, dass es mich zu jener werden ließ, die ich heute bin: Eine, die Worte wie diese findet, um Menschen wie dich zu inspirieren und zu ermutigen, deinen Weg des Vertrauens zu gehen.

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START IN MEIN NEUES LEBEN(SJAHR)

Heute beginnt ein neues Lebensjahr für mich. Ein guter Zeitpunkt, zurückzublicken auf das vergangene Jahr, um daraus zu lernen und es im kommenden besser zu machen … theoretisch 😉

Mein Rückblick beginnt mit der Verwunderung darüber, was mir die Word-KI so alles vorschlägt: Erstelle eine Liste mit Aktivitäten zum 50. Geburtstag deiner Mutter. Ein klarer Beweis: KI ist nicht allwissend. An dieser Stelle ein Bekenntnis meinerseits: ich schreibe selbst! KI finde ich grundsätzlich gut, weil sie in manchen Arbeitsbereichen sehr nützlich sein kann, ABER in meinem Verständnis des Wortes „Schriftstellerin“ (moderne Version: Autorin) würde ich mich selbst ad absurdum führen, eine KI für mich Worte finden zu lassen. Vielleicht bin ich da etwas altmodisch, vielleicht auch nur eine kreative Wortkünstlerin, die sich ihre zutiefst menschlichen individuellen Gedanken nicht aus einem Algorithmus heraus diktieren lassen will – auch nicht im neuen Lebensjahr.

Hinter mir legt ein echt turbulentes Jahr. Im Vergleich mit dem 18. Mai 2024 zeigen sich enorme Veränderungen. Der Tod meiner Mutter brachte einiges an verdrängten Themen wieder ins Bewusstsein, forderte von mir ein, mich damit zu befassen, neu zu bewerten, zu integrieren oder loszulassen. Heute erlebe ich erstmals einen Geburtstag ohne sie. Ich bin nicht mehr die Frau, die ich vor einem Jahr war. Ich bin keine Version von mir, die ich je zuvor war. Ich bin mehr denn je in mir selbst verankert, freier, eigenständiger, unabhängiger, selbstbestimmter. Ein sehr kraftvoller Zustand. In einen Satz gebracht:

Aus einer Borderline-Störung wurde eine Borderline-PERSÖNLICHKEIT.

Eine Grenzgängerin, gewiss, das kann ich nicht abstreiten. Niemand, der mein Arbeitspensum und mich kennt, würde mir anderes ernsthaft abnehmen 😉 Aber, wenn ich so auf mich selbst blicke, auf mein „mich an Grenzen bewegen“, erkenne ich auch, dass ich häufig „über die Grenze gehe“. Nicht im Sinne von Selbstzerstörung, Selbstverletzung oder Selbstausbeutung, sondern um neues zu entdecken und zu erschaffen, das zuvor nicht da (oder wahrnehmbar) war. Dabei kann es sich um Potenziale in mir handeln, die ich entfalte (was kann ich noch alles?) oder etwas gänzlich Neues zu erschaffen, Idee, Strukturen … eine Visionärin, Pionierin … ich gehe regelmäßig (oder bereits gewohnheitsmäßig) über die Grenzen meiner Komfortzone hinaus. Jeder dieser Schritte lässt mich wachsen.

Im Management bezeichnet diesen Prozess der ständigen Optimierung als „KVP – kontinuierlicher Verbesserungsprozess“. Für mich wurde KVP vor vielen Jahren zum Lebenskonzept. Ich optimiere mich selbst, aber auf meine Weise, ohne App-Filter, Botox, Schnippeleien, Push-up oder Shaping. Mir geht’s nicht um Äußerlichkeiten, sondern um das, was mich ZEITLOS (aus)macht: meine Persönlichkeit.  

Achtsamkeit, Aufrichtigkeit, Offenheit, Humor, Optimismus, Güte, Dankbarkeit, Lebensfreude, Gelassenheit, Empathie, Sinn … darum ging es im vergangenen Jahr und es wird auch mein kommendes Lebensjahr bestimmen. Wohlfühlen ist wichtig, ein paar Kilos zu viel auf der Waage ein Fakt, der meiner aktuellen Work-Life-Balance geschuldet ist. Falten? Ich bügle nicht gerne – egal was, und Spritzen mag ich auch nicht 😉 Wenn ich mich nicht so lieben kann, wie ich bin, habe ich – meiner Ansicht nach – noch etwas zu lernen im Leben. Was mich wiederum zum Punkt „grenzgängerische Pionierin“ bringt. Meine Anti-Oberflächlichkeit nehme ich zunehmend als visionär wahr (insbesondere in Öffis), meine Authentizität als Nadel im Heuhaufen der Masken, Fassaden, Fakes.

Vielleicht liegt es genau daran, dass ich immer häufiger Feedback voller Bewunderung für meine Persönlichkeit erhalte. Ich sei etwas besonders. Bin ich das? Ich nehme mich nicht so wahr. Für mich bin ich „normal“, geerdet und bei mir selbst angekommen. Nicht besonders, einfach nur Mensch(lich). Aber offenbar genau dadurch „anders“.

Selbstreflexion lautet mein Rezept. Kritisch, wertschätzend, humorvoll, liebevoll, 1-2x täglich, bei Bedarf gerne öfters. Raus aus dem Drama, rein ins bewusste Leben mit Herz & Sinn. Annehmen, was es ist – auch wenn’s nicht immer leichtfällt – und das bestmögliche daraus machen. In allem – wirklich ALLEM – was mir auf meinem Lebensweg begegnet, findet sich etwas, das mich weiterbringt, wenn ich mich dieser Möglichkeit öffne. Frei nach dem Motto: what is in it for me?

Welcher Gedanke passt besser zum Start in ein neues Lebensjahr?

Das Beitragsbild wurde übrigens mit KI generiert. Wie bereits erwähnt, für manche Bereiche finde ich KI äußerst nützlich.

IN DEN UNTIEFEN EINER SCHUBLADE WIEDERENTDECKT

… habe ich ein Notizbuch. Darin mein handschriftlicher Versuch, wieder Boden unter meine Füße zu bekommen. Das war im Juli 2020. Ich tat das, was ich ziemlich gut kann: ich erschuf mitten im Chaos Struktur. Klare Ziele. Unter Punkt 1 steht: Neuausrichtung und Stabilisierung. Job. Wohnsituation (was als Übergangslösung begann, entwickelte sich zu einem wunderbaren Arrangement). Ach ja, „neue Partnerschaft zeitnah“ steht auch dort. Das hat nicht geklappt – zum Glück.

Unmittelbar nach der Trennung wollte die entstandene Lücke geschlossen werden. Die Weisheit des Lebens jedoch verordnete mir Selbstfindung Advanced Level, wofür ich heute von ganzem Herzen dankbar bin.

„Jeder Topf findet seinen Deckel.“

In den vergangenen Jahren habe ich einige Male in den Spiegel geblickt und mich der Erkenntnis gestellt, dass mein Gegenüber jener Deckel war, der zu meinem Topf passte. Die perfekte Ergänzung zu dem, was ich war, was das Leben – oder besser: die Menschen in meinem Leben – aus mir gemacht hatten. Anfangs. Später ließ ich es geschehen, aus Gewohnheit, aus Mangel an Selbstwert und Selbstvertrauen. Ich blieb lange in der Rolle, die mir auferlegt worden war. Bis zu dem Tag, an dem alles in sich zusammenbrach, damals, im Juli 2020.

Aus dem Trümmerhaufen erhob sich der Phönix, verbrannte die Opferrolle endgültig, breitete die feurigen Schwingen aus und begann, das Leben – und sich selbst – zu umarmen. Was für eine Geschichte!

Wenn ich zurückblicke, scheint mir all das mitunter Ewigkeiten entfernt. Was sind 5 Jahre? Ich lebte 50 Jahre „neben meiner Spur“. Mit einem Spaltgips am linken Fuß auf der Couch meines Sohnes liegend schrieb ich Checklisten, sortierte mein Hab und Gut, verschenkte kistenweise was ich jahrelang als „notwendig“ erachtet hatte. Seit damals habe ich vieles auf- und weggegeben, mein Leben erleichtert, ohne jedoch auf etwas zu verzichten, was mir wirklich wichtig ist.

Was ist wirklich wichtig?

Meistens das, was nicht in Kisten passt:

Lebendiges, wie Freundschaften.

Ehrliches, wie ein von Herzen kommendes Lächeln.

Liebevolles, wie kleine Gesten der Verbundenheit.

Stärkendes, wie Erinnerungen.

Wärmendes, wie wunderbare Momente.

Erdendes, wie ein Spaziergang durch den Wald.

Erhebendes, wie der Ausblick von einem Berggipfel.

Erheiterndes, wie augenzwinkernder Humor und Selbstironie.

Erleichterndes, wie die Gewissheit der Veränderung.

Heute, im Mai 2025, lese ich meine Notizen von damals, erkenne mein damaliges ICH darin wieder, und bin gleichzeitig erleichtert, nicht mehr jenes ICH zu sein. Woran ich meine Veränderung erkenne? An den Menschen und Ereignissen, die mir in der Gegenwart begegnen. Heute führe ich ein Leben, das ich mir einst selbst in meinen kühnsten Träumen nicht auszumalen gewagt hätte – Lichtjahre entfernt von dem Opferdasein, das ich übernommen hatte, aus Prägung, familiärer Loyalität, falsch verstandener Liebe.

Zum Glück versank im Laufe der Zeit das Notizbuch in den Tiefen einer Schublade, wodurch ich meine Ziele nicht ständig vor Augen hatte. Ja, an dieser Stelle widerspreche ich bewusst dem Grundsatz, die eigenen Ziele stets im Fokus zu behalten, damit sie auch erreicht werden. Manchmal werden Ziele voreilig – oder aus Schmerz heraus – festgelegt, innerhalb jener (Selbst)Beschränkungen, derer man sich noch gar nicht bewusst ist. Manchmal fehlt es an Inspiration, was noch alles möglich wäre. Dabei fand sich alles bereits im ersten Wort auf meiner Liste:

Neuausrichtung!

Das, was ich auch jetzt wieder ganz oben auf meiner Agenda steht. Jedes Mal, wenn ich einen Stein aus meinem Rucksack entferne, eine Altlast über Bord werfe, beginnt der Prozess der Neuausrichtung von vorne. Veränderung. Leben. Lebendigkeit. Vom ersten bis zum letzten Atemzug. Anstrengend? Beruhigend! Mich selbst formen, mein Leben gestalten, bewusst sein, im Hier und Jetzt. Dankbar zurückblickend auf das, was einst war, und heute anders sein darf. Dankbar für dieses alte Notizbuch, das eine Erinnerung mit sich bringt, ebenso wie die Gewissheit, dass jede Krise gleichzeitig auch eine Chance darstellt. Es liegt an uns, was wir daraus machen.

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DIALOG MIT DEM SCHICKSAL


… ein passender Titel für meine aktuelle Situation. Titelspendender Dialog lief in etwa so ab:

Schicksal: „Du hältst dich doch für ziemlich schlau, aber manchmal siehst du den Wald vor lauter Bäumen nicht.“

Naja, überzeugend abstreiten kann ich das wohl nicht.

„Außerdem bist du weltmeisterlich im Hakenschlagen unterwegs.“

Auch dem stimme ich zu.

„Deine optimierten Ausweichmanöver setzt du vorwiegend dann ein, wenn du partout etwas nicht tun willst – oder eine Veränderung beharrlich verweigerst.“

Was soll ich darauf sagen?

„Dass es längst überfällig ist, einen ganz bestimmten Schritt zu tun.“

Wer gibt so etwas schon gerne freiwillig zu?

„Nachdem du es nicht freiwillig tun willst, werde ich dir ganz einfach das Ausweichen verunmöglichen.“

Verunmöglichen? Was für ein Wortkonstrukt.

„Kein Abschweifen auf Nebenschauplätze. Du weißt, was du zu tun hast.“

In der Tat – was nicht bedeutet, dass ich nicht 1000 und 1 Argumente an der Hand habe, warum es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist …

„Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt, es gibt nur das JETZT.“

In gewisser Weise kann man es so sehen, aber …

„Kein Aber! Mach endlich diesen einen Schritt, den du seit langem verweigerst, weil …“

Weil?

„… weil dich dieser Schritt in unbekanntes Terrain führen wird. Und außerdem – ein Satz mit drei NICHT darin! Stell die Füße auf den Boden, atme tief durch, lächle.“

Das Schicksal hat leicht reden.

„Um dir diesen Schritt leichter zu machen, werde ich dir eine Karotte vor die Nase hängen, dich für einen kurzem Moment erleben lassen, wie es sein kann, wenn du den Schritt gemacht hast. Dir zeigen, was du dir selbst noch verbaust, weil du an etwas längst überholtem festhältst.“

An diesem Punkt bin ich nun. Das Schicksal hat für kurze Zeit ein Fenster in eine mögliche Zukunft für mich geöffnet, etwas, von dem ich bislang nicht zu träumen gewagt hatte. Um in dieser zukünftigen Zeitlinie anzukommen, gilt es tief in mir etwas zu verändern. Im Grunde eine Kleinigkeit (angesichts der Komplexität meiner Gesamtheit), ABER kein Zahnrad kann in einem Uhrwerk seine Laufrichtung verändern, ohne nicht das große Ganze zu beeinflussen. Mein systemisches Denken hat eine gewisse Vorstellung, was dadurch entstehen könnte. Butterfly-Effekt? Definitiv!

Bin ich bereit dafür?

Bereit, eine Überzeugung, die mich beinahe mein ganzes Leben lang begleitet hat, zu transformieren? Oder habe ich diese Überzeugung bereits (unbewusst) transformiert? Wie wäre sonst ein Blick in die Zukunft möglich gewesen? Vielleicht geht’s nun darum das unbewusst bereits geschehene ins Bewusstsein zu integrieren.

„Wie eingangs erwähnt, hast du ein helles Köpfchen.“

Energie folgt der Aufmerksamkeit. Gedanken und Gefühle sind Energie. Energie gestaltet die Gegenwart und daraus entstehend die Zukunft.
All die Jahre, Jahrzehnte, in denen ich an mir gearbeitet habe, mich aus den Fesseln und Verstrickungen meiner Vergangenheit zu befreien, jenes „fremde“ Selbstbild abzulegen, das andere mir umgehängt haben und anstelle dessen zu werden, wer ich bin und sein will … all dies hat mich an jenen Punkt geführt, an dem ich heute stehe: einen Blick über den Horizont meiner bisherigen Vorstellungen hinaus erhaschend, was noch möglich wäre, wenn ich der Stimme meines Herzens folge und einen Gedanken umarme, den ich bis vor kurzem nicht zu denken gewagt hatte.

Führe ich einen Dialog mit meinem Schicksal – oder mit meiner Bestimmung?

Gibt es einen Unterschied?

Leben bedeutet Veränderung. Heute ist der 4. Mai, der perfekte Tag, um auf die Macht des Lebens vertrauend einen Schritt ins Unbekannte zu wagen und den eigenen Horizont zu erweitern.

May the Force be with you 😉

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B. STRONG RESILIENZ-TRAINING


Durch meinen persönlichen Leben-/Entwicklungsprozess sowie unterschiedliche Ausbildungen wurde ich zu einer Expertin in Sachen Resilienz – trotz (oder wegen) traumatischer Erfahrungen, die über Jahrzehnte mein Denken und Fühlen bestimmten, lernte ich, die Widerstandsfähigkeit meines seelisch-emotionalen Immunsystems zu stärken, um gut durch die Stürme des Lebens zu kommen. Dieses Knowhow – meine Expertise – gebe ich als Resilienz-Trainerin weiter… mit meinem [nicht] ganz alltäglichen Touch.

Krisen nicht nur überstehen, sondern gestärkt daraus hervorgehen.

Im Rahmen von Präsenz und/oder Online-Workshops erarbeiten wir gemeinsam individuelle Resilienz-Trainingskonzepte bzw. evaluieren und optimieren diese in Folge. Gemäß dem Motto „Wissen ist gut, Tun bringt dich weiter“ liegt der Fokus dabei auf alltagstaugliche Umsetzbarkeit. Es sind die Kleinigkeiten, viele kleine Schritte, die zum Erfolg führen… und es darf Spaß machen. Humor und (Lebens)Freude tragen maßgeblich zum Gelingen bei.

B. Strong … mein Name ist Programm 😉

Interessiert? Schreib mir eine E-Mail

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DER SCHLÜSSEL ZUM IMMERWÄHRENDEN GLÜCK(LICHSEIN)


Es gibt sie noch, die inspirierenden Gespräche bei einer guten Tasse Tee, wenn der dicht getaktete Alltag für einige Zeit in den Hintergrund rückt und der Austausch von Gedanken im Hier und Jetzt den Raum in eine lebendige, mitunter vibrierende Atmosphäre hüllt. So geschehen am gestrigen Nachmittag im zauberhaften Ambiente von Anna Pichler’s „dieLeserei“ in Bad Gastein. Obwohl wir aus zwei unterschiedlichen Generationen stammen, verbinden uns doch so einige Bücher und Gedanken zum Leben, zu Geschichten … reichlich Inspiration, um all die „Gedankensplitter“, die seit einziger Zeit in meinem Kopf kreisen, hier zusammenzufassen:

Der Schlüssel zum immerwährenden Glück(lichsein)

Gibt’s den überhaupt? Kann ein Mensch IMMER glücklich sein? Was bedeutet Glück? Was verbirgt sich hinter diesem einen Wort, das wohl – wie so oft, aber in diesem Fall möglicherweise noch mehr als üblich – jede und jeder anders interpretiert? Ist es Glück, im Lotto zu gewinnen? Ja, aber macht es mich auch glücklich? Vielleicht im Augenblick, aber dauerhaft?

Immerwährendes Glück(lichsein)?

Könnten wir diesen Zustand erreichen, wären wir dann noch glücklich? Oder wären wir dieses Glücks bald überdrüssig? Jeden Tag die eigene Lieblingsspeise auf dem Tisch vorzufinden, lässt diese Speise ziemlich rasch im Beliebheitsranking nach unten rutschen. Was mich zu einem weiteren Gedanken führt: Glück, das von äußeren Faktoren abhängig ist. Gewiss, wir können es finden, aber ebenso wieder verlieren. Der EINE Mensch, der/die mich glücklich macht? Was für eine Bürde, die ich diesem Menschen auf die Schultern laste? Mich glücklich zu machen?

Wer das Glück nicht in sich findet, findet es nirgendwo.

Weder an einem Ort noch bei einem Menschen oder im Besitz von was auch immer. Nehmen wir an, ich hätte im Lotto gewonnen. Ein Grund zum Glücklichsein. Nehmen wir an, kurze Zeit später erfahre ich, dass mir nur noch ein Jahr zum Leben bleibt. Was nun? Wie gewonnen, so zerronnen?
Seit einiger Zeit geistert ein „Rezept zum Glücklichsein“ durch meinen Kopf, das noch nicht final ausformuliert ist – was es vermutlich/hoffentlich auch nie sein wird:

Eine große Portion (Selbst)Liebe im Herzen + umfassender Frieden in der Seele + auf (Selbst)vertrauen basierende Gelassenheit im Geist UND eine Prise Humor = Grundrezept für Zufriedenheit bzw. der Boden, auf dem das Glücklichsein sich gerne niederlässt.

Bitte in diesem Zusammenhang Gelassenheit nicht als Widerspruch zu Agilität verstehen. Beides ist zeitgleich möglich. Viel und schnell zu tun und dennoch dabei gelassen zu bleiben. Es geht um die innere Haltung, nicht um Quantität oder Tempo.

Zur Gelassenheit gehört auch, das anzunehmen, was es ist. Mein ursprünglicher Plan war, um diese Zeit unter strahlendblauem Himmel durch den Märzschnee zu carven. Dann kam die Realität: es schneit (intensiv), Sicht nahezu Zero, ergo sitze ich im Hotelzimmer, tippe diese Zeilen in mein Laptop und freue mich daran, meinen Gedanken mit dir zu teilen. Mein Glück(lichsein) hat sich von äußeren Umständen befreit. Das ich diesen Bewusstseinszustand erreichen konnte, dazu haben auch einige der zuvor erwähnten Bücher beigetragen.

Ehrlicherweise füge ich hinzu, dass mein Ego (das gerne an gefassten Plänen festhält) seit dem Aufwachen diverse Wetter-Apps und WebCams konsultiert hat, um vielleicht doch noch ein Fleckchen blauen Himmels zu erhaschen und damit verbunden ein handfestes Argument, dennoch auf den Berg raufzufahren. Zum Glück (Redewendung oder doch mehr?) nimmt meine humorvolle Seite das weniger ernst, was mich über mich selbst Schmunzeln lässt. So viel Entschlossenheit und (zum Glück) situationselastische Disziplin. Welch eine glückliche Kombination 😉die mich von grimmigen „Das-muss-aber-sein“-Aktionen Abstand nehmen und mich die „Wofür-ist-das-eine-Gelegenheit“-Brille aufsetzen lässt.

Humor – welch ein Geschenk des Lebens! Ähnlich dem magischen Feenstaub vermag Humor Leichtigkeit ins Leben zu zaubern – und zumindest gedanklich sind dabei auch Höhenflüge möglich.

Zurück zum immerwährenden Glück(lichsein). Möglich? Ich denke, das hängt davon ab, wie jede und jeder diesen Begriff für sich definiert. Meine persönliche Definition: in einem Zustand immanenter Lebensfreude und (Selbst)Liebe das Leben und alles, was es mit sich bringt, gelassen, vertrauensvoll, dankbar und humorvoll annehmen zu können. Wenn mir das gelingt, bin ich zufrieden und fühle mich glücklich. Der Schlüssel dafür bin ich selbst.

VERÄNDERUNGEN? JETZT MAL KLARTEXT

Seit einiger Zeit schleiche ich sprichwörtlich wie die Katze um den heißen Brei. Veränderungen und wie leicht es mir fällt, damit umzugehen. Jeder von uns hat sein eigenes Bild zu „Veränderungen“ im Kopf. Meine aktuelle Realität sieht so aus:

In den kommenden Monaten wird kaum etwas in meinem Leben so bleiben, wie es heute ist. Punkt. Würde dies nur mich betreffen, wäre es zwar weniger umwälzend, aber leichter zu nehmen. Doch einiges wird auch andere betreffen. Menschen, denen ich mich freundschaftlich verbunden fühle und die ich wertschätze. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen: kaum eine dieser Veränderungen geschieht, weil es mein Ansinnen war/ist. Die Entscheidungen haben andere getroffen. Ich/wird sind „nur“ betroffen.

Wo verbirgt sich da der Sinn? Auf den ersten Blick ist er jedenfalls nicht zu finden, ABER …

Lieben oder Leiden? Der Untertitel meiner Autobiographie. Eine Grundsatzentscheidung für mein Leben. In die Praxis transferiert bedeutet sie: ich kann nicht ändern, was entschieden wurde, auch nicht, wenn ich daran leide, bis ich zugrunde gehe. Ich kann annehmen, was es ist (und anderer Meinung sein) und gleichzeitig in (Selbst)Liebe verharren. Das bringt eine gewisse Gelassenheit, mit der diese Veränderungen leichter zu vollziehen sind. Nicht aus Schmerz und Leid heraus, sondern kraftvoll, gestaltend.

Love it, change it or leave it. Noch so ein Motto, das mich seit langem begleitet und in der aktuellen Situation dabei hilft, mir meine Optionen bewusst zu machen. Wer für sich Möglichkeiten erkennen kann, hat eine Alternative zur Einbahnstraße der Drama-Dynamik.

Dem schließt sich auch das Gelassenheitsgebet an: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Obwohl ich kein religiöser Mensch bin, der zugrunde liegenden Botschaft stimme ich voll und ganz zu. Keine (Lebens)Energie verschwenden, um gegen Unabänderliches anzukämpfen. Kraft und Mut dort einsetzen, wo auch etwas bewegt werden kann. Die Weisheit zu unterscheiden …

Weisheit hat wenig mit Intelligenz zu tun. Weisheit ist eine Qualität, die ich mehr und mehr vermisse in unserer Welt. Weisheit erfordert Reflexion, Einfühlungsvermögen in Situationen und Menschen, den Blick auf das große Ganze zu richten, mehr zu sehen als nur die Oberfläche, Gelassenheit und Geduld wenn’s nicht so läuft wie das Ego es sich vorgestellt hat. Ich glaube nicht daran, dass mir jemand (wer auch immer) Weisheit geben kann, dass wäre zu einfach, zu schön, um wahr zu sein, würde uns jeglicher Eigenverantwortung berauben und wäre gleichzeitig eine geniale Ausrede – sowie ein Machtinstrument in den Händen derer, die es versprechen. Für mich trägt jeder Mensch das Potenzial der Weisheit in sich. Ob es entfaltet wird oder nicht, hängt vermutlich von unterschiedlichen Einflüssen ab. Einer davon ist der Mensch selbst.

Für mich ist das gesamte Universum von einer Art „Matrix des Lebens“ durchdrungen, die bewirkt, dass geschieht, was geschieht. Mit der Vorstellung eines einzelnen, omnipotenten Wesens (das obendrein auf eines von zwei Geschlechter festgelegt ist, was doch ziemlich diskriminierend anmutet) kann ich wenig anfangen. So ein Wesen wäre für alles, ich meine wirklich ALLES zuständig, vom Universum selbst angefangen bis hin zu kleinsten Lebewesen wie Viren und Bakterien. DAS alles im Blick zu behalten, übersteigt jegliche menschliche Vorstellungskraft. Eine Matrix, die einerseits aus sich selbst heraus agiert und andererseits auf das reagiert, womit sie „gefüttert“ wird – DAS kann ich mir gut vorstellen. Darin finden sich stimmige Erklärungen für so einiges, dass unter der Oberfläche des Offensichtlichen geschieht. Füttere ich meine Matrix reichlich mit Negativität, erlebe ich entsprechendes in meinem Alltag. Umgekehrt detto. Positives Denken ist nur ein winziges Zahnrad in dieser Matrix. Es geht um sehr viel mehr! Um eine Art kollektives (Unter)Bewusstsein, kollektive Emotionalität. Das, was ein Individuum mit sich rumschleppt, belastet auch die gesamte Menschheit – und trägt seinen Teil dazu bei, entsprechende Ereignisse zu kreieren.

Furcht, Neid, Gier, Missgunst, Ablehnung, Hass, Gewalt … je mehr Menschen die Matrix damit füttern, desto mehr entsprechende Ereignisse geschehen, was wiederum dazu führt, dass Furcht, Neid, Ablehnung etc. mehr werden in dieser Welt … eine Spirale, die sich dreht und dreht …
Ich mag dabei nicht mehr mitspielen.

Die Welt ist, wie sie ist. Die kommenden Veränderungen in meinem Leben sind, was sie sind – Großteils von anderen bestimmt, nicht durch mich zu verändern. Punkt. WIE ich allerdings damit umgehen, das ist zu 100% meine Entscheidung. Ich kann mich darüber aufregen, jammern, klagen, leiden … oder ich verharre im Zustand des Urvertrauens, der (Selbst)Liebe und Lebensfreude. In diesem Augenblick ändert es nichts an dem, was ist. Aber wer weiß, was morgen sein wird? Wir ernten, was wir säen. In diesem Sinne füttere ich meine Matrix mit Lebensfreude und Liebe.

Vor ein paar Tagen fuhr ich morgens in der U-Bahn in Wien. Eine Menge freudloser Gesichter rund um mich, während ich – kaum übersehbar für die, die es sehen wollten – mich in den lebendigen Rhythmus dieses Songs fallen ließ, was natürlich niemand außer mir hören konnte. Ein feuriger Funken Lebensfreude schert sich – ehrlich gesagt – nicht mehr darum, was andere sich vielleicht denken könnten. Immerhin veränderte sich nach einigen Minuten das Gesicht einer Frau, sie begann zu lächeln – und tat dies auch noch, als sie ausstieg.

Wer weiß, vielleicht hat mein Lebensfreude-Virus sie an diesem Morgen infiziert?

Dafür übernehme ich gerne die Verantwortung und füttere meine Matrix weiterhin mit dem, was ich selbst bestimmen kann – unabhängig davon, wer welche Entscheidung trifft: in einem Zustand von Lebensfreude und Liebe sowie im Urvertrauen zu verharren. DAS ist meine Entscheidung.

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DIE ENERGIE DES PHÖNIX


Seit Tagen beschäftigt mich die Frage (auf eine spezifische Situation bezogen, die ich hier nicht schildern werde, weil es für das weitere Verständnis unerheblich ist), warum mir Veränderung so leichtfällt und anderen nicht. Was unterscheidet mich von den anderen? Was unterscheidet mich von meinem Vergangenheits-Ich, welches auch nicht gerade Veränderungs-affin war?

Heute schnappte ich in einem Radio-Interview eine Aussage auf, die genau jene Antwort liefert, die ich suchte. Sinngemäß lautet diese

„Ich bin bei mir selbst angekommen. Gleichzeitig bin ich in einem permanenten Lern- und Entwicklungsprozess.“

Veränderung, Wandel, Transformation … die Energie des Phönix. Loslassen und etwas Neues beginnen. Das Vergangene wertschätzen, aber nicht daran anhaften. Dort bin ich angekommen, an einem Punkt, der sich konstant vorwärts bewegt. Ein stabiler Kern in einer dynamischen Matrix. Jede Erfahrung macht mich reicher – auch an Möglichkeiten. Dem Drama (es kann nur diese eine Lösung geben oder keine) entwachsen, die Vielfalt an Wegen umarmend.

Ja, ich bin hoch adaptiv, passe mich an, um gut durch die Stürme des Lebens zu kommen. Lerne, weil es mir Freude bereitet, das was ich tue, jeden Tag ein wenig besser zu machen. Nicht, weil ich glaube, es war vorher nicht gut genug, sondern weil ich mich an der Schönheit erfreue, die in einem komplizierten Strickmuster, einer tiefgründigen Formulierung oder einem elegant angesetzten Schwung auf einem Steilhang erkennbar wird – für mich. Für manche Menschen sind Excel-Tabellen das pure Grauen, für mich sind sie ein Instrument, um ein komplexes Gefüge zu erschaffen, das auf effiziente Weise wichtiges mit harmonischem verbindet.

Ja, ich bin anders – und mir wird mehr und mehr bewusst, WIE anders ich bin. Mein Anders-sein ist für mich derart normal geworden, dass ich darüber vergesse, dass „meine Normalität“ nicht ganz alltäglich (im Sinne von durchschnittlich) und für andere mitunter nur schwer nachzuvollziehen ist. Menschen neigen dazu, dass, was sie nicht verstehen, abzulehnen. Eine Erfahrung, die mir sehr vertraut ist, und die sich auch in der Gegenwart wiederholt.

Früher konnte ich diese Form der Ablehnung nur ganz schlecht aushalten, begann stattdessen damit, das zu unterdrücken, was für andere „schwierig“ war. In der Schule hoch ich nicht den Arm, auch wenn ich die Antwort kannte, denn sie nannten mich „Streberin“. Also verbarg ich mein Wissen und mein Können, weit über die Schule hinaus.

Heute lebe ich mein Potenzial voll aus, mit spielerischer Leichtigkeit und grenzenloser Neugier mich laufend neuen Herausforderungen zu stellen. Es macht einfach Spaß! Manchmal werde ich deswegen „angefeindet“, treffe auf Ablehnung, hinter der sich alles verbergen kann, von Unsicherheit über Neid bis hin zu Angst. Kann ich daran etwas ändern? Ist es überhaupt meine Aufgabe, daran etwas zu ändern? Oder ist es meine Aufgabe, die bestmögliche Version meiner selbst zu werden – unabhängig davon, ob andere damit klarkommen.

Vielleicht prüft das Leben auch nur gerade, ob es mir tatsächlich ernst damit ist, mich voll und ganz anzunehmen, jeden Hauch von Ablehnung in mir zu eliminieren. Ist das Außen ein Spiegel der Gegenwart? Oder ein Echo aus der Vergangenheit, das mir bewusst machen will, wo ich einst stand und wo ich heute bin, welche Veränderung ich vollzogen habe. Ein weiterer Meilenstein auf meiner Reise mit der Energie des Phönix.

Bild: KI-generiert

GEDANKEN ZUM WELTFRAUENTAG


Heute, am 08.03.2025, ist Weltfrauentag. Zahllose Bildchen, Gifs & Co mit Blümchen und ärmelhochkrempelnden Frauenikonen werden geteilt.

Heute, am 08.03.2025, denke ich an jene Frauen, die vor gar nicht allzu langer Zeit – und mancherorts noch immer – dafür aufgestanden sind und es immer noch tun – teils unter Einsatz des eigenen Lebens – jenes zu erlangen, was die natürlichste Sache der Welt sein sollte:

Dass jede Frau ein selbstbestimmtes Leben führen kann!

Selbstbestimmung bedeutet Unabhängigkeit.

Unabhängigkeit – die stets auch einen finanziellen Aspekt hat, denn eigenes Einkommen erlaubt eigene Entscheidungen.

Eigene Entscheidungen bedingen aber auch eigene Verantwortung für die aus dieser Freiheit entstehenden Konsequenzen.

Freiheit ist kein sicherer Hafen. Freiheit gleicht einem Schiff auf den Weiten des Ozeans. Alle Wege stehen offen. Es gilt die Winde zu nutzen, den Stürmen zu trotzen und die Flauten zu überstehen.

Freiheit und Selbstbestimmung sind wichtige Säulen einer harmonischen, ausgeglichenen Gemeinschaft. Vielfalt ein Schatz, der wesentlich zum Gelingen beiträgt. Authentizität unerlässlich. Vertrauen essenziell.

Heute, am 08.03.2025, scheinen mir jene Frauen aus der Vergangenheit zuzuflüstern:

„Niemand kann dir geben, was du dir selbst verweigerst. Selbstbestimmung beginnt damit, dein Leben selbst zu bestimmen … inklusive aller Konsequenzen.“

Eine mahnende Stimme, nicht der Selbsttäuschung zu verfallen und aus einer Abhängigkeit in die nächste, aus einer Fremdbestimmung in eine andere zu stolpern.

Anker los und auf geht’s, hinaus in die Weiten jenes Ozeans genannt „Leben“, der vielleicht keinen sicheren Hafen auf Dauer bietet, doch mit jeder gemeisterten Herausforderung wächst das Vertrauen, werde ich geschickter, erfahrener, stärker … sagt am 08.03.2025 jene Frau, die deren Namen auch ihr Programm ist: B. Strong 😉

Nachtrag: wie in den vergangenen Wochen auch, fügte ich diesen Text in WordPress ein und ließ ein Bild dazu generieren. Eigentlich hätte ich es mir denken können, aber dennoch war ich ein wenig überrascht, was dabei herauskam: eine heroische Frauengestalt mit wehenden Haaren und perfektem Make-up, tadellose Figur in einem sexy Kleidchen, mit einer Harpune in der Hand sich aus den Wogen des Ozeans erhebend … welch ein Klischee! Welch ein (Selbst)Bild wird in unsere Köpfe projiziert, wie eine selbstbestimmte unabhängige Frau auszusehen hat? Lichtjahre von der Realität entfernt! Dennoch der perfekte Beweis dafür, wie wichtig es ist, achtsam auf Fremdbestimmung (durch Klischees) zu blicken und in der Selbstbestimmung zu bleiben. Mein (Selbst)Bild einer starken, unabhängigen Frau hat absolut nichts mit Bildbearbeitung oder kosmetischer Chirurgie zu tun, noch nicht einmal mit Make-Up oder Haarspray, dafür umso mehr mit Charakter und ganz viel Humor.

Bild: pixabay.com

FRIENDLY REMINDER


Ab und zu bekommst du vom Leben einen „friendly reminder“ verpasst. Du triffst einen Menschen und dieser sagt dir etwas direkt auf den Kopf zu, dass du längst tief in dir spürst, dass du intuitiv weißt, aber vehement verdrängst. Genau das ist mir vor einigen Tagen passiert.

Bang.

Keine Chance mehr, es zu ignorieren. Zumindest gehöre ich nicht mehr zu denen, die trotz eines solchen „Winks mit dem Zaunpfahl“ weiter machen, als wäre nichts geschehen.

Also ließ ich los.

Loslassen fällt manchmal leicht, aber meistens nicht.

Besonders schwer fällt es (mir), wenn das (oder der Mensch), den ich loslassen soll, mir am Herzen liegt.

Noch schwerer ist es, wenn dieser Mensch in seinem eigenen Sumpf feststeckt und zu ertrinken droht. Allzu gerne übernehme ich die Rolle des Rettungsrings. Doch wie lange kann ich für zwei schwimmen, wenn einer von beiden sich beharrlich weigert, seine Betonschuhe auszuziehen?

Loslassen gleich manchmal einem „im Stich lassen“, doch manchmal ist es auch ein „ich gebe dir die Verantwortung für dein Leben zurück“.
Niemand konnte mir die Entwicklungsschritte abnehmen, durch die ich hindurch musste, um zu werden, wer ich heute bin. Oft genug war ich nahe am Ertrinken, doch ich lernte mich selbst über Wasser zu halten. Irgendwann konnte ich schwimmen. Auch daran erinnerte mich diese Begegnung vor einigen Tagen: ich habe nicht das Recht, anderen ihre Lernerfahrungen vorzuenthalten, indem ich sie dauerhaft über Wasser halte. Kurzzeitig zu helfen, ist wichtig und wertvoll. Doch es darf kein Dauerzustand werden. Zu lieben bedeutet, dem anderen die Chance zu geben, selbst schwimmen zu lernen.

Ein „friendly reminder“ für all jene, die aus Liebe das tragen, was nicht für sie bestimmt ist.

Bild: KI-generiert