Mein Neujahrsvorsatz: Leben nach 7L

In den letzten Tagen des vergangenen Jahres etablierte sich eine Strategie in meinem Kopf. Die Idee dazu entsprang einigen Chats, Gesprächen, Situationen des Alltags … wie üblich also praxisnah und empirisch.

Diese Strategie im täglichen Leben praktiziert, stellt für mich die Basis für die bewusste Wahrnehmung der Umarmung des Lebens dar.

Vereinfacht gesagt: mein persönlicher Weg für ein glückliches Leben (mit oder ohne Borderline – diese Strategie eignet sich für alle Menschen).

Und es ist wirklich ganz einfach:

  1. Liebe … ist etwas Wunderbares. Ich mache mir jeden Morgen bewusst, wie viel Liebe in mir ist, für andere und mich selbst, für dieses Leben und alles, was es mir täglich gibt – und wie viele Liebe ich von anderen erhalte. Diese Bewusstmachung lässt mich auch tiefe Dankbarkeit empfinden, was wiederum die Basis dafür ist, glücklich und zufrieden zu sein.
  1. Lachen … heilt. Normalerweise bin ich mit Aussagen zum Thema Heilung zurückhaltend, doch Lachen heilt die Seele. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Wer über sich selbst, über das Leben und die Verrücktheiten der Menschen herzhaft lachen kann, ist auf dem besten Weg, seelischen Schmerz und Leid hinter sich zu lassen.
    Mittlerweile gibt es auch interessante Forschungen dazu, wie intensiv Menschen Schmerzen empfinden und das dieses durch positive Gedanken oder auch Humor gemildert werden können. Wer lachen kann, nimmt vieles leichter. Nur mal so nebenbei erwähnt.
  1. Leichtigkeit … ist das, was sich durch Liebe und Lachen bei mir einstellt. Die Welt ist, wie sie ist. Alltägliche Probleme sind da, aber die verschwinden nicht, wenn ich mies drauf bin. Ganz im Gegenteil. Der Spruch „Take it easy, you will live longer“ kommt nicht von ungefähr. Mit Leichtigkeit meine ich nicht Leichtsinn oder Unterschätzung der Herausforderungen, sondern die innere Einstellung, das das Leben in Ordnung ist, so wie es ist. Es gibt Sonnentage und Regentage. Beides währt nur eine Zeit lang und geht auch wieder vorüber.
  1. Lebendigkeit… folgt auf dem Fuß. Wer im Augenblick liebt und lacht, das Leben mit einer gewissen Leichtigkeit nimmt, kann nicht gleichzeitig über die Vergangenheit klagen oder sich vor der Zukunft fürchten. Das Verweilen im Hier und Jetzt lässt uns lebendig sein. Lebendigkeit vollzieht sich ausschließlich in der Gegenwart – und genau dort sollte sich unsere Kraft fokussieren: auf das Leben im Hier und Jetzt.
    Aus der Vergangenheit in Dankbarkeit lernen, ein wenig planend und neugierig in die Zukunft blinzeln (in dem Bewusstsein, das Pläne niemals in Stein gemeißelt sind … wie ein Virus uns 2020 lehrte), aber gelebt wird im Augenblick, in dem einen Atemzug, dem einen Herzschlag, den ich bewusst erfassen kann.
  1. Lernen… absolut alles, was in meinem Leben geschieht, trägt eine Botschaft in sich. Diese hin und wieder ernst zu nehmen und daraus zu lernen, erspart so einige unerwünschte Wiederholungen auf dem Lebensweg. Mindestens einmal pro Tag stelle ich mir deshalb auf liebevolle Weise und zumeist auch lächelnd die Fragen: „Was soll mir das Ganze sagen? Was kann ich daraus lernen? Was kann ich künftig anders machen?“ … und die Antworten enthalten das, was ICH tun kann, nicht was jemand anders tun sollte 😉
  1. Lebenslust… ein magisches Wort für mich. Am einfachsten lässt es sich mit einem Bild beschreiben: Lebenslust ist es, die mich an einem eisigen 2. Jänner die Laufschuhe anziehen und einen Berg hochlaufen lässt, teilweise über vereiste Pfützen und später im Tal über schlammige Wege. Die Lust, das Leben zu spüren, das durch meinen Körper pulsiert, wenn die Steigung meine aktuelle Kondition austestet, wenn die klare Winterluft mich jene Natur spüren lässt, die uns alle hervorgebracht hat. Lebenslust ist für mich das Verlangen, sich selbst spüren zu wollen, auf all die vielfältigen Weisen, die dies ermöglichen.
  1. Lebensfreude … ist für mich eine Schwester von Lebenslust. Weniger feurig-sinnlich-leidenschaftlich, dafür mehr wie die warme Wand eines Kachelofens, an die man sich stundenlang anlehnen kann und in ein Wohlgefühl eingehüllt wird. Lebensfreude wurde für mich zur bestimmenden Grundhaltung. Sie ist einfach da, auch an bewölkten Tagen, wenn ich die Sonne zwar nicht erblicken kann, aber dennoch weiß, dass sie da draußen ist und auf diese Welt scheint. Ähnlich verhält es sich für mich mit Lebensfreude. Ab und an gerät sie hinter den stürmischen Wolken des Alltags aus meinem Sichtfeld, doch wenn ich kurz innehalte, spüre ich sie jenseits der Wolken – tief in mir.

Leben nach 7L … eigentlich ganz einfach, oder? 😉

Passend zu den Neujahrsvorsätzen ein Blick auf „den Baum meines neuen Lebens“, der auf meiner Fensterbank prächtig gedeiht und drei neue Triebspitzen für Blätter angesetzt hat. Faszinierend zu beobachten, wie dieses zarte Pflänzchen sich entwickelt – analog zu meinem neuen Leben.

Ich mag eine unheilbare Romantikerin sein und mein Weltbild optimistisch gefärbt, aber hinter „glücklichen Zufällen“ eine Art von „universellen Zusammenhängen“ zu sehen, damit bin ich nicht allein. Ob es so ist, oder ganz anders, spielt genau genommen keine Rolle. Viel wichtiger ist es, sich dadurch vom Leben umarmt zu fühlen 😊

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