Eine zauberhafte Masche

oder

Eine [nicht] ganz alltägliche Weihnachtsgeschichte „In the Middle of Nowhere“

Der gefrorene Schnee knirschte unter jedem seiner Schritte, die ihn eilig vom Parkplatz wegführten, vorbei an einige in der Dämmerung nur noch schemenhaft erkennbaren Bäumen Richtung des Gasthauses „In the Middle of Nowhere“. Allein der Name sagte alles über den Ort, an dem er gelandet war. Unzählige Orte hatte er während seiner vielen Reisen gesehen, dies war einer mehr auf einer langen Liste.

Es war kalt. Ungewöhnlich kalt für Anfang Dezember. Die kalte Luft fühlte sich in seinem Gesicht an wie unzählige Nadelstiche. Fröstelnd zog der Händler die Schulter hoch und beschleunigte seinen Gang. Eiskalt. Eisiger Hauch in Form kleiner nebliger Wölkchen begleitete jeden Atemzug auf seinem Weg, doch es war nicht nur die eisige Kälte rundum, die sich wie ein unerwünschter Mantel aus Blei auf seine Schultern legte. Da war noch mehr, worüber er schwieg, und was der Händler niemals einem anderen erzählen würde.

Endlich war er an dem Gasthaus angelegt und trat ein. Ein dampfender Schwall überhitzter Luft traf ihn unmittelbar beim Durchschreiten der Schwelle. Die rustikale Stube war voller Menschen, lärmender Stimmen und unzähliger Worte, die sich in einer Melange aus Gesprächen mit scheppernden Tellern, zu lauter Musik und nicht zuordenbarem Gelächter vermischte. Irgendwo am Rande konnte er noch das Knistern brennender Holzscheite in einem Bollerofen wahrnehmen, den warmen Schein der Flammen hinter der Glasscheibe. Wärme. Ersehnte Wärme, doch sie war nicht das Einzige, was er suchte. Da war noch mehr, worüber er schwieg, und was er auch an diesem hereinbrechenden Abend an diesem Ort der Durchreise für sich behalten würde.

Der Händler hatte einen langen Weg hinter sich, war müde und hungrig. Die Schlüssel für sein reserviertes Zimmer in Händen haltend stand er nach einigen Minuten erneut in der Gaststube. Alle Tische waren besetzt, so setzte er sich auf einen der Hocker an dem Tresen und bestellte etwas zu essen. Während er wartete, blickte er sich um. In dieser Gegend gab es nicht viele Möglichkeiten zu nächtigen, daher war der Andrang kaum verwunderlich. Die meisten schienen in kleineren oder auch größeren Gruppen unterwegs zu sein. Kaum jemand saß allein – so wie er. Niemand schenkte ihm großartig Beachtung. Der Händler war nur einer unter vielen Reisenden, und so wandte er sich schließlich dem dampfenden Teller zu, den die Wirtin soeben vor ihm auf den Tresen abgestellt hatte.

Während er die heiße, intensiv nach Wald duftende Pilzsuppe löffelte, konnte er kaum vermeiden, das Gespräch mitanzuhören, dass drei Männer direkt neben ihm am Tresen führten. Diese schienen geistreichen Getränken offenbar bereits lebhaft zugetan an diesem Abend. Ihre Gestik wirkte überbordend und ihre Stimmen beschwipst. Sie lachten laut und viel, obwohl ihre Gesprächsthemen vom Händler als nicht sonderlich erheiternd empfunden wurden, weshalb er bestmöglich versuchte, all dies nicht wahrzunehmen und sich in das Display seines Smartphones vertiefte, auch wenn es dort nichts Interessantes zu finden gab, es lenkte ihn vom Rundum ab – bis plötzlich eine Socke auf eben jenem Display zu liegen kam. Der Händler blickte auf und in das Gesicht eines unrasierten Mannes, mit roter Nase und noch röteren, glasigen Augen, der herzhaft lachte und sich dabei ungelenk für das Missgeschick entschuldigte, das beim Hantieren mit einer Papiertüte und einem Paar Socken entstanden war.

„Stell dir vor, das hat sie mir geschenkt: Socken! Als ob ich keine Socken hätte“, mokierte der offensichtlich Angetrunkene sinngemäß in weniger wohlgesonnenen Worten, die zweite Socke voller Geringschätzung über dem Tresen schwenkend.

Der Händler betrachtete das, was vor ihm gelandet war: eine selbstgestrickte Socke in quietschbuntem Design. Vielleicht ein wenig zu bunt für einen erwachsenen Mann, aber so lebendig, so einzigartig und unverwechselbar, dass er sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte.

Auf das fragende und etwas rüpelhafte „Was?“ des offenbar unzufriedenen Besitzers der Socke entgegnete der Händler: „Ich denke, da hat jemand viel Zeit und Arbeit investiert, um dir dieses Geschenk machen zu können.“

Daraufhin herrschte kurzzeitig Schweigen zwischen den Männern am Tresen inmitten der Geräuschkulisse der Gaststube. Danach brach der Angetrunkene in schallendes Gelächter aus, klopfte sich mit den Händen auf seine Schenkel und schüttelte den Kopf.

„Wenn du auf so was stehst, du kannst sie haben. Ich schenk‘ sie dir.“

„Nein danke“, erwiderte der Händler ruhig und legte den Löffel beiseite, den sein Teller war mittlerweile leer. „Diese Socken wurden für dich gemacht. Sie würden mir nicht passen.“

Dann wandte er sich von den drei Männern ab, schob den Teller an den hinteren Rand des Tresens und deutete der Wirtin seinen Wunsch zu zahlen. Die hämischen Worte der anderen ignorierend, agierte er mit Bedacht, doch auch mit verdeckter Hast, denn da war noch mehr, worüber er schwieg, und was er nicht zeigen wollte. Er beneidete insgeheim diesen Trunkenbold um das, was sich hinter diesem nur scheinbar banalen Geschenk verbarg: die Aufmerksamkeit eines anderen Herzens.

Nachdem der Händler seine Rechnung beglichen hatte, stand er vom Tresen auf und machte ein paar Schritte in die noch immer übervolle Gaststube. Einerseits wollte er sich noch nicht auf sein Zimmer zurückziehen, andererseits schien hier auch kein passender Platz für ihn. Während er sinnierend im Raum stand, holte ihn eine freundliche Stimme aus seinen Gedanken:

„Vergiss den Kerl. Manchmal bekommen die Falschen ein Geschenk vom Leben, das sie nicht zu schätzen wissen. Das ist zwar schade, aber nicht zu ändern. Hier ist noch Platz. Magst du dich setzen?“

Hinter einem großformatigen Block tauchte das Gesicht einer Frau auf, deren Augen mehr lächelten als ihr Mund. Sie lehnte mit ihrem Rücken am dunkelblauen Kachelofen, der seine wohlige Wärme unerkennbar bis weit in die Stube ausstrahlte. Dennoch schien es dem Händler, als würde auch von dieser Frau eine Form von Wärme ausgehen, und so folgte er gerne ihrer Einladung. Sie schob ein gestreiftes Sitzkissen in seine Richtung und er setzte sich neben sie auf die knarrende Holzbank.

„Was machst du hier?“ erkundigte sie sich.

„Ich bin auf der Durchreise.“

„Sind wir das nicht alle … irgendwie“, erwiderte die Frau kryptisch, die sich als Portraitzeichnerin zu erkennen gab. Rund um sie hingen an der Wand einige ihrer Werke. Fein ausgeführte, detailreiche Studien von Gesichtern, die das Leben gezeichnet hatte – im doppelten Wortsinn. Auch jetzt glitt ihre Hand flink über den Skizzenblock, führte sicher hier einen Strich und dort eine Schraffierung aus. Der Händler folgte interessiert ihrem Tun.

„Und was hat dich hierhergeführt?“

„Ich verdiene mir mit den Zeichnungen ein kleines Zubrot. Wenn die Gaststube voll ist, findet sich meistens Kundschaft. Und wenn nicht, übe ich einfach ein wenig.“

Sie lächelte, und ihr Lächeln war eines, das ein Herz erwärmen konnte.

An diesem Abend saßen der Händler und die Portraitzeichnerin noch lange an den Kachelofen gelehnt in der Gaststube, die sich von Stunde zu Stunde leerte, bis nur noch die Beiden und die Wirtin übrig waren. Sie unterhielten sich über ferne Länder, über Wunder, die sich erblickt hatten, über Rätsel, die noch der Lösung harrten, über das Leben, das sie hierhergeführt hatte. Wohl niemand hätte vermutet, dass sie einander eben erst kennengelernt hatten, so vertraut wirkten sie nebeneinander, stimmig im Tun und Denken. Leider endete dieser Abend mit der Sperrstunde.

Als der Händler schließlich sein Zimmer betrat, hielt er in seinen Händen einen Bogen Papier, auf dem sein Gesicht zu erkennen war. Die Portraitzeichnerin hatte das Blatt signiert und auch ihre Telefonnummer dazugeschrieben, für den Fall, das er noch Änderungen wünschte. Er betrachtete das Werk noch einige Zeit, bevor er es sorgsam zusammenrollte, mit einem Gummiband fixierte und ordentlich in seinem Koffer verstaute. Seine Gedanken und Gefühle in dieser Nacht waren nicht so einfach zu ordnen. Er lag noch lange wach, denn da war noch mehr, worüber er schwieg, weil er es sich selbst nicht erklären konnte.

Am nächsten Morgen setzte der Händler seinen Weg fort, ohne die Portraitzeichnerin noch einmal getroffen zu haben. Mit jedem Tag führte ihn seine Reise weiter fort von dem Gasthaus „In the Middle of nowhere“, doch seine Gedanken kehrten täglich dorthin zurück, wenn er den Bogen Papier zur Hand nahm und die Zeichnung darauf betrachtete. Es waren nur Striche, Linien und Schraffierungen, unverkennbar sein Gesicht, dennoch – da war noch mehr, was die Portraitzeichnerin erfasst und festgehalten hatte. Facetten seiner selbst, die niemand außer ihm kennen konnte. In ihrer Zeichnung fand er, was er der Welt zeigte – und was er vor ihr verbarg. Dass sie ihn auf diese Weise wahrzunehmen vermochte, irritierte den Händler zutiefst. Auch wenn er den Wunsch verspürte, sie wiederzusehen, so zögerte er doch, sie anzurufen, denn er fürchtete, dass da etwas war, das sie nicht auf selbe Weise erwidern würde. Zu viele Wunden aus der Vergangenheit, die noch immer schmerzten, hielten ihn davon ab, jenen Schritt zu wagen, den er ersehnte und gleichzeitig mehr als alles andere fürchtete.

Wenige Tage vor Weihnachten schlug der Händler einen Umweg ein, um noch einmal zum Gasthaus „In the Middle of nowhere“ zu fahren. Er wusste selbst nicht so genau, was er dort zu finden erhoffte, doch etwas ließ ihn nicht zu Ruhe kommen. Als er die Stube betrat, fiel sein Blick sofort auf den Platz am dunkelblauen Kachelofen, an dem die Portraitzeichnerin zuletzt gesessen hatte. Der Platz war leer. Seine Hoffnung wich einem Gefühl der Schwere, des Bedauerns, das er mit einer großen Portion Pragmatismus im Sinne „ist wohl besser so“ zur Seite schob. Dennoch nahm der Händler wieder an der Stelle Platz, an der er auch an diesem Abend vor einigen Wochen gesessen war, auf dem gestreiften Kissen, mit dem Rücken an der warmen Seitenfront des Kachelofens lehnend. Die Wirtin kam mit der Speisekarte, die aus einem einzelnen laminierten Blatt bestand. Der Händler winkte ab und bestellte nur die Pilzsuppe, die er zuletzt gegessen hatte.

Wenige Minuten später kehrte die Wirtin mit einem Teller dampfender, nach Wald duftender Suppe zurück – und einer kleinen Schachtel. Beides stellte sie vor dem Reisenden auf den Tisch und meinte, das Paket sei für ihn deponiert worden. Der Händler runzelte die Stirn. Wer sollte für ihn hier ein Paket deponieren? In the Middle of nowhere? Verwundert griff er danach. Es war schlichter, grauer Karton, verschlossen mit ein paar transparenten Klebestreifen, nicht sonderlich schwer, und wenn er die Schachtel schüttelte, war kein Geräusch darin zu hören. Der Händler schob den Teller Suppe etwas beiseite und begann, vorsichtig die Klebestreifen zu lösen. Dann nahm er den oberen Teil der Schachtel ab. Weißliches Seidenpapier kam zum Vorschein, dass er raschelnd entfaltete und darunter ein paar handgestrickte Socken entdeckte, die er staunend aus der Verpackung holte. Kunterbunt waren sie mit einem eigenwilligen Muster, angenehm weich, alles andere als perfekt, denn einige Maschen schienen nicht ganz ins Muster zu passen, doch genau das machte sie einzigartig, und mit Gewissheit hatte jemand viele Stunden damit verbracht, Masche für Masche aneinander zu reihen, um dieses Geschenk zu erschaffen … für ihn. Fassungslos schüttelte der Händler seinen Kopf.

Doch da war noch mehr. Am Boden der Schachtel lag ein gefaltetes Blatt Papier, auf dem stand in wunderschöner verspielter Handschrift: „Manchmal bekommen die Richtigen ein Geschenk vom Leben, das sie auch zu schätzen wissen. Denk an mich, wenn du sie trägst, so wie ich an dich gedacht habe, als ich daran gearbeitet habe. Frohe Weihnachten.“

Der Händler schloss die Augen, denn da war etwas, das er allmählich zu begreifen begann. Eine vage Hoffnung war dagewesen, eine diffuse Ahnung, doch es hatte dieser zauberhaften Masche eines einzigartigen Geschenks bedurft, um dieses ungewisse Etwas – die Aufmerksamkeit eines anderen Herzens – für ihn fassbar zu machen, derer er sich nun bewusst wurde, als er sein Smartphone ergriff und jene Nummer wählte, die er vor Wochen bereits gespeichert hatte.

© Lesley B. Strong 2020

WIE ICH LERNTE ALLEIN ZU SEIN, OHNE MICH EINSAM ZU FÜHLEN …

… das sind nämlich zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe: Allein oder einsam. Letzteres strebt wohl kaum jemand an. Gleichzeitig ist Ersteres eine wichtige Voraussetzung für vieles andere. Aber der Reihe nach …

Früher – und das ist noch nicht so lang her, wie es jetzt vielleicht klingen mag – gehörte ich zu den Menschen, die nicht gerne allein mit sich selbst Zeit verbringen. Obwohl es oft genug vorkam, dass mir Menschen einfach nur noch den Nerv zogen und ich mich am liebsten weit weg von allen in einer Hütte im Nirgendwo verkrochen hätte, wollte ich das nie ganz allein tun. Jemand sollte schon noch da sein, weil so ganz allein wollte ich dann doch nicht sein. Rückblickend und nüchtern betrachtet, wich ich damit sehr lange einem entscheidenden Punkt aus, nämlich mich mit mir selbst zu befassen.

So ganz alleine im Nirgendwo – das konfrontiert einem schon mit sich selbst auf die ganz harte Tour. Wem hätte ich die Schuld dafür umhängen können, mies gelaunt zu sein? Nur mir selbst. Außerdem machte es mir schmerzlich bewusst, wie leer und hohl ich mich fühlte, wie wenig ich mich selbst wahrnehmen konnte, wie anders ich war und bin. Anders bedeutete nicht dazugehörend. Einsam unter vielen. Wer will das schon sein? Wer kann sich das eingestehen, ohne daran zu zerbrechen? Dem wich ich lange konsequent aus. Andere Menschen rundum bedeuten immer auch Ablenkung, bieten reichlich Gelegenheit, sich mit deren Problemen zu befassen, anstatt auf die eigenen zu blicken. Es gab viele Gründe für mich, das Alleinsein zu meiden.

Darunter auch meine Aversion gegen Stille. Ruhe rundum machte den Lärm (Tinnitus) in mir erst so richtig hörbar und störend, weshalb ich stets auf eine gewisse Geräuschkulisse in meinem Umfeld achtete – nur um nicht den Lärm in mir zu hören. Oder meine eigene Stimme, meinen Dämon (à Begriffsklärung: „Dämon“ in der antiken Bedeutung = hilfreiches Geistwesen). Wie ich nämlich im Laufe der Zeit feststellen durfte, hängt mein Tinnitus unmittelbar vom Stresspegel in mir ab. Sinkt dieser, wird es auch leiser. Aber um das erst einmal zu bemerken, musste ich ruhig werden. Und dazu wiederum musste ich allein sein, denn solange Menschen rundum mich sind, nehme ich diese auch auf eine Weise wahr, die schwer zu erklären ist. Ich versuche es hier mit einem Bild:

Stell dir ein Glas Wasser vor, das auf einem Tisch steht. Stößt jemand gegen den Tisch, beginnt sich das Wasser zu kräuseln. Je heftiger der Stoß, desto heftiger die Schwingungen des Wassers. Ähnlich dem Wasser in dem Glas versetzt mich die Emotionalität (gelebt oder unterdrückt) anderer Menschen in Schwingung. Solange es „Good Vibrations“ sind, habe ich dagegen auch keinerlei Einwände, aber es gibt nicht nur „Good Vibrations“ da draußen, weshalb das Wasser (oder ich) nie völlig ruhig werden kann in der Umgebung von Menschen. Wobei – Ausnahmen bestätigen die Regel: es gibt ganz wenige Menschen, da gelingt es trotzdem. Vielleicht weil wir auf einer Wellenlänge schwingen. Das werde ich künftig noch ergründen.

Jedenfalls führt der Weg in die Ruhe und Entspannung für mich durch das Alleinsein. Also durch etwas, was ich früher nicht ausgehalten habe. Ich sehnte mich nach Ruhe, nach Geborgenheit, wollte den ganzen Lärm und Stress rundum hinter mir lassen, und gleichzeitig entstand genau durch diese Ruhe eine andere Form von Lärm und Stress in mir. Tricky, nicht wahr?

Aus diesem fiesen Kreislauf fand ich – mehr oder weniger – nur durch Zufall (oder Schicksal? Bestimmung?) heraus. Als ich meine inneren Konflikte beendete und begann, mich so anzunehmen, wie ich bin (inklusive meines mittlerweile geliebten Dämons – ohne ihn könnte ich vermutlich niemals solche Geschichten schreiben, wie ich es heute tue), wurde es ruhig in mir. Eine kraftvolle Stille, in die ich mich gerne fallen lasse und es genieße, allein zu sein, mit mir selbst, nur meine eigene Schwingung zu fühlen, meine eigene Melodie in mir zu hören, einfach nur ich zu sein.

Ich mag Menschen nach wie vor und verbringe auch gerne Zeit mit und unter Menschen, ebenso wie ich gerne Zeit mit mir selbst verbringe.

So wie ich das sehe, ist die Fähigkeit, mit sich selbst allein sein zu können, die Basis, um mit anderen Menschen zusammen sein zu können, ohne diese mit Erwartungshaltungen einzudecken – sowie Vorwürfen, Anklagen und Schuldzuweisungen, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden.

Erwartungshaltungen können echte Beziehungskiller sein.

Ich bin eine Vollblut-Romantikerin mit einem Faible für ein romantisches Happy End zu zweit vor einem flammenden Sonnenuntergang, ABER ich erwarte nicht (mehr), dass ein einzelner Mensch alle meine Defizite und unbearbeiteten Themen ausgleicht, mir damit quasi meine Lebensaufgabe abnimmt (… denn damit würde ich „mein eigenes Leben aufgeben“ … man beachte die Mehrdeutigkeit!) und die Verantwortung für mein Wohlbefinden und Glück übernimmt.

Wenn ich etwas in den letzten Jahren gelernt habe, dann das:

Ich lehne mich gerne mal an den Menschen an meiner Seite an, und frage auch ab und an nach Hilfe, aber für meine Herausforderungen (oder umgangssprachlich: Probleme) übernehme ich die volle Verantwortung und kümmere mich selbst darum, weil nur ich ALLEIN in mir etwas verändern kann. Und alle unsere Probleme beginnen in uns mit der Entscheidung, ob wir etwas als Problem betrachten … aber das ist eine andere Geschichte, die ich demnächst wieder einmal in ihrer Vielfalt beleuchten werde 😉

Im Gegensatz zur Einsamkeit, kann Alleinsein eine Quelle der Kraft und Inspiration sein.

Als mir bewusst wurde, das ich in mir bereits alles habe, um mein Leben zu meistern, allem voran die Stärke, mit mir selbst allein zu sein, schrieb ich mir diese Stärke auf meine Fahnen und wurde Lesley B. Strong, die Geschichtenerzählerin, die in der Stille des Alleinseins eine schier unergründliche Tiefe des Fühlens erlebt und diese über aneinander gereihte Worte mit anderen teilt. Was genau genommen dazu führt, dass ich eigentlich nie allein bin. Räumlich vielleicht, aber über meine Geschichten bin ich stets auch mit jeder Leserin und jedem Leser verbunden, weit über alle räumlichen und zeitlichen Grenzen hinweg.

Systemisch betrachtet ist niemand von uns je allein, denn wir sind alle eingebunden in etwas Größeres. Wir können unsere Körper für begrenzte Zeit an einen Ort fernab anderer begeben, doch das ändert nichts daran, dass wir über Beziehungen, Gefühle und Gemeinsamkeiten verbunden sind. Was im Außen relativ einfach zu erkennen ist, gilt es in uns als Wahrheit zu fühlen: auch im Alleinsein mit „allem eins zu sein“.

Insofern ist Einsamkeit nur die Illusion eines Geistes, der sich noch nicht selbst gefunden hat.

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WIE ICH LERNTE, HILFE ANZUNEHMEN …

Bevor ich mich diesem unglaublich wichtigen Thema widme, ein paar Sätze zur Entstehung: Ich würde ja gerne behaupten, dass meine Themenwahl durchdacht und geplant ist, doch das wäre gelogen. Im Gegensatz zur weitaus vorausschauenden Planung im Job, überlasse ich es als Autorin, Bloggerin und Lebensphilosophin dem Leben selbst, mir die Inspiration für meine Beiträge zu liefern. Manchmal sind allerdings auch unerfreuliche Ereignisse und der dazu von mir verfasste Beitrag ein Weg, meine eigene Rolle im Leben besser zu verstehen.

Aktuell geht es um das Thema Hilfe und Hilfestellung. Es gibt mehrere Menschen in meinem Leben, die eine schwierige Zeit durchleben, persönliche Krisen, gesundheitliche Probleme, manche wie aus dem Nichts auftretend, andere die sich über längere Zeit abgezeichnet haben, was sie jedoch nicht weniger herausfordernd macht. All dies mitzuerleben, quasi daneben zu stehen und nichts tun zu können, außer Hilfe anzubieten in der Hoffnung, dass sie angenommen wird, doch wenn nicht, einfach nur zum Zuschauen verdammt zu sein, ist eine der härtesten Prüfungen, die das Leben mir auferlegen kann. Deshalb schreibe ich mir hier heute einiges von der Seele.

Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche.

Ganz im Gegenteil. In meinem Verständnis ist das Annehmen von Hilfe ein Anerkennen der Tatsache, das wir alle nur Menschen sind, die irgendwann an ihre Grenzen stoßen, die nicht alles beherrschen und – zum Glück – weit weg von „perfekt“ funktionieren.

Diese Einsicht gewann ich vor gar nicht allzu langer Zeit. Davor residierte ich auch im Lager jener, die es unbedingt allein hinbekommen wollten, obwohl ich oft genug lautstark konstatierte, dass „mir alles zu viel wäre“, doch Hilfe nahm ich nicht wirklich an. Mir ging es mehr darum, Anerkennung für meinen Einsatz, meine Leistungsbereitschaft, mein Ertragen des scheinbar Unerträglichen zu bekommen. Hilfe annehmen? Mir Last abnehmen lassen? Schwach und unfähig erscheinen? Das verinnerlichte Selbstbild der Wertlosigkeit erfüllen? Nie und nimmer … so ungefähr lässt sich meine frühere Einstellung zusammenfassen.

Gleichzeitig war ich stets sehr hilfsbereit und bemüht, wenn es darum ging, anderen etwas abzunehmen. Manchmal auch ungefragt. Hilfe anbieten … das fühlte sich gut an. Es machte mich groß und stark, vermittelte mir also genau jenes Gefühl, das ich NICHT in mir trug. Selbstverständlich erlag ich dabei der mehrfachen Selbsttäuschung.

Wenn ich heute all die Facetten dieser Illusion betrachte … mich selbst klein machen, um mir etwas aufbürden zu können, das mir ein Gefühl von Größe und Stärke verleiht … dabei ignorieren, das ich längst groß und stark war, weil ich sonst nie all das hätte schaffen können, was ich geschafft habe … und all dies, um von anderen etwas zu bekommen (Anerkennung), was ich längst schon bekam, ohne es jedoch erkennen zu können, weil ich die Sprache (der Anerkennung) noch nicht zu sprechen gelernt hatte (im inneren Dialog mit mir selbst) … gruselt mir manchmal vor unserer zutiefst menschlichen Fähigkeit, unsere Hölle auf Erden selbst zu erschaffen – in unseren Köpfen und unseren Leben.

Wie lernte ich also, Hilfe anzunehmen?

Es brauchte dafür zwei Faktoren, die zeitgleich eintraten (im Juli 2020):

Einerseits zog mir das Leben sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weg, warf mich mitten in der dramatischsten Veränderung meines Lebens über eine Treppe und verpasste mir einen Liegegips mitten in der Übersiedelung, die aus einer Notsituation heraus geschah und keinen Aufschob duldete. Nur ein Schritt – und plötzlich war ich auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen, konnte mich nicht einmal allein von A nach B bewegen. Ich musste in einem emotionalen Ausnahmezustand um Hilfe bieten und erwartete damals vieles, aber keinesfalls die rasche und vielfältige Unterstützung, die ich von rundum erhielt.

Andererseits landete ich in einem neuen Umfeld, in dem ich zum ersten Mal in meinem Leben so angenommen wurde, wie ich bin, ohne Vorwürfe, Ablehnung, Beschränkung oder sonstiges in der Art zu erfahren.

Es fällt wesentlich leichter, um Hilfe zu bitten und diese auch anzunehmen, wenn dies keinen „Imageverlust“ nach sich zieht, sondern man weiterhin wertgeschätzt und respektiert wird; wenn das Annehmen von Hilfe als kluge Entscheidung und nicht als Eingeständnis von Unfähigkeit verstanden wird. Und wenn die Helfenden sich nicht als „die Besseren und Stärkeren“ darstellen, sondern als Helfende auf Augenhöhe, denen bewusst ist, das sie es vielleicht sind, die morgen schon Hilfe von anderen brauchen könnten.

Unzählige Male habe ich es schon (insbesondere in meinem beruflichen Umfeld) erlebt, das Menschen zu verbergen versuchen, wenn sie nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll oder alles zu viel wird – häufig genau aus dieser Angst vor einer Gefällebildung (die es zwischen Eltern und Kindern tatsächlich gibt, aber zwischen Erwachsenen eine „ungesunde“ Verschiebung bilden) oder dem Abgleiten in ein Abhängigkeitsverhältnis. Viel zu oft musste ich auch den folgenden Zusammenbruch miterleben. Ich frage mich oft, ob es verhindert hätte werden können. Besonderes wenn es Menschen trifft, zu denen ich eine persönliche Beziehung habe. Für mich bedeutet Beziehung immer auch eine Art von Verantwortung im Sinne von „hab ein Auge auf den anderen und sag, wenn dir auffällt, dass etwas in die falsche Richtung läuft“. Daneben zu stehen und zusehen zu müssen, wie der eingeschlagene Kurs in den Crash führt, ist schrecklich für mich. Heute verstehe ich, wie schlimm es damals für mein Umfeld gewesen sein muss, mir dabei zuzusehen. Hilfe wurde mir seinerzeit vielfach angeboten, doch ich konnte sie nicht annehmen.

Hilfe anzunehmen ist ein Teil der Selbstsorge …

… für mich geworden, denn ich kann nicht alles selbst können. Ich kann vieles, aber nicht alles. Und auch nicht endlos. So, wie ich gelernt habe, Hilfe anzunehmen, habe ich auch gelernt, vor allem im Job manches zurückzuweisen, was meine Ressourcen überschreitet.

Im Juli, als ich den stürmischen Wellen des Schicksals zu versinken drohte, sagte mein Sohn zu mir: „Das schaffst du allein nicht. Bitte um Hilfe. Die Menschen sind hilfsbereiter, als du denkst. Du musst nur danach fragen.“

Er hatte Recht.

Mehr noch. Weder verlor ich an Achtung oder Respekt, noch schätze mich danach jemand als schwach oder bedürftig ein. Ganz im Gegenteil. Einige Freundschaften vertieften sich sogar, weil meine Maske fiel. Die Maske der „unerreichbaren Perfektionistin“, die alles ohne Hilfe anderer hinbekommt und die stets auch einen unangenehmen Beigeschmack vermittelte: besser zu sein. Ohne es zu wollen, wurde ich schon mal als arrogant wahrgenommen, weil ich mir nicht zugestand, Schwächen zu zeigen oder eben um Hilfe zu bitten.

Um Hilfe zu bitten macht uns menschlich, denn genau das tun Menschen, wenn sie nicht weiterwissen: Sie bitten andere um Hilfe.

Es ist durchaus ein Zeichen von Reife, die Annäherung an die eigenen Grenzen zu erkennen und daher fast schon „weise“, zeitgerecht um Hilfe zu bitten.

Oder wie es ich es gerne auch ein wenig philosophisch formuliere: „Du kannst nicht größer sein als du dir eingestehst, klein zu sein.“

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WIE ICH DEN KREISLAUF DER SELBSTVERLETZUNG DURCHBRACH …

Die Gedanken zu diesem Blog entspringen den Ereignissen der letzten beiden Wochen und einem langen nebligen November-Spaziergang.

Selbstverletzung kann auf vielfältige Weise geschehen. Allgemein bekannt sind selbst zugefügte Schnitte mit diversen Klingen, doch es ist so viel mehr. Für mich gehören jegliche Handlungen dazu, die aus enormen inneren Stress und Druck heraus entstehen, und die dazu führen, dass wir uns direkt oder indirekt körperlichen, emotionalen oder seelischen Schaden zufügen. Manchmal gehen wir dabei auch den Umweg der Einbindung anderer, indem wir Aktionen setzen, die zwangsläufig eine Reaktion nach sich ziehen, die uns wiederum Schmerz zufügt.

Die Verletzung bringt sowohl Erleichterung als auch Reue und Scham, es wieder getan zu haben. Hinter all dem verbirgt sich ein Bedürfnis nach … Ich stoppe hier bewusst den rationalen Erklärungsversuch. Warum, das erläutere ich später. Jetzt geht es mir darum, jenes innere Erleben nachvollziehbar zu machen, das mich frei werden ließ. Dazu greife ich tief in meine linguistische Trickkiste und erzähle eine Geschichte, die alles sagt, ohne etwas zu erklären:

Es war einmal ein kleines Mädchen, das sich verstoßen fühlte, allein gelassen und von anderen gemieden, unverstanden und ungeliebt. Dieses Mädchen unternahm alles nur Erdenkliche, um die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen der anderen zu erringen. Sie mühte sich so sehr ab den anderen zu gefallen, dass sie begann jene Wünsche zu unterdrücken, die nicht auf das Wohlwollen der anderen trafen. Es kam der Tag, an dem sie selbst nicht mehr wusste, was sie brauchte, um sich wohl zu fühlen, doch sie ignorierte es und arbeitete tagein tagaus daran, die ersehnte Anerkennung zu bekommen. Sie arbeitete viel und hart, unaufhörlich. Die Arbeit wurde immer mehr, mehr als sie noch schaffen konnte, doch sie machte weiter. Als sie es kaum noch ertragen konnte, erhob sich aus ihrem Schatten ein Drache, der sich schützend vor sie stellte und all das, was dem Mädchen längst zu viel war, auf seine starken Drachenschultern lud, damit sie weitermachen konnte, immer noch darauf hoffend, jenes zu finden, nachdem sich ihr Herz sehnte: Anerkennung und damit verbunden das Gefühl, geliebt zu werden.

Die Aufgaben wurden größer, ihre Anzahl wuchs. Immer mehr und mehr stürzte auf das kleine Mädchen ein, wie ein prasselnder Regen aus spitzen, harten Steinen. Unterhalb der mächtigen Flügel des Drachen fand sie Schutz, doch er litt, denn selbst die dicken Schuppen seines Panzers konnten dem, was auf die beiden einstürzte, nicht endlos standhalten. Der Drache begann zu wanken, er wand sich, spuckte Feuer und aus seiner Kehle drang ein Laut, der von unendlichem Schmerz kündete, trotzdem blieb er standhaft und nahm die Last auf sich, damit sich das kleine Mädchen weiterhin um die ersehnte Gunst der anderen bemühen konnte, noch mehr, noch schneller arbeiten, alles nur um den anderen zu gefallen.

Plötzlich ließ das kleine Mädchen all die Aufgaben, die sich eben noch in ihren Händen gehalten hatte, los. Sie ließ all das los, von dem sie hoffte, es würde ihr jenes Gefühl zurückbringen, das sie vor langer Zeit verloren hatte. Stattdessen wandte sie sich dem Drachen zu, der kaum noch zu tragen vermochte, was sie ihm aufgebürdet und er für sie übernommen hatte – aus Liebe, denn niemals würde der Drache ihr ein Leid zufügen. Sie legte ihre Arme um den schuppigen Körper, schloss ihre Augen, entfaltete ihre feurigen Schwingen und erhob sich gemeinsam mit dem Drachen aus all dem Schmerz. Sie ließ alles los, um jenen zu halten, der immer für sie da gewesen war. An diesem Tag war dem kleinen Mädchen bewusst geworden, dass das, was sie solange verzweifelt von anderen zu bekommen gesucht hatte, längst da gewesen war.

Der reale Hintergrund dieser Geschichten ist meine Form der Selbstverletzung: Überlastung bis hin zur Selbstausbeutung mit gravierenden Folgen auf körperlicher, emotionaler und seelischer Ebene um jene Droge „Anerkennung“ zu bekommen, welche das tief verwurzelte Defizit an Selbstwahrnehmung und damit verbunden an Selbstwert ausgleichen sollte.

Anders formuliert: Bis in den Ruin schuften, um Lob zu erhalten.

Der Tag, an dem ich meine Blickrichtung änderte und nicht länger rundum mich etwas zu finden suchte, das mir ein Gefühl von „ich bin liebenswert … wertvoll … erwünscht … gehöre dazu … (setze die Aufzählung beliebig fort)“ vermitteln sollte, sondern begann, in mich hinein zu blicken und mir damit selbst dieses Gefühl zu vermitteln, das war jener Tag, an dem ich den Kreislauf durchbrach. Anerkennung von anderen wurde nicht bedeutungslos für mich, aber sie war nicht länger wichtiger als alles andere – schon gar nicht wichtiger als meine Selbstsorge. Bekomme ich Anerkennung von anderen: schön. Bekomme ich sie nicht: nervt zwar, ist aber nicht zu ändern.

Ich mute meinem leistungsstarken Drachen nach wie vor einiges zu, gehe ab und an beinahe über meine (Belastungs-)Grenzen weil ich eben ein sehr leistungsorientier Mensch bin und niemand im Stich lassen will und mir meiner beruflichen Verantwortung bewusst bin, doch wie mein Spaziergang von heute mir zeigt, drehe ich um, bevor die Belastung zur Überlastung und damit zur Selbstverletzung wird. Denn ich habe – wie wir alle – vorrangig die Verantwortung mir selbst gegenüber und gut auf mich zu achten.

Zurück zu dem Bedürfnis nach … Anerkennung, Wertschätzung, Liebe. Finden wir das nicht alles in uns selbst, wenn wir gut auf uns achten? Dies ist eine rhetorische Frage 😉

An dieser Stelle wage ich eine Hypothese: Kann es sein, dass sich hinter vielen Fällen von Selbstverletzung der Wunsch nach Anerkennung, Nähe, Geborgenheit, in den Arm genommen werden, Liebe … verbirgt?

„Sieh doch, wie ich leide, nimm mir endlich etwas ab. Wieviel muss ich noch ertragen, damit ich deine Aufmerksamkeit und deine Liebe bekomme? Bin ich noch immer nicht gut genug? Was muss ich noch alles tun, um deine Liebe zu verdienen?“ Dies sind jene stummen Sätze, die ich vor Jahren dachte, aber nie aussprach, während ich am Boden lag und im seelischen Schmerz versank. Unverständlich für die Menschen rund um mich, denn sie gaben mir Liebe und Anerkennung, doch ich konnte beides nicht wahrnehmen. Ich fühlte mich unverstanden und ungeliebt, arbeitete weiter daran, ihre Wertschätzung zu bekommen, mehr und härter als zuvor … gefangen im Kreislauf.

Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich in mir die Frage: „Das ist alles völlig plausibel. Warum schaffen nicht mehr den Ausstieg aus dem Kreislauf?“

Gute Frage.

Meine Antwort darauf habe ich genau genommen bereits mit der Geschichte oberhalb gegeben. Oder besser gesagt: mit der Art und Weise, wie ich sie erzählt habe: mit jener bildhaften Sprache meines Unterbewusstseins, die auf Metaphern und Gefühle setzt anstatt auf rationale Erklärungen. Damit kann mein Verstand arbeiten, aber nicht mein verletztes inneres Kind, das vor langer Zeit jenen Drachen erschuf, der mich bis heute beschützt, in dem er scheinbar unerträgliches auf sich nimmt, damit ich weiterleben und lieben kann.

Ich denke, dass sich hinter vielen Fällen von Borderline ein verletztes inneres Kind verbirgt, das in den Arm genommen werden will, Geborgenheit und Liebe suchend. Beides können wir diesem Kind nur selbst geben, denn es lebt in einer Welt tief ins uns und damit getrennt von allen Menschen rund um uns. Deshalb ist es wichtig, dass wir lernen, mit diesem Kind zu kommunizieren und seine Bedürfnisse erfüllen.

Also, mein inneres Kind spricht nicht die kopflastige Sprache, mit der ich mich im Alltag bewege. Ganz im Gegenteil. Es spricht die Sprache des Herzens, voller Bilder und Gefühle, magischer Wesen wie Drachen und Phönix. Vielleicht bin ich damit die einzige, aber das glaube ich nicht. Betrachte ich die Rückmeldungen zu meinen Büchern und Geschichten, verstehen auch andere diese Sprache und sie bewirkt so einiges.

Ich hoffe aus ganzem Herzen, dass diese Sprache auch anderen jene Botschaft vermittelt, welche sie den Kreislauf der Selbstverletzung durchbrechen lässt:

Liebe dich selbst und achte gut auf dich. Freu dich, wenn andere es auch tun, aber lass ihnen die Freiheit, sich selbst zu entscheiden, denn wichtig ist, dass du dich selbst liebst, so wie du bist … und wenn ein Drache dazugehört, dann ist das auch OK 😉

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ES IST, WAS ES IST … ABER WAS IST ES?

Im Hollywood-Film „Avatar“ begrüßen sich die Bewohner einer außerirdischen Welt mit den Worten „Ich sehe dich“. Damit wir mehr als die rein visuelle Wahrnehmung gemeint. Die Bedeutung dieser drei Worte geht viel tiefer, denn sie unterscheidet Beobachtung von Interpretation … und trifft damit den Nagel auf den Kopf, wenn man auf zwischenmenschliche Probleme in der realen Welt blickt.

Seit mehr als einem Jahr bewege ich mich in diversen Borderline-Selbsthilfegruppen. Unzählige Male las ich Beiträge, in denen sowohl von Betroffenen als auch Angehörigen sehr umfassend das Verhalten anderer interpretiert wird, inklusive der Schilderung über die zugrunde liegenden Motive. Manche habe ich den Eindruck, sehr viele Telepathen, Gedankenleser und Wahrsager bewegen sich heute über diesen Planeten, welche die Frage nach dem „Warum tust du das?“ beantworten können ohne je die Frage an die betreffende Person gestellt zu haben. Aus meiner Sicht ist das fatal, denn es erfolgt eine Meinungsbildung aufgrund von … was eigentlich? Interpretationen? Mutmaßungen? Annahmen? Allesamt entsprungen den eigenen Erfahrungswerten und damit letztendlich nichts anders als ein Spiegelbild jener, die interpretieren. Oder werten. Bewerten.

Interpretation ist im Grunde einfach. Beobachtung, ohne zu werten dagegen stellt eine Herausforderung dar, denn wir müssen uns selbst dafür ein Stück weit zurücknehmen. Das Handlungsmotiv eines anderen können wir nicht kennen, außer die Person verrät es uns. Wir können die Handlung an sich wahrnehmen, einen Teil der zeitnahen Auswirkungen, doch viel mehr ist nicht drin. Für mehr sind wir auf Fragen angewiesen, auf Kommunikation und damit Informationsaustausch.

Es ist, was es ist … spielen wir ein Gedankenspiel. Während ich diese Zeilen über Beobachtung und Interpretation tippe, sitze ich in meinem Wohnzimmer auf einem alten Lehnstuhl aus Rattan. Mein Laptop ruht auf einem dicken Buch auf meinen Beinen. Ich trage mein Gamer-Headset, höre Musik von Enya und über den oberen Bildschirmrand blicke ich auf meine hellgrauen Socken. Alles das könnten Besucher wahrnehmen, aber welche Interpretationen leiten sie daraus ab? Beantwortet irgendetwas davon die Frage nach dem Motiv meiner Handlungen? Warum sitze ich auf diesem alten Stuhl oder höre genau diese Musik? Warum schreibe ich einen Beitrag über dieses Thema? Weil mir gerade nichts anderes einfällt? Oder weil ich vor kurzem interessante Erfahrungen dazu gemacht habe? Was ist überhaupt interessant – für mich? Verarbeite ich damit noch immer das Beziehungs-Aus im Sommer? Oder reflektiere ich Ereignisse einer Kennenlern-Phase? Hat es denn mit meinem Privatleben zu tun oder mit meinem Job? Oder ist mir einfach nur langweilig?

Die erkennbare Handlung ist das Schreiben des Beitrags in der geschilderten Umgebung. Alles andere ist Spekulation bzw. Interpretation, abgeleitet aus persönlichen Erfahrungswerten.

Ich vermute, allmählich wird klarer, worauf ich hinziele. Jede Aussage im Sinn von „der andere macht das, weil …“ und „so ist er/sie nun mal“, kann meilenweit neben der Realität liegen – und doch treffen wir Aussagen dieser Art täglich – und glauben auch noch daran.

Genau dort entstehen vieler unserer zwischenmenschlichen Probleme: In der Annahme, zu wissen, was ist es, ohne zu hinterfragen. Dafür gibt es auch ein einfaches Wort: Vorurteile. Oder Vorverurteilung. Wir beurteilen (bewerten) etwas, bevor wir alle relevanten Informationen dazu haben. Auch und insbesondere Menschen. Bilden uns eine Meinung, indem wir ihre Handlungen durch unsere eigenen Erfahrungsfilter bewerten.

Ich sehe dich?

Weit daneben. Allzu oft sehen wir nur das nach Außen projizierte Spiegelbild der eigenen inneren Gedanken- und Gefühlswelt. Das zeigt sich in den Selbsthilfegruppenbeiträgen sehr deutlich. Die tiefsitzende Selbstablehnung wird dem anderen untergeschoben als ablehnendes Verhalten. Nebensächlichkeiten erhalten existenzielle Bedeutung, um die latente Erwartung von Täuschung und Betrug zu erfüllen. Über Ausgrenzung und Vorurteile wird geklagt, und zeitgleich selbiges anderen gegenüber angewandt, basierend auf Mutmaßungen und ohne deren Handlungen zu hinterfragen. Interpretationen am laufenden Band.

Doch um einen anderen tatsächlich zu sehen, bedarf es Unvoreingenommenheit.

Und wir müssen die scheinbare Kontrolle über den anderen oder die Situation aufgeben, indem wir uns eingestehen, die dahinterliegende Motivation nicht zu kennen, solange wir sie nicht erfragt haben.

Kontrolle?

Ja, genau darum geht es häufig: um Kontrolle. Oder den Verlust derselben. Sich ein Bild von einem anderen zu erschaffen verleiht eine trügerische Kontrolle über die Unberechenbarkeit des anderen Menschen. Gerade in Beziehungen und wenn wir davon ausgehen, die Motive des anderen zu kennen. Doch damit berauben wir uns der Möglichkeit, den bzw. die andere tatsächlich „zu sehen“, als die Person, die er/sie ist. Wir verschließen das Tor, durch das hindurch blickend wir die Welt des anderen entdecken und tiefergehendes Verständnis aufbauen könnten.

In diesem Sinne bedeutet „ich sehe dich“ den anderen wahrzunehmen möglichst frei von eigenen Projektionen oder Wertungen.

Das klingt nach einer Herausforderung? Das ist es auch, aber es ist möglich.

Freiheit (im Denken und Wahrnehmen) ist zwar aus meiner Sicht unser Grundrecht als Menschen, aber sie wird uns nicht geschenkt. Wir dürfen uns diese Freiheit erarbeiten, in dem wir bewusst darauf verzichten, zu (be)werten oder zu interpretieren, und damit beginnen, beobachtend wahrzunehmen, was es ist und den anderen „zu sehen“.

Meine eigenen Erfahrungen mit wertungsfreier Beobachtung haben mir eine Welt offenbart, die vielfältiger ist als je zuvor, auch in Bezug auf Menschen. Immer öfter entdecke ich dabei, was es ist … und dass es um einiges wunderbarer sein kann, als ich mir hätte vorstellen können – dank der Befreiung von Projektionen und Vorurteilen, gebe ich dem Leben und den Menschen die Chance zu sein, was sie sind.

In diesem Sinne: es ist, was es ist.

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DAS GUTE AN 2020 – ZEIT, DEN BLICKWINKEL ZU ERWEITERN

Am 07. Jänner 2020 postete ich einen Beitrag mit dem Titel „Quo vadis“. Damals war dieses Jahr noch jung und unschuldig, noch frei von Krisen und Umbrüchen – zumindest für mich. Die letzten Zeilen des damaligen Beitrags waren folgende:

„Ich schreibe über mein Leben mit Borderline in all seinen Facetten. Manchmal schildere ich dabei schmerzhafte Emotionen und dunkle Momente, doch ich werde meine Geschichten niemals darin enden lassen und immer bis zu einem Happy End weiterschreiben. Schließlich geht’s um mein Leben (Achtung: doppeldeutig) und ich steh‘ nun mal auf ein Happy End

Ein Happy End? 2020? Die Liste der Ereignisse dieses Jahres (Corona, Beziehungs-Aus, Umzug, Unfall, Verlust, seit Sommer beruflich ständig am Limit der Überlastung, Terror …) scheint das mehr denn je ad absurdum zu führen. Für mich und viele andere Menschen auch. Und doch …

… gestern erhielt ich ein Bild von einer ganz besonderen Person in meinem Leben (siehe Titelbild), welches mich spontan zu einer Reflexion verleitete, die mit diesen Gedanken begann:

„Nähe hat nichts mit räumlicher Entfernung zu tun. Wie oft wird das missverstanden. Wie oft kleben wir auf anderen ohne echte Nähe … oder gar Verbundenheit.

Ich meine nicht Bindung, nicht die Fessel aus Bedingungen und deren Erfüllung.

Verbundenheit gleicht einem Schwarm Vögel, die perfekt synchron in den Himmel aufsteigen und in dem doch jeder für sich frei ist.

Verbundenheit ist immun gegen den Verschleiß, den Kilometer an Bindungen anrichten.

Nähe kann räumlich betrachtet werden – oder als eine Entscheidung des Herzens.

Es heißt: Gib frei, was du liebst. Kehrt es (sie/er) zu dir zurück, dann hat es (sie/er) sich entscheiden, bei dir zu bleiben.

Das Jahr 2020 hat vielen von uns einiges genommen, loslassen quasi von uns erzwungen. Es ist an der Zeit innezuhalten und wahrzunehmen, was blieb … oder neu zu uns kam.“

Die perfekte Einleitung für ein „Best of 2020“. Etwas verfrüht, zugegeben, immerhin haben wir erst November, aber nicht der Tag im Kalender bestimmt für mich den richtigen Zeitpunkt, sondern die Stimmung, in der ich mich befinde. Wenn die Belastungen rundum zu viel werden, hilft ein Blick auf die positiven Aspekte, um wieder zu spüren, dass mein Leben trotz all dem Irrsinn, der teilweise geschieht, dennoch in Ordnung ist.

Hier also mein Best of 2020. Die Reihung entspricht nicht einer Wertung, denn ich will nicht bewerten, was auf dieser Liste mehr und was weniger gut oder wichtig war. Alles auf dieser Liste war und ist wertvoll für mich, aber da ich kein Kreisformat erstellen kann, wird es eine Aufzählung 😉

  • 2020 ist mein Jahr der Freiheit, in dem ich mich aus zahlreichen Verstrickungen befreit habe und unabhängig wurde, im Denken, im Fühlen, im Sein.
  • 2020 ist mein Jahr der Leichtigkeit, in dem ich erkannte, wie einfach ich mein Leben halten und gleichzeitig dabei glücklich sein kann.
  • 2020 ist mein Jahr des Entdeckens, in dem ich vieles für mich (wieder)fand, dass ich zuvor kaum für möglich gehalten hatte.
  • 2020 ist mein Jahr des Neubeginns, in jeder Art und Weise: neuer Lebensraum, neue Lebensweise, neue Beziehungen … und ja, auch mein Herz fand einen neuen Hafen.
  • 2020 ist mein Jahr der Kraft, in dem mir bewusst wurde, das viel mehr Kraft in mir steckt, als ich bislang vermutet hatte. Mehr noch, dass Verletzlichkeit kein Zeichen von Schwäche darstellt, sondern eine Konsequenz von Berührbarkeit ist.
  • 2020 ist mein Jahr des positiven Feedbacks von vielen Seiten. Sei es als Autorin, die erleben durfte und darf, dass meine Geschichten nicht nur mein Leben in neue, lebensbejahende Bahnen lenken. Sei es als Coach, die manche auf neuen Wegen begleiten darf. Sei es als Mensch, geliebt und geschätzt um meiner selbst willen.

Es wäre einseitig zu behaupten, 2020 sei ein Jahr der Katastrophen und Krisen. Diese gab und gibt es, gewiss, aber es gab und gibt darüber hinaus noch mehr, und es ist enorm wichtig, sich das immer wieder bewusst zu machen, um in Ausgeglichenheit in der Gegenwart zu stehen und mit Zuversicht Richtung Zukunft zu blicken. Nicht ausblenden, was da ist. Ich halte wenig vom „Schönzeichnen“ der Ereignisse, doch die Realität ist divers. Es gibt viele Aspekte, negative UND positive. Erstere machen sich lautstark in den Medien breit, letztere sind oftmals stiller, weshalb sie nicht so leicht ins Auge springen, doch sie sind da!

2020 ist ein Jahr der Veränderung.

Das kann wohl niemand abstreiten. Vielleicht wird die Welt nach 2020 nie wieder so sein wie zuvor, aber war sie das je? Ist der Wandel nicht seit jeher das einzige Fixum in dieser Welt? Warum also fürchten wir ihn so sehr? Vielleicht weil so viel auf einmal und in kurzer Zeit geschieht? Vielleicht haben wir uns auch nur zu lange dagegen gewehrt, die Veränderung zu verhindern versucht, bis sie sich nun durchsetzt, gleich einem Dammbruch, der all die angestaute Energie (des Wandels) auf einmal freisetzt.

Ohne manche schmerzlichen Ereignisse von 2020 wären manche erfreulichen Ereignisse nicht möglich gewesen.

Manchmal hilft es, nicht auf ein singuläres Ereignis zu blicken, sondern es im größeren Zusammenhang zu sehen, räumlich und zeitlich.

Oder einen Standpunkt jenseits des subjektiven Gut-Schlecht-Denkens einzunehmen, also nicht Advokat der Menschheit zu spielen, sondern die Ereignisse zum globalen Zusammenhang des Organismus Planet Erde zu betrachten. Da gibt es eine Gruppe, genannt Menschen, die sich selbst sehr wichtig nimmt und alles nur erdenklich unternimmt, um von einem beinahe unsichtbaren Virus nicht in ihrer Zahl erheblich dezimiert zu werden, während diese Gruppe gleichzeitig viele anderen Gruppen von Lebensformen im gemeinsamen Lebensraum drastisch reduziert – bis hin zur völligen Ausrottung. Stellt man die Menschheit nicht in den Mittelpunkt der Betrachtung, verändert sich das Bild. Auch auf 2020. Selten zuvor habe ich den Himmel so strahlend blau erlebt wie im April 2020, mitten im Lockdown, als kaum ein Flugzeug seine Kondensstreifen im Azur hinterließ. Gewiss, die Auswirkungen auf die Wirtschaft waren und sind massiv, aber ist es nicht auch ein Zeichen, darüber nachzudenken, WIE wir leben? Oder wie wir in Zukunft leben wollen?

2020 ist ein Jahr des Umdenkens – für mich. Und ich halte an der Hoffnung fest, nicht die einzige zu sein, deren Leben sich neu ausrichtet, mit positiven Auswirkungen auf vieles rundum, auch auf jene Mutter Erde, die mich seit nunmehr 51 Jahren sicher trägt und mir alles gibt, was ich zum Leben brauche.

2020 ist ein Jahr, an das ich noch oft zurückdenken werde, mit einem Lächeln und voller Dankbarkeit.

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Reflexion einer Woche, die es in sich hatte

Die hinter mir liegende Woche gehört zu der Kategorie, die ich unter der Überschrift „Was noch?“ zusammenfasse. Terroranschlag in Wien, Corona-Infektionen … beides mit direkten Auswirkungen auf meinen Tätigkeitsbereich, in dem sich auch so ziemlich alles ansammelte, was für die nächsten Wochen und Monate zu erwarten war, nun aber früher in Erscheinung trat. Plus zwischenmenschliche Themen … Sorge um jene, die ich kenne und die an Covid-19 erkrankt sind … eine Sorge, die sich anders anfühlt als das Beobachten von Infektionszahlen in den Nachrichten …

Zusammengefasst: ich stellte mir des Öfteren die Frage „Was noch?“ Was kommt als nächstes? Wie viel halte ich noch aus? Wie lange halte ich das noch aus? Wie komme ich von dem Trip wieder runter?

Diese Fragen brachten mir zwei wichtige Erkenntnisse:

Mein Überlastungsthema hat sich zwar in die gewünschte Richtung verändert, aber wie sich zeigt, ist es noch immer präsent. Oder die Umstände sorgen dafür, dass ich mich erneut damit beschäftigen darf. Im Vergleich zu früher nehme ich meine Belastungsgrenze mittlerweile wahr, aber für meinen Geschmack leider immer noch etwas zu spät. Hohe Leistungsbereitschaft kann schon tricky sein. Sie lädt ein, ein paar Stunden mehr zu arbeiten, ein paar Aufgaben mehr auf die Agenda zu packen als erledigt werden können.

Meinen Perfektionsanspruch habe ich abgelegt. Nicht alles muss optimal erledigt werden. Ausreichend ist eine gangbare Option geworden. Benchmarking? Gesundheit ist wichtiger.

In der Überlastungsphase zeigt sich aber auch ein ambivalentes Verhaltensmuster: Der Wunsch, bei einem anderen Menschen (im Folgenden der Einfachheit halber Person X genannt) das zu finden, was mich aus dem Stress und der Überlastung zurück in die Balance und Entspannung führt. Grundsätzlich nichts verkehrtes, aber wenn nun Person X gerade anderweitig beschäftigt ist und somit nicht verfügbar, was dann? Insistieren im Sinne von „sieh doch, wie schlecht es mir geht und wie sehr ich dich brauche?“ Gefährlich, sehr gefährlich, weil … dazu später mehr. Zuerst die Erläuterungen.

Ich konnte beobachten, wie sich meine Bewertung von Handlungen veränderte. Kam die Antwort nicht rasch genug? Oder zeigte sie zu wenig Verständnis für meine Situation? Zu wenig Zuwendung für meine emotionalen Bedürfnisse? War ich nur ein Spielzeug, nicht wichtig für Person X? Mit Erschrecken durfte ich feststellen, dass sich eine leichte Form von Paranoia zeigte. Bei näherer Betrachtung völlig logisch. Überlastung kippte mich aus dem (Ur)vertrauen, damit kamen Unsicherheiten und Ängste an die Oberfläche, die sich wie ein paranoider Filter vor meine Wahrnehmungslinse legten und die Realität verzerrten. Plötzlich schien es, als würde niemand mich verstehen, sich niemand für mich interessieren und ich wäre ganz allein, unverstanden und im Stich gelassen.

In der Vergangenheit gab es ähnliche Situation. Damals, noch unreflektiert, öffneten sie Tür und Tor für eine Spirale der Eskalation bis hin zum finalen Zusammenbruch.

Diesmal atmete ich tief durch und begab mich auf eine lange Wanderung durch den lichtdurchfluteten Wald, der sich in herbstliches Gold gekleidet hatte, lauschte dem Wind, der durch Blätterhaufen huschte und spürte die vielleicht letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres auf meinem Gesicht. All das holte meine Wahrnehmung zurück in die reale Realität, ins Hier und Jetzt, und machte mir bewusst, welcher Grenze ich mich genähert hatte: jener, an der Selbstsorge zu Selbstaufgabe wurde.

Also änderte ich meine Marschrichtung. Auch in Bezug auf Person X.

Gewiss, es ist wunderbar, wenn wir Menschen um uns haben, die für uns da sind, wenn wir es brauchen – solange dies aus freien Stücken und in dem Ausmaß geschieht, wie diese Menschen es von selbst tun möchten. Jegliche Erwartungshaltungen oder gar Forderungen pervertieren diesen Akt der Nächstenliebe in eine Form von Abhängigkeit und zuweilen sogar Erpressung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verwandelt sich Liebe in Last, die irgendwann zur Belastung wird, unter der etwas oder jemand zusammenbricht.

Nein Danke, das brauche ich nicht mehr in meinen Leben.

Person X bin ich!

Ich ziehe mich selbst aus dem Schlamassel, sobald mir bewusst wird, dass ich wieder mal drin stecke. Es wäre schön, dies grundsätzlich vermeiden zu können, aber so weit bin ich offenbar noch nicht. Dennoch wächst meine Resilienz beständig.

Resilienz, eines der magischen Worte unserer Zeit. Damit ist die Fähigkeit gemeint, mit psychischen und emotionalen Belastungen auf eine Weise umgehen zu können, die keinen bleibenden Schaden anrichtet. Manchmal wird sie auch als Widerstandsfähigkeit gegen Traumatisierungen bezeichnet. Viele Begriffe aus der Psychologie und Philosophie werden im täglichen Sprachgebrauch verwendet, doch zumeist unterschiedlich interpretiert. Die Abklärung von Begrifflichkeiten ist … zeitraubend und wohl deshalb wenig verbreitet 😉

Wie auch immer … zurück zur Resilienz. Beim Frühstück las ich heute einen interessanten Artikel einer Psychologin (also Expertin), der auch das Thema „Resilienz“ streifte. Innerer Dialog als Methodik, um zu äußeren Ereignissen eine differenzierte Haltung einnehmen zu können und diese anders bewerten zu können. Also nicht nur eine Belastung wahrzunehmen, sondern auch die Vergänglichkeit derselben, weil alles im Leben auch dem Wandel unterworfen ist.

Vereinfacht gesagt: Die Expertin schilderte die Theorie zu dem, was ich mit JAN/A praktisch umgesetzt habe bzw. seither tägliche lebe. Wieder einmal lese ich die theoretischen Grundlagen NACH der praktischen Umsetzung. Das wiederum amüsiert mich zutiefst und bestätigt meine eigene Überzeugung:

Das Leben offenbart den Weg, wenn wir bereit dafür sind und uns dem Prozess öffnen – ganz gleich, ob wir die Theorie kennen oder nicht.

Hier nun schließe ich den Kreis zu „gefährlich, sehr gefährlich“: Wer die Verantwortung für seine innere Ausgeglichenheit einem anderen Menschen überträgt, erzeugt damit ein Gefälle innerhalb der Beziehung, eine Form von Hierarchie. Zwischen Eltern und Kindern, Lehrenden und Lernenden mag das völlig in Ordnung sein, doch niemals innerhalb einer Partnerschaft. Es sei denn, beide einigen sich auf eine hierarchische Beziehung. Wer jedoch eine Partnerschaft auf Augenhöhe führen möchte, sollte sich bewusst sein, für seine emotionale Ausgeglichenheit selbst verantwortlich zu sein, ebenso wie für die Einhaltung von Belastungsgrenzen.

Wieder einmal nehme ich mich also selbst an der Nase und anerkenne, (beinahe) einen Schritt zu weit gegangen zu sein und damit unnötigen Stress in einen Bereich (oder eine zwischenmenschliche Beziehung) gebracht zu haben, der (die) damit überhaupt nichts zu tun hat.

Und wieder einmal lehrt mich das Leben: auch eine absolute Sch***-Woche trägt in sich ein Potenzial, einen Samen, aus dem wachsen kann, das Früchte trägt.

Das heutige Bild entstand auf meiner Wanderung durch den Herbstwald am 07.11.2020. Es wurde nicht bearbeitet. 100% echt – wie das Leben 🙂

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SELBSTFINDUNG – DER SCHMALE GRAT ZWISCHEN SELBSTAUFGABE UND SELBSTBESTIMMUNG

Was ist besser geeignet, diesen Grat zu erkunden als zwischenmenschliche – insbesondere sehr nahe zwischenmenschliche – Beziehungen? Sich selbst zu finden, während man sprichwörtlich allein auf weiter Flur unterwegs ist, stellt zwar auch eine Herausforderung dar, aber eine weitaus überschaubarere als inmitten menschlichen Getümmels. Wenn ich nur mich selbst habe, fällt die Fokussierung auf die eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Vorstellungen usw. relativ leicht.

Schwieriger wird es im „Duett“. Und sei es noch im Anfangsstadium von etwas, das vielleicht mehr werden könnte.

Plötzlich tauchen sie wieder aus der Versenkung auf, die nächtlichen Grübeleien und Fragen: Habe ich für so manches wirklich Verständnis? Passt es zu meinen Werten, meiner Vorstellung von Leben? Oder passt sich meine Vorstellung den Erfordernissen an, um aus dem Anfangsstadium in die nächste Phase zu gelangen, egal, um welchen Preis? Bis wohin sind es gesunde Kompromisse und ab wann krankmachende Selbstaufgabe? Wofür Verständnis zeigen und wann Unverständnis? Wo abgrenzen und wann aufmachen? Empathie? Mitgefühl? Mitleid?

Durch all das bin ich schon einmal gegangen, aber anders, nachträglich, nachdem eine Beziehung über Jahrzehnte bestanden hatte und genau genommen bereits von Auflösungserscheinungen betroffen war. Niemals in meinen Leben habe ich diese Fragen VORHER gestellt, quasi an der Startlinie. So viele Variablen sind noch undefiniert, so vieles noch zu entdecken … viel zu wenig Informationen, um fundierte Antworten auf diese existenziellen Fragen zu finden.

Irgendwie ist es wie ein Tasten mit verbundenen Augen durch die Dunkelheit des Unbekannten. Wobei hier die „Augen“ symbolisch für unser visuelles Zeitalter und seine Dominanz des Verstandes stehen, daher aus meiner Sicht wenig geeignet, um meine Fragen zu beantworten. Für mich braucht es eine Rückbesinnung auf das, was ambivalent wie kaum etwas anders sein kann: mein Fühlen. Vertrauen auf einen unserer ältesten Instinkte, der die Menschheit durch Jahrhunderttausende brachte: Hineinspüren – was passt für mich oder was nicht?

Mich selbst spüren, im gegenwärtigen Augenblick, ohne diese Wahrnehmung von den Erfahrungen der Vergangenheit beeinflussen zu lassen. Nicht vergleichen mit Vergangenem, sondern auf das blicken, was da ist, hier und jetzt, während mein unermüdlich analysierender Verstand eine Menge „Zeichen“ entdeckt und daraus Schlussfolgerungen ableitet, wie sich die Angelegenheit entwickeln könnte. Kein einfaches Unterfangen. Gebranntes Kind scheut das Feuer. Doch wer sich von seiner Furcht beherrschen lässt, bleibt ein Gefangener.

Ich wandle auf einem schmalen Grat aus Fragen, die mich erneut so einiges über mich selbst erkennen lassen. In diesem Sinne: Selbstfindung.

Was bestimmt mein Denken, Handeln, Fühlen? Angst? Freude? Liebe? Hoffnung?

Wie frei bin ich wirklich, auf das zu blicken, was da ist? Frei von Erwartungshaltungen und Wertungen jeglicher Art?

Kann ich meine Grenzen wahren? Die bleiben, die ich bin, ohne die zu werden, von der ich vermute, der andere will sie vorfinden? Kann ich mir selbst treu bleiben? In der Selbstbestimmung?

Bin ich bereit, die zwischen Menschen stets auch notwendigen Kompromisse einzugehen? Ohne mich selbst aufzugeben?

Habe ich den Mut und die Kraft, zu zeigen, wer ich bin, was ich fühle – tief in mir, mein Bild dieser Welt zu teilen.

An der Startlinie einer möglichen Beziehung, am Punkt Null, scheinen diese Fragen verfrüht – und doch auch passend. Wenn, wann nicht dann sollten Antworten darauf gefunden werden? Wenn sich zwischenmenschliche Verhaltensmuster und Routinen erstmal etabliert haben? Ist es dann nicht längst zu spät?

Selbstaufgabe geschieht oft wie beiläufig, schleichend, unbewusst … und plötzlich wacht man auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel. (Dies war der Beginn meiner Reise zu mir selbst.)

Selbstbestimmung erfordert Entschlossenheit, Kraft, Mut und Vertrauen, kann sie doch auch zu Meinungsverschiedenheiten und damit Konflikten führen. (Dies führte zu Tag X.)

Selbstfindung ist und bleibt für mich der Königsweg, all die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Tag für Tag. Die Realität mit allen Sinnen bewusst wahrnehmen und das Leben mit allen Sinnen spürend leben. Jenseits von Routine das Besondere im Augenblick erkennen. Dankbarkeit für das Vorhandene empfinden. Freude am Sein.

Wir können vielleicht nicht die Zahl unserer Tage in diesem Leben wesentlich verändern, aber wir können die Qualität jedes einzelnen Tages bestimmen – wenn wir uns erstmal selbst gefunden haben auf dem schmalen Grat zwischen Selbstaufgabe und Selbstbestimmung.

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Manchmal sind klare (geometrische) Strukturen hilfreich, inmitten von unzähligen Fragen den Kern des Themas zu erkennen 😉

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MASTER OF EXPERIENCE – Lesley B. Strong

Egal, was du wann sagst, einer hört dir immer zu – nämlich du selbst.

Jedes gesprochene, gedachte, gelesene oder gehörte Wort dringt ins Bewusstsein ein, sickert hinab ins Unterbewusstsein und formt dort innere Bilder und Glaubenssätze – ganz langsam, ähnlich einem Tropfstein, der Äonen braucht, um zu wachsen.

Auch andere Sinneseindrücke wirken auf diese Weise, doch kaum etwas können wir so stark beeinflussen wie jene Worte, die wir selbst täglich verwenden.

Im Talmud steht geschrieben:

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal!“

Diese wenigen Zeilen bringen es auf den Punkt.

Unzählige Bücher wurden zu diesem Thema bereits geschrieben und viele werden noch folgen. Denn auch heute, im 21. Jahrhundert, ist die Anzahl derer, die fähig sind, ihr Leben mittels gezieltem Einsatz ihrer Sprache zu gestalten, deutlich geringer als die Zahl jener, die unachtsam und sorglos mit diesem mächtigen Instrument hantieren – und mitunter viele Hindernisse auf ihrem Lebensweg selbst erschaffen.

Entscheidend dafür, wie wir uns selbst, unsere Fähigkeiten und unsere Umwelt wahrnehmen, sind unsere Glaubenssätze. Die klassische Frage danach, ob ein Glas Wasser halb voll oder halb leer ist, kennen viele und beantworten sie gemäß der allgemeinen Erwartungshaltung. Doch in der unreflektierten Alltagssprache dominiert häufig die Botschaft „halb leer“, treten die tatsächlich bestimmenden Glaubenssätze eines Menschen ungeschönt zu Tage. Entsprechend dieser erlebt jeder von uns die Realität, die genau genommen für alle gleich ist. Dennoch erleben die einen die Welt als mühseligen Kampf gegen Windmühlen und die anderen als inspirierendes Spielfeld der Möglichkeiten.

Mit meinem Debütroman JAN/A erschuf ich als Autorin ein wortreiches „Reset-Programm“, welches nach vielen Jahren und Therapien der Schlüssel für die Auflösung meines Borderline-Syndroms wurde. Aus meinen Gedanken wurden Worte, Handlungen, Gewohnheiten (Routine) und letztendlich eine frei von traumatischen Altlasten oder Blockaden denkende und fühlende Persönlichkeit.

Lebendig – im wahrsten Sinne des Wortes.

Heute setze ich meine jahrelange Erfahrung als Trainerin & Coach in den Bereichen Kommunikation und Mentaltraining zur Entwicklung spezifischer Programme, aufbauend auf den individuellen Lebenserfahrungen, die dazu befähigen, achtsam des mächtige Instrument Sprache einzusetzen, um das persönliche Erleben der Realität selbst zu steuern.

In diesem Sinne: Denken erlaubt! … achtsam, denn Deine Gedanken werden zu Deinem Schicksal!

Lesley B. Strong – MAEX

Master of Experience / Meister des Erlebens